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Fremdes Essen aus soziologischer Sicht

Título: Fremdes Essen aus soziologischer Sicht

Trabajo Escrito , 2020 , 16 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Lukas Rosenstock (Autor)

Sociología - Otros
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Essen hat Einfluss auf das alltägliche Leben. So sollte es keine Überraschung sein, dass fremdes Essen in vielerlei Hinsicht ein entscheidender Faktor des sozialen Lebens sein kann. Dennoch ist die Darstellung von Zusammenhängen in relevanten Themen wie der Integration oft nur Symbolischer Natur. Das Bild des muslimischen Migranten, der eine Mantaplatte verzehrt und damit als Paradebeispiel gelungener Integration dient, dürfte jedem bekannt sein. Dabei bleiben jedoch einige Fragen offen. Zum Beispiel, was dies für seine individuelle Identität bedeutet, warum der Verzehr eines Gerichts gelungene Integration bedeuten kann, oder warum grade dieses Gericht als Symbol der deutschen Küche gewählt wurde, obwohl es doch in seine Einzelteile zerlegt gänzlich "undeutsch" ist? Dass ein Gericht, das aus einer amerikanischen Soße, mit fernöstlichen Gewürzen, und belgischer Beilage, als Flaggschiff deutscher Küche gilt, ist nicht nur ein Armutszeugnis, sondern wirft zudem auch einige Fragen auf. Zum Beispiel, was ein Nationalgericht überhaupt ausmacht, wie es ihren Status erreichen und was es für die Nation, aber auch andere Nationen bedeutet.

All dies lässt sich in der Frage zusammenfassen, welchen und wie viel Einfluss Essen und insbesondere fremdes Essen auf die Identität, die Kultur und die Gesellschaft hat. Ich werde versuchen diese Frage im Rahmen dieser Hausarbeit anhand empirischer Beispiele aus einschlägiger Literatur, soziologischen Theorien und Erklärungen betreffender sozialer Phänomenen, zu beantworten. Durch einen Mangel an Verfügbarkeit treffender empirischer Beispiele, werde ich in Teilen dieser Hausarbeit mikrosoziologische Themengebiete aufgreifen, die relevant erscheinen, sie genauer definieren und die Bedeutung des Essens subsumieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Fremdes Essen und Sozialisation

3.Akkulturation und Küche, Gastronomie und Integration

4.Küche und Kultur

5.Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von fremdem Essen auf soziale Prozesse wie die Identitätsbildung und die Integration von Migranten in einer neuen Gesellschaft. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern Ernährungsgewohnheiten als Anker oder Krisenbeschleuniger in der Sozialisation fungieren und wie sich nationale Identität über Gastronomie definiert.

  • Die Rolle von Ernährung bei der Sozialisation und Identitätsbildung von Individuen.
  • Dynamiken zwischen fremdem Essen, Akkulturation und gesellschaftlicher Integration.
  • Die symbolische und ökonomische Bedeutung der Gastronomie im Migrationskontext.
  • Die Konstruktion kultureller Identität durch nationale Küche und kulturelle Abgrenzung.

Auszug aus dem Buch

2.Fremdes Essen und Sozialisation

Die Sozialisation und die Identitätsbildung sind vielschichtige Prozesse, die von einigen inneren und äußeren Faktoren abhängig sind Einer dieser äußeren Faktoren dürfte die Ernährung sein. Da die Sozialisation und Identitätsbildung von Migranten komplexer ist, und von mehr etwaigen Krisen geprägt sein könnte, sollte auch die Ernährung einen übergeordneten, oder zumindest anderen, Einfluss haben. Im Folgenden werde ich die Facetten der Sozialisation und Identitätsbildung anhand verschiedener Theorien näher beleuchten und den Einfluss der Nahrung in diesem Kontext prüfen.

Da eine Umfassende Definition von Identität den Rahmen dieses Abschnitts sprengen würde, werde ich mich auf wenige Grundbegriffe stützen, die für den Sachverhalt relevant sind. Identität wird im Zuge der Sozialisation gebildet. Die Sozialisation ist ein nicht endender Prozess zur Bildung menschlicher Persönlichkeit. Sie lässt sich in mehrere Stufen unterteilen, die Primärsozialisation findet im Säuglings- und Kindesalter statt. (vgl. Reitmeier 2013:129) Hier werden, in erster Linie in der Interaktion mit der Familie, Werte, Normen und gesellschaftliche Erwartungen übermittelt. (vgl. ebd.:129) Da dieser Abschnitt der Sozialisation beinahe gänzlich von der Familie abhängig ist, ist die Position dieser im Sozialen Raum von hoher Bedeutung. (vgl. ebd.:129) Die Sekundärsozialisation baut auf die Primärsozialisation auf und findet in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen statt. (vgl. ebd: 163) Sozialisation setzt sich ebenfalls im Erwachsenenalter fort. Dadurch, dass sich Gesellschaft und gesellschaftliche Erwartungen in einem ständigen Wandel befinden, muss auch das Individuum einen internen Wandel fortsetzen und ist nach der erfolgten Sekundärsozialisation "kein 'fertiger' Mensch" . (ebd.: 227).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss von fremdem Essen auf die Identität und erläutert das methodische Vorgehen.

2.Fremdes Essen und Sozialisation: Es wird analysiert, wie soziale Prägungen in der Kindheit und im Erwachsenenalter durch Ernährung beeinflusst werden und welche Rolle Mahlzeiten in Krisensituationen spielen.

3.Akkulturation und Küche, Gastronomie und Integration: Dieses Kapitel betrachtet die soziologischen Aspekte der Integration und untersucht Gastronomie als ökonomischen Einstieg sowie als Ort kulturellen Austauschs.

4.Küche und Kultur: Hier wird das komplexe Verhältnis zwischen nationaler Küche und kultureller Identität sowie die symbolische Abgrenzung durch Geschmack aufgearbeitet.

5.Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass Ernährung ein zentraler, identitätsstiftender Faktor in den Prozessen der Sozialisation und Akkulturation ist.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Identitätsbildung, Migration, Akkulturation, Integration, Gastronomie, Identität, Fremdes Essen, kultureller Austausch, Ernährung, Mahlzeiten, kulturelle Identität, Geschmack, Gesellschaft, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologische Bedeutung von Essen und Gastronomie in Bezug auf die Prozesse der Sozialisation, der Identitätsbildung von Migranten sowie der gesellschaftlichen Integration.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung von Nahrung für die persönliche Identitätsentwicklung, die Rolle ausländischer Gastronomie bei der Integration und die symbolische Konstruktion "fremder" gegenüber "eigener" kulinarischer Kultur.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Essen auf die Identität und Kultur zu entschlüsseln und zu begründen, warum fremdes Essen in einer Gesellschaft sowohl zur Stabilität als auch zu sozialen Spannungen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf der theoretischen Analyse soziologischer Fachliteratur, wobei mikrosoziologische Konzepte genutzt werden, um soziale Phänomene des Essverhaltens zu erklären.

Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sozialisationsstufen, die soziologische Einordnung von Integration durch Gastronomie sowie die Analyse, wie nationale Küchen als Identitätskonstrukte fungieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialisation, Akkulturation, Identitätsbildung, Migration und kulturelle Identität.

Welche Bedeutung hat das Bild des "Ankers" im Kontext der Migration?

Der Anker dient als Metapher dafür, wie vertraute Gerichte aus der Heimat Migranten in schwierigen Phasen der Akkulturation Halt geben und eine Verbindung zur eigenen Identität wahren können.

Inwieweit wirkt Gastronomie diskriminierend?

Die Arbeit diskutiert, dass historische Eintrittsbarrieren im Gastgewerbe sowie subjektive Prüfungen von Unternehmensexistenzen von Migranten als Instrumente der Ausgrenzung fungierten.

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Detalles

Título
Fremdes Essen aus soziologischer Sicht
Universidad
University of Osnabrück
Curso
Vertiefung Mikrosoziologie: Zur Soziologie des Kochens und Essens
Calificación
1,7
Autor
Lukas Rosenstock (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V1268035
ISBN (PDF)
9783346707710
ISBN (Libro)
9783346707727
Idioma
Alemán
Etiqueta
Soziologie des Essens Soziologie des Kochens Immoigration Migration Sozialisaton Akkulturation Kultur Küche Bourdieu Identität kulturelle Identität Simmel
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lukas Rosenstock (Autor), 2020, Fremdes Essen aus soziologischer Sicht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268035
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