Diese Arbeit soll sich mit der Frage beschäftigen, wie und warum aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde. Hierfür wird die Außenpolitik der drei Akteure: Antiochus III., Rom und Griechenland, von den Anfängen des Kalten Krieges bis zur Landung des Antiochos in Pteleon 192, untersucht. Griechenland ist in diesem Zusammenhang nicht als ein einzelner Akteur zu verstehen, sondern vielmehr als eine Region – mit einer Vielzahl multipolarer Akteure – in der die Interessenssphären von Rom und Antiochus III. direkt aufeinandertrafen.
Während die Römer noch mit Philipp V. – im Zweiten Makedonisch-Römischen Krieg – beschäftigt waren, setzte der Seleukidenkönig 196 v. Chr. nach Europa über und eroberte Thrakien, ließ Lysimacheia wiederaufbauen und setzte seinen Sohn als Vizekönig ein. Somit agierten die zwei verbleibenden mediterranen Supermächte erstmals in unmittelbarer Nähe. Die folgenden Jahre werden in der Forschung als „Kalter Krieg“ bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Antiochos III. und Rom
- 2.1. Antiochos III. und seine Auffassung von der Außenpolitik Roms
- 2.2. Roms Wahrnehmung von der Außenpolitik des Antiochos III
- 2.3. Griechenland - Kriegsschauplatz oder handelnder Akteur?
- 3. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie und warum aus dem „Kalten Krieg“ zwischen Rom und Antiochos III. ein heißer Krieg wurde. Hierfür wird die Außenpolitik der drei Akteure – Antiochos III., Rom und Griechenland – von den Anfängen des Kalten Krieges bis zur Landung des Antiochos in Pteleon 192 untersucht. Griechenland wird dabei nicht als ein einzelner Akteur verstanden, sondern als eine Region mit multipolarer Akteursvielfalt, in der sich die Interessenssphären von Rom und Antiochos III. direkt überschnitten.
- Die Entstehung des „Kalten Krieges“ zwischen Rom und Antiochos III.
- Die außenpolitischen Ziele und Strategien von Antiochos III.
- Roms Wahrnehmung von Antiochos III. und seine Reaktion auf dessen Expansionspolitik
- Die Rolle Griechenlands als Kriegsschauplatz und handelnder Akteur
- Die Eskalation des Konflikts zum „Heißem Krieg“
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen Rom und Antiochos III. zu Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr. und stellt die Forschungsfrage nach der Eskalation des Konflikts. Das zweite Kapitel analysiert die Außenpolitik von Antiochos III. und Rom, wobei insbesondere die Wahrnehmung des jeweils anderen und die Rolle Griechenlands im Spannungsfeld der beiden Großmächte im Fokus stehen.
Schlüsselwörter
Antiochos III., Rom, Griechenland, Kalter Krieg, Heißer Krieg, Außenpolitik, Expansionspolitik, Interessenssphären, Seleukiden, Makedonisch-Römische Kriege, Pentarchie, Appian, Polybios, Livius.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Antiochos III.?
Er war ein bedeutender König des Seleukidenreiches, der versuchte, die alte Machtstellung seines Reiches in Asien und Europa wiederherzustellen.
Was versteht man unter dem „Kalten Krieg“ der Antike?
Die Phase zwischen 196 und 192 v. Chr., in der Rom und das Seleukidenreich diplomatisch rivalisierten, ohne dass es sofort zu militärischen Kämpfen kam.
Welche Rolle spielte Griechenland in diesem Konflikt?
Griechenland war der zentrale Schauplatz, auf dem die Interessen beider Supermächte direkt aufeinandertrafen und lokale Akteure versuchten, die Mächte gegeneinander auszuspielen.
Warum kam es zum „Heißen Krieg“?
Die Eskalation wurde durch gegenseitiges Misstrauen, Expansionsbestrebungen des Antiochos in Europa und das Hilfegesuch griechischer Verbündeter an Rom ausgelöst.
Was passierte 192 v. Chr. in Pteleon?
Mit der Landung des Antiochos in Pteleon begann die direkte militärische Konfrontation mit Rom auf griechischem Boden.
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- Daniel Karl Schmitt (Author), 2019, Rom und Antiochos III. – Wie aus dem Kalten Krieg ein Heißer Krieg wurde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267883