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Die Christianisierung Islands

Title: Die Christianisierung Islands

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefanie Mnich (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Island ist das jüngste Land der Erde. Erst vor 20 Millionen Jahren entstand die Insel durch Vulkanausbrüche im Atlantik und blieb bis heute eines der vulkanisch aktivsten Gebiete der
Welt.
Bis ins 9. Jahrhundert war die Insel völlig unbewohnt. Mit der Besiedlung kamen vor allem norwegische Wikinger ins Land, die sich auf Island eine eigene Gesellschaft schufen. Durch die Entfernung zum Festland kam das Christentum erst später nach Island, als in die anderen skandinavischen Länder und es brauchte mehrere Versuche das isländische Volk zur Annahme des neuen Glaubens zu bewegen.
Im Rahmen dieser Hausarbeit beschäftige ich mich mit der ungewöhnlichen Christianisierung Islands. Ich werde untersuchen, wie sie vonstatten ging und wer sie vorangetrieben hat. Ferner
soll angedeutet werden, inwiefern sie einen Sonderfall in der skandinavischen Missionsgeschichte darstellt. Auf die Auswirkungen der Christianisierung werde ich nur kurz
eingehen. Weiterhin wird die Veränderung des Verhältnisses zwischen Politik und Religion nach der Christianisierung untersucht.
In meiner Arbeit werde ich zunächst die Ereignisse bis zum Einsetzen der Christianisierung beschreiben, die eine Grundlage für diese bilden. Dann werde ich auf die Quellen eingehen,
die von der Christianisierung auf Island berichten, auf denen die Hausarbeit basiert, auch der Forschungsstand wird kurz umrissen.
Der nächste Punkt beinhaltet die ersten Versuche der Missionierung und die Umstände der Annahme des Christentums auf dem Allthing. Darauf aufbauend komme ich dann zur
Durchsetzung des Christentums und abschließend zur Auswirkung, vor allem im kulturellen Bereich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Vorchristlicher Glaube und politische Situation

III. Quellen zur Christianisierung auf Island

IV. Missionierung

a. Von den ersten Missionierungsversuchen

b. Schiedsspruch auf dem Allthing

V. Von der ersten Zeit nach der gesetzlichen Annahme des Christentums, der Einrichtung von Bischofssitzen und der ersten Kirchenverfassung

VI. Entwicklung der Schriftkultur

VII. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Christianisierung Islands mit besonderem Fokus auf den Ablauf der Missionierung, die Umstände der gesetzlichen Annahme des neuen Glaubens auf dem Allthing sowie die anschließende strukturelle Entwicklung der isländischen Kirche. Dabei wird analysiert, inwieweit Island innerhalb der skandinavischen Missionsgeschichte einen Sonderfall darstellt und wie sich das Verhältnis zwischen Politik und Religion nach der Christianisierung veränderte.

  • Historische Voraussetzungen und heidnische Gesellschaftsstrukturen auf Island
  • Analyse zentraler Quellen wie der Íslendingabók und der Kristnisaga
  • Ablauf und Akteure der verschiedenen Phasen der Missionierung
  • Die friedliche Annahme des Christentums auf dem Allthing im Jahr 1000
  • Entwicklung der kirchlichen Verfassung und Etablierung von Bischofssitzen
  • Auswirkungen des Christentums auf die isländische Schriftkultur

Auszug aus dem Buch

b. Schiedsspruch auf dem Allthing

Nach diesen Missionierungsversuchen wurde die Frage über die Annahme des Christentums zu einer heiss diskutierten Frage in Island. Bis zum Jahre 1000 hatten sich zwei Fraktionen herausgebildet, die sich feindlich gegenüberstanden, eine neue, militante Christliche und eine konservative Heidnische. Ein Bürgerkrieg und somit die Spaltung Islands schien unvermeidbar. So war die Situation, als Þangbrandr 999 Island verlassen hatte.

Als dieser Olaf Tryggvason erzählte was ihm in Island widerfahren war, soll der König sehr wütend geworden sein. Er setzte alle Isländer, die sich zu dieser Zeit in Norwegen aufhielten gefangen und drohte sie zu töten. Doch gerade in diesem Sommer kamen die beiden, von Þangbrandr getauften, Isländer Gizurr hvíti Teitsson und Hjalti Skeggjason nach Norwegen und versprachen sich auf dem Allthing abermals für die Annahme des Christentums auf ganz Island einzusetzen, wenn dann ihre Landsleute wieder frei kämen. Im nächsten Sommer, im Jahre 1000, begaben sie sich auf den Weg nach Island und landeten auf den Westmännerinseln. Sie machten sich sogleich auf den Weg in Richtung Allthing, doch sollte Hjalti, der im Sommer zuvor wegen Gotteslästerung zu dreijähriger Verbannung verurteilt worden war, auf halbem Weg zurückbleiben. Gizurr ritt weiter Richtung Thing und schickte Boten um Verstärkung zu erhalten. Hjalti kam dann hinterher geritten und auch die Verstärkung traf ein, so ritten sie alle gemeinsam zum Allthing, wo sich die gegnerische Fraktion schon mit den Waffen in der Hand versammelt hatte; fast wäre es zum Krieg zwischen den beiden Parteien gekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Darstellung der geographischen Voraussetzungen Islands und Skizzierung des Untersuchungsgegenstands der Christianisierung als Sonderfall in der Missionsgeschichte.

II. Vorchristlicher Glaube und politische Situation: Beschreibung der heidnischen Religionspraxis, der Machtstruktur der Goden und der Funktion des Allthings bei der Staatsgründung.

III. Quellen zur Christianisierung auf Island: Kritische Würdigung der wichtigsten schriftlichen Überlieferungen, insbesondere der Íslendingabók und der Kristnisaga, für die historische Rekonstruktion.

IV. Missionierung: Detaillierte Betrachtung der frühen, teils gewaltsamen Missionsversuche und des friedlichen Schiedsspruchs auf dem Allthing im Jahr 1000.

V. Von der ersten Zeit nach der gesetzlichen Annahme des Christentums, der Einrichtung von Bischofssitzen und der ersten Kirchenverfassung: Erläuterung der organisatorischen Herausforderungen, der Einführung des Kirchenzehnten und der Etablierung fester Bistümer.

VI. Entwicklung der Schriftkultur: Analyse des Einflusses des Christentums und der lateinischen Schrift auf die Entstehung der isländischen Saga-Literatur.

VII. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der gesellschaftlichen und politischen Folgen der Christianisierung für das isländische Gemeinwesen.

Schlüsselwörter

Christianisierung, Island, Allthing, Missionierung, Sagas, Íslendingabók, Kristnisaga, Goden, Kirchenverfassung, Bischofssitze, Heidentum, Olaf Tryggvason, Kirchenzehnt, Mittelalter, Freistaat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den historischen Übergang Islands vom heidnischen Glauben zum Christentum und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen im isländischen Freistaat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Missionsgeschichte, der rechtlichen Institutionalisierung des Glaubens und dem kulturellen Wandel, insbesondere der Entstehung der isländischen Schriftkultur.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den ungewöhnlichen und friedlichen Verlauf der Christianisierung auf Island zu analysieren und zu erklären, warum dieser im Vergleich zu anderen skandinavischen Ländern einen Sonderfall darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse historischer Texte, primär der Íslendingabók und der Kristnisaga, ergänzt durch einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der vorchristlichen Struktur, den Verlauf der Missionierung, die Ereignisse auf dem Allthing, den Aufbau der kirchlichen Organisation und die darauffolgende kulturelle Blütezeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Typische Schlüsselbegriffe sind Christianisierung, Island, Allthing, Goden-System und isländische Saga-Literatur.

Warum gilt die Christianisierung Islands als Besonderheit?

Im Gegensatz zur oft mit Gewalt oder Zwang durchgesetzten Bekehrung in anderen skandinavischen Regionen fand die Annahme des Christentums auf Island durch einen friedlichen Schiedsspruch auf dem Allthing statt.

Welche Rolle spielte das Allthing bei diesem Prozess?

Das Allthing fungierte als zentrale politische Instanz, die durch den Schiedsspruch des Gesetzsprechers Þorgeir eine gesamtgesellschaftliche Einigung auf einen gemeinsamen Glauben und ein Gesetz ermöglichte, um einen drohenden Bürgerkrieg abzuwenden.

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Details

Title
Die Christianisierung Islands
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswisenschaften)
Course
Christianisierung Skandinaviens
Grade
1,3
Author
Stefanie Mnich (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V126629
ISBN (eBook)
9783640324880
ISBN (Book)
9783640326495
Language
German
Tags
Island Christentum Christianisierung Missionierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Mnich (Author), 2007, Die Christianisierung Islands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126629
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