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Die Thematisierung der Schuldfrage im Unterricht anhand des Romans "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Titel: Die Thematisierung der Schuldfrage im Unterricht anhand des Romans "Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage nach der Schuld und deren Thematisierung im Deutschunterricht wird in dieser Arbeit als Hauptbestandteil genauer untersucht. Als Grundlage dazu dient der Entwicklungsroman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink. Zu Beginn der Untersuchung wird der Schuldbegriff genauer erläutert und unter verschiedenen Ansätzen definiert, wie der juristische, gesellschaftliche und der psychologische Ansatz zur Schuld. Darauf folgt die Einführung des Romans, indem der Inhalt beschrieben und die Schuldproblematik präzise dargestellt werden.

In dem Roman spielt die Figur der Hanna Schmitz eine tragende Rolle, weshalb ihre Schuld und ihre Taten an aussagekräftigen Textstellen dargestellt und erläutert werden. Darauffolgend wird der didaktische Teil dieser Arbeit nähergebracht. Dazu wird die Eignung des Romans für den Unterricht nachgewiesen und ein mögliches Vorgehen im Unterricht beschrieben. Hinzu kommt der Bezug zum Seminar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Schuldbegriffs

2.1 Ein Gesellschaftlicher Ansatz zur Schuld

2.2 Ein Psychologischer Ansatz zur Schuld

3. Der Roman „Der Vorleser

3.1 Inhalt

3.2 Die Schuldproblematik

3.3 Die Schuld von Hanna Schmitz

3.4 Eignung des Romans für den Unterricht

4. Bezug zum Seminar und Vorgehensweise im Unterricht

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Thematisierung der Schuldfrage im Deutschunterricht unter Rückgriff auf den Entwicklungsroman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Jugendliche an dieses komplexe und emotionale Thema herangeführt werden können, ohne sie zu überfordern, und wie die im Roman behandelte Problematik der Schuldzuweisung und -annahme didaktisch fruchtbar gemacht werden kann.

  • Juristische, gesellschaftliche und psychologische Definition des Schuldbegriffs
  • Die moralische und individuelle Schuld der Romanfigur Hanna Schmitz
  • Analyse der Schuldthematik durch die Beziehung zwischen Hanna und Michael
  • Didaktische Konzepte zur Einbettung von Schullektüre in den Deutschunterricht
  • Entwicklung und Reife des Protagonisten im Genre des Entwicklungsromans

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Schuldproblematik

Der Roman thematisiert verschiedene Interpretationsmotive, doch das auffälligste ist wohl das Motiv des Umgangs mit der Schuld und der Vergangenheit. Doch die Frage nach der Schuld und dem Schuldig werden erscheint als eine kritische Angelegenheit. Hannas Schuld besteht nämlich nicht nur darin, als KZ-Aufseherin an einer Selektion von Menschenverbrennungen teilgenommen zu haben, sondern auch darin, dass sie während des Prozesses Verbrechen auf sich nimmt, die sie nicht begangen hat. Das Aufnehmen der Schuld scheint für sie die einzige Möglichkeit zu sein, ihren Analphabetismus nicht öffentlich machen zu müssen, wodurch deutlich wird, dass ihr Schamgefühl eindeutig das Schuldbewusstsein überwiegt. Durch das auf sich nehmen von fremden Taten und Verschuldungen ihrer Kolleginnen, tritt wiederum die Frage nach der Kollektivschuld auf.

Hinzu kommt ein weiteres Verschulden Hannas. Dieses kann darin gefunden werden, dass Hanna Schmitz einen, zur damaligen Zeit, minderjährigen Jungen verführt hat. Während es zur Annäherung der beiden kommt, hat sie keine Konsequenzen und weitere Folgen in Betracht gezogen. Sie hat die Gefühle sowie die kindliche Naivität des Jungen bestätigt, in dem sie eine tiefere körperliche Beziehung eingegangen ist. Diese Beziehung und das Vertrauen hat Hanna Schmitz zu weiteren Zwecken und ihrem persönlichen Vorteil ausgenutzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die zentrale Fragestellung nach der Schuld und ihre Relevanz im Deutschunterricht, mit dem Roman „Der Vorleser“ als primäre Untersuchungsgrundlage.

2. Definition des Schuldbegriffs: Dieses Kapitel erläutert den Schuldbegriff anhand juristischer, gesellschaftlicher und psychologischer Perspektiven, um ein breites Verständnis der Thematik zu etablieren.

3. Der Roman „Der Vorleser: Es erfolgt eine inhaltliche Einführung in das Werk von Bernhard Schlink sowie eine vertiefende Analyse der individuellen Schuldproblematik der Hauptfigur Hanna Schmitz.

4. Bezug zum Seminar und Vorgehensweise im Unterricht: Der didaktische Teil zeigt methodische Wege auf, wie das Thema „Schuld“ anhand des Romans in einem schulischen Kontext einfühlsam und strukturiert bearbeitet werden kann.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der theoretischen Ansätze zum Schuldbegriff und einer Reflexion über die didaktische Eignung des Romans für den Unterricht.

Schlüsselwörter

Schuldfrage, Der Vorleser, Bernhard Schlink, Deutschunterricht, Entwicklungsroman, Schuldgefühl, NS-Zeit, Holocaust, Hanna Schmitz, Juristische Schuld, Kollektivschuld, Didaktik, Schuldproblematik, Analphabetismus, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich mit der Thematik der Schuld und deren Behandlung im Deutschunterricht auseinander, wobei der Fokus auf Bernhard Schlinks Roman „Der Vorleser“ liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der facettenreiche Schuldbegriff, die Verstrickung in Schuld während der Nazizeit sowie die didaktischen Möglichkeiten, solche belastenden Inhalte im Unterricht mit Schülern zu reflektieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die didaktische Eignung des Romans „Der Vorleser“ nachzuweisen und Methoden aufzuzeigen, wie Schülerinnen und Schüler an komplexe moralische Fragestellungen herangeführt werden können.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Die Arbeit beleuchtet das Thema aus juristischer, soziologischer (gesellschaftskritischer) sowie psychologischer Perspektive, insbesondere unter Rückgriff auf Überlegungen von Siegmund Freud.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Schuldbegriffs, eine inhaltliche Romananalyse, eine Untersuchung der Schuld der Figur Hanna Schmitz und eine ausführliche didaktische Vorgehensplanung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Schuldfrage, Entwicklungsroman, NS-Zeit, Schuldgefühl und didaktische Fachbegriffe wie Methodik der Schuldthematisierung charakterisiert.

Warum spielt Hannas Analphabetismus eine so große Rolle für ihre Schuld?

Der Analphabetismus ist der Grund, warum Hanna Schmitz im Prozess falsche Geständnisse ablegt. Ihr Schamgefühl darüber ist so groß, dass es ihr Schuldbewusstsein für die tatsächlichen Verbrechen überlagert.

Inwiefern ist das Werk als Entwicklungsroman eingestuft?

Der Roman wird als Entwicklungsroman bezeichnet, da die Geschichte die psychische Entwicklung und Reifung des Protagonisten Michael Berg von einem naiven Jugendlichen zu einem reflektierten Jurastudenten darstellt.

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Details

Titel
Die Thematisierung der Schuldfrage im Unterricht anhand des Romans "Der Vorleser" von Bernhard Schlink
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1266514
ISBN (PDF)
9783346705471
ISBN (Buch)
9783346705488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
thematisierung schuldfrage unterricht romans vorleser bernhard schlink
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Die Thematisierung der Schuldfrage im Unterricht anhand des Romans "Der Vorleser" von Bernhard Schlink, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266514
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Leseprobe aus  16  Seiten
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