Der Labeling Approach. Howard S. Becker, Siegfried Lamnek und Werner Rüther


Referat (Handout), 2002

5 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

1. Definition „Labeling Approach„

„Labeling Approach„ bedeutet Etikettierungsansatz und stellt einen neueren Ansatz der Soziologie abweichenden Verhaltens dar. Im Gegensatz zu den bisher dominierenden Ansätzen beschreibt er Kriminalität in erster Linie von den Reaktionen und Sanktionen der Gesellschaft her. Devianz ist also keine im Handeln des Täters auffindbare Qualität, sondern eine Konsequenz der Anwendung von Regeln und Sanktionen auf den Täter. Der Täter wird damit etikettiert – „gelabelt„.

2. Howard S. Becker: „Außenseiter„

Der Soziologe Howard S. Becker wurde 1928 in Chicago geboren. Er studierte Soziologie an der Universität von Chicago.

Werke: „Boys in White; Student Culture in Medical School„ (1961), „The Other Side; Perspectives on Deviance„ (1964), „Social Problems; A Modern Approach„ (1966), „Making the Grade; The Academic Side of College Life„ (1968), „Campus Power Struggles„ (1970) und „Sociological Work; Method and Substance„ (1970).

2.1 Definition „Außenseiter„ nach Becker

Die Gesellschaft stellt Regeln auf. Wenn eine Regel durchgesetzt ist, kann ein Mensch, der in dem Verdacht steht, sie verletzt zu haben, als besondere Art Mensch angesehen werden, als eine Person, die keine Gewähr dafür bietet, daß sie nach den Regeln lebt, auf die sich die Gruppe geeinigt hat. Sie wird als Außenseiter angesehen. Aber: Der Regelverletzer kann seine Richter auch als Außenseiter empfinden.

2.2 Der Zusammenhang zwischen abweichendem Verhalten und Außenseitern

Becker sagt: „Abweichendes Verhalten wird von der Gesellschaft geschaffen. Ich meine, daß gesellschaftliche Gruppen abweichendes Verhalten dadurch schaffen, daß sie Regeln aufstellen, deren Verletzung abweichendes Verhalten konstituiert, und daß sie diese Regeln auf bestimmte Menschen anwenden, die sie zu Außenseitern abstempeln. Von diesem Standpunkt aus ist abweichendes Verhalten keine Qualität der Handlung, die eine Person begeht, sondern vielmehr eine Konsequenz der Anwendung von Regeln durch andere und der Sanktionen gegenüber einem ‚Missetäter‘.„

2.3 Verschiedene Arten abweichenden Verhaltens

Typen abweichenden Verhaltens

Gehorsames Regelverletzendes

Verhalten Verhalten

Als abweichend fälschlich rein abweichend

empfunden beschuldigt

Nicht als abweichend konform heimlich abweichend

[...]

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten

Details

Titel
Der Labeling Approach. Howard S. Becker, Siegfried Lamnek und Werner Rüther
Hochschule
Universität Regensburg  (Soziologie)
Note
1,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
5
Katalognummer
V12668
ISBN (eBook)
9783638184878
Dateigröße
405 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Labeling, Approach, Howard, Becker, Siegfried, Lamnek, Werner, Rüther
Arbeit zitieren
Sonja Deml (Autor), 2002, Der Labeling Approach. Howard S. Becker, Siegfried Lamnek und Werner Rüther, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12668

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