Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Geschäftsprozess Forderungskauf im Inkassounternehmen. Dieser wurde anhand einer EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette) analysiert. Erst werden die Begriffe der EPK sowie der Begriff des Geschäftsprozessmanagement erklärt. Folgend schließt das zweite Kapitel mit einer skeptischen Begutachtung auf die EPK-Methode ab.
Das dritte Kapitel befasst sich mit den Symboliken der EPK sowie der Beschreibung und der grafischen Darstellung des Geschäftsprozesses. Anhand der Prozessbeschreibung werden im vierten Kapitel die Schwachstellen erörtert, benannt und deren Bedeutungen auf den Geschäftsprozess angesprochen. Sodann wurden entsprechende Optimierungen entwickelt um eine Verbesserung des Geschäftsprozess herbeizuführen.
Trotz der Krise in der Wirtschaft in den Jahren 2009 bis 2011 war kein Rückgang der Investitionen in das Geschäftsprozessmanagement zu verzeichnen. Allein diese Tatsache zeigt in den Unternehmen die hohe Bedeutung vom Geschäftsprozessmanagement.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Zielbeschreibung und Aufbau
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Aufbau und Herkunft der EPK
2.2 Kritische Methodenbetrachtung der EPK
3. Prozessanalyse - IST-Analyse
3.1 Erklärung und grafische Darstellung des Geschäftsprozesses
4. Prozessanalyse - SOLL-Analyse
4.1 Analyse der Schwachstellen
4.1.1 Doppelarbeiten
4.1.2 Organisationsübergänge
4.1.3 fehlende Automatisierung
4.2 erarbeitete Optimierungen
4.2.1 Parallelisierung
4.2.2 Quality-Level-Agreement
4.2.3 Erhöhung des Automatisierungsgrades
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist die Optimierung des Geschäftsprozesses "Forderungskauf" in Inkassounternehmen. Dabei wird der bestehende IST-Zustand mittels der EPK-Methode analysiert, um Schwachstellen zu identifizieren, die anschließend durch gezielte prozessuale und technologische Anpassungen wie Parallelisierungen und Automatisierungen behoben werden sollen.
- Geschäftsprozessmanagement und Modellierung
- Ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) als Analysemethode
- IST-Analyse und Identifikation von Schwachstellen
- Optimierung von Prozessabläufen (SOLL-Konzept)
- Einsatz von Automatisierung und Qualitätsmanagement
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Doppelarbeiten
Hinsichtlich der Effizienz von Geschäftsprozessen, bilden überflüssige Doppelarbeiten eine der kostenintensivsten Schwachstellen. In der Realität werden diese leider nur all zu selten erkannt und entsprechend gelöst. Tödtmann beschreibt 2006 im Artikel "Zeitverschwendung als Programm" diese Doppelarbeiten als verschwendete Zeit. Dazu nennt er folgendes Beispiel: Der Konzernchef von Daimler-Chrysler hat in deren Arbeitsabläufen die Schwachstellen der Doppelarbeit erkannt und dazu allein in Deutschland in einem Jahr 3200 Stellen gestrichen. Weltweit erstreckte sich die Zahl der gestrichenen Stellen auf sogar 6000 Stellen. Diese gestrichenen Stellen befanden sich ausschließlich in der Verwaltung und im Management.
Aus der Quintessenz von diesen Artikel lässt sich klar erkennen, dass Doppelarbeiten so schnell wie möglich erkannt und auch eliminiert werden müssen.
Diese Doppelarbeiten finden sich auch im beschriebenen und modellierten Geschäftsprozess wieder. Denn hier wird das Kaufangebot sprich der Konditionsvertrag vom Customer Relationship Management sowie von der Finanzabteilung geprüft. Dies bedeutet, dass es nur zu einer Verlängerung des Geschäftsprozesses führt und damit ist automatisch eine ineffizient mithergehend. Das die Fehleranfälligkeit dabei ebenfalls erhöht wird, ist durchaus nennenswert.
Zusammenfassend kann genannt werden, dass bei steigendem Personaleinsatz, die Dauer und die Ineffizienz des Geschäftsprozesses erhöht wird und damit auch die Fehleranfälligkeit steigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Geschäftsprozessmodellierung im Finanzsektor und Darlegung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
1.1 Zielbeschreibung und Aufbau: Dokumentation des methodischen Vorgehens für die Darstellung des Geschäftsprozesses und die anschließende Analyse sowie Optimierung.
2. Begriffsdefinitionen: Definition der für die Arbeit relevanten Begriffe und Konzepte unter Einbeziehung der EPK.
2.1 Aufbau und Herkunft der EPK: Erläuterung der Entstehung und der grundlegenden Struktur der ereignisgesteuerten Prozesskette.
2.2 Kritische Methodenbetrachtung der EPK: Untersuchung der Vorteile und Nachteile der EPK-Modellierungsmethode in der praktischen Anwendung.
3. Prozessanalyse - IST-Analyse: Durchführung einer IST-Analyse zur Erfassung des aktuellen Geschäftsprozessablaufs.
3.1 Erklärung und grafische Darstellung des Geschäftsprozesses: Konkrete Beschreibung und Visualisierung des Ablaufs beim Forderungskauf der Collectia GmbH.
4. Prozessanalyse - SOLL-Analyse: Beschreibung des gewünschten SOLL-Zustandes nach der vorangegangenen IST-Analyse.
4.1 Analyse der Schwachstellen: Identifikation und Dokumentation von ineffizienten Stellen im untersuchten Prozess.
4.1.1 Doppelarbeiten: Untersuchung der Auswirkungen redundanter Arbeitsschritte auf Effizienz und Fehleranfälligkeit.
4.1.2 Organisationsübergänge: Analyse der Probleme, die bei Wechseln von Zuständigkeiten im Prozess entstehen.
4.1.3 fehlende Automatisierung: Bewertung der Ineffizienzen durch manuelle Prozessschritte.
4.2 erarbeitete Optimierungen: Vorstellung der entwickelten Lösungsansätze zur Prozessverbesserung.
4.2.1 Parallelisierung: Optimierung durch zeitgleiche Bearbeitung von Aufgaben zur Verkürzung der Durchlaufzeit.
4.2.2 Quality-Level-Agreement: Einsatz von Qualitätsvorgaben zur Vereinheitlichung der Prozessprüfung.
4.2.3 Erhöhung des Automatisierungsgrades: Reduktion manueller Aufwände durch technologische Unterstützung im Prozess.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit kontinuierlicher Prozesspflege.
Schlüsselwörter
Geschäftsprozessmanagement, EPK, Forderungskauf, Prozessoptimierung, IST-Analyse, SOLL-Analyse, Schwachstellenanalyse, Doppelarbeiten, Automatisierung, Prozessmodellierung, Qualitätsmanagement, Durchlaufzeit, Effizienz, Prozesspflege, Finanzdienstleistung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Optimierung des Geschäftsprozesses "Forderungskauf" in einem Inkassounternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Geschäftsprozessmanagement, der Anwendung der EPK-Modellierungsmethode, der Schwachstellenidentifikation und der Entwicklung effizienter SOLL-Prozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Primäres Ziel ist es, ineffiziente Abläufe im Forderungskauf zu identifizieren und durch prozessuale sowie technologische Optimierungen die Durchlaufzeiten und Fehlerquoten zu senken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode der ereignisgesteuerten Prozesskette (EPK) zur Visualisierung und Analyse der Geschäftsprozesse eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die IST-Analyse des bestehenden Prozesses, die Identifikation von Schwachstellen (wie Doppelarbeiten und fehlende Automatisierung) und die Ausarbeitung konkreter Optimierungsmaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Geschäftsprozessmanagement, EPK, Forderungskauf, Prozessoptimierung und Automatisierung.
Warum spielt die EPK-Methode eine zentrale Rolle im Dokument?
Die EPK dient als grundlegendes Werkzeug, um komplexe betriebliche Abläufe grafisch verständlich darzustellen und somit eine methodische Basis für die Analyse zu schaffen.
Welche konkreten Optimierungen werden in Bezug auf den Forderungskauf vorgeschlagen?
Vorgeschlagen werden die Parallelisierung von Prüfungsvorgängen, die Implementierung von Quality-Level-Agreements zur Standardisierung sowie die Erhöhung des Automatisierungsgrades bei der Bearbeitung der Unterlagen.
Was ist das Problem bei den aktuellen Organisationsübergängen?
Wechsel von Zuständigkeiten zwischen Abteilungen führen oft zu Informationsverlusten oder Missverständnissen, was die Durchlaufzeiten des Prozesses unnötig verlängert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Der Forderungskauf im Inkassounternehmen als Geschäftsprozess. Modellierung und Darstellung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267486