Fast jeder Mensch wird sich im Laufe seines Lebens mit dem Sinn des eigenen Daseins auseinandersetzen. Diese Gefühle und Gedanken entwickeln sich häufig in Krisensituationen oder in Zeiten des Leids, wie beispielsweise beim Tod oder bei der Trennung von einem geliebten Menschen, bei Existenzängsten, einer unheilbaren Krankheit oder zunehmend auch durch das hohe Alter, das einen vereinsamen und überflüssig vorkommen lässt.
Wenn allerdings das gesamte Denken davon beherrscht wird und Dinge geplant oder gar ausgeführt werden, um das eigene Leben zu beenden, ist die Rede vom langtabuisierten Thema Suizidalität.
Mithilfe einer Literaturrecherche in der Hochschule Neubrandenburg wird im Folgenden ein kurzer Überblick über dieses Problemfeld, insbesondere dessen Ursachen, Formen und Behandlung, sowie auch epidemiologische Fakten aufgezeigt, um zu informieren und dadurch möglicherweise auch präventiv oder in einer Notlage richtig handeln zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition
1.1. vollendeter Suizid
1.2. Suizidversuch
1.3. Suizidgedanken
2. Epidemiologie
2.1. Häufigkeit von Suizidhandlungen
2.2. Risikofaktoren für Suizide und Suizidversuche
2.3. Suizidmethoden
3. Ursachen
3.1. Familiärer Einfluss
3.2. Imitation und Ansteckung
3.3. Psychische Störungen
4. Behandlung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Suizidalität und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern suizidales Verhalten als direkte Folge psychischer Erkrankungen zu verstehen ist oder welche weiteren psychosozialen Faktoren dabei eine Rolle spielen.
- Abgrenzung der Begriffe Suizid, Suizidversuch und Suizidgedanken
- Epidemiologische Analyse der Häufigkeitsverteilung und Risikofaktoren
- Einfluss familiärer Strukturen und medialer Vorbildwirkung
- Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Suizidalität
- Ansätze der therapeutischen Intervention und Behandlung
Auszug aus dem Buch
1. Definition
Eine eindeutige Definition von Suizidalität zu nennen ist schwierig umzusetzen, da dieser Begriff in unterschiedlichem Maße genutzt wird. Grenzfälle, wie beispielsweise „das Inkaufnehmen von Risiko oder das Handeln gegen ärztliche Vorschriften“ kann man nur schlecht einordnen. „Nach einer Definition des „Center for Studies of Suicid Prevention” (Ellis, 1988) sind drei Formen suizidalen Verhaltens zu unterscheiden:
Vollendeter Suizid
Suizidversuch und
Suizidgedanken.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition: Das Kapitel erläutert die terminologische Schwierigkeit, Suizidalität präzise zu fassen und differenziert zwischen vollendetem Suizid, Suizidversuch und Suizidgedanken.
2. Epidemiologie: Hier werden statistische Daten zur Häufigkeit, geschlechtsspezifische Unterschiede sowie verschiedene Risikofaktoren und gängige Suizidmethoden analysiert.
3. Ursachen: Dieses Kapitel beleuchtet psychosoziale und psychologische Hintergründe, darunter den familiären Einfluss, den sogenannten Werther-Effekt sowie die Relevanz psychischer Störungen.
4. Behandlung: Es werden kognitiv-behaviorale Ansätze sowie die Bedeutung der Einbeziehung des sozialen Umfelds für die Therapie von suizidgefährdeten Personen dargestellt.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Suizidalität ein komplexer Ausdruck von Verzweiflung ist, der immer ernst genommen werden muss, unabhängig von der zugrunde liegenden Diagnose.
Schlüsselwörter
Suizidalität, Suizid, Suizidversuch, Suizidgedanken, psychische Störung, Depression, Prävention, Werther-Effekt, Epidemiologie, Krisenintervention, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Behandlung, Risikofaktoren, Suizidmethode
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem hochsensiblen Thema der Suizidalität, definiert die verschiedenen Erscheinungsformen und analysiert Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition suizidalen Verhaltens, statistische Verbreitung, Einflussfaktoren wie psychische Erkrankungen und Medien sowie therapeutische Lösungsansätze.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Problemfeld der Suizidalität zu schaffen, um sowohl präventiv als auch im akuten Notfall informierter und angemessener handeln zu können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten aus wissenschaftlichen Quellen und offiziellen Statistiken.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinitionen, eine epidemiologische Betrachtung, die Analyse von Ursachen (familiär, medial, psychisch) und den Überblick über Behandlungsansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Schlagworten gehören Suizidalität, Depression, Prävention, Krisenintervention, epidemiologische Fakten und therapeutische Methoden.
Warum wird im Text zwischen "harten" und "weichen" Suizidmethoden unterschieden?
Diese Differenzierung dient der methodischen Einordnung, wobei jedoch im Text betont wird, dass die Grenzen in der Praxis oft fließend und situativ bedingt sind.
Welche Bedeutung hat der sogenannte "Werther-Effekt" in diesem Kontext?
Der Werther-Effekt beschreibt das Phänomen der Imitation und Ansteckung durch mediale Berichterstattung über Suizide, was besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu einer erhöhten Gefährdung führen kann.
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- Cathleen Schnell (Author), 2009, Lebensmüde - Suizidalität als Folge einer psychischen Krankheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126802