Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit den Wünschen und Plänen der Generation Z hinsichtlich des tertiären Bildungsweges sowie mit möglichen Maßnahmen zur Informationsbeschaffung. Hierzu wird eine qualitative Erhebung mit Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen durchgeführt. Neben den allgemeinen Zielen der Schülerinnen und Schüler wird das Für und Wider der Aufnahme einer Berufsausbildung diskutiert. Daraus resultierend werden entsprechende Anpassungsbedarfe an die Ausbildungsgestaltung sowie das Ausbildungsmarketing generiert.
Der demografische Wandel und die Globalisierung konfrontieren die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen mit neuen Herausforderungen. Die sich ändernde Situation am Arbeitsmarkt, der Fachkräftemangel2 und der damit verbundene Wettbewerb um Talente ("War for Talents") sowie die unterschiedlichen Anforderungen und Wünsche der verschiedenen am Arbeitsmarkt agierenden Generationen führen dazu, dass ein Umdenken sowie ein verändertes Handeln seitens der Unternehmen gefordert ist.
Die Suche und Auswahl von geeigneten bzw. passenden Mitarbeitern wird in Zukunft vermeintlich schwieriger und daher an Bedeutung gewinnen. Dabei ist die Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitskräfte unabdingbar, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu stärken. Gerade die jungen Gesellschaftsmitglieder nehmen eine wichtige Rolle ein, da sie die Leistungsträger der Zukunft sind. Unternehmen müssen sich daher immer wieder auf neue junge Generationen einstellen. Die unterschiedlichen Zielgruppen und Generationen haben verschiedene Bedürfnisse und stellen deshalb diverse Ansprüche an die Unternehmen.
Aktuell sind für Unternehmen insbesondere die 18- bis 30-Jährigen von Bedeutung, da sie zurzeit in den Arbeitsmarkt eintreten. Die Generationen Y und Z suchen nicht nur nach einer Tätigkeit, die ihnen Freude bereitet, sondern nach einem Beruf, in dem sie sich selbst verwirklichen können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Relevanz der Arbeit
1.2 Struktur und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1. Das deutsche Bildungssystem
2.1.1 Gliederung des deutschen Bildungssystems
2.1.2 Bildungswege nach der Schule
2.1.3 Herausforderungen für das Bildungssystem
2.2 Generation Z
2.3 Personalmarketing
2.3.1 Begriffsdefinition und Ziele von Personalmarketing
2.3.2 Abgrenzung von Personalmarketing zu Employer Branding
2.3.3 Klassische Medien der Kommunikation
2.3.4 Neue Medien der Kommunikation
2.3.5 Chancen und Risiken neuer Medien
2.4 Aktuelle Recruiting Trends
2.4.1 Karrierewebsite
2.4.2 Online Jobbörsen
2.4.3 Social Media
2.4.4 Messen und Events
2.5 Zusammenfassung und Implikationen für die Befragung
2.6 Präzisierung von Leitfragen
3 Methode
3.1 Forschungsdesign: Qualitative Erhebung
3.1.1 Auswahl und Begründung der Methode
3.1.2 Stichprobe und Personenauswahl
3.1.3 Gütekriterien qualitativer Forschung
3.2 Rahmenbedingungen und Vorgehen
3.2.1 Fragebogenkonstruktion
3.2.2 Pretest
3.2.3 Befragungsdurchführung
3.3 Auswertung der Befragung
4 Ergebnisse
4.1 Zusammensetzung der Stichprobe - Hauptbefragung
4.2 Aggregierte Ergebnisse
4.2.1 Präferierte Bildungswege nach dem Schulabschluss
4.2.2 Gründe für präferierten tertiären Bildungsbereich
4.2.3 Genutzte Informationsmedien
4.2.4 Relevante Informationen und Informationsmaßnahmen aus Schülersicht
4.3 Ergebnisinterpretation
5 Diskussion und Fazit
5.1 Reflexion der eigenen Vorgehensweise
5.2 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Forschungsthemen
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Anforderungen, Erwartungen und Wünsche von Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen bezüglich ihres weiteren beruflichen Bildungsweges sowie ihre bevorzugten Wege der Informationsbeschaffung, um daraus optimierte Maßnahmen für das Ausbildungsmarketing abzuleiten.
- Analyse der Bildungspläne von Schülern der Generation Z.
- Untersuchung der Informationsgewinnung durch klassische und digitale Medien.
- Herausarbeitung von Attraktivitätsfaktoren der Berufsausbildung gegenüber anderen tertiären Bildungswegen.
- Ableitung von Empfehlungen für zukunftsorientiertes Personalmarketing.
Auszug aus dem Buch
2.1.2.1 Berufsausbildung
Das deutsche Ausbildungssystem blickt auf eine umfassende Geschichte zurück. Aufgrund des Umfanges dieser Arbeit kann diese nicht weiter beleuchtet werden. Nennenswert ist an dieser Stelle, dass das duale Ausbildungssystem, so wie wir es heute kennen, zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht etwa aus Gründen bestimmter Qualifikationsbedürfnisse eines sich entwickelnden Industriestaates entstanden ist, sondern um den sozialen und ökonomischen Zerfall der bürgerlichen Gesellschaft zu verhindern.29
Seither zeichnet sich das Ausbildungsmodell durch seine erstaunliche Stabilität aus. So konnte die Grundstruktur über unterschiedliche politische Regime hinweg, von dem Kaiserreich über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis heute, bestehen bleiben. Ihre Stabilität verdankt das Ausbildungssystem u.a. der aus ihr resultierenden Wissensschöpfung und Qualitätsproduktion, die der deutschen Wirtschaft bis heute im internationalen Vergleich sehr hochqualifizierte Fachkräfte beschert und folglich die wirtschaftliche Spitzenpositionen im Export sichert.30
Neben dem Studium gilt die Berufsausbildung als am häufigsten gewählter Bildungsweg nach der allgemeinbildenden Schule.31 Ziel der Ausbildung liegt in dem Erwerb notwendiger Kompetenzen und Qualifikationen und somit eines berufsbefähigenden Abschlusses.32
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themengebiete demografischer Wandel und Fachkräftemangel ein und legt die Zielsetzung der Arbeit dar, die Erwartungen der Generation Z an den Bildungsweg zu untersuchen.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das deutsche Bildungssystem, die Besonderheiten der Generation Z sowie moderne Personalmarketing- und Recruiting-Methoden.
3 Methode: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Arbeit beschrieben, inklusive der Stichprobenauswahl, der Interviewführung und der qualitativen Inhaltsanalyse.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Befragung von Schülerinnen und Schülern sowie Experten und interpretiert die erhobenen Daten hinsichtlich ihrer Bildungspräferenzen.
5 Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert das methodische Vorgehen kritisch, fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Ausbildungsmarketing, Berufsausbildung, Berufsbildungssystem, demografischer Wandel, deutsches Bildungssystem, Fachkräftemangel, Generation Z, Mitarbeitergewinnung, Personalgewinnung, Personalmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterthesis grundlegend?
Die Arbeit analysiert, welche Wünsche und Pläne Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in Deutschland für ihren weiteren Lebensweg haben und aus welchen Gründen sie sich für bestimmte Bildungswege entscheiden.
Welche Generation steht im Fokus der Untersuchung?
Im Zentrum der Betrachtung steht die Generation Z, da diese derzeit als Leistungsträger in den Arbeitsmarkt eintritt und die zukünftige Zielgruppe für Ausbildungsberufe bildet.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die spezifischen Anforderungen der Absolventen an ihre Berufsausbildung und die passende Informationsvermittlung zu verstehen, um dadurch die Attraktivität von Ausbildungsberufen zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Erhebung, die sowohl auf Interviews mit Schülern als auch auf ergänzenden Expertenbefragungen stützt.
Warum wird die Berufsausbildung von Schülern teilweise wenig wertgeschätzt?
Viele Befragte betrachten ein Studium als Wegbereiter mit besseren Perspektiven, während die Berufsausbildung häufig Klischees unterliegt oder als weniger flexibel wahrgenommen wird.
Welche Rolle spielen Social Media für Schüler bei der Entscheidungsfindung?
Social Media werden als authentische Informationsquelle geschätzt, spielen aber im Entscheidungsprozess für den weiteren Bildungsweg verglichen mit persönlichen Informationsveranstaltungen dennoch eine untergeordnete Rolle.
Wie gehen Schüler mit dem Einfluss ihrer Eltern um?
Obwohl die Entscheidung meist individuell getroffen wird, äußern Schüler den Wunsch nach Unterstützung und Anerkennung durch die Eltern bei der Wahl ihres Berufsweges.
Welchen Einfluss hat die Schule bei der Berufsorientierung?
Die Schule dient als wichtigster Sparringspartner für Informationen und Orientierung, bietet jedoch laut den Befragten bisher zu wenig tiefgreifende Einblicke in Möglichkeiten außerhalb des akademischen Pfades.
- Arbeit zitieren
- Miriam Bünermann (Autor:in), 2022, Berufsausbildung und Ausbildungsmarketing. Welche Anforderungen haben Schüler und Schülerinnen an die Ausbildung der Zukunft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1265783