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Die Bedeutung der Kulturbranche als Wirtschaftsfaktor

Title: Die Bedeutung der Kulturbranche als Wirtschaftsfaktor

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karoline Giesebrecht (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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Kultur und Wirtschaft – Symbiose oder Konkurrenz? Gemeinhin gelten Kultur und Wirtschaft als unvereinbarer Gegensatz. Demnach betreibt Kultur Sinnproduktion, entgegengesetzt betreibt die Wirtschaft Warenproduktion und profitable Dienstleistungen. Doch diese Gegenüberstellung hat sich in der Realität längst aufgeweicht. Die ökonomische, arbeitsmarktpolitische, soziale, infrastrukturelle und städtebauliche Bedeutung der Kultur hat seit Mitte der 80er Jahre stark zugenommen. Die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur steigt in Deutschland, aber auch in ganz Europa, seit Jahren und hat in letzter Zeit seinen Platz in wirtschaftlichen und politischen Debatten wiedererobert. Man spricht heute von Kultur durch Wirtschaft, aber auch von Wirtschaft durch Kultur. Es kann festgehalten werden, dass es sich heutzutage bei Kultur und Wirtschaft um eine wechselseitige Abhängigkeit, also eine Symbiose, handelt. Dennoch ist nicht außer Acht zu lassen, dass es sich bei Kultur und Wirtschaft um ein spannungsreiches Verhältnis handelt. Treten ökonomische Ziele zu stark in den Vordergrund, können künstlerische Ideale vernachlässigt werden. Andererseits besteht die Gefahr, dass wirtschaftliches Handeln nicht beachtet wird, wenn ein zu enges Kunstverständnis vorliegt, also die Kultur nur ästhetischen Maßstäben folgt.
Das Forschungsinteresse der vorliegenden Arbeit liegt in der Beantwortung der Leitfrage, inwieweit die Kulturbranche als Wirtschaftsfaktor dient.
Besonders zu beachten ist hierbei, dass das immaterielle, öffentliche Gut „Kultur“ nicht so einfach zu quantifizieren ist, wie andere materielle Güter.
Zu Beginn erfolgen eine Abgrenzung des verwendeten Kulturbegriffs sowie die Begriffsbestimmung der Terminologie „Wirtschaftsfaktor“. Anschließend wird ein Überblick von Kultur und Wirtschaft aus historischer Perspektive dargestellt. Darauf werden die vielfältigen Potentiale der Kultur und deren Synergieeffekte vorgestellt. Schließlich erfolgen Erläuterungen zu den volks- und finanzwirtschaftlichen Wirkungen der Kulturbranche. Weiterhin wird die Methode der Umwegrentabilitätsberechnungen dargelegt, anhand derer regionale und lokale Wirkungen aufgezeigt werden. Zudem werden einzelne Kritikpunkte an der Berechnung der Umwegrentabilität geäußert. Daraufhin wird die Kulturbranche als Innovationsfaktor und als Imageträger für die Wirtschaft näher thematisiert. Abschließend werden die Ergebnisse resümiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. Gang der Untersuchung

3. Begriffsbestimmung „Kulturbranche“

4. Begriffsbestimmung „Wirtschaftsfaktor“

5. Kultur und Wirtschaft – ein historischer Abriss

6. Die Kulturbranche unter Berücksichtigung ihrer internen und externen Effekte

6.1 Die Kulturbranche und ihre volkswirtschaftlichen Effekte

6.2 Die Kulturbranche und ihre finanzwirtschaftlichen Effekte

6.3 Umwegrentabilitätsberechnungen im Kultursektor

6.4 Die Kulturbranche als Innovationsfaktor und Imageträger

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomische Relevanz der Kulturbranche und analysiert, inwieweit diese als bedeutender Wirtschaftsfaktor fungiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Ideal und wirtschaftlichem Handeln in einer symbiotischen Beziehung auflösen lässt.

  • Historische Entwicklung des Verhältnisses von Kultur und Wirtschaft
  • Analyse volkswirtschaftlicher und finanzwirtschaftlicher Effekte
  • Methodik der Umwegrentabilitätsberechnung im Kultursektor
  • Die Kultur als Innovationsfaktor und weicher Standortfaktor

Auszug aus dem Buch

6. Die Kulturbranche unter Berücksichtigung ihrer internen und externen wirtschaftlichen Effekte

„ In unzähligen Debatten taucht wie selbstverständlich immer wieder die Rede von der Kultur als Wirtschaftsfaktor auf. (..) Kultur wird unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet um zu zeigen, dass sie – direkt und indirekt – wirtschaftliche Effekte erzeugt.“

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten die internen und externen Effekte der Kulturbranche ökonomisch darzustellen und diese quantitativ zu bewerten. Gerade in den letzten 20 Jahren haben sich viele Forscher auf die Suche nach „harten“ Zahlen begeben und sie trugen mit positiven Ergebnissen und Erkenntnissen zu einer willkommenen Neupositionierung des Begriffs Kultur als Wirtschaftsfaktor bei. Die Kulturbranche und ihre ökonomischen Effekte sind aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und mithilfe von verschiedenen Methoden zu berechnen. Diese werden im Folgenden näher beleuchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen Kultur und Wirtschaft und formuliert die Leitfrage nach der Bedeutung der Kultur als Wirtschaftsfaktor.

2. Gang der Untersuchung: Hier wird der methodische Aufbau der Arbeit dargelegt, beginnend bei der Begriffsklärung bis hin zur Analyse der ökonomischen Wirkmechanismen.

3. Begriffsbestimmung „Kulturbranche“: Es erfolgt eine Definition des Kultursektors unter Anwendung des Drei-Sektoren-Modells, das öffentliche, private und intermediäre Akteure umfasst.

4. Begriffsbestimmung „Wirtschaftsfaktor“: Dieser Abschnitt definiert den Begriff des Wirtschaftsfaktors als Einflussgröße, die das vorhandene ökonomische Potenzial einer Region oder Branche erhöht.

5. Kultur und Wirtschaft – ein historischer Abriss: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Beziehung zwischen kulturellen Aktivitäten und wirtschaftlicher Logik vom Mittelalter bis zur Moderne nach.

6. Die Kulturbranche unter Berücksichtigung ihrer internen und externen Effekte: Dieses zentrale Kapitel analysiert die quantitativen und qualitativen Wirkungen der Kultur, unterteilt in volkswirtschaftliche, finanzwirtschaftliche, umwegrentabile sowie innovative Aspekte.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Kultur und Wirtschaft in einer wechselseitigen Symbiose stehen und die Branche einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert einnimmt.

Schlüsselwörter

Kulturbranche, Wirtschaftsfaktor, Kulturmanagement, Symbiose, Umwegrentabilität, Kultursektor, Wertschöpfung, Innovationsfaktor, Standortfaktor, Kreativwirtschaft, Volkswirtschaft, Beschäftigungseffekte, Kulturbetrieb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die wirtschaftliche Bedeutung der Kulturbranche und untersucht, wie kulturelle Aktivitäten als Motor für ökonomisches Wachstum und Standortentwicklung fungieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Genese des Verhältnisses von Kultur und Ökonomie, der ökonomischen Messbarkeit durch Umwegrentabilitätsmodelle sowie der Rolle der Kultur als Innovationsquelle.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Leitfrage zu beantworten, inwieweit die Kulturbranche als eigenständiger Wirtschaftsfaktor ernst zu nehmen ist und welche ökonomischen Wirkungen sie entfaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die kritische Auswertung ökonomischer Studien und Modelle, insbesondere zur Umwegrentabilität und den volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert interne und externe wirtschaftliche Effekte, diskutiert die Methodik der Umwegrentabilitätsberechnungen und beleuchtet die Bedeutung der Kultur für Innovation und regionales Image.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Kulturbranche, Wirtschaftsfaktor, Symbiose, Wertschöpfung, Umwegrentabilität und Innovationsfaktor.

Wie definiert die Autorin den Kultursektor?

Die Autorin nutzt das anerkannte Drei-Sektoren-Modell, welches den öffentlichen Kulturbetrieb, die private Kulturwirtschaft und den intermediären Bereich (Stiftungen/Vereine) einschließt.

Was wird an der Umwegrentabilitätsberechnung kritisiert?

Kritisiert wird insbesondere, dass Ausgaben von Einheimischen das Sozialprodukt nicht zwingend erhöhen und dass die Methode dazu führen kann, dass nur „event-starke“ Kulturbereiche gefördert werden, während bildungsrelevante Sparten vernachlässigt werden.

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Details

Title
Die Bedeutung der Kulturbranche als Wirtschaftsfaktor
College
WAM Media Academy
Grade
1,3
Author
Karoline Giesebrecht (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V126543
ISBN (eBook)
9783640329304
ISBN (Book)
9783640331154
Language
German
Tags
Bedeutung Kulturbranche Wirtschaftsfaktor
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karoline Giesebrecht (Author), 2009, Die Bedeutung der Kulturbranche als Wirtschaftsfaktor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126543
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