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Partizipation junger wohnungsloser Menschen im Hilfesystem. Das Fallbeispiel Düsseldorf

Título: Partizipation junger wohnungsloser Menschen im Hilfesystem. Das Fallbeispiel Düsseldorf

Tesis (Bachelor) , 2021 , 217 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jonas Einck (Autor)

Trabajo social
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In der Thesis setzt sich der Autor mit der Situation junger wohnungsloser Menschen auseinander. Konkret wird ein Überblick über Biographien der jungen Wohnungslosen gegeben. Diese werden anhand von quantitativen Studien kontextisiert. Anschließend wird untersucht inwiefern junge Wohnungslose das Gefühl haben, bei Ihren Hilfemaßnahmen partizipieren zu können. Grundlegend ist hier die Partizipationsdefinition von Straßburger und Rieder. Der Partizipationsaspekt wurde auf das Jobcenter und das Jugendamt fokussiert. Die Untersuchung hat in Düsseldorf stattgefunden und es wurden 13 qualitative Interviews geführt und nach Mayring ausgewertet.

Die Forschungsfrage der vorliegenden Thesis lautet: Wie ist die Situation junger wohnungsloser Menschen in Düsseldorf und inwieweit können junge wohnungslose Menschen im Hilfesystem partizipieren? Um das Thema zu erfassen und einzugrenzen, wird die Fragestellung in ihre einzelnen Bestandteile geteilt, die daraufhin erläutert werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Erläuterung der Struktur

2. Eingrenzung des Themas

2.1. Aus welchen Fragen setzt sich die Forschungsfrage zusammen?

2.2. Was bedeutet das Wort „jung“ in der Fragestellung?

2.3. Definition der Begriffe „wohnungslos“ und „obdachlos“

2.4. Was ist Partizipation?

2.5. „Hilfesystem“ Definition und Forschungsgegenstand

3. Vorarbeiten

4. Forschungsstand und Forschungsinteresse

5. Überblick über die Situation junger Wohnungsloser in Düsseldorf

6. Überblick über das Hilfesystem für junge Wohnungslose

7. Definition von Partizipation

7.1. Rechtliche Grundlagen der Partizipation junger Menschen

7.2. Wieso ist Partizipation von jungen Menschen wichtig?

8. Vorstellung und Begründung der Methodik

8.1. Zugang zur Zielgruppe

8.2. Erläuterung der Methode

8.3. Leitfaden

9. Forschungsergebnisse

10. Interviews Jugendamt/Jobcenter

11. Beantwortung der Forschungsfrage

12. Möglicher Praxistransfer

13. Weitere zukünftige Forschungsfragen

14. Mögliche Weiterarbeit mit den Ergebnissen der Thesis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Bachelorthesis ist es, die aktuelle Lebenssituation junger wohnungsloser Menschen in Düsseldorf zu untersuchen und zu analysieren, inwiefern diesen jungen Menschen eine echte Partizipation innerhalb des bestehenden Hilfesystems ermöglicht wird. Dabei steht insbesondere die Frage im Raum, welche Hürden einer aktiven Mitbestimmung entgegenstehen und wie sich der Kontakt zu staatlichen Institutionen gestaltet.

  • Analyse der demografischen und sozialen Situation junger Wohnungsloser in Düsseldorf
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen der Jugendhilfe (SGB VIII) und Grundsicherung (SGB II)
  • Theoretische Fundierung und Operationalisierung des Begriffs der Partizipation (u.a. Partizipationspyramide)
  • Empirische Untersuchung mittels qualitativer problemzentrierter Interviews mit der Zielgruppe
  • Evaluation der Rolle von Jugendamt und Jobcenter hinsichtlich ihrer Partizipationsangebote

Auszug aus dem Buch

2.3. Definition der Begriffe „wohnungslos“ und „obdachlos“

„Wohnungslos“ ist ein Begriff, der schnell mit „obdachlos“ gleichgesetzt oder verwechselt werden kann. In der Forschungsfrage wird bewusst der Begriff „wohnungslos“ verwendet. Tim Sonnenberg forscht in Dortmund zum Thema „Wohnungslosigkeit“. Er definiert die Begriffe wie folgt: „Wohnungslos sind Menschen dann, wenn sie keine eigene Wohnung haben, aber bei Bekannten, städtischen Übernachtungsstellen oder anderen Formen unterkommen können, und somit ein Obdach haben. Während diese Menschen lediglich in keinem eigenen Mietverhältnis stehen, sind obdachlos im engeren Sinne all jene, die ihr Leben draußen verbringen und ‚Platte machen‘, also auf der Straße schlafen.“ (Sonnenberg, 2021, S. 21 f.).

Sonnenberg kritisiert diese scharfe Trennung der Begriffe in seinem Werk, da er feststellt, dass die Bereiche in der Praxis verschwimmen (ebd., S. 22). Dieser Thesis wird diese Definition trotzdem zugrunde gelegt, da die Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohnungslosenhilfe und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen diese Definition weiterhin nutzen, und sie dadurch Gültigkeit erlangt (ebd., S. 21).

Zusammenfassend kann dementsprechend gesagt werden, dass nicht alle wohnungslosen Menschen obdachlos sind, aber, dass alle obdachlosen Menschen wohnungslos sind. In dieser Thesis wird der Fokus auf Wohnungslosigkeit gelegt, auch da das der Begriff ist, der ein größeres Thema und mehr Menschen umfasst bzw. betrifft.

Zusammenfassung der Kapitel

Erläuterung der Struktur der Thesis: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Arbeit und die methodische Vorgehensweise bei der Bearbeitung der Forschungsfrage.

Eingrenzung des Themas: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie "jung", "wohnungslos", "obdachlos" und "Partizipation" und grenzt den Untersuchungsgegenstand ab.

Vorarbeiten: Hier wird die Arbeit in der "AG U27 Obdachlose" als Vorarbeit für die Thesis vorgestellt.

Forschungsstand und Forschungsinteresse: Das Kapitel beleuchtet die Literatur und Forschung zum Thema und begründet die Relevanz der Untersuchung für die Praxis.

Überblick über die Situation junger Wohnungsloser in Düsseldorf: Diese Sektion liefert eine Bestandsaufnahme der jungen Wohnungslosen-Situation in Düsseldorf anhand verfügbarer Daten.

Überblick über das Hilfesystem für junge Wohnungslose: Das Kapitel strukturiert die relevanten Gesetzesgrundlagen, insbesondere SGB VIII, SGB II und SGB XII.

Definition von Partizipation: Dieser Abschnitt erarbeitet theoretisch den Begriff der Partizipation und die rechtlichen Grundlagen für junge Menschen.

Vorstellung und Begründung der Methodik: Hier erfolgt die Offenlegung der qualitativen Forschungsmethode, der Leitfadenentwicklung und des Zugangs zum Feld.

Forschungsergebnisse: Das Kernstück der Arbeit, in dem die Ergebnisse der Interviews strukturiert nach Kategorien dargestellt und interpretiert werden.

Interviews Jugendamt/Jobcenter: Dokumentation und Einordnung der schriftlichen Stellungnahme des Jobcenters zur Beantwortung der Forschungsfrage aus institutioneller Sicht.

Beantwortung der Forschungsfrage: Die Synthese der Ergebnisse führt zu einer abschließenden Beantwortung der Forschungsfrage zur Situation und Partizipation.

Möglicher Praxistransfer: Dieses Kapitel reflektiert, wie die Ergebnisse der Thesis in der sozialen Arbeit zur Stärkung der Selbstorganisation genutzt werden könnten.

Weitere zukünftige Forschungsfragen: Ein Ausblick auf notwendige weiterführende Untersuchungen, insbesondere durch quantitative Studien.

Mögliche Weiterarbeit mit den Ergebnissen der Thesis: Reflexion über die Nutzbarkeit der gesammelten Daten für Podcast-Formate oder Gremienarbeit.

Schlüsselwörter

Partizipation, junge Wohnungslose, Düsseldorf, Hilfesystem, Jugendamt, Jobcenter, Wohnungslosigkeit, Sozialgesetzbuch VIII, Mitbestimmung, Jugendberufshilfe, Lebenswelt, soziale Ausgrenzung, qualitative Sozialforschung, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Thesis befasst sich mit der Lebenssituation junger wohnungsloser Menschen in Düsseldorf und untersucht, inwieweit diese Personengruppe im Hilfesystem tatsächlich partizipieren kann bzw. darf.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die Themenbereiche Wohnungslosigkeit, Jugendhilfe, staatliche Sozialleistungen und Partizipation miteinander.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, eine Forschungslücke zu schließen und aufzuzeigen, wie Partizipation junger Wohnungsloser in der Praxis der Ämter (Jugendamt/Jobcenter) verankert und gelebt wird, um daraus Handlungsbedarfe abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Methode des problemzentrierten Interviews nach Witzel sowie eine anschließende strukturierte Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Forschungsergebnisse präsentiert, die die Erfahrungen der jungen Betroffenen mit Jugendamt und Jobcenter sowie deren Lebensziele und Verbesserungsvorschläge detailliert auswerten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Partizipation, Jugendhilfe, Jobcenter, Wohnungsnot, Mitbestimmung und Empowerment.

Welche Rolle spielt die Partizipationspyramide in der Untersuchung?

Die Pyramide dient als theoretisches Modell, um das Ausmaß der Mitwirkungsmöglichkeiten aus institutioneller Perspektive und aus Sicht der Betroffenen einzuordnen und zu bewerten.

Wie bewerten die befragten jungen Menschen ihre Erfahrungen mit dem Jobcenter?

Die Erfahrungen sind divergent: Positiv werden individuelle Unterstützung und Geldleistungen gesehen, jedoch äußern viele Befragte Kritik an bürokratischen Hürden, empfundener Fremdbestimmung und der subjektiven Willkür von Sachbearbeitern.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "wohnungslos" und "obdachlos" für die Arbeit wichtig?

Die Unterscheidung dient der präzisen Zielgruppendefinition der Arbeit, da "wohnungslos" das breitere Spektrum an prekären Wohnverhältnissen abdeckt, in denen sich die untersuchten jungen Menschen meist befinden.

Final del extracto de 217 páginas  - subir

Detalles

Título
Partizipation junger wohnungsloser Menschen im Hilfesystem. Das Fallbeispiel Düsseldorf
Universidad
University of Applied Sciences Düsseldorf
Calificación
1,0
Autor
Jonas Einck (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
217
No. de catálogo
V1266065
ISBN (PDF)
9783346708502
ISBN (Libro)
9783346708519
Idioma
Alemán
Etiqueta
partizipation menschen hilfesystem fallbeispiel düsseldorf
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonas Einck (Autor), 2021, Partizipation junger wohnungsloser Menschen im Hilfesystem. Das Fallbeispiel Düsseldorf, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266065
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