Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › History of Germany - Postwar Period, Cold War

Der Mauerbau am 13. 8. 1961

Motive, Ablauf, Reaktionen

Title: Der Mauerbau am 13. 8. 1961

Term Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melanie Steck (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ein Wall gegen den Westen sollte die Mauer laut UdSSR sein. In Wahrheit aber war sie ein Schutz für die DDR-Spitze, um einer großen Abwanderung der Bevölkerung entgegenzuwirken.
Im Zuge dieser Arbeit beschäftige ich mich mit den Ereignissen, die Einfluss auf den Bau dieses Teilungssymbol Deutschlands hatten. Besonders die Rolle der UdSSR und der DDR, sowie auch die der Alliierten für den Bau der Mauer sollen dargelegt werden. Unter dem Thema „Der Mauerbau am 13. 8. 1961 – Motive, Ablauf, Reaktionen“ werden die Vorgeschichte, das Staatsgeheimnis des Mauerbaus, und die Reaktionen der einzelnen Staatsführungen hinterfragt. Als Grundlage hierfür verwende ich das Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, auf das sich die erste, wie auch die zweite Berlin-Krise, die Chruschtschow mit seinem Ultimatum von 1958 auslöste, stützt und schließlich im Mauerbau gipfelt.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Vorgeschichte

2.1. Das Ende des Zweiten Weltkriegs

2.2. Berlin-Blockade

2.3. Bildung zweier Deutscher Staaten

2.4. Flüchtlingswellen in den demokratischen Westen

Aufstand in Ostberlin

2.5. Das Chruschtschow-Ultimatum – die zweite Berlin-Krise beginnt

3. 1961 – Das Jahr der Entscheidung

3.1.Westalliierte und Westdeutsche Staatsvertreter in Washington

3.1.1. Der britische Premierminister Harold Macmillan in den USA

3.1.2. Adenauer in den USA

3.2. Das amerikanisch-sowjetische Gipfeltreffen in Wien

3.2.1. Kein Abweichen der Sowjetunion vom alten Standpunkt

3.2.2. Der separate Friedensvertrag der Sowjetunion mit der DDR

3.2.3. Kriegsbereitschaft bei Ost und West

3.3. Ulbrichts denkwürdige Pressekonferenz

Spannungen zwischen Chruschtschow und Ulbricht

3.4. Kennedys „Three Essentials“

3.5. Die Gipfelkonferenz der Warschauer-Pakt-Staaten

4. Staatsgeheimnis Mauerbau

4.1. Beschluss der absoluten Grenzabriegelung bereits im Januar `61

4.2. Ulbricht hält die Fäden bis zur Durchführung in der Hand

4.3. Die Grenzabriegelung beginnt

4.4. Die Mauer wird gebaut

5. Die Reaktionen des Westens

5.1. Reaktionen in Westdeutschland

5.2. Reaktion der Alliierten

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, den Ablauf und die Reaktionen auf den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961. Ziel ist es, die Rolle der UdSSR, der DDR und der Alliierten bei der Teilung der Stadt zu analysieren und zu hinterfragen, wie es trotz politischer Spannungen zu dieser Zäsur kommen konnte.

  • Vorgeschichte der deutschen Teilung ab 1945
  • Eskalation der Berlin-Krise durch das Chruschtschow-Ultimatum
  • Geheimhaltung und operative Planung des Mauerbaus unter Walter Ulbricht
  • Diplomatische Reaktionen des Westens und der Bundesrepublik
  • Die Bedeutung der Mauer als Symbol für das Versagen des kommunistischen Systems

Auszug aus dem Buch

Ulbrichts denkwürdige Pressekonferenz

Dass Kennedy gut daran tat, sich für den Ernstfall zu rüsten, zeigte neben einer Fernsehrede Chruschtschows, in der er beteuerte, eine Unterzeichnung des Friedensvertrags lasse sich nicht mehr aufschieben, auch eine Pressekonferenz der DDR-Spitze. Nachdem die Flüchtlingszahlen in den vergangenen Tagen und Wochen immer mehr in die Höhe gestiegen waren, entschied man sich in der DDR zu einer internationalen Pressekonferenz, die im Haus der Ministerien stattfand. Dort zeigte sich Ulbricht, der in der Bundesrepublik auch gerne als „Statthalter Moskaus“ bezeichnet wurde, sehr erfreut über die sowjetischen Pläne, einen Friedensvertrag mit der DDR zu unterzeichnen. Denn dann hätte er, dessen war sich Ulbricht wohl sicher, freie Hand um seine Machtposition weiter auszubauen und die Erhaltung der DDR zu sichern. Dieser Gedanke schien ihm gar so große Freude zu bereiten, dass er sich bei der Antwort auf die Frage der Journalistin Annamarie Doherr, Korrespondentin bei der „Frankfurter Rundschau“, wohl etwas verzettelte. Auf die Frage Annamarie Doherrs, ob denn die Bildung einer freien Stadt Berlin zugleich die Staatsgrenze am Brandenburger Tor bedeuten würde, antwortete Ulbricht mit folgenden Worten:

„Ich verstehe ihre Frage so, dass es in Westdeutschland Menschen gibt, die wünschen, dass wie die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR dazu mobilisieren, eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unserer Hauptstadt beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. – Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

So war im Zusammenhang mit der Berlin-Krise zum ersten Mal das Wort Mauer gefallen – obwohl niemand danach gefragt hatte. Eine wohl ziemlich perfide Antwort. Denn wie käme jemand, der gar nichts mit dem Bau einer Mauer im Sinn hatte, sonst auf eine solche Äußerung? Das erste Mal fielen hier die Worte vom Errichten einer Mauer, die sich jedoch schon knapp einen Monat später bewahrheiten sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Berliner Mauer als Teilungssymbol und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Vorgeschichte: Analyse der Ursachen der deutschen Teilung vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Chruschtschow-Ultimatum von 1958.

3. 1961 – Das Jahr der Entscheidung: Darstellung der diplomatischen Bemühungen, Gipfeltreffen und der wachsenden Kriegsbereitschaft zwischen den Großmächten.

4. Staatsgeheimnis Mauerbau: Untersuchung der operativen Planungen, der Rolle Walter Ulbrichts und der geheim gehaltenen Vorbereitungen zur Grenzabriegelung.

5. Die Reaktionen des Westens: Analyse der politischen Reaktionen in Westdeutschland und durch die Alliierten unmittelbar nach dem Mauerbau.

6. Schlusswort: Retrospektive Betrachtung und Fazit über das Scheitern des kommunistischen Systems in der DDR.

Schlüsselwörter

Berliner Mauer, Kalter Krieg, Walter Ulbricht, Nikita Chruschtschow, John F. Kennedy, DDR, UdSSR, Berlin-Krise, Grenzabriegelung, deutsche Teilung, 13. August 1961, Friedensvertrag, Flüchtlingszahlen, Sowjetunion, West-Berlin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Ereignisse, die zum Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 führten, sowie die politischen Motive und Reaktionen der beteiligten Staatsmächte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Vorgeschichte des Ost-West-Konflikts, die Eskalation der Berlin-Krise, die geheime Planung des Mauerbaus durch die DDR-Führung sowie die diplomatischen und gesellschaftlichen Reaktionen im Westen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle die Führung der UdSSR und der DDR sowie die Alliierten bei der Entscheidung zum Mauerbau spielten und inwieweit diese Maßnahmen eine Folge der vorangegangenen politischen Krisen waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Dokumente, Quellen und Fachliteratur zur Berlinkrise und zum Mauerbau, um die komplexen politischen Zusammenhänge chronologisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die diplomatischen Bemühungen von 1961, die geheime operative Planung unter Walter Ulbricht (Aktion "Rose") und die unmittelbaren politischen Reaktionen in Westdeutschland und durch die Alliierten detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Berliner Mauer, Kalter Krieg, DDR-Propaganda, Ost-West-Konflikt, Chruschtschow-Ultimatum und das politische Agieren der Führungspersönlichkeiten dieser Zeit.

Welche Rolle spielte Walter Ulbricht beim Mauerbau?

Ulbricht war der zentrale Kopf hinter der operativen Planung und Durchführung der Grenzabriegelung; er trieb den Prozess voran, um die Abwanderung der Bevölkerung zu stoppen und seine Machtstellung in der DDR zu sichern.

Warum blieben die Reaktionen des Westens so verhalten?

Die Analyse zeigt, dass der Westen, insbesondere die USA unter Kennedy, einen offenen militärischen Konflikt oder Atomkrieg vermeiden wollte und der Bau der Mauer von den Alliierten als ein Ausweg gewertet wurde, um die Spannungen um den Status von West-Berlin zu entschärfen.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Der Mauerbau am 13. 8. 1961
Subtitle
Motive, Ablauf, Reaktionen
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte)
Course
Proseminar: Krisen die die Welt bewegten: Berlin (1958-1963) und Kuba (1962)
Grade
2,0
Author
Melanie Steck (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V126571
ISBN (eBook)
9783640327812
ISBN (Book)
9783640327881
Language
German
Tags
Mauerbau Motive Ablauf Reaktionen Berlin-Blockade zwei Deutsche Staaten Westen Osten Flüchtlingswellen Chruschtschow-Ultimatum Berlin-Krise Westalliierte Alliierte Adenauer Kennedy Sowjetunion DDR Friedensvertrag Walter Ulbricht Three Essentials Warschauer-Pakt-Staaten Mauer Grenzabriegelung West-Berlin 13. 8. 1961 August 1961 Gründe Berliner Mauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Steck (Author), 2006, Der Mauerbau am 13. 8. 1961, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126571
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint