Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch. Theoriebildung, Konzept und kritische Würdigung

Title: Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch. Theoriebildung, Konzept und kritische Würdigung

Term Paper , 2021 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Hausarbeit soll eine Theorie der Sozialen Arbeit dargestellt und kritisch betrachtet werden. Dementsprechend konzentriert sich die Arbeit auf das Thema Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch, welches in den 70er-Jahren entwickelt wurde und damit einen Paradigmenwechsel in der Sozialen Arbeit einleitete.

Der Begriff der Lebensweltorientierung spielt in der Sozialen Arbeit eine große Rolle, da das Konzept in verschiedenen Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit eine Orientierung gibt und somit eine Perspektive einnimmt, die an den subjektiven Sichtweisen, Bedürfnissen und Möglichkeiten der Adressat*innen anknüpfen.

Zu Beginn stellt die Hausarbeit die formulierte Theorie der Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch dar, welche mit der Lebensweltorientierung eng in Zusammenhang steht. Im darauffolgenden Kapitel werden wesentliche Aspekte bezüglich des Konzepts der Lebensweltorientierung beleuchtet. Auf dieser Grundlage wird im dritten Kapitel ein Praxisbezug in dem Arbeitsfeld Psychiatrie hergeleitet, um die Rolle der Sozialen Arbeit zu verdeutlichen. Abschließend wird eine fachlich-kritische Würdigung zu dieser Theorie erstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoriebildung von Sozialer Arbeit nach Hans Thiersch

2.1 Die Lebenswelt sozialpädagogischer Adressat*innen

2.2 Die gesellschaftliche Funktion der Sozialen Arbeit

2.3 Die Institutionalisierung der Sozialen Arbeit

2.4 Die Sozialpädagogische Handlungskompetenz

2.5 Der Wissenschaftscharakter der Sozialen Arbeit

3. Das Konzept der Lebensweltorientierung

3.1 Traditionslinien der Lebensweltorientierung

3.2 Die Rekonstruktion der Lebenswelt

3.3 Dimensionen Lebensweltorientierter Sozialer Arbeit

3.4 Struktur- und Handlungsmaxime Lebensweltorientierter Sozialer Arbeit

4. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit in der Psychiatrie

5. Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das theoretische Konzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch zu erläutern, kritisch zu reflektieren und anhand des Praxisfeldes der Psychiatrie zu veranschaulichen, um die Bedeutung für das professionelle Handeln zu verdeutlichen.

  • Grundlagen der Theoriebildung nach Hans Thiersch
  • Die Bedeutung und Rekonstruktion der lebensweltlichen Alltagsbewältigung
  • Dimensionen und Handlungsmaximen lebensweltorientierter Sozialer Arbeit
  • Anwendung des Konzepts im Kontext der psychiatrischen Versorgung
  • Kritische Analyse der Umsetzbarkeit und bestehender theoretischer Widersprüche

Auszug aus dem Buch

3.1 Traditionslinien der Lebensweltorientierung

Das Konzept der Lebensweltorientierten Sozialen Arbeit fokussiert sich an der alltägliche Lebenswelt des einzelnen Individuums. Dabei basiert sich die professionelle Haltung eines Sozialarbeitenden nicht nur auf persönlichen Überzeugungen und praktischer Erfahrungen, sondern auch auf theoretischem Wissen (vgl. Schwarzer 2018: o.S.) Daraus abgeleitet versteht sich das Konzept der Lebensweltorientierung als ein theoretisches Konzept, dass sich auf folgenden vier Wissenschaftskonzepten aufbaut (vgl. Grunwald/Thiersch 2016: 28f.).

Eingangs ist die Lebensweltorientierung durch die hermeneutische-pragmatische Erziehungswissenschaft geprägt. Im Zentrum steht das Verstehen der alltäglichen Praxis und die darauf bezogenen Handeln, d.h. die Alltagsstrukturen und die individuell interpretierte Welt der Klient*innen sollen nachvollzogen werden, so dass die Alltagsbewältigung der einzelnen Individuen besser zu verstehen ist. Demzufolge ist die Rekonstruktion des Alltags- und Praxiswissens unumgänglich, um Methoden des „höheren Verstehens“ entwickeln zu können. (vgl. Thiersch et al. 2012: 182) So wird „eine kritische Distanz zu der aufzuklärenden Alltagspraxis hergestellt, ohne die Perspektive des Alltags und das Handeln im Alltag abzuwerten.“ (ebd.)

Das phänomenologisch-interaktionistische Paradigma wird durch die Lebenswirklichkeit und Handlungsmuster eines Menschen rekonstruiert. Die Traditionslinie geht davon aus, dass der Alltag sowohl die Wirklichkeit für die Menschen darstellt als auch bestimmend für deren Lebenswelt ist. (vgl. ebd.: 183) Demnach ist die alltägliche Lebenswelt „durch die erlebte Zeit, den erlebten Raum und die erlebten sozialen Bezüge“ (ebd.) strukturiert und wird entsprechend zwischen pragmatisch Relevantem und nicht Relevantem unterteilt. Interpretationen und Handlungen bündeln zu Alltagswissen und Routinen. Die Rekonstruktion der alltäglichen Lebenswelt betrachtet den Menschen nicht nur als Repräsentant der Gesellschaft, sondern erlaubt es ihnen auch in ihren alltäglichen Verhältnissen zu sehen, von denen sie gleichzeitig geprägt, aber auch aktiv mitbestimmen und mitgestalten können. (vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch ein, erläutert die persönliche Motivation der Autorin und skizziert den Aufbau der Hausarbeit.

2. Theoriebildung von Sozialer Arbeit nach Hans Thiersch: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen einschließlich der Lebenswelt der Adressaten, gesellschaftlicher Funktionen, Institutionalisierungsfragen sowie des Wissenschaftscharakters.

3. Das Konzept der Lebensweltorientierung: Es werden die theoretischen Traditionslinien, Ansätze zur Rekonstruktion der Lebenswelt sowie die zentralen Dimensionen und Struktur- und Handlungsmaximen detailliert beschrieben.

4. Lebensweltorientierte Soziale Arbeit in der Psychiatrie: Das Kapitel überträgt die Theorie auf den psychiatrischen Kontext, wobei die Bedeutung von Alltagsstrukturierung und Beziehungsarbeit für psychisch kranke Menschen im Vordergrund steht.

5. Kritische Würdigung: Abschließend erfolgt eine kritische Reflexion des Konzepts, wobei insbesondere Widersprüche zwischen theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung sowie die Rolle der Fachkraft diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Soziale Arbeit, Alltagsbewältigung, Sozialpädagogik, Psychiatrie, Empowerment, Handlungsmaximen, Reflexion, Klientin, Adressat, Praxis, Handlungswissenschaft, Strukturierung, Soziale Probleme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch und untersucht deren Relevanz und Anwendungsmöglichkeit in der Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Lebensweltorientierung, deren Handlungsmaximen, die Bedeutung der Alltagsbewältigung sowie die Anwendung dieser Prinzipien im psychosozialen Bereich, speziell in der Psychiatrie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Konzept umfassend darzustellen, verständlich zu machen und durch eine kritische Würdigung dessen Stärken und Herausforderungen in der praktischen Anwendung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert, um die Theorie zu rekonstruieren und eine kritische Diskussion zu führen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Theoriebildung bei Thiersch, die Erläuterung der Konzeptmerkmale (Dimensionen/Maximen) und die spezifische Übertragung auf das Arbeitsfeld Psychiatrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lebensweltorientierung, Alltag, Handlungswissenschaft, Empowerment, soziale Dimensionen und die professionelle Reflexion in der psychiatrischen Praxis.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem "gelungenen" und dem "gelingenderen" Alltag so wichtig?

Dieser Aspekt verdeutlicht den realistischen Anspruch der Sozialen Arbeit: Statt eines idealisierten Erfolgs ("gelungen") steht die unterstützende Begleitung des Menschen bei der Bewältigung seines individuellen Alltags im Vordergrund.

Welchen Widerspruch thematisiert die kritische Würdigung?

Der Widerspruch liegt in der doppelten Anforderung, einerseits eine kritisch-reflexive Distanz zum Handeln zu wahren und andererseits unmittelbar praxisrelevante Vorgaben für den Arbeitsalltag liefern zu müssen, was in der Praxis oft zu Herausforderungen führt.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch. Theoriebildung, Konzept und kritische Würdigung
College
University of Applied Sciences Emden/Leer
Course
Theorien II
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
14
Catalog Number
V1267402
ISBN (PDF)
9783346712639
ISBN (Book)
9783346712646
Language
German
Tags
Hans Thiersch Lebensweltorientierung Soziale Arbeit Theorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Lebensweltorientierung in der Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch. Theoriebildung, Konzept und kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267402
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint