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Die Landwirtschaft der Römischen Kaiserzeit im norddeutschen Küstengebiet

Die Fallbeispiele Feddersen Wierde und Flögeln

Title: Die Landwirtschaft der Römischen Kaiserzeit im norddeutschen Küstengebiet

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christina Michel (Author)

Archaeology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen des Hauptseminars „Ausgewählte Themen der Wirtschaftsarchäologie“ mit der Landwirtschaft der römischen Kaiserzeit im norddeutschen Küstengebiet. Exemplarisch sollen dazu die Wurtensiedlung Feddersen Wierde im Vergleich zu der auf einer Geestinsel liegenden zeitgleichen Siedlung Flögeln betrachtet werden, wobei der Schwerpunkt der Betrachtung entsprechend des Referatsthemas auf der Feddersen Wierde liegt. Ausgangspunkt der Betrachtung ist dabei eine Beurteilung des Naturraums. Beide Siedlungen liegen potentiell in einem Ungunstraum, der aufgrund vielfältiger litoraler und klimatischer Prozesse ständigen Veränderungen
unterworfen war und noch ist, auf die der Mensch flexibel und mit einer hohen Anpassungsfähigkeit reagieren muss. Entsprechend soll nicht nur der Ackerbau und die Viehzucht im Zentrum der Untersuchung stehen, sondern auch weitere Wirtschaftsformen
wie Handwerk und Handel und der Anteil von Jagd und Fischfang betrachtet werden, die für beide Siedlungen angenommen und als nicht komplementär betrachtet werden können.

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Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

1.1. Problemstellung und Themenabgrenzung

1.2. Forschungsgeschichte und Quellenlage

II Hauptteil

2.1. Landwirtschaft auf der Marsch: Das Fallbeispiel Feddersen Wierde

2.1.1. Siedlungsentwicklung

2.1.2. Wirtschaftliche Grundlagen der Feddersen Wierde

2.1.2.1. Viehzucht

2.1.2.2. Ackerbau

2.1.2.3. Jagd und Fischfang

2.1.2.4. Handwerk und Handel

2.2. Landwirtschaft auf der Geest: Das Fallbeispiel Flögeln

2.2.1. Siedlungsentwicklung

2.2.2. Wirtschaftliche Grundlagen in Flögeln

2.2.2.1. Viehzucht

2.2.2.2. Ackerbau

2.2.2.3. Jagd und Fischfang

2.2.2.4. Handwerk und Handel

III Resumé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Landwirtschaft der römischen Kaiserzeit im norddeutschen Küstengebiet. Anhand eines Vergleichs der Wurtensiedlung Feddersen Wierde (Marsch) und der Siedlungskammer Flögeln (Geest) wird untersucht, wie die Menschen durch Anpassung an unterschiedliche Naturräume ihre Existenz sicherten und welche Rolle Ackerbau, Viehzucht sowie Handwerk und Handel in ihrem Wirtschaftsleben spielten.

  • Vergleichende Analyse von Marsch- und Geestsiedlungen
  • Untersuchung von Ackerbautechniken und Viehbeständen
  • Bedeutung von Handwerk, Handel und Spezialisierung
  • Anpassung an dynamische Naturräume und Klimaveränderungen
  • Rekonstruktion der Wirtschaftsstruktur und sozialer Hierarchien

Auszug aus dem Buch

2.1.2.1. Viehzucht

Die Viehhaltung war der wichtigste Faktor in der bäuerlichen Wirtschaft. Das dreischiffige Wohnstallhaus, das als Hauptgebäude eines bäuerlichen Wirtschaftsbetriebes abgesehen wird, findet sich vielfach auf der Feddersen Wierde. Der Stallteil war durch Flechtwerkwände in Viehboxen aufgeteilt, die quer zur Längsrichtung des Hauses angeordnet waren. Im Mittelschiff befanden sich, entlang der Innenpfostenreihen, Jaucherinnen, die mit Reet ausgelegt waren und zum Wirtschaftsraum hin mit Brettern abgeschlossen waren. Die Jauche wurde zur Giebelseite des Hauses hin in Umfassungsgräben abgeleitet. Die auch als „Hallenhäuser“ angesprochenen Gebäude kommen im Wesentlichen in zwei Größen vor: die Größeren von ihnen weisen Maße von 25 bis zu 29 Metern Länge auf, wobei sich der Wohnteil zumeist auf einen Bereich von etwa neun Metern beläuft. Die restlichen 16 Meter des bis zu sieben Meter breiten Gebäudes werden von den Stallteilen belegt. Die Unterteilung in einen Wohn-, einen Wirtschafts- und einen Stallteil verdeutlicht die Bedeutung der Viehhaltung für die Wurtenbewohner.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Wirtschaftsarchäologie im norddeutschen Küstengebiet ein und erläutert den Vergleich zwischen den Siedlungen Feddersen Wierde und Flögeln vor dem Hintergrund der Forschungsgeschichte.

2.1. Landwirtschaft auf der Marsch: Das Fallbeispiel Feddersen Wierde: Dieses Kapitel behandelt die spezifische Entwicklung und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Wurtensiedlung in einem durch Transgressionen geprägten Marschgebiet.

2.1.1. Siedlungsentwicklung: Hier wird der bauliche und siedlungsstrukturelle Wandel der Feddersen Wierde von der Flachsiedlung zum Wurtenbau detailliert dargestellt.

2.1.2. Wirtschaftliche Grundlagen der Feddersen Wierde: Dieser Abschnitt analysiert das Zusammenspiel von Viehhaltung, Ackerbau und Gewerbe als Basis der kaiserzeitlichen Wirtschaft in der Marsch.

2.1.2.1. Viehzucht: Der Fokus liegt auf der Rinderhaltung als Hauptwirtschaftsfaktor, belegt durch Stallstrukturen und Tierknochenanalysen.

2.1.2.2. Ackerbau: Die Analyse konzentriert sich auf die begrenzten Ackerflächen, Anbaufrüchte und die eingesetzten Agrartechniken unter schwierigen Standortbedingungen.

2.1.2.3. Jagd und Fischfang: Es wird die untergeordnete, aber ergänzende Rolle der Jagd und des Fischfangs für die Ernährung der Siedler erläutert.

2.1.2.4. Handwerk und Handel: Dieses Kapitel thematisiert die handwerkliche Differenzierung, insbesondere die Metallverarbeitung, und die Handelskontakte der Feddersen Wierde.

2.2. Landwirtschaft auf der Geest: Das Fallbeispiel Flögeln: Ein Vergleich zur wirtschaftlichen Ausrichtung der Siedlungskammer Flögeln, die im Gegensatz zur Marsch auf einem sandigen Geestrücken liegt.

2.2.1. Siedlungsentwicklung: Beschreibung der siedlungsgeschichtlichen Entwicklung der Geestinsel, geprägt durch Streusiedlungen und eine lockere Dorfstruktur.

2.2.2. Wirtschaftliche Grundlagen in Flögeln: Zusammenfassung der wirtschaftlichen Ausrichtung, die trotz schwierigerer Bodenverhältnisse ebenfalls auf Ackerbau und Viehzucht basierte.

2.2.2.1. Viehzucht: Da kaum Knochen erhalten sind, wird die Bedeutung der Viehzucht anhand von Wohnstallhäusern und Phosphatkartierungen innerhalb der Gebäude rekonstruiert.

2.2.2.2. Ackerbau: Darstellung der komplexen Flursysteme und der Anbaufrüchte in der Geestregion unter Verwendung archäobotanischer Daten.

2.2.2.3. Jagd und Fischfang: Darstellung der spekulativen Aspekte der Jagd und des Fischfangs in der von Mooren umgebenen Siedlungskammer Flögeln.

2.2.2.4. Handwerk und Handel: Untersuchung der handwerklichen Tätigkeiten und der Austauschbeziehungen zwischen den Siedlern der Geest und der Marsch.

III Resumé: Diese Zusammenfassung schließt die Untersuchung ab und betont die enge Verflechtung der Wirtschaftsweisen und den intensiven Warenaustausch zwischen den beiden unterschiedlichen Siedlungsräumen.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsarchäologie, Römische Kaiserzeit, Feddersen Wierde, Flögeln, Marsch, Geest, Landwirtschaft, Ackerbau, Viehzucht, Siedlungsentwicklung, celtic fields, Handwerk, Handel, Nordseeküste, Wurtenbau

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die landwirtschaftlichen Grundlagen und Wirtschaftsformen von zwei kaiserzeitlichen Siedlungen im norddeutschen Küstengebiet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf Siedlungsentwicklung, agrarische Nutzungsformen wie Viehzucht und Ackerbau sowie die Bedeutung von Handwerk und Handel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der direkte Vergleich der Wirtschaftsweise der Wurtensiedlung Feddersen Wierde in der Marsch mit der Siedlungskammer Flögeln auf der Geest.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wirtschaftsarchäologische Analyse, die Grabungsergebnisse, botanische und zoologische Untersuchungen sowie siedlungsstrukturelle Befunde auswertet.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifischen Anpassungsleistungen der Bewohner an ihren jeweiligen Naturraum, die Organisation der Landwirtschaft und die Entwicklung gewerblicher Tätigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wirtschaftsarchäologie, Römische Kaiserzeit, Feddersen Wierde, Flögeln, Marsch, Geest, Ackerbau und Viehzucht sind die zentralen Begriffe.

Warum ist der Vergleich zwischen Marsch und Geest so aufschlussreich?

Der Vergleich verdeutlicht, wie unterschiedliche natürliche Bedingungen (feuchte Marschböden vs. sandige Geest) zu verschiedenen Strategien in der Landnutzung und Siedlungsgestaltung führten.

Welche Rolle spielt die Metallverarbeitung in der Siedlung Feddersen Wierde?

Die Metallverarbeitung deutet auf eine wachsende Bedeutung gewerblicher Differenzierung und spezialisierter oder polytechnischer Tätigkeiten hin, die insbesondere in den späteren Siedlungsphasen zunahm.

Wie lässt sich die Landwirtschaft in Flögeln ohne gut erhaltene Knochenfunde rekonstruieren?

Die Rekonstruktion erfolgt durch die Analyse von Hausgrundrissen, die eindeutige Stallteile aufweisen, sowie durch Phosphatkartierungen im Boden, die eine intensive Viehhaltung belegen.

Was ist die Bedeutung der sogenannten „celtic fields“ in Flögeln?

Es handelt sich um charakteristische eisenzeitliche Flursysteme, die durch Wälle abgegrenzt sind und Aufschluss über die landwirtschaftliche Flächennutzung und Siedlungsgeschichte auf der Geest geben.

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Details

Title
Die Landwirtschaft der Römischen Kaiserzeit im norddeutschen Küstengebiet
Subtitle
Die Fallbeispiele Feddersen Wierde und Flögeln
College
Free University of Berlin  (Institut für Prähistorische Archäologie)
Course
Ausgewählte Themen der Wirtschaftsarchäologie
Grade
1,0
Author
Christina Michel (Author)
Publication Year
2008
Pages
36
Catalog Number
V126615
ISBN (eBook)
9783640324842
ISBN (Book)
9783640326457
Language
German
Tags
Wirtschaftsarchäologie Feddersen Wierde Flögeln Römische Kaiserzeit Wirtschaftliche Grundlagen Marsch Geest Wurten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Michel (Author), 2008, Die Landwirtschaft der Römischen Kaiserzeit im norddeutschen Küstengebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126615
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