Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Selbstbestimmung stärken. Einflussfaktoren auf die Lebensbewältigungskompetenz von Menschen mit Behinderungen

Titel: Selbstbestimmung stärken. Einflussfaktoren auf die Lebensbewältigungskompetenz von Menschen mit Behinderungen

Bachelorarbeit , 2016 , 97 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Viktoria Goebels (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen haben Grundbedürfnisse, allen voran das primäre Bedürfnis zur Erhaltung der eigenen Existenz. An weiteren menschlichen Grundbedürfnissen kann kein Zweifel bestehen, wenngleich eine Vielzahl divergierender Theorien für ein uneinheitliches Verständnis von deren Ursprung, Bedeutung, Ausmaß oder Zusammensetzung steht.

Das Konzept der Selbstbestimmung nimmt in der vorliegenden Arbeit einen zentralen Platz ein. Welchen Einfluss nimmt das Erleben von ausgeübter Selbstbestimmung auf die Lebensumstände von Menschen? Von welcher Bedeutung ist die Selbstbestimmung für die Lebensbewältigung? Wie lassen sich Kompetenzen zur selbstbestimmten Lebensgestaltung messen? Und schließlich: Wie lassen sich diese Fragen im Kontext von wohnbezogenen Hilfen im Rahmen der Eingliederungshilfe beantworten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Selbstbestimmung und Lebensbewältigung

1.1. Selbstbestimmt leben

1.1.1. Extrakt

1.2. Zur Notwendigkeit einer eigenen Begriffsbestimmung

1.3. Zur Lebenslage und Lebensbewältigung

2. Empirische Studie

2.1. Stakeholder

2.1.1. Betreute Wohnformen

2.1.2. Mitarbeitende

2.2. Lebensbewältigungskompetenz erfassen

2.3. Methodologische Überlegungen und methodische Aspekte

2.4. Zum Forschungsdesign

2.4.1. Forschungsethische Überlegungen

2.4.2. Untersuchungsart

2.4.3. Grundgesamtheit

2.4.4. Das Erhebungsinstrument

2.4.5. Methodik

2.5. Erhebung

2.5.1. Teilnehmende

2.5.2. Vergleichsgruppe

2.6. Ergebnisse

2.6.1. Wertesummen

2.6.2. Werteverteilung

2.6.3. Übersichtskarte zur Lebensbewältigungskompetenz

2.6.4. Werte-Nachbarschaften

2.6.5. Rangfolgen

2.6.6. Qualitative Anteile

2.6.7. Response-Rate

2.6.8. Non-Response

2.7. Interpretation der Ergebnisse

2.7.1. Lebensbewältigungskompetenzen im Lebensalltag

3. Diskussion der Ergebnisse

3.1. Zur Güte der Erhebung

3.2. Selbstbestimmung stärken

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert Einflussfaktoren auf die Lebensbewältigungskompetenz von erwachsenen Menschen mit Behinderungen im Kontext stationärer und ambulanter Wohnformen. Ziel ist es, subjektive Sichtweisen dieser Personen systematisch mittels einer eigenentwickelten Methodik zu erfassen, um Anhaltspunkte für eine gelingendere Lebensgestaltung durch professionelle Assistenz zu gewinnen.

  • Erfassung der Lebensbewältigungskompetenz durch subjektive Indikatoren
  • Analyse des Einflusses von Selbstbestimmung auf die Lebensumstände
  • Vergleich von Lebensbewältigungsstrategien zwischen Klienten und Mitarbeitenden als Vergleichsgruppe
  • Kritische Diskussion zur Weiterentwicklung personenzentrierter Forschungsmethoden

Auszug aus dem Buch

Methodik

Im Sinne einer möglichst störungsfreien und beeinflussungsmindernden Teilnahme empfiehlt sich eine ruhige Atmosphäre nach Wahl der TN als 2-Personen-Konstallation in einer face-to-face Situation. Nach einer einführenden Erläuterung nutzen die TN, sofern gewünscht und möglich, den bereitgestellten Tablet-PC selbständig, um ihre Selbstauskünfte mittels computergestützter Erfassung abzugeben. Dies bietet mehrere Vorteile. So kann ua. durch Programmierung sichergestellt werden, dass nur Angaben innerhalb eines Gültigkeitsbereichs erfasst werden (zB. nur Ganzzahlen) (Häder 2015, 192), und das Risiko fehlerbehafteter Digitalisierungen zwecks computerunterstützter Auswertung und Analyse kann auf ein Minimum reduziert werden.

Parallel dazu füllt die Forschungsleitung (LT) den entsprechenden Fragebogen in Papierform aus. Diese zusätzliche, handschriftliche Erfassung dient der Datensicherheit, um bspw. einem drohenden Datenverlust im Falle beschädigter technischer Ausrüstung vorzubeugen, und kann bei der späteren Datenkontrolle von Nutzen sein, bspw. zum Vergleich softwareseitig vorliegender Urteilsabgaben und im Papierbogen vermerkter mündlicher Äußerungen. Als dritter Zweig einer simultanen Mehfacherfassung kommt bei Einverständnis der/des betreffenden TN eine Audio- oder auch audiovisuelle Aufzeichnung zur Anwendung. Die Vertraulichkeit des erhobenen, sensiblen Datenmaterials bleibt durch die gewissenhafte Beachtung datenschutzrechtlicher Implikationen zu jeder Zeit gewahrt.

Durch die simultane dreifache Datenerfassung – 1. computergestützt (offline lokal gespeichert) durch die TN (auf Wunsch oder bei Bedarf assistiert durch die LT), 2. handschriftlich per Erfassungsbogen durch die LT und 3. per Audio- bzw. audio-visueller Aufzeichnung – können Fehlerfassungen dezimiert (bspw. durch Nachtrag oder Korrektur) und Datenqualität und -dichte insgesamt erhöht werden. So können aufgetretene Dichtonomien in der computergestützten und der handschriftlichen Erfassung mithilfe der ausgewerteten audio-visuellen Aufzeichnung aufgelöst werden. Während der Erhebung wegen Unverständlichkeit übersprungener Items können uU. durch eine späterer Auswertung der audio-visuellen Aufzeichnung erfolgreich nachgetragen werden.

Darüber hinaus enthalten die audio-visuellen Aufzeichnungen Äußerungen und Regungen der TN, auch vor und nach der Erfassung via Fragebogen, die als wertvolle Zusatzinformationen in die spätere Dateninterpration einfließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Selbstbestimmung und Lebensbewältigung: Theoretische Herleitung und Begriffsbestimmung von Selbstbestimmung sowie Lebensbewältigung im Kontext von Behinderung und Eingliederungshilfe.

2. Empirische Studie: Darstellung des Stakeholder-Konzepts, des Forschungsdesigns, der Datenerhebung sowie der Analyseergebnisse der Befragung.

3. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Erhebungsgüte, Validität und Reliabilität der Daten sowie Diskussion der zentralen Erkenntnisse zur Selbstbestimmung.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung des Bundesteilhabegesetzes und Perspektiven für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmung, Lebensbewältigungskompetenz, Eingliederungshilfe, Wohnformen, Menschen mit Behinderung, Personenzentrierte Forschung, Lebensqualität, Sozialpsychologie, Quantitative Sozialforschung, Qualitative Sozialforschung, Willensbildungskompetenz, Entscheidungskompetenz, Dependenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit Behinderungen, die in betreuten Wohnformen leben, ihre eigene Lebensbewältigungskompetenz einschätzen und welchen Einfluss Selbstbestimmung auf ihre Lebensumstände nimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Willensbildung, der Entscheidungskompetenz, der adaptiven Bewältigung von Alltagslagen sowie der Wahrnehmung externer fördernder oder behindernder Einflüsse durch die betroffenen Klienten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, subjektive Wahrnehmungen von Menschen mit Behinderung systematisch zu erfassen, um Gelingensfaktoren für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine standardisierte, teils computergestützte Befragung mit 56 subjektiven Indikatoren, kombiniert mit qualitativen Elementen, um ein möglichst präzises Abbild der Kompetenzen der Teilnehmenden zu erhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der empirischen Erfassung, der Analyse von Wertesummen, der Erstellung von Übersichtskarten zur Lebensbewältigung sowie der Interpretation der Ergebnisse unter Einbeziehung einer Vergleichsgruppe aus Mitarbeitenden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschungsarbeit?

Begriffe wie Selbstbestimmung, Lebensbewältigungskompetenz, personenzentrierte Forschung und Dependenzverhältnisse prägen die wissenschaftliche Auseinandersetzung in dieser Arbeit.

Wie unterscheidet sich die Lebensbewältigung zwischen stationären und ambulanten Wohnformen?

Die Ergebnisse zeigen, dass Klienten in ambulant betreuten Wohnformen (KABW) insgesamt höhere Wertesummen erzielen als die Teilnehmenden in stationären Einrichtungen (KSWH), was auf ein höheres subjektives Erleben von Selbstbestimmung hindeutet.

Warum ist die Mitarbeitenden-Vergleichsgruppe für die Interpretation wichtig?

Die Vergleichsgruppe erlaubt es, Diskrepanzen in der Wahrnehmung von Handlungsspielräumen aufzuzeigen und verdeutlicht, wie stark sich das Erleben persönlicher Autonomie in Abhängigkeit von institutionellen Settings unterscheidet.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin zur Rolle von Fachkräften?

Die Autorin betont, dass die professionelle Haltung der Fachkräfte eine der stärksten Einflussquellen auf das Selbstbild der Klienten darstellt und empfiehlt, den Fokus von rein strukturellen Maßnahmen hin zur gezielten Kompetenzstärkung zu verschieben.

Ende der Leseprobe aus 97 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Selbstbestimmung stärken. Einflussfaktoren auf die Lebensbewältigungskompetenz von Menschen mit Behinderungen
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln  (Angewandte Sozialwissenschaft)
Note
1,5
Autor
Viktoria Goebels (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
97
Katalognummer
V1267180
ISBN (eBook)
9783346740878
ISBN (Buch)
9783346740885
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebensbewältigung Selbstbestimmung Behinderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Viktoria Goebels (Autor:in), 2016, Selbstbestimmung stärken. Einflussfaktoren auf die Lebensbewältigungskompetenz von Menschen mit Behinderungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267180
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  97  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum