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Stadtlandschaften mit Plattenbau. Halle-Neustadt-Darstellungen von Uwe Pfeifer

Titel: Stadtlandschaften mit Plattenbau. Halle-Neustadt-Darstellungen von Uwe Pfeifer

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 38 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Melanie Metzlaff (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Halle-Neustadt-Darstellungen des Künstlers Uwe Pfeifer.

Obwohl Uwe Pfeifer über Jahrzehnte hinweg immer wieder kontinuierlich Halle-Neustadt-Bilder hervorbrachte, ist der weitere Forschungsstand auf Beiträge in Ausstellungskatalogen, Interviews und Zeitungsartikel verteilt. Ausgehend vom Motiv Halle-Neustadt, behaupten daneben Quellen zur Stadtgestalt und zur Stadtgeschichte wichtiges Hintergrundmaterial.

Eine umfassende Biografie des Künstlers gibt es nicht. Neben einer kurzen Einführung zu Halle-Neustadt als Bildgegenstand zielen eine hier vorgelegte Halle-Neustadt-Biografie Uwe Pfeifers, die Untersuchung der wenigen Darstellungen Halle-Neustadts anderer Künstler sowie etwaiger Vorbilder des Künstlers auf eine anschließende Analyse einiger Werke ab, die sich innerhalb der Motivik des Bildgegenstandes in drei Gruppen gliedern lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildgegenstand

2.1. Kurze Stadthistorie

2.2. Halle-Neustadt-Darstellung in der bildenden Kunst

3. Uwe Pfeifer und Halle-Neustadt

3.1. Halle-Neustadt-Biografie

3.2. ,,Wahlverwandte & Idole”

4. Bildthemen

4.1. Fassaden und Stadtraum

4.2. Landschaft Halle-Neustadt

4.3. Treppen und Tunnel

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Darstellung von Halle-Neustadt im künstlerischen Werk des Malers und Grafikers Uwe Pfeifer, der wie kaum ein anderer Künstler die Architektur und das Lebensgefühl der sozialistischen Chemiearbeiterstadt in den Fokus seines Schaffens rückte.

  • Die stadtgeschichtliche Entwicklung von Halle-Neustadt als Planstadt.
  • Uwe Pfeifers biografische Verknüpfung mit der Stadt und seinem künstlerischen Werdegang.
  • Die formale und inhaltliche Analyse zentraler Motivgruppen wie Fassaden, Landschaften und Verkehrsarchitektur.
  • Der Vergleich mit zeitgenössischen Vorbildern und der halleschen Bildtradition.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit den Widersprüchen zwischen realsozialistischer Ideologie und alltäglicher Lebensrealität.

Auszug aus dem Buch

3.1. Uwe Pfeifer: Halle-Neustadt-Biografie

Die Biografie Uwe Pfeifers wird oft in kurzen Etappen geschildert. Geboren am 14. Februar 1947 in Halle (Saale) legte er zwischen 1965 und 1966 das Abitur ab. Von 1968 bis 1973 folgte das Studium der freien Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Werner Tübke (1929–2004), Hans Mayer-Foreyt (1916–1981) und Wolfgang Mattheuer (1927–2004). Seit 1973 ist Uwe Pfeifer freischaffend tätig und erhielt zudem von 1975 bis 2011 einen Lehrauftrag für Lithografie an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein (heute: Kunsthochschule Burg Giebichenstein). Er unternahm Studienreisen, unter anderem 1976 und 1978 in die Mongolei und trat 1978 dem Verband Bildender Künstler (VBK) bei. Nach der Wende war er von 1990 bis 1997 Mitglied im Künstlersonderbund der Realisten.

Was sich zudem aus Artikeln, Interviews und Statements des Malers und Grafikers in Erfahrung bringen lässt, ist, dass der junge, introvertierte Pfeifer, der sich die Zeit während einer langen Krankheit hauptsächlich mit Zeichnen vertrieb, durch Überzeugung seines Vaters, dem Malzirkel des Klubhauses der Buna-Werke, in denen der Vater tätig war, beitrat. Aus einem aufschlussreichen Radio-Interview vom 19. Juli 2017 geht hervor, dass die Leitung des bekannten Zirkels der Textilkünstlerin Ilse Maria Krause (1926–2016) unterlag. Ebenso, dass nachdem Uwe Pfeifer für den Kinder-Malzirkel zu alt geworden war, einen Erwachsenen-Malzirkel besuchte und wiederholt in den Buna-Werken arbeitete, um nebenher etwas Geld zu verdienen. In dieser Zeit trat er auch der Arbeiterwohnungsgenossenschaft VEB Chemische Werke Buna (AGW) bei, die aufgrund der herrschenden Wohnungsnot 1954 aus dem Zusammenschluss von 54 Bunawerkern entstanden war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt Uwe Pfeifer als zentralen Chronisten von Halle-Neustadt vor und erläutert den bisher geringen Forschungsstand zu seinem Werk.

2. Bildgegenstand: Der erste Hauptteil bietet eine historische Einordnung von Halle-Neustadt und gibt einen Überblick über Künstler, die sich ebenfalls mit der Stadt auseinandersetzten.

3. Uwe Pfeifer und Halle-Neustadt: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie des Künstlers sowie den für sein Schaffen prägenden Vorbildern und persönlichen Perspektiven.

4. Bildthemen: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der von Pfeifer entwickelten Motivgruppen, unterteilt in urbane Architektur, die umgebende Landschaft sowie Treppen- und Tunnelsituationen.

5. Schluss: Das Schlusswort resümiert die Bedeutung Pfeifers als Künstler, der eine nüchterne Bestandsaufnahme liefert, und weist auf weiteren Forschungsbedarf hin.

Schlüsselwörter

Halle-Neustadt, Uwe Pfeifer, Chemiearbeiterstadt, Plattenbau, DDR-Malerei, industrielle Formgestaltung, Stadtraum, Bildende Kunst, Realismus, Industrielandschaft, Sozialistischer Städtebau, Moderne, Karl Völker, Leipziger Schule, Kunstgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das künstlerische Werk von Uwe Pfeifer und seine lebenslange Auseinandersetzung mit der sozialistischen Planstadt Halle-Neustadt durch Malerei und Grafik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die architektonischen Fassaden, die umgebene Industrielandschaft sowie die alltägliche, oft anonyme Verkehrsstruktur der Stadt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung von Pfeifers Blick auf die "Chemiearbeiterstadt" nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie er mittels einer sachlichen Bildsprache die Widersprüche zwischen Utopie und Realität einfing.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Untersuchung, die auf Quellenstudien, Biografieforschung und der formalen Analyse ausgewählter Schlüsselwerke basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biografische Einordnung des Künstlers, die historische Kontextualisierung der Stadt Halle-Neustadt und die thematische Sektion in die Motivgruppen Fassaden, Landschaft sowie Treppen und Tunnel.

Was charakterisiert die künstlerische Arbeit von Uwe Pfeifer?

Seine Arbeit ist geprägt von einem unbestechlichen, sachlichen Blick, der trotz der formalen Strenge des Plattenbaus menschliche Existenz und gesellschaftliche Konflikte sichtbar macht.

Welche Rolle spielen die Vorbilder für Pfeifers Werk?

Besonders die Industriegemälde von Karl Völker werden als richtungsweisende Vorbilder identifiziert, die Pfeifer in seiner frühen Auseinandersetzung mit der "Neuen Sachlichkeit" maßgeblich beeinflussten.

Konnte der Künstler seine Sicht auf Halle-Neustadt in der DDR frei ausstellen?

Nein, der Künstler stieß mit seinen Arbeiten auf Kontroversen, da seine oft als "entmutigend" oder "distanzierend" wahrgenommenen Darstellungen nicht den ideologischen Erwartungen an den Sozialismus entsprachen.

Warum spielt das Thema "Treppen und Tunnel" eine so wichtige Rolle?

Diese Motive gelten als zentral für die Darstellung des Alltags in Halle-Neustadt, da sie das Leben "gegen den Strom" der Schichtarbeiter und die Anonymität moderner Industriegesellschaften versinnbildlichen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stadtlandschaften mit Plattenbau. Halle-Neustadt-Darstellungen von Uwe Pfeifer
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2.0
Autor
Melanie Metzlaff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
38
Katalognummer
V1265361
ISBN (PDF)
9783346706041
ISBN (Buch)
9783346706058
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Uwe Pfeifer Plattenbau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Metzlaff (Autor:in), 2022, Stadtlandschaften mit Plattenbau. Halle-Neustadt-Darstellungen von Uwe Pfeifer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1265361
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  38  Seiten
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