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Wie funktioniert das Missverständnis in Corneilles "Mélite", Akt lV, Szene ll?

Title: Wie funktioniert das Missverständnis in Corneilles "Mélite", Akt lV, Szene ll?

Seminar Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Felix Röttgermann (Author)

Didactics for the subject French - Literature, Works
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit folgender Fragestellung: "Wie funktioniert das Missverständnis in dem Werk Mélite von Pierre Corneille in Bezug auf die zweite Szene im vierten Akt?" Es soll untersucht werden, wie ein Missverständnis entsteht und welche Auswirkungen dieses auf das gesamte Werk hat. Zunächst wird in einem theoretischen Teil der Begriff "Missverständnis" näher erläutert.

Dafür wird eine theoretische Einführung in das Kommunikationssystem von dramatischen Texten für das Verständnis hilfreich sein. Außerdem gibt es für den Begriff unterschiedliche Definitionsansätze. Im weiteren Verlauf werden zum
einen die rhetorischen Mittel und zum anderen die dramaturgischen Mittel untersucht, die zu dem Entstehen des Missverständnisses beitragen. Hierfür wird vor allem Akt IV, Szene 2 betrachtet werden. Anschließend wird geprüft, welchen Stellenwert diese Szene in dem gesamten Werk hat und wie stark sich das Missverständnis in dem ganzen Werk durchsetzt. Insofern wird auch deutlich, welche Rolle das Missverständnis in Bezug auf das gesamte Stück einnimmt. Am Ende der Arbeit werden alle Ergebnisse zusammengefasst und noch einmal in Bezug auf die Fragestellung erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorieteil

2.1. Kommunikation in dramatischen Texten

2.2. Definitionen des Begriffs „Missverständnis“

2.3. Einblick in das Stück und die zu behandelnde Szene

3. Hauptteil

3.1. Rhetorische Argumentation

3.2. Dramaturgische Argumentation

3.3. Stellenwert der Szene im Werk

3.4. Rolle von Missverständnissen im gesamten Werk

4. Schluss

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionsweise von Missverständnissen in Pierre Corneilles Theaterstück "Mélite", wobei der Fokus insbesondere auf der zweiten Szene des vierten Aktes liegt. Ziel der Analyse ist es aufzuzeigen, wie durch rhetorische und dramaturgische Mittel Missverständnisse erzeugt werden, welche Auswirkungen diese auf das Handlungsgefüge haben und warum diese für das Publikum eine komische Wirkung entfalten.

  • Analyse kommunikationstheoretischer Grundlagen in dramatischen Texten
  • Untersuchung rhetorischer Stilmittel wie Climax, Stichomythie und Tricolon
  • Anwendung des Sender-Empfänger-Modells auf die dramatische Szene
  • Erforschung der Rolle von Täuschungen und Falschinformationen im gesamten Werk

Auszug aus dem Buch

Rhetorische Argumentation

Das Versmaß, welches im gesamten Stück eingehalten wird, ist der Alexandriner: „Et prends tant d’inérêt en ce qui leur importe“. Dadurch wechseln sich die Redeanteile zwischen den Personen gekonnt ab. Dieses Wechselspiel der Rede wird durch das Reimschema verstärkt. Somit vervollständigt jede Figur den Reim der anderen. Dies wird am folgenden Beispiel deutlich. Cloris beendet ihren Redeanteil mit diesen Worten: „La parole donnée, il faut q‘on la tienne“. Daraufhin antwortet Mélite: „Cela fait contre vous, il m’a donné la sienne“. Bei diesem Reim handelt es sich um einen Paarreim (AA), bei dem sich allerdings die Rolle des Sprechers ändert. Somit wird das Gespräch der beiden immer schnelllebiger. Beide Frauen beharren auf ihren Standpunkten und lassen sich nicht davon abbringen. Durch diese Funktion bewirkt Pierre Corneille, dass das Missverständnis weiter bestehen bleibt. Außerdem ist der Alexandriner besonders im barocken Zeitalter ein Standard in der Literatur.

Damit nicht zu schnell deutlich wird von wem sie eigentlich reden, lässt Corneille die Figuren keine Namen nennen. Die Namen Philandre und Tircis werden durch andere Substantive und Pronomen ersetzt. Dies zeigt sich in folgenden Zitaten: „Que chez un cavalier qui l’a trop méritée“, „C’est l’homme qui de tous la mérite le moins“ oder „Si je n’avais de lui qu’une foible assurance“. Durch diese Auslassungen der Namen wird, das Missverständnis immer komplizierter. Beide Gesprächsteilnehmer gehen davon aus, von der gleichen Person zu reden obwohl es um zwei verschiedene Personen geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung zur Funktion von Missverständnissen in "Mélite" vor und ordnet Corneille historisch in das Barock ein.

2. Theorieteil: Das Kapitel erläutert theoretische Kommunikationsmodelle im Drama sowie Definitionen des Begriffs "Missverständnis" und gibt eine Inhaltsübersicht.

3. Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert die spezifischen rhetorischen und dramaturgischen Mechanismen der Missverständnisse in der ausgewählten Szene und bewertet deren Rolle im Gesamtzusammenhang des Werks.

4. Schluss: Der Schluss führt die zentralen Analyseergebnisse zusammen und reflektiert die narrative Technik Corneilles bei der Konstruktion und Aufrechterhaltung von Verwirrungen.

Schlüsselwörter

Pierre Corneille, Mélite, Missverständnis, Kommunikation, Sittenkomödie, Barock, Rhetorik, Alexandriner, Stichomythie, Sender-Empfänger-Modell, Dramaturgie, Climax, Sprachtheorie, Theaterwissenschaft, Intrige

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, den Ablauf und die dramaturgische Funktion von Missverständnissen in Pierre Corneilles erstem Theaterstück "Mélite".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Kommunikationstheorie im Drama, die Anwendung rhetorischer Stilmittel und die Analyse von Täuschungsmechanismen innerhalb der Handlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie das Missverständnis in der zweiten Szene des vierten Aktes funktioniert und welche Auswirkungen es auf das Gesamtwerk hat.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer analytischen Literaturwissenschaft unter Anwendung von Kommunikationsmodellen (z.B. nach Pfister) und rhetorischer Stilmittelanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die rhetorische Analyse, die dramaturgische Einordnung der Szene, ihren Stellenwert im Stück sowie die allgemeine Rolle von Missverständnissen bei Corneille.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Corneille", "Mélite", "Missverständnis", "Rhetorik" und "Drama" maßgeblich bestimmen.

Warum wirkt die Szene aus Sicht des Zuschauers lustig?

Da der Zuschauer über den Wissensvorsprung verfügt, dass die Figuren aneinander vorbeireden, erkennt er die komische Diskrepanz, während die Figuren die Situation als ernste Realität wahrnehmen.

Welche Rolle spielt die Auslassung von Namen in der Szene?

Indem Namen durch Pronomen ersetzt werden, verhindert Corneille die sofortige Aufklärung des Missverständnisses und steigert dadurch die Komplexität und Spannung des Dialogs.

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Details

Title
Wie funktioniert das Missverständnis in Corneilles "Mélite", Akt lV, Szene ll?
College
University of Stuttgart  (Institut für Literaturwissenschaft)
Course
Gerüchte, Orakel, Missverständnisse. Spannung durch Unsicherheit bei Corneille
Grade
2,3
Author
Felix Röttgermann (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V1266273
ISBN (PDF)
9783346704597
ISBN (Book)
9783346704603
Language
German
Tags
missverständnis corneilles mélite szene
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Röttgermann (Author), 2020, Wie funktioniert das Missverständnis in Corneilles "Mélite", Akt lV, Szene ll?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266273
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