Die nachfolgende Projektarbeit ist in zwei Teile gegliedert und beschäftigt sich inhaltlich mit der Thematik des (digitalen) Marketings. Dabei liegt das Augenmerk im ersten Teil auf einer theoretischen Erarbeitung und Reflexion des 4P-Modells. Es wird ein Bogen gespannt von den ursprünglichen Überlegungen des Modells zur heutigen Nutzbarkeit. Der zweite Teil der Arbeit ist praxisorientiert, wobei die Distributionspolitik der Walt Disney Company analysiert und insbesondere der Vertrieb des Film- und TV Bereichs dargestellt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. DIGITALES MARKETING IN THEORIE UND PRAXIS
2. MARKETING DURCH DAS 4P-MODELL
2.1 Das 4P-Modell in der digitalen Welt
2.1.1 Im Zentrum das Produkt
2.1.2 Der Ort löst sich auf
2.1.3 Die Unendlichkeit der Vertriebswege
2.1.4 Preis vs. Preis
2.2 Von 4P zu 4C
2.3 DIE GRENZEN DER 4P-MODELLS
3. WALT DISNEY COMPANY – DIE MARKE DISNEY
3.1 EIN BERICHTSBEZOGENER EINBLICK IN DIE DISNEY-WELT
3.2 DIE VERTRIEBSKANÄLE DER DISNEY PLATTFORM DISTRIBUTION
3.2.1 Linear Networks
3.2.2 Direct-to-Consumer (DTC)
3.2.3 Content Sales/Licensing
3.2.4 Haupteinnahmequellen der DMED
3.3 DER WANDEL ZUM VIDEO-ON-DEMAND
3.4 Windowing-Strategie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz des klassischen 4P-Marketingmodells im Zeitalter der digitalen Transformation und analysiert am Praxisbeispiel der Walt Disney Company, wie sich Vertriebswege und Distributionspolitik durch neue Streaming-Technologien verändert haben.
- Analyse und Reflexion des klassischen 4P-Marketingmix
- Transformation vom 4P- zum kundenzentrierten 4C-Modell
- Untersuchung der Distributionsstrategien im Film- und TV-Markt
- Praktische Implementierung von Video-on-Demand (VoD) bei Disney
- Bedeutung der Windowing-Strategie im digitalen Streaming-Zeitalter
Auszug aus dem Buch
2.1.2 Der Ort löst sich auf
Zur Einführung des 4P-Modells war die Frage des Ortes, an dem ein Produkt eingeführt werden sollte, wohl eine entscheidende. Mit dem Aufkommen des Internets und der damit verbundenen stetigen Globalisierung schwimmt die Definition des Wortes Place (Ort) und muss letztlich komplett neu gedacht werden. In einer digitalen Welt sind Produkte zu jeder Zeit möglichst sofort und global verfügbar und zugänglich. Keiner muss mehr persönlich in ein Geschäft gehen, um Informationen zu einem Produkt einzuholen. Alle Informationen finden sich im Internet, das Produkt sieht sich mehr und mehr der Konkurrenz ausgesetzt, wird verglichen, bewertet, ausprobiert und zurückgeschickt.
Über das Stichwort Metaversum muss noch dazu Klarheit darüber entwickelt werden, dass Kunden sich zukünftig an „neu geschaffenen Orten“ tummeln, an denen über scheinbar klassische Außenwerbung Produkte beworben und veräußert werden.
Im Social Shopping Bereich entwickeln sich Follower zu Kunden, da Plattformen wie Instagram oder Pinterest immer neue Features in ihre Apps integrieren, die den anfänglichen Interessenten (Follower) zum Käufer machen.
Die schier unbeherrschbare Fülle an Möglichkeiten insbesondere bei den Überlegungen zu Ort (und damit zusammenhängend auch der Zeit) muss kritisch reflektiert und überlegt in die Marketingstrategie eingearbeitet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Digitales Marketing in Theorie und Praxis: Einführung in die Gliederung der Arbeit, welche theoretische Grundlagen des 4P-Modells mit einer praxisorientierten Analyse der Walt Disney Company verbindet.
2. Marketing durch das 4P-Modell: Detaillierte Betrachtung des klassischen Marketingmix (Produkt, Ort, Vertrieb, Preis) und dessen kritische Hinterfragung in einer zunehmend digitalen und globalisierten Welt.
3. Walt Disney Company – die Marke Disney: Praxisanalyse der Distributionspolitik von Disney, insbesondere mit Fokus auf den massiven Wandel hin zu Direct-to-Consumer-Modellen und dem Streaming-Angebot Disney+.
Schlüsselwörter
Digitales Marketing, 4P-Modell, Marketingmix, Walt Disney Company, Distribution, Streaming-Dienste, Video-on-Demand, VoD, Disney+, Direct-to-Consumer, DTC, Windowing-Strategie, Online-Handel, Marktanalyse, Kundenorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des klassischen 4P-Marketingmodells in der modernen digitalen Wirtschaft anhand eines Praxisbeispiels aus der Medienbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf Marketing-Theorie, Distributionspolitik im digitalen Raum sowie die spezifischen Strategien eines großen Medienunternehmens.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es zu erörtern, ob das klassische 4P-Modell heute noch Bestand hat oder durch die digitale Transformation und veränderte Kundenbedürfnisse angepasst werden muss.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine theoretische Herleitung der Marketing-Modelle, gefolgt von einer tiefgehenden Fallstudie (Case Study) der Walt Disney Company unter Einbeziehung von Geschäftsberichten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion der 4Ps und 4Cs sowie die praktische Analyse der Disney-Vertriebsstrategien, unter anderem der Transformation zum Video-on-Demand-Anbieter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernsachverhalte sind Digital Marketing, das 4P-Modell, Disney+, Distribution und die Windowing-Strategie.
Warum ist die Windowing-Strategie so wichtig für Disney?
Sie ermöglicht es dem Unternehmen, Inhalte über verschiedene Medien und Zeitfenster hinweg mehrfach zu vermarkten, um die hohen Produktionskosten zu amortisieren.
Wie hat sich die Rolle des "Orts" im Marketing verändert?
Durch die Globalisierung und das Internet ist der Ort für den Kunden nicht mehr an physische Geschäfte gebunden, sondern ist nun überall und jederzeit digital verfügbar.
- Arbeit zitieren
- Josef Tischmacher (Autor:in), 2022, Digitales Marketing. Das 4P-Modell und eine Case Study zu Disney, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266506