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Solares Bauen: Der Städtebau

Der Städtebau

Title: Solares Bauen: Der Städtebau

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Josias Schmidt (Author)

Politics - Environmental Policy
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Die Ölkrise der siebziger Jahre hat uns bewusst werden lassen: Unsere fossilen Energien sind endlich, also müssen wir bewusster damit umgehen. Doch schneller als gedacht war dies wieder vergessen.
Dann kam der „Hitzesommer 2003" (Deutscher Wetterdienst 2003), das Versinken einer ganzen Stadt in den Fluten des Pontchartrain-Sees, eine Hurrikane-Saison 2005 mit den schwersten Schäden seit Beginn der Aufzeichnungen (Climate Prediction Center 2005). Die Aufzählung wäre noch zu ergänzen: die erstmalige Umrundung des Nordpols mit dem Forschungsschiff „Polarstern" (Süddeutsche Zeitung 18.10.2008). All dies zeigt uns, dass wir neben der Ausbeute unser fossilen Ressourcen, deren Reststoffe wir oft ungefiltert in die Atmosphäre blasen, auch gleichzeitig mit der größten Wahrscheinlichkeit die Erwärmung unseres Klimas selbst verursachen und uns damit auf die Dauer unserer eigenen Lebensgrundlage berauben. So kommt zu der Energieverknappung ein weit größeres Problem hinzu.
Als eine Konsequenz eben jener Energieverknappung stand die Einführung der Energieeinsparverordnung, , die bereits ihre dritte Novellierung hinter sich hat. Sie schreibt Mindeststandards in der Baubranche fest, die bei Neu- und Umbau, sowie Renovierung bzw. energetische Sanierung einzuhalten sind. Sie soll den Verbrauch an Heizenergie, also im Wesentlichen Erdöl und Erdgas, reduzieren helfen. Das ist notwendig und gut, reicht aber bei Weitem nicht aus.
Die Frage, wie ein Gebäude energetisch sinnvoll ausgestattet werden kann, stellt sich in der Tat erst nach einer ganzen Reihe anderer möglicher Maßnahmen, die unter dem Thema „Solares Bauen – Der Städtebau“ erörtert werden sollen. So werden über Standort und Erschließung für ein neues Wohngebiet im Zuge der Bauleitplanung beraten, die Ausgleichsflächen festgelegt, die gestalterische Eingliederung in die bereits bestehende Bebauung diskutiert. Und nicht zuletzt Energiekonzepte gegenübergestellt. Ein Blick zurück in die Ursprünge unseres abendländischen Kulturkreises soll in das Thema einführen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der geschichtliche Begriff der Stadt im Kontext

2.1 Die antike Stadt

2.2 Die mittelalterliche Stadt und die Stadt der Neuzeit

2.3 Die Stadt im Zeitalter der Industrialisierung

2.4 Die Stadt der Moderne: die Stadt von morgen?

3 Solarer Städtebau unter stadtplanerischen Gesichtspunkten

3.1 Zielsetzungen auf europäischer Ebene

3.2 Das Raumordnungsgesetz

3.3 Der Landesentwicklungsplan und die Regionalplanung

3.4 Flächennutzungsplanung im Einklang mit Natur und Umwelt

3.5 Der Bebauungsplan

4 Solarer Städtebau als gestalterische Aufgabe für Landschaftsplaner und Architekten

4.1 Bedeutung und Gestaltung von Grün- und Freiflächen

4.2 Integrierte Solarnutzung im öffentlichen Stadtraum

4.3 Gebäudegeometrie und -typologie

4.4 Ökologische Baustoffe im Städtebau

5 Die Solare Stadt - Handlungsfelder, Möglichkeiten, Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung unter dem Fokus der solaren Energiegewinnung und Energieeffizienz. Dabei wird analysiert, wie stadtplanerische Instrumente und architektonische Gestaltungskonzepte dazu beitragen können, Städte trotz knapper werdender fossiler Ressourcen zukunftsfähig zu gestalten.

  • Historische Entwicklung des städtischen Begriffs im Kontext ökologischer Anforderungen
  • Strukturierung der deutschen Planungshierarchie (von Raumordnung bis Bebauungsplan)
  • Integration solarenergetischer Maßnahmen in die Stadtplanung und Infrastruktur
  • Einfluss der Gebäudegeometrie und -typologie auf den Energiebedarf
  • Bedeutung der Freiraumgestaltung und ökologischer Baustoffe

Auszug aus dem Buch

3.4 Flächennutzungsplanung im Einklang mit Natur und Umwelt

Die gesetzliche Grundlage für die Bauleitplanung (Flächennutzungsplan und Bebauungsplan) schafft das Baugesetzbuch (BauGB). Die allgemeinen Vorschriften des Gesetzestextes zum allgemeinen Städtebaurecht schaffen unter entsprechender Berücksichtigung das Fundament für einen solaren, zukunftsorientierten Städtebau. So sollen insbesondere die Nutzung erneuerbarer Energien und die sparsame und effiziente Nutzung von Energie berücksichtigt werden, sowie die Vermeidung von Emissionen und der sachgerechte Umgang mit Abfällen und Abwässern (BauGB: § 1 Abs. 6 Satz 7e und 7f). Zudem beschreibt das Bundesnaturschutzgesetz, dass die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, die Regenerations- und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter und die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensräume auf Dauer gesichert sein sollen (BNatSchG: § 1 Satz 1 bis 3).

Daraus ergibt sich eine weitreichende Handlungsaufforderung. Für selbstverständlich erscheint die Ermöglichung einer flächenschonende Neuerschließung. Sowohl in deren Größe als auch unter Vermeidung des Einbezuges sensibler natürlicher Freiräume wie naturnahe Wasserläufe und Überschwemmungsgebiete. Dabei sollte auch die topografische Lage von Siedlungsgebieten, im Rahmen der Raumplanung vordefiniert, konkretisiert werden, um eine bestmögliche spätere Integration solarer Energiesysteme zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Endlichkeit fossiler Energieträger sowie die negativen klimatischen Folgen des bisherigen Ressourcenverbrauchs und führt in das Konzept des solaren Städtebaus als Lösungsansatz ein.

2 Der geschichtliche Begriff der Stadt im Kontext: Dieses Kapitel zeichnet die städtebauliche Entwicklung von der Antike über das Mittelalter und die Industrialisierung bis hin zur Moderne nach, um den historischen Umgang mit Energie und Ressourcen zu verdeutlichen.

3 Solarer Städtebau unter stadtplanerischen Gesichtspunkten: Hier werden die europäischen Zielsetzungen sowie die rechtlichen Planungsinstrumente in Deutschland analysiert, die den Rahmen für einen ressourcenschonenden Städtebau bilden.

4 Solarer Städtebau als gestalterische Aufgabe für Landschaftsplaner und Architekten: Das Kapitel behandelt die konkrete Umsetzung, von der Grünflächenplanung über die Solarnutzung im öffentlichen Raum bis hin zu architektonischen Gebäudetypologien.

5 Die Solare Stadt - Handlungsfelder, Möglichkeiten, Perspektiven: Das Fazit fasst zusammen, dass die Stadt trotz Herausforderungen zukunftsfähig bleibt, sofern eine funktionale Vernetzung von Energieerzeugung und -verbrauch erfolgt.

Schlüsselwörter

Solarer Städtebau, Bauleitplanung, Energieeinsparverordnung, Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Gebäudegeometrie, Stadtklima, Infrastruktur, Ressourceneffizienz, Stadtplanung, ökologische Baustoffe, Raumordnung, Energiewende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration von solaren Energielösungen und ökologischen Prinzipien in den modernen Städtebau und die Stadtplanung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Geschichte des Städtebaus, die rechtlichen Rahmenbedingungen der deutschen Bauleitplanung, städtebauliche Gestaltung sowie die energetischen Eigenschaften verschiedener Gebäudetypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch eine gezielte stadtplanerische Steuerung und architektonische Ansätze der Energieverbrauch gesenkt und der Anteil erneuerbarer Energien in Städten erhöht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Gesetzestexten (BauGB, ROG), fachplanerischen Grundsätzen und stadtbaugeschichtlichen Literaturquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-kontextuelle Einordnung, eine Untersuchung der rechtlichen Steuerungsinstrumente auf verschiedenen Planungsebenen und eine technische Betrachtung baulicher Maßnahmen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Solarer Städtebau, Nachhaltigkeit, Bauleitplanung und Energieeffizienz geprägt.

Warum spielt die Gebäudegeometrie eine Rolle für den solaren Städtebau?

Die Gebäudegeometrie bestimmt das A/V-Verhältnis (Oberfläche zu Volumen), welches maßgeblich für die energetischen Verluste über die Gebäudehülle und die Möglichkeiten der passiven sowie aktiven Solarnutzung verantwortlich ist.

Welche Rolle spielt das Quartier Vauban bei der Untersuchung?

Das Quartier Vauban in Freiburg dient als praktisches Beispiel für eine gelungene städtebauliche Umsetzung der Verkehrsvermeidung und nachhaltigen Mobilität innerhalb einer Bebauungsplanung.

Inwiefern beeinflusst der Bebauungsplan die solare Energiegewinnung?

Durch die Festlegung von Baulinien, Grundstücksgrößen und städtebaulichen Vorgaben kann der Bebauungsplan sicherstellen, dass Gebäude optimal zur Sonne ausgerichtet werden, um passive und aktive Solarnutzung zu maximieren.

Welche Hürde sieht der Autor bei der solaren Versorgung von Großstädten?

Die größte Herausforderung liegt in der hohen Konzentration des Energieverbrauchs auf kleinstem Raum, die sich allein durch solare Energie schwer decken lässt, weshalb eine Vernetzung von Erzeugern und Speichersystemen essenziell ist.

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Details

Title
Solares Bauen: Der Städtebau
Subtitle
Der Städtebau
College
University of Applied Sciences Constanze
Course
Nachhaltige Energiewirtschaft / Erneuerbare Energien
Grade
1,0
Author
Josias Schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V126676
ISBN (eBook)
9783640334537
Language
German
Tags
Solares Bauen Städtebau
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josias Schmidt (Author), 2009, Solares Bauen: Der Städtebau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126676
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