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Antifeminismus, Antisemitismus und Rassismus. Theoretische Begriffsklärung und Untersuchung von Verschränkungen

Titel: Antifeminismus, Antisemitismus und Rassismus. Theoretische Begriffsklärung und Untersuchung von Verschränkungen

Hausarbeit , 2022 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kati Schipmann (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit behandelt die Frage, wie Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus miteinander verknüpft sind. Am Beispiel einiger Anschläge und Attentate sollen diese Zusammenhänge aufgearbeitet werden.

Im zweiten Kapitel wird zunächst versucht einen theoretischen Einblick in die Phasen der Stigmatisierung sowie die Mechanismen der Vorurteile zu geben. Weiterhin folgt eine theoretische Annäherung an die Begriffe des Rassismus, des Antisemitismus und des Feminismus sowie des Antifeminismus. Des Weiteren soll ein kleiner Überblick über die historische Entwicklung der entsprechenden Phänomene gegeben werden.

Im Mittelpunkt des dritten Kapitels steht die Erarbeitung einiger der Anschläge der letzten Jahre. Des Weiteren wird der Versuch unternommen, die Zusammenhänge von Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus anhand einiger der Beispiele herauszuarbeiten.

Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf weitere Forschungsthemen, die sich aus diesen Kontexten ergeben, beschließen die Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Annäherung an die Begriffe und Hintergründe

2.1 Vorurteile, Stereotypien, Stigmatisierung und Diskriminierung

2.2 Rassismus

2.3 Antisemitismus

2.4 Feminismus und Antifeminismus

3. Verschränkungen der „Ismen“ am Beispiel der Anschläge

3.1 Anschläge, Morde, Attentate und Terror

3.2 Zusammenhänge von Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus

4. Fazit

5. Literatur

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht die theoretischen und praktischen Verknüpfungen zwischen Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus, um aufzuzeigen, wie diese Ideologien gemeinsam innerhalb rechtsextremer Terroranschläge und gesellschaftlicher Diskurse wirken.

  • Soziale Kategorisierung und Stigmatisierungsprozesse
  • Historische Entwicklung von Rassismus und Antisemitismus
  • Entstehung und Wandel von Antifeminismus und Antigenderismus
  • Analyse rechtsextremer Anschläge als Manifestation ideologischer Verschwörungstheorien
  • Intersektionale Verknüpfung von Frauenfeindlichkeit und Menschenfeindlichkeit

Auszug aus dem Buch

3. Verschränkungen der „Ismen“ am Beispiel der Anschläge

Extrem rechte Ideologien rechtfertigen weltweit den Terror und die Gewalt mit „Frauen*-, Homo-, Inter- und Trans*feindlichkeit sowie dem Versuch, eine traditionelle Geschlechterordnung wiederherzustellen“ (Sanders et al. 2019, S. 108). Bereits in den 70-er Jahren lassen sich extrem rassistische und frauen*feidliche Taten beobachten. Paare unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft werden verfolgt, getötet oder verletzt, da sie den Fortbestand der weißen Rasse gefährden. Es kommt 1976-80 zu mindestens 20 Morden und etliche schwere Körperverletzungen durch einen einzelnen Täter. Dieser verübt weiterhin Banküberfälle und Bombenanschläge in mehreren Staaten der USA. Diese rechtsterroristischen Taten sollen einen „ideologischen Mix aus Nationalsozialismus, christlichem Fundamentalismus, Homosexuellenfeindlichkeit und rigider Körper- und Sexualmoral“ (ebd.) verbreiten. Das Bekennerschreiben zweier Männer* aus Italien ist unter anderem mit Hakenkreuzen verziert und bezieht sich auf Nazismus, Ausrottung und Gott. Diese beiden Männer* verüben von 1977-1984 diverse Anschläge sowie grauenhafte, ritualisierte Morde mit 15 Todesopfern (vgl. ebd., S. 109).

In 1989 schickt ein 25-jähriger Mann* in Kanada seine männlichen Kommilitonen aus dem Seminar und schießt auf neun Frauen*. Dabei erklärt er, dass er gegen den Feminismus kämpfe. Anschließend führt er seinen Angriff fort. Er tötet 14 Menschen und verletzt weitere 14.(vgl. ebd., S. 110).

2011 kommt es in Oslo und Utøya in Norwegen zu einem „der größten rechtsextremen Massaker […] nach 1945“ (ebd., S. 112). 77 Menschen sterben durch den Täter und mindestens 33 Menschen werden verletzt (vgl. Rahner 2020, S. 341). Die rassistischen, islamfeindlichen, antifeministischen Motive dieser Tat beschreibt der Täter in seinem 1500-seitigen Manifest. Dort stellt er unter anderem dar, dass die Ermordung von Frauen* notwendig sei auf dem Weg zu seiner dargestellten gesellschaftlichen Utopie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik rechtsextremer Attentate ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Verknüpfung von Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus.

2. Theoretische Annäherung an die Begriffe und Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die Mechanismen sozialer Kategorisierung, Stigmatisierung und Vorurteilsbildung sowie die historischen Entwicklungen von Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus.

3. Verschränkungen der „Ismen“ am Beispiel der Anschläge: Hier werden konkrete rechtsextreme Anschläge analysiert, um die ideologische Symbiose aus Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus anhand von Manifesten und Motiven der Täter aufzuzeigen.

4. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Verknüpfung dieser Ideologien ein wesentliches Muster innerhalb rechtsextremer Gewalt und gesellschaftlicher Stigmatisierung darstellt.

5. Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen und wissenschaftliche Fachliteratur zur Untermauerung der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus, Stigmatisierung, Vorurteile, Ideologie der Ungleichwertigkeit, Rechtsextremismus, Terrorismus, Verschwörungstheorien, Geschlechterordnung, Frauenfeindlichkeit, Diskriminierung, Intersektionalität, In-Group, Out-Group.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen und praktischen Verbindungen zwischen Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus in rechtsextremen Kontexten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Hausarbeit?

Zentrale Themen sind die Mechanismen sozialer Stigmatisierung, die historische Entwicklung der genannten Ideologien und deren manifestation in rechtsextremen Gewaltakten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese verschiedenen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit ideologisch miteinander verknüpft sind und als Motivkomplex bei Terroranschlägen fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufbereitung soziologischer Begriffe zur Stigmatisierung sowie eine fallbasierte Analyse von Manifesten und Hintergründen rechtsextremer Anschläge.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begriffsanalyse und eine empirische Betrachtung der motivischen Verstrickungen bei tatsächlichen Anschlägen der letzten Jahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus, Stigmatisierung, Rechtsextremismus und ideologische Verschwörungstheorien definieren.

Was bedeutet das Konzept der „Ideologie der Ungleichwertigkeit“ in diesem Kontext?

Es beschreibt den Kern der Vorurteile aller drei untersuchten „Ismen“, bei dem Out-Groups grundsätzlich ein geringerer Wert beigemessen wird, um Ausgrenzung und Gewalt zu rechtfertigen.

Welchen Stellenwert nimmt der Feminismus als Feindbild bei den untersuchten Anschlägen ein?

Der Antifeminismus dient vielen Attentätern als „symbolischer Klebstoff“, der verschiedene rassistische und antisemitische Ideologien verbindet, um eine vermeintlich bedrohte traditionelle Geschlechterordnung zu verteidigen.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Antifeminismus, Antisemitismus und Rassismus. Theoretische Begriffsklärung und Untersuchung von Verschränkungen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Gender Studies)
Note
1,3
Autor
Kati Schipmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
26
Katalognummer
V1266101
ISBN (PDF)
9783346706065
ISBN (Buch)
9783346706072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
antifeminismus rassismus antisemitismus anschläge attentate verschwörungstheorien zusammenhänge misogynie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kati Schipmann (Autor:in), 2022, Antifeminismus, Antisemitismus und Rassismus. Theoretische Begriffsklärung und Untersuchung von Verschränkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266101
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Leseprobe aus  26  Seiten
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