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Das Verhältnis von Ich und Du sowie Ich und Welt in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie

Title: Das Verhältnis von Ich und Du sowie Ich und Welt in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie

Essay , 2022 , 10 Pages

Autor:in: Nico Hartlich (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Der Essay setzt sich mit der Bildungstheorie von Wilhelm von Humboldt auseinander. Zunächst wird das Bildungsverständnis kurz skizziert. Anschließend wird das Verhältnis von Ich und Du erläutert, welches vor allem in der Ideenschrift zur Wirksamkeit der Grenzen des Staates (1792) zum Ausdruck kommt.

Danach wird auf das Verhältnis von Ich und Welt auf Basis einiger Textauszüge aus dem Werk "Theorie der Bildung des Menschen" sowie "Über den Geist der Menschheit", eingegangen. Ergänzt werden die Ausführungen nach von Humboldt durch zwei Literaturen nach Koerrenz et al. (2017) sowie Dörpinghaus und Uphoff (2015), die sich in ihren Texten ebenfalls dem Humboldt’schen Bildungsideal widmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Eine grobe Skizzierung des Bildungsverständnis nach Wilhelm von Humboldt

2. Das Verhältnis von Ich und Du

3. Das Verhältnis von Ich und Welt

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bildungsverständnis Wilhelm von Humboldts mit dem zentralen Fokus auf der theoretischen Grundlegung, dass sich Bildungsprozesse essenziell im Wechselspiel zwischen dem Individuum (Ich) und seinem Gegenüber (Du) sowie der Welt außerhalb des Individuums vollziehen.

  • Bildungskonzept der individuellen Selbstbestimmung und Veredelung
  • Bedeutung von Freiheit und Mannigfaltigkeit für Bildungsprozesse
  • Analyse des Verhältnisses zwischen Ich und Du als charakterbildende Verbindung
  • Wechselwirkung zwischen Ich und Welt als notwendiger Bildungsprozess
  • Kritische Reflexion der Nicht-Mechanisierbarkeit von Bildung

Auszug aus dem Buch

2. Das Verhältnis von Ich und Du

In Humboldts Ideenschrift tauchen erste bildungstheoretische Deutungen auf das Verhältnis von Ich und Du, als Grundlage von Bildungsprozessen auf. Zurückzuführen ist dies vor allem durch seine Beziehung zu seiner Ehefrau Caroline von Humboldt (geb. von Dacheröden). Beide führten eine Ehe, die vor allem davon lebte, dass sich beide durch ihren intellektuellen Wissenssinn gegenseitig bereicherten und sich genug waren. Deshalb stützt sich von Humboldt in seinen Ausführungen auf die Verbindung der beiden Geschlechter.

„Durch Verbindungen also, die aus dem Innren der Wesen entspringen, muss einer den Reichthum des andren sich eigen machen. Eine solche charakterbildende Verbindung ist, nach Erfahrung aller auch sogar der rohesten Nationen, z.B. die Verbindung der beiden Geschlechter“ (von Humboldt 1792, S. 65, Hervorhebung NH).

Auch wenn Humboldt hier konkret über die Verbindung der beiden Geschlechter spricht, kann davon ausgegangen werden, dass Humboldt nicht ausschließlich die Verbindung zwischen Mann und Frau meint, sondern die Verbindung zwischen Menschen unabhängig von Geschlecht, beruflichem Status oder auch nationaler Herkunft. Von Humboldt deutet an, dass das einzelne Individuum immer auf ein anderes/andere Individuum/Individuen angewiesen ist, damit sich das Wissen und die Erkenntnisse stets erweitern. Individuen profitieren gegenseitig vom Erzählten, vom Erlebten und vom Wissen, dass sie gegenseitig kommunizieren und an den:die andere:n herantragen. Dabei muss, so wie von Humboldt es formuliert, die Selbstständigkeit der Individuen aufrechterhalten werden, während sich die Individuen mit ihrem inneren Wesen verbinden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Essay führt in den Bildungsbegriff bei Humboldt ein und skizziert die theoretische Annahme der Wechselwirkung zwischen Ich, Du und Welt.

1. Eine grobe Skizzierung des Bildungsverständnis nach Wilhelm von Humboldt: Es wird dargelegt, dass Bildung kein geschlossener Prozess, sondern eine entwicklungsoffene Selbstbestimmung ist, die Freiheit und Mannigfaltigkeit voraussetzt.

2. Das Verhältnis von Ich und Du: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung zwischenmenschlicher Verbindungen für die Erweiterung des eigenen Wissens und die charakterliche Entwicklung unter Bewahrung der Selbstständigkeit.

3. Das Verhältnis von Ich und Welt: Es wird erläutert, wie das Individuum durch die Auseinandersetzung mit der Welt außerhalb seiner selbst wächst und warum Bildung einen ständigen, nicht-institutionell begrenzten Prozess darstellt.

Fazit: Das Abschlusskapitel resümiert, dass Bildung nicht mechanisch generierbar ist und Humboldt damit eine zutiefst subjektive, nicht empirisch messbare Vorstellung von menschlicher Veredelung verfolgt.

Schlüsselwörter

Wilhelm von Humboldt, Bildungstheorie, Selbstbestimmung, Bildungsprozess, Ich und Du, Ich und Welt, Freiheit, Mannigfaltigkeit, Menschwerdung, Wechselwirkung, Veredelung, Selbstständigkeit, Empfänglichkeit, Charakterbildung, Pädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Bildungsverständnis Wilhelm von Humboldts und wie sich Bildung durch die Interaktion mit Mitmenschen und der Welt entwickelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Beziehung zwischen Ich und Du sowie die Auseinandersetzung des Ichs mit der Welt, jeweils eingebettet in Humboldts Ideal der menschlichen Veredelung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Bildung nach Humboldt ein hochgradig individueller und entwicklungsoffener Prozess ist, der auf Freiheit und der aktiven Auseinandersetzung mit der Außenwelt basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Literaturanalyse, indem er zentrale Schriften Humboldts (u.a. zur Wirksamkeit des Staates) sowie moderne pädagogische Fachliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Skizzierung des allgemeinen Humboldt'schen Bildungsverständnisses sowie die differenzierte Betrachtung der sozialen Komponente (Ich und Du) und der Weltbegegnung (Ich und Welt).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Selbstbestimmung", "Wechselwirkung", "Mannigfaltigkeit" und "Veredelung".

Wie unterscheidet sich Humboldts Bildungsbegriff von einer industriellen Ausbildung?

Humboldt betont, dass Bildung kein „mechanischer“ Prozess ist, bei dem am Ende ein vorhersagbares Produkt entsteht, sondern eine offene Entwicklung, die nicht von außen erzwungen werden kann.

Warum ist die „Mannigfaltigkeit“ für Humboldt so wichtig?

Damit der Mensch sich nicht einseitig oder nur „einförmig“ entwickelt, benötigt er laut Humboldt mannigfaltige Situationen und Gelegenheiten, um seine vollen Kräfte entfalten zu können.

Was bedeutet das „sich fremd werden“ im Kontext der Bildung?

In die Welt hinauszutreten bedeutet für Humboldt, sich ein Stück weit von sich selbst zu distanzieren, um durch das Erlebte und die anschließende Reflexion eine Rückkehr aus dieser Entfremdung mit erweitertem Erkenntnisgewinn zu vollziehen.

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Details

Title
Das Verhältnis von Ich und Du sowie Ich und Welt in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie
College
University of Münster  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Wilhelm von Humboldt - Bildungstheorie und Bildungsreform
Author
Nico Hartlich (Author)
Publication Year
2022
Pages
10
Catalog Number
V1267631
ISBN (PDF)
9783346708717
Language
German
Tags
Humboldt Bildungstheorie Bildungsreform Bildungsverständnis Ich und Welt Ich und Du Bildungserfahrungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nico Hartlich (Author), 2022, Das Verhältnis von Ich und Du sowie Ich und Welt in Wilhelm von Humboldts Bildungstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267631
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