Diese Bachelorarbeit konzentriert sich im Folgenden auf die Wettbewerbsfähigkeit Lateinamerikas im Vergleich zu derjenigen Südostasiens, welches zwar kulturell gegensätzlich jedoch länderspezifisch strukturell durchaus vergleichbar ist. Des Weiteren soll nach einleitender geschichtlicher Retrospektive und theoretischer Definition anhand des Innovationspotentials als Komponente der Wettbewerbsfähigkeit sowie unter Berücksichtigung spezifischer Indizes und Rankings die wirtschaftliche Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit der beiden Regionen kritisch analysiert und anschließend vergleichen werden. Die Analyse stützt sich dabei auf die Auswertung spezifischer Wettbewerbsfaktoren des jährlich vom IMD veröffentlichten World Competitiveness Yearbook sowie den vom World Economic Forum herausgegebenen Global Competitiveness Report. Besonderer Wert wird dabei auf die Aktualität der Daten gelegt, denn die Auswertungsergebnisse fungieren als regionaler sowie nationaler Benchmark, wodurch im abschließenden Fazit mögliche Chancen und Risiken beider Regionen aufgezeigt und abschließend die aktuell wirtschaftlich wettbewerbsfähigere Region eindeutig klassifiziert werden soll. Wegen des eingeschränkten Umfanges der Arbeit ist es leider nicht möglich, auf alle regionszugehörigen Länder explizit einzugehen. Daher soll die Wettbewerbsfähigkeit Lateinamerikas sowie Südostasiens exemplarisch anhand einiger repräsentativer Länderbeispiele bestimmt werden.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Einleitung
Kapitel 2 Wirtschafts- und entwicklungsgeschichtliche Retrospektive
2.1 Lateinamerika
2.2 Südostasien
Kapitel 3 Wettbewerbsfähigkeit in Rahmen volkswirtschaftlicher Theorie
3.1 Innovation als Komponente internationaler Wettbewerbsfähigkeit
3.1.1 Definition und Determinanten
3.1.2 Technischer Fortschritt als entscheidender Wachstumsfaktor
3.1.3 Innovationsindikatoren
3.2 Internationale Wettbewerbsfähigkeit in der Theorie
3.2.1 Definition und Determinanten
3.2.2 Indikatoren und Messbarkeit
3.2.3 Systemische Wettbewerbsfähigkeit
3.2.4 Rankings und Indizes
3.2.4.1 The Global Competitiveness Index
3.2.4.2 The World Competitiveness Yearbook
Kapitel 4 Kontrastive Gegenüberstellung
4.1 Innovative Leistungsfähigkeit in Lateinamerika und Südostasien
4.1.1 Lateinamerika
4.1.2 Vergleich zu Südostasien
4.2 Bewertung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
4.2.1 Lateinamerika
4.2.1.1 Analyse gemäß World Competitiveness Yearbook
4.2.1.2 Analyse gemäß Global Competitiveness Report
4.2.2 Südostasien
4.2.2.1 Analyse gemäß World Competitiveness Yearbook
4.2.2.2 Analyse gemäß Global Competitiveness Report
4.2.3 Gegenüberstellung der empirischen Befunde
Kapitel 5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit der Region Lateinamerika mit derjenigen Südostasiens, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beider Regionen kritisch zu analysieren und Chancen sowie Risiken aufzuzeigen.
- Historische und entwicklungsgeschichtliche Analyse der beiden Wirtschaftsräume.
- Theoretische Fundierung der Wettbewerbsfähigkeit unter besonderer Berücksichtigung von Innovation.
- Empirischer Vergleich mittels internationaler Rankings (World Competitiveness Yearbook & Global Competitiveness Report).
- Bewertung regionaler Standortfaktoren und systemischer Wettbewerbsfähigkeit.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Definition und Determinanten
„An increasing number of industrial case studies has highlighted the importance of technological innovation for industrial competitiveness“. Dem Zitat nach ist Innovation also eine entscheidende Komponente der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und wichtiger Bestandteil der Messung sowie Einschätzung der länderspezifischen Wettbewerbsposition (vgl. 4.2). Innovation steht in direkter Korrelation mit technischem Fortschritt, welcher sich nach DOSI signifikant positiv auf die Produktivität und damit ebenfalls auf das Pro-Kopf-Einkommen eines Landes auswirkt. Diese Annahmen rechtfertigen die isolierte Betrachtung des Innovationspotentials als bedeutende Komponente der Wettbewerbsfähigkeit.
„Innovation is essentially the creation of the knowledge of how to do something new“, oder „Innovation concerns the search for, and the discovery, experimentation, development, imitation, and adoptation of new products, new production processes and new organisational set-ups“. Definitorisch bezeichnet Innovation also die durch die Entwicklung neuer Produkte, Produktionsverfahren oder Prozessoptimierungen implizierte Anwendung allgemeiner technologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Verbesserungen. Innovationen werden dabei bezüglich ihres Wirkungsbereiches in Prozess,- Produkt- und Sozialinnovationen differenziert. Beispielsweise werden Modifikationen im Leistungserstellungsprozess eines Unternehmens, um leistungsfähigere Produkte effizienter, sicherer, umweltschonender und wirtschaftlicher zu produzieren, als Prozessinnovationen bezeichnet. Unter Produktinnovationen werden hingegen die Weiterentwicklungen und Verbesserungen an absetzbaren Produkten oder Dienstleistungen erfasst. Sozialinnovationen bilden schließlich die grundlegende Basis für Prozess- und Produktinnovationen, indem durch eine Steigerung der Qualifikation und durch relevante Ausbildungsverbesserung der Arbeitskräfte eine Erhöhung des Humankapitals erreicht wird.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung führt in die wirtschaftliche Lage Lateinamerikas ein und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit im Vergleich zu Südostasien.
Kapitel 2: Wirtschafts- und entwicklungsgeschichtliche Retrospektive: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Überblick über Lateinamerika und Südostasien, um die strukturellen Ausgangsbedingungen für den späteren Wettbewerbsvergleich zu identifizieren.
Kapitel 3: Wettbewerbsfähigkeit in Rahmen volkswirtschaftlicher Theorie: Dieser theoretische Teil definiert Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, erörtert Wachstumsfaktoren und stellt die Analyseinstrumente wie den GCI und das WCY vor.
Kapitel 4: Kontrastive Gegenüberstellung: Das Hauptkapitel analysiert und vergleicht empirisch die innovative Leistungsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit beider Regionen anhand spezifischer Indizes.
Kapitel 5: Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Analyse, bewertet die angewandten Instrumente und diskutiert die zukünftigen Entwicklungsperspektiven beider Wirtschaftsregionen.
Schlüsselwörter
Wettbewerbsfähigkeit, Lateinamerika, Südostasien, Innovation, Technischer Fortschritt, Global Competitiveness Index, World Competitiveness Yearbook, Wirtschaftswachstum, Institutionen, Humankapital, Produktivität, Handelsliberalisierung, Standortfaktoren, Systemische Wettbewerbsfähigkeit, Exportabhängigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Regionen Lateinamerika und Südostasien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die entwicklungsgeschichtliche Einordnung, theoretische Definitionen von Wettbewerbsfähigkeit und Innovation sowie den empirischen Vergleich mittels globaler Wirtschaftsindizes.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit beider Regionen zu bewerten, Stärken und Schwächen zu identifizieren und die aktuell wettbewerbsfähigere Region zu klassifizieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt einen kontrastiven Ansatz, der quantitative Daten aus dem World Competitiveness Yearbook (WCY) und dem Global Competitiveness Report (GCR) mit qualitativen Analysen verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden Innovationspotenziale quantifiziert und die Wettbewerbsfähigkeit der Länder anhand der Kategorien des World Economic Forum und des IMD tiefgehend kontrastiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, technischer Fortschritt, Institutionen und die spezifische wirtschaftliche Dynamik lateinamerikanischer und südostasiatischer Staaten.
Warum wird das Konzept der "Systemischen Wettbewerbsfähigkeit" zur Analyse herangezogen?
Das Konzept dient als theoretischer Rahmen, um zu erklären, dass Wettbewerbsfähigkeit nicht nur durch isolierte Faktoren entsteht, sondern durch das Zusammenspiel von Institutionen, privaten Akteuren und Politik.
Welche Rolle spielt die Rohstoffabhängigkeit für das Ergebnis?
Die Rohstoffabhängigkeit wird als strukturelles Risiko identifiziert, das insbesondere für viele lateinamerikanische Staaten eine Hürde für eine nachhaltige, durch Innovation getriebene Wettbewerbsfähigkeit darstellt.
- Quote paper
- Bastian Herrlich (Author), 2008, Die Wettbewerbsfähigkeit Lateinamerikas im Vergleich zu derjenigen Südostasiens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126691