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Wundmanagement auf Basis des Nationalen Expertenstandards "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden". Soll-/Ist-Analyse

Empirische Untersuchung einer gefäßchirurgischen Pflegeeinheit

Title: Wundmanagement auf Basis des Nationalen Expertenstandards "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden". Soll-/Ist-Analyse

Diploma Thesis , 2009 , 86 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anika Gerull (Author)

Health - Miscellaneous
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Die Kranken- und Gesundheitspflege befindet sich in einem Prozess, der zunehmend geprägt ist durch Abgrenzung ihrer Zuständigkeiten gegenüber der Medizin, Bemühungen um Transparenz und Betonung eigenständiger Kompetenzen des Arbeitsbereiches, Auslagerung pflegeferner Arbeiten sowie berufspolitische Emanzipationsbemühungen. Um nicht länger als Adnexbereich der Medizin definiert und wahrgenommen zu werden, orientiert sich der Pflegesektor neu und bewegt sich hierbei in Richtung der Ökonomie, somit verstärkt an betriebswirtschaftlichen Inhalten und Aufgaben. Erfahrungen aus dem Krankenhausalltag sprechen dafür, dass Widerstände gegen dienstliche Anweisungen und Kommunikationsprobleme innerhalb der Belegschaft reduziert werden können, wenn es dem Pflegemanagement gelingt, seine nominelle Verantwortung für pflegefachliche Inhalte zur Versorgung und Betreuung der Patienten tatsächlich wahrzunehmen.
Ein großer Teil pflegerischer Aufgaben besteht in der Vor- und Nachbereitung ärztlicher Maßnahmen sowie Assistenz bei medizinischen Leistungen. Pflegerische und medizinische Tätigkeiten sind im Sinne des Patientenwohls untrennbar verknüpft und erfordern eine möglichst reibungslose Zusammenarbeit. Vollzöge Pflege sich in weitgehender Abgrenzung zur Medizin unter Vernachlässigung der vorbenannten Aufgaben, käme es zu erheblichem Qualitätsverlust zu Lasten der Patienten. Die somit unerlässliche Kooperation der pflegerischen und medizinischen Berufsgruppen im Krankenhaus ist jedoch erschwert durch einen Mangel an Klarheit in der Aufgabenbeschreibung, Verantwortung und Weisungsbefugnis. Hinderlich ist zudem die relative Unterbewertung psychosozialer Leistungen im Vergleich zu technischem Aufwand. Dabei besteht kein überzeugender Grund, z.B. die empathische Begleitung eines Patienten geringer einzuschätzen als eine fachlich korrekte medizinische Untersuchung. Für das Pflegemanagement stellt sich somit die Aufgabe, in Kooperation mit dem medizinischen Dienst klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten zu verhandeln sowie den psychosozialen Aspekten pflegerischer Tätigkeit als Qualitätskriterium zu mehr Anerkennung zu verhelfen. Pflegerische Expertenstandards können hierfür ein geeignetes Instrument sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemanalyse

1.2 Ziel der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Der Nationale Expertenstandard

2.1 Die Bedeutung von Expertenstandards im Rahmen von Qualitätsmanagement

2.2 Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

2.3 Standards, Leitlinien, Richtlinien – Begriffliche Klärungen und Abgrenzungen

2.4 Implementierung von Expertenstandards

2.4.1 Standardeinführung nach dem Phasenmodell

2.4.1.1 Fortbildungen zum Expertenstandard

2.4.1.2 Anpassung des Expertenstandards an die Modellpflegeeinheit

2.4.1.3 Einführung und Anwendung des Expertenstandards

2.4.1.4 Datenerhebung mit standardisiertem Auditinstrument

2.5 Innovative Potentiale von nationalen Expertenstandards

3 Der Expertenstandard “Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“

3.1 Entwicklung des Expertenstandards

3.2 Zielsetzung des Expertenstandards

3.3 Kriterien des Expertenstandards

4 Auditinstrument

4.1 Instrumente zur Ergebnismessung

4.2 Vorgehensweise bei der Auditierung

5 Erhebung der Ist-Situation zur Wundversorgung auf der Modellstation

5.1 Vorstellung der Referenzeinrichtung

5.2 Qualitätsentwicklung/-management im Referenzkrankenhaus

5.3 Allgemeine Strukturdaten

5.3.1 Vorstellung der Modellstation

5.3.2 Vorstellung der Patientenzielgruppe

5.3.3 Personelle Ressourcen

5.3.4 Arbeitsablauforganisation

5.3.4.1 Das Pflegesystem

5.3.4.2 Berufsübergreifende Arbeitsablauforganisation

5.4 Räumliche Voraussetzungen

6 Durchführung des Audits

6.1 Methodisches Vorgehen

6.1.1 Qualitative und quantitative Methoden

6.1.2 Ablauf der Durchführung

6.2 Datenerhebung und Auswertung

6.2.1 Befragung der Patienten

6.2.1.1 Datenerhebung Dokumentation

6.2.1.2 Auswertung Dokumentation

6.2.1.3 Datenerhebung Personal

6.2.1.4 Auswertung Personal

6.2.1.5 Datenerhebung Patient/ Angehöriger

6.2.1.6 Auswertung Patient/Angehöriger

6.2.2 Ergebniszusammenfassung der Patientenbefragung

6.2.3 Befragung der Pflegekräfte

7 Synopse

8 Kritische Diskussion der Ergebnisse

9 Empfehlungen für die Praxis

10 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Durchführung einer Soll-Ist-Analyse des Wundmanagements auf einer gefäßchirurgischen Station. Dabei soll mithilfe eines standardisierten Auditinstruments überprüft werden, inwieweit die aktuelle Pflegepraxis den Anforderungen des Nationalen Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ entspricht, um daraus Ansatzpunkte für eine künftige Implementierung zu gewinnen.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Expertenstandards und deren Implementierung im Krankenhaus.
  • Empirische Untersuchung der aktuellen Wundversorgungspraxis durch Dokumentenanalyse sowie Befragung von Patienten und Pflegekräften.
  • Vergleichende Gegenüberstellung von Soll-Vorgaben und Ist-Situation zur Identifikation von Stärken und Handlungsbedarfen.
  • Entwicklung methodischer Empfehlungen zur Unterstützung eines professionellen Wundmanagements.

Auszug aus dem Buch

2.4.1.2 Anpassung des Expertenstandards an die Modellpflegeeinheit

Die Ausführung der spezifischen Pflegehandlungen für die Zielgruppe darf das angestrebte Qualitätsniveau des Expertenstandards nicht unterschreiten. Bei der Standardanpassung ist wichtig, dass die Kernaussagen der einzelnen Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterien unverändert bleiben, da sonst eine vergleichende Analyse der Auditergebnisse zwischen den beteiligten Projekteinrichtungen problematisch wäre. Konkretisierungen von Einzelpunkten werden immer dann empfohlen, wenn besondere Bedingungen oder Arbeitsabläufe einer Pflegeeinheit und ihrer Zielgruppe berücksichtigt werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den gesellschaftlichen und ökonomischen Kontext der Pflege und definiert die Problemanalyse sowie die Ziele der Untersuchung.

2 Der Nationale Expertenstandard: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung und die systematische Entwicklung von Expertenstandards zur Qualitätsentwicklung in der Pflege.

3 Der Expertenstandard “Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“: Hier werden die Zielsetzung und die spezifischen Fachkriterien des sechsten nationalen Expertenstandards detailliert dargestellt.

4 Auditinstrument: Es erfolgt eine theoretische Einführung in die Grundlagen der Auditierung sowie in die Instrumente zur Messung von Pflegequalität.

5 Erhebung der Ist-Situation zur Wundversorgung auf der Modellstation: Dieses Kapitel beschreibt die Rahmenbedingungen, die personellen Ressourcen und die Arbeitsablauforganisation der untersuchten Station.

6 Durchführung des Audits: Die methodische Vorgehensweise, die Datenerhebung bei Patienten und Personal sowie die Auswertung der Ergebnisse werden hier dargelegt.

7 Synopse: Eine tabellarische Gegenüberstellung führt die Soll-Vorgaben des Standards mit der Ist-Situation der Einrichtung zusammen.

8 Kritische Diskussion der Ergebnisse: Die Befunde werden reflektiert und Schwachstellen im aktuellen Pflegeprozess kritisch erörtert.

9 Empfehlungen für die Praxis: Auf Basis der Analyse werden konkrete Handlungsempfehlungen für eine systematische Implementierung des Standards gegeben.

10 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Anwendbarkeit des Standards bewertet und ein Ausblick auf die Weiterentwicklung der pflegerischen Qualität gegeben.

Schlüsselwörter

Wundmanagement, Expertenstandard, Pflegequalität, Modellstation, Soll-Ist-Analyse, Auditierung, Pflegedokumentation, Patientenbefragung, Selbstmanagement, Gesundheitswesen, Qualitätsmanagement, Prozessqualität, Ergebniskriterien, gefäßchirurgische Pflege, chronische Wunden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse der Wundversorgung auf einer gefäßchirurgischen Station unter Anwendung des Nationalen Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Qualitätsentwicklung in der Pflege, die Implementierung nationaler Expertenstandards, die Durchführung von Audits zur Ergebnismessung sowie die Analyse der pflegerischen Arbeitsabläufe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Überprüfung der aktuellen Pflegepraxis in einer Referenzeinrichtung mithilfe eines Evaluationsinstruments, um den Erfüllungsgrad der Standardkriterien zu bestimmen und Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein methodischer Mix aus qualitativer und quantitativer Forschung angewandt, basierend auf einer Dokumentenanalyse, Befragungen von Patienten und Angehörigen sowie einer schriftlichen Befragung des Pflegepersonals.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Literaturanalyse zu Expertenstandards, die detaillierte Beschreibung der Modellstation sowie die Durchführung und Auswertung des Audits inklusive einer synoptischen Ergebnisdarstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wundmanagement, Pflegequalität, Expertenstandard, Soll-Ist-Analyse, Auditinstrument und Selbstmanagementkompetenzen.

Warum wurde ein Audit auf der Station durchgeführt, obwohl der Standard dort noch nicht implementiert war?

Das Auditinstrument diente als geeignetes Mittel zur Bestandsaufnahme, um Ausgangsdaten zu gewinnen und den Handlungsbedarf für die künftige, systematische Implementierung des Expertenstandards zu identifizieren.

Welche Rolle spielt das Selbstmanagement der Patienten bei der Wundversorgung?

Der Expertenstandard misst dem Selbstmanagement große Bedeutung bei. Die Arbeit zeigt jedoch, dass bei pflegebedürftigen Patienten das Potenzial zur Förderung dieser Kompetenzen in der Praxis oft zu wenig genutzt wird.

Wie bewertet die Autorin die Koordination zwischen den Berufsgruppen?

Die Arbeit identifiziert eine „Visitenproblematik“ und Schwächen in der poststationären Nachsorge, da Absprachen zwischen den beteiligten Akteuren (Ärzte, Pflege, externe Einrichtungen) oft nicht hinreichend koordiniert sind.

Welchen Einfluss haben Fortbildungen auf das Wundmanagement?

Die Untersuchung zeigt, dass Fortbildungen essenziell für die fachliche Kompetenz sind, aber oft punktuell und nicht ausreichend systematisch erfolgen; ein gezielter Schulungsbedarf besteht insbesondere im Bereich der Patientenberatung und -edukation.

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Details

Title
Wundmanagement auf Basis des Nationalen Expertenstandards "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden". Soll-/Ist-Analyse
Subtitle
Empirische Untersuchung einer gefäßchirurgischen Pflegeeinheit
College
University of Applied Sciences Osnabrück
Grade
1,7
Author
Anika Gerull (Author)
Publication Year
2009
Pages
86
Catalog Number
V126655
ISBN (eBook)
9783640324453
ISBN (Book)
9783640326549
Language
German
Tags
Soll-/Ist-Analyse Wundmanagements Basis Nationalen Expertenstandards Pflege Menschen Wunden Emprische Untersuchung Pflegeeinheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anika Gerull (Author), 2009, Wundmanagement auf Basis des Nationalen Expertenstandards "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden". Soll-/Ist-Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126655
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