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Konvergenzanalyse der MERCOSUR-Staaten anhand der EU-Konvergenzkriterien

Title: Konvergenzanalyse der MERCOSUR-Staaten anhand der EU-Konvergenzkriterien

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andreas Kleine (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob sich die lateinamerikanischen Staaten, die sich 1991 im „Mercado Común del Sur“ (MERCOSUR) zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum vereint haben, konvergent entwickeln. Die Forschungsfrage, der hier konkret nachgegangen wird, ist, ob anhand der vier Konvergenzkriterien der EU eine Zu- oder Abnahme der Ähnlichkeit nationaler Politiken mittels ihres Outputs im lateinamerikanischen Wirtschaftsraum festgestellt werden kann.
Die Frage nach der Entwicklung in Lateinamerika ist deshalb von Interesse, da Lateinamerika und die Europäische Union sowohl historisch als auch wirtschaftlich eng verbunden sind. So ist die EU nach den USA der wichtigste Handelspartner der lateinamerikanischen Staaten, leistet den größten Entwicklungshilfebeitrag und ist der wichtigste Wirtschaftspartner des MERCOSUR. Es ist also durchaus interessant, wie sich die recht junge Wirtschaftsgemeinschaft entwickeln wird, um mögliche Perspektiven für eine intensivere Kooperation zu erkennen.
Da die Europäische Union im Rahmen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG in ähnlicher Weise ihren Anfang genommen hat, bevor sie sich zur Europäischen Gemeinschaft EG und letztlich EU entwickelt hat, sollen zur Analyse der Entwicklung in Lateinamerika die Kriterien benutzt werden, die 1992 in Nizza verabschiedet wurden, um die Wirtschafts- und Währungsunion in Europa einzuleiten. Auch wenn die Bedingungen in Lateinamerika nicht identisch sind, so stellen die vier Kriterien doch einen wertvollen Maßstab dar, wie sich die lateinamerikanischen Staaten entwickeln, und ob eine konvergente Entwicklung beobachtet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KONVERGENZ IN DER WIRTSCHAFTSPOLITIK

2.1. BEREICHE WIRTSCHAFTSPOLITISCHEN HANDELNS

2.2. MÖGLICHE GRÜNDE FÜR KONVERGENZ IN DER WIRTSCHAFTSPOLITIK

2.3. DIE KONVERGENZKRITERIEN DER EUROPÄISCHEN UNION

2.3.1. PREISSTABILITÄT

2.3.2. ENTWICKLUNG DES ÖFFENTLICHEN HAUSHALTS

2.3.3. WECHSELKURSENTWICKLUNG

2.3.4. ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN ZINSSÄTZE

3. LATEINAMERIKA UND DER MERCOSUR

3.1. WIRTSCHAFTSHISTORISCHE ENTWICKLUNG LATEINAMERIKAS

3.2. ENTSTEHUNG DES MERCOSUR

4. KONVERGENZUNTERSUCHUNG DER MERCOSUR-STAATEN

4.1. FORSCHUNGSDESIGN

4.1.1. DATENGRUNDLAGE

4.1.2. VARIABLENKONSTRUKTION

4.2. DESKRIPTIVE ANALYSE

4.2.1. PREISENTWICKLUNG

4.2.2. ENTWICKLUNG DER ÖFFENTLICHEN HAUSHALTE

4.2.3. WECHSELKURSENTWICKLUNG

4.2.4. ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN ZINSSÄTZE

5. SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSBLICK

6. ZUSAMMENFASSUNG / ABSTRACT

7. ANHANG

7.1 BERECHNUNG VON „AVG3BEST_MINIMA“

7.2. DATENTABELLEN

7.2.1. TABELLE1: INFLATIONSRATE, ABWEICHUNGEN VOM REFERENZWERT

7.2.2. TABELLE2: NEUVERSCHULDUNG DER ÖFFENTLICHEN HAUSHALTE, % DES BIP

7.2.3. TABELLE3: WECHSELKURSENTWICKLUNG, LANDESWÄHRUNGSEINHEIT PRO US-DOLLAR

7.2.4. TABELLE4: ENTWICKLUNG DER LANGFRISTIGEN ZINSSÄTZE, DISTANZ ZUM REFERENZWERT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die MERCOSUR-Staaten eine konvergente wirtschaftliche Entwicklung aufweisen, indem sie die vier Konvergenzkriterien der Europäischen Union als analytischen Maßstab auf die lateinamerikanische Wirtschaftsgemeinschaft anwendet.

  • Anwendung der EU-Konvergenzkriterien auf den MERCOSUR-Wirtschaftsraum
  • Analyse von Preisstabilität, öffentlichen Haushalten, Wechselkursen und Zinssätzen
  • Vergleichende Untersuchung der wirtschaftlichen Integration und Diffusion
  • Diskussion der historischen Voraussetzungen für politische und wirtschaftliche Kooperation in Lateinamerika
  • Überprüfung der Wirksamkeit prozesspolitischer Indikatoren in aufstrebenden Volkswirtschaften

Auszug aus dem Buch

2.2. Mögliche Gründe für Konvergenz in der Wirtschaftspolitik

Katharina Holzinger und Christoph Knill haben in ihrer Arbeit „Ursachen und Bedingungen internationaler Politikkonvergenz“ (Knill/Holzinger 2007) fünf Mechanismen der Konvergenz identifiziert. Diese sind Zwang, Internationale Harmonisierung, Regulierungswettbewerb, Transnationale Kommunikation sowie unabhängiges Problemlösen.

Zwang führt immer zu einem sehr hohen Grad der Konvergenz, während die Reichweite der Konvergenz von demjenigen abhängt, der den Zwang ausübt. Ein einzelner Staat erzielt eine geringere Reichweite als eine internationale Organisation, die eine bestimmte Politik durchsetzen möchte. Ausgeübt wird er durch positive Anreize oder aber Druck von außen (Knill/Holzinger 2007: 97).

Der Mechanismus der internationalen Harmonisierung ist sowohl die Reichweite als den Grad der Konvergenz betreffend flexibel. Der Impuls zur zunehmenden Konvergenz geht hier immer von einer internationalen Organisation aus. Die Reichweite ist abhängig von der Mitgliederanzahl und der legislativen Kompetenz der harmonisierenden Organisation. Je mehr Mitgliedstaaten beteiligt sind, desto größer ist Reichweite. Analog steigt die Reichweite auch mit der Zahl der betroffenen Politikfelder, die durch die internationale Organisation abgedeckt werden können (Knill/Holzinger 2007: 98).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung des Forschungsinteresses, ob die MERCOSUR-Staaten Anzeichen für eine konvergente wirtschaftliche Entwicklung anhand der vier EU-Kriterien zeigen.

2. KONVERGENZ IN DER WIRTSCHAFTSPOLITIK: Theoretische Herleitung der Konvergenzmechanismen und Vorstellung der EU-Konvergenzkriterien als Benchmark für die Untersuchung.

3. LATEINAMERIKA UND DER MERCOSUR: Einordnung der historischen und wirtschaftlichen Entwicklung des MERCOSUR unter Berücksichtigung früherer Integrationsversuche.

4. KONVERGENZUNTERSUCHUNG DER MERCOSUR-STAATEN: Durchführung der deskriptiven Analyse anhand von WDI-Daten und Erläuterung der methodischen Anpassungen der Kriterien.

5. SCHLUSSFOLGERUNG UND AUSBLICK: Fazit zur geringen empirischen Evidenz für Konvergenz und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen des Bündnisses.

6. ZUSAMMENFASSUNG / ABSTRACT: Komprimierte Darstellung der Untersuchungsergebnisse, die zeigen, dass bisher kein Nachweis für Diffusionsprozesse vorliegt.

Schlüsselwörter

MERCOSUR, Konvergenz, Europäische Union, Konvergenzkriterien, Wirtschaftspolitik, World Development Indicators, Delta-Konvergenz, Prozesspolitik, Lateinamerika, Finanzmärkte, Inflationsrate, Neuverschuldung, Wechselkursentwicklung, Zinssätze, ökonomische Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, ob sich die Mitgliedstaaten des MERCOSUR-Wirtschaftsraums seit 1991 konvergent entwickeln, indem sie die Konvergenzkriterien der EU als Maßstab für die lateinamerikanischen Staaten nutzt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Theorie der internationalen Politikkonvergenz, die wirtschaftshistorische Entwicklung des MERCOSUR sowie die empirische Analyse von Preisstabilität, Fiskaldisziplin, Wechselkursen und Zinsen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob anhand der vier EU-Konvergenzkriterien eine Zu- oder Abnahme der Ähnlichkeit nationaler Politiken im lateinamerikanischen Wirtschaftsraum feststellbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine deskriptive Analyse auf Basis der World Development Indicators (WDI) der Weltbank, wobei die Daten für den Zeitraum 1976 bis 2004 auf Delta-Konvergenz hin geprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Konvergenz, die Beschreibung des MERCOSUR-Kontextes sowie die detaillierte empirische Auswertung und Diskussion der vier ausgewählten Indikatoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind MERCOSUR, Konvergenz, EU-Konvergenzkriterien, Wirtschaftspolitik, Delta-Konvergenz, Prozesspolitik und wirtschaftliche Integration.

Warum ist das Kriterium der Wechselkurs-Stabilität im MERCOSUR schwer anzuwenden?

Da es im MERCOSUR keine gemeinsame Leitwährung wie den Euro gibt und die Währungen oft am US-Dollar hängen oder starken Schwankungen unterliegen, ist die direkte Übertragung der EU-Stabilitätskriterien methodisch schwierig.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Konvergenz im MERCOSUR?

Das Fazit lautet, dass bisher keine klaren Belege für Konvergenz existieren. Die Entwicklung ist eher durch Instabilität, nationale Wirtschaftskrisen und divergente Trends geprägt, wobei nur punktuell Tendenzen zur Angleichung sichtbar werden.

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Details

Title
Konvergenzanalyse der MERCOSUR-Staaten anhand der EU-Konvergenzkriterien
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft)
Course
Hauptseminar Globalisierung und Politikkonvergenz
Grade
2,0
Author
Andreas Kleine (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V126652
ISBN (eBook)
9783640328925
ISBN (Book)
9783640328918
Language
German
Tags
MERCOSUR Latein-Amerika Konvergenz Konvergenzkriterien Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Kleine (Author), 2008, Konvergenzanalyse der MERCOSUR-Staaten anhand der EU-Konvergenzkriterien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126652
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