Das Ziel dieser Arbeit ist, den Zusammenhang zwischen Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen und deren Auswirkungen zur Verletzungsprophylaxe sowie zur Steigerung der Ruderleistung zu untersuchen. Ebenso soll auf trainingsspezifische Besonderheiten im Rudersport eingegangen werden.
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es ebenfalls, Aufklärungsarbeit zu leisten, Sorgen zu nehmen und Kinder- und JugendtrainerInnen dabei zu unterstützen, mit einem angepassten und vorausplanenden Krafttrainingsansatz die jungen SportlerInnen vor Verletzungen im Rudersport zu schützen und sie das Maximum an Leistung ausschöpfen zu lassen.
Daraus resultierend soll die Arbeit als Wissensvermittlung sowohl für TrainerInnen im Rudersport als auch für Eltern und
Kinder dienen und eine Inspiration für Kinder- und Jugendkrafttraining geben. Ebenso ist es ein Ziel der Arbeit, ein System für TrainerInnen für das Krafttraining zusammenzufassen und damit praxisorientierte Hilfestellung zu liefern. Es wird erwartet, dass gemäß der aussagekräftigen Literatur kritische Meinungen der TrainerInnen und Eltern des Nachwuchses gegenüber Krafttraining in jungen Jahren zum Wohle der Kinder und Jugendlichen Wandlung erfährt. Zusätzlich soll es in weiterer Folge auch Anstoß für die Eltern selbst sein, die zahlreichen Vorteile des Krafttrainings zu verstehen und es ins eigene Leben zu integrieren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Hypothese und zentrale Fragestellungen
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1. Definition Krafttraining
2.2. Anpassungen durch Krafttraining
2.2.1. Knochen
2.2.2. Knorpel
2.2.3. Sehnen
2.2.4. Bänder und Gelenkkapsel
2.3. Krafttraining bei Kindern und Jugendlichen
2.4. Der Einstieg ins Krafttraining für Kinder und Jugendliche
2.5. Rudersport allgemein
3. Methode
3.1. Studienauswahl
4. Ergebnisse
4.1. Besonderheiten im Rudersport
4.1.1. Physiologische Anforderungen für Ruderer und Ruderinnen
4.1.2. Merkmale des Rudertrainings
4.2. Krafttrainingsempfehlungen im Rudersport
4.3. Die Auswirkungen von gleichzeitigen Kraft- und Rudertrainingsprogrammen auf die Ruderleistung
4.4. Ruderspezifische Verletzungen
4.4.1. Knie
4.4.2. Unterer Rücken
4.4.3. Rippenstressfakturen
4.4.4. Sehnenscheidenentzündung des Handgelenkes
5. Diskussion
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen Krafttraining im Kindes- und Jugendalter sowie dessen Auswirkungen auf die Verletzungsprophylaxe und die Steigerung der Ruderleistung wissenschaftlich zu untersuchen und praxisorientierte Hilfestellungen für Trainer bereitzustellen.
- Physiologische Grundlagen und Anpassungsprozesse durch Krafttraining bei Heranwachsenden.
- Besonderheiten des Rudersports und deren Anforderungen an die Leistungsfähigkeit.
- Analyse von Verletzungsmustern im Rudersport und präventive Trainingsstrategien.
- Effizienz und Dosierung von kombinierten Kraft- und Ausdauertrainingsprogrammen.
Auszug aus dem Buch
4.4.1. Knie
Das Knie ist statistisch betrachtet das am häufigsten verletzte Gelenk im Rudersport (Hosea & Hannafin 2012). Fehlhaltungen und daraus resultierende Fehlbelastungen beim Rudern sind in der Regel der Auslöser für Knieschmerzen und Verletzungen (McNally et al. 2005). Die eingeschränkte Flexibilität der Fußpositionierung am Stemmbrett ermöglicht nur wenig Individualisierung der Fußstellung. Diese Einstellung gilt es möglichst nah ans Optimum zu bringen, um sowohl gelenksschonend als auch leistungsoptimiert zu rudern. Diese und die daran fixierte Position des Fußes im Boot schränkt natürliche Bewegungsabläufe zu einem gewissen Maß ein (Buckeridge et al. 2016). Chondropathia patellae und Tractus-iliotibialis-Syndrom sind die häufigsten Diagnosen bei Knieverletzungen (Hosea & Hannafin 2012). Die Chondropathia patellae bzw. das Peripatelläres Schmerzsyndrom ist eine schmerzhafte Erkrankung der Rückseite der Kniescheibe. Das Risiko zur Entwicklung von Chondropathia, erhöht sich stark sofern Ruderer/Ruderinnen bereits unter der Beinachsenfehlstellungen Genu valgum (X-Bein) leiden. Beim Genu valgum ist eine erhöhte Anteversion des Oberschenkels und sekundäre Außenrotation des Schienbeins festzustellen (Hefti et al. 2014).
Chondropathia patellae kann beim Rudern Knistergeräuschen und/oder ein Klickgefühl oder Klickgeräusch verursachen und führt zumeist zu Schmerzen und Schwellung. In der Regel ist die Behandlung des Peripatellären Schmerzsyndroms durch Physiotherapie in Kombination mit Antibiotika erfolgreich (Hosea & Hannafin 2012).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, Herleitung der Forschungsfrage aus der Vereinspraxis und Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Definition von Krafttraining, Erläuterung der Anpassungsprozesse passiver Strukturen und spezifische Aspekte für Kinder und Jugendliche im Rudersport.
3. Methode: Darstellung der systematischen Literaturrecherche unter Anwendung des PICO-Schemas und der Studienauswahlkriterien.
4. Ergebnisse: Analyse der ruderspezifischen Anforderungen, Trainingsmerkmale, Auswirkungen von Krafttraining auf die Leistung sowie eine detaillierte Betrachtung typischer Verletzungen.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der analysierten Forschungsergebnisse und Einordnung im Kontext der sportwissenschaftlichen Fachliteratur.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Empfehlungen für das Krafttraining im Rudersport.
Schlüsselwörter
Krafttraining, Rudersport, Kinder und Jugendliche, Verletzungsprophylaxe, Ruderleistung, Anpassungsprozesse, Leistungssteigerung, biomechanische Anforderungen, sportliche Entwicklung, Überbelastung, passiver Bewegungsapparat, Trainingsplanung, Rudertechnik, sportliche Rehabilitation, altersadäquates Training.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Stellenwert und die Auswirkungen von gezieltem Krafttraining auf die Leistung und die Verletzungsprävention bei Kindern und Jugendlichen im Rudersport.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Anpassungen von Sehnen, Knochen und Knorpel, die Anforderungen des Ruderschlags sowie die wissenschaftliche Bewertung von kombinierten Kraft- und Ausdauertrainingsplänen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, Vorurteile gegenüber Krafttraining im Kindes- und Jugendalter abzubauen und Trainern ein praxisorientiertes, wissenschaftlich fundiertes System zur Trainingsgestaltung an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Der Autor führte eine systematische Literaturrecherche in gängigen wissenschaftlichen Datenbanken durch, um den Forschungsstand zum Thema zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bezugsrahmen, eine detaillierte Ergebnisanalyse zu ruderspezifischen Anforderungen sowie eine Untersuchung häufiger Überlastungsschäden am Knie, Rücken und Handgelenk.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Krafttraining, Verletzungsprophylaxe, Ruderleistung und die Entwicklung des passiven Bewegungsapparates bei Heranwachsenden charakterisiert.
Welche Bedeutung haben die "Bandscheiben" für die Trainingsplanung im Rudern?
Bandscheiben benötigen ein spezifisches Verhältnis von Be- und Entlastung. Da beim Rudern hohe Druckkräfte wirken, ist ein vorrausschauendes Krafttraining zur Stärkung der Rumpfstruktur entscheidend, um das Verletzungsrisiko zu senken.
Was zeigt die Studie von Baugh und Kerr (2016) hinsichtlich geschlechtsspezifischer Verletzungen?
Die Studie belegt, dass bei Mädchen Verletzungen eher durch Überbeanspruchung entstehen, während Jungen häufiger verletzungsanfällig durch Kontakteinwirkungen mit dem Material oder anderen Sportlern sind.
Warum ist das Erlernen der Rudertechnik so essenziell für die Prävention?
Eine inkorrekte Technik führt zu unphysiologischen Kraftspitzen und einseitigen Belastungen, die maßgeblich für typische Überlastungssyndrome im Rudersport verantwortlich sind.
- Citar trabajo
- Thomas Lindner (Autor), 2022, Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Krafttraining im Kinder- und Jugendrudern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268077