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Die Dritte Oberste Heeresleitung unter Hindenburg und Ludendorff

Die Meister der Illusionen

Title: Die Dritte Oberste Heeresleitung  unter Hindenburg und Ludendorff

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: David Jugel (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Werdegang der Dritten Obersten Heeresleitung im Ersten Weltkrieg und verfolgt dabei zwei Hauptschwerpunkte. Zum einen ist die Frage zu klären, wie die OHL unter der Führung von Hindenburg und Ludendorff in eine diktaturvergleichbare Stellung gelangen konnte und zum anderen ist zu betrachten, in wie fern die OHL an der Niederlage 1918 und ihrer Folgen mit Schuld trägt.
Die Arbeit wurde im quantitativen und qualitativen Rahmen eines Einführungsseminars erarbeitet und hat somit weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch das Geltungsbedürfnis als wissenschaftliche Sekundärliteratur geachtet zu werden. Sie stellt vielmehr eine kurze und prägnante Abhandlung der Geschehnisse, ihrer Zusammenhänge und Folgen um die Dritte OHL in den Jahren 1916 bis 1918 dar. Sie gibt dem Leser weiterhin die Möglichkeit in überblicksartiger Form die komplexen Zusammenhänge der letzten Kriegsjahre nachzuzeichnen, sowie die Illusion, für die das deutsche Volk wohl anfällig zu sein scheint, zu verstehen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Gespann Hindenburg und Ludendorff

3. Der Anfang vom Ende – Der Sturz Falkenhayns und die Ernennung Hindenburgs zum Generalstabschef der Obersten Heeresleitung

4. Die Oberste Heeresleitung macht Politik

4.1 Das Zweckbündnis

4.2 Die Chance auf Frieden Ende 1916

4.3 Auseinanderbrechen des Zweckbündnisses

4.4 Der Sturz Bethmann Hollwegs

4.5 Einflussnahme auf die Wirtschaftspolitik

5. Militärisches Vorgehen, Fehler und Folgen

5.1 Maßnahmen der OHL zur Strukturoptimierung des Heeres

5.2 Der uneingeschränkte U-Bootkrieg

5.3 Die fehlgeschlagenen Frühjahrsoffensiven 1918

5.4 Der Zusammenbruch und das Ende der Dritten Obersten Heeresleitung

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Werdegang der Dritten Obersten Heeresleitung (OHL) im Ersten Weltkrieg. Dabei wird analysiert, wie Hindenburg und Ludendorff eine diktaturvergleichbare Stellung einnahmen und inwieweit die OHL für die Niederlage von 1918 verantwortlich gemacht werden kann.

  • Die Machtentfaltung der OHL unter Hindenburg und Ludendorff
  • Einfluss der Militärführung auf die deutsche Politik und Wirtschaft
  • Strategische Entscheidungen und ihre militärischen sowie politischen Folgen
  • Die Rolle der OHL beim Scheitern von Friedensbemühungen
  • Ursachen und Auswirkungen des Zusammenbruchs 1918

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Chance auf Frieden Ende 1916

Nach der anfänglichen Kooperation der Dritten OHL mit der Reichsregierung und der aufkommenden Kriegsermüdung sowohl auf Seiten der Mittelmächte, als auch auf der, der Alliierten, bildete sich eine gewisse Entspannung ab (Haffner 1987: 47). Hinzu kam, dass aus den USA von Präsidenten Woodrow Wilson deutliche Anzeichen für eine neutrale Vermittlerrolle zwischen den Kriegsparteien kam. Bethmann Hollweg sah also den Moment für günstig an, seine Anstrengungen zu einem Ausgleichsfrieden sowohl im Inneren, wie auch im Äußeren zu verstärken (Ritter 1964: 232ff). Doch warum kam es nicht zu einem Ausgleichsfrieden? Die Gebietsansprüche Frankreichs begrenzten sich auf den Gebietszuwachs Elsass-Lothringens (Stevenson 1982: 12) und Großbritannien forderte auf dem Kontinent vorerst nur die Wiederherstellung Belgiens als offizielles Kriegsziel (Rothwell 1971: 18). Da Russland nach der Sommeroffensive der Mittelmächte und der Schlacht von Gorlice-Tarnów 1915 kaum noch offensivfähig war und es Ende 1916 schon immer lautere Stimmen nach Frieden gab, konnte es in möglichen Friedensverhandlungen kaum Gebietsansprüche stellen. (Neitzel 2003: 71). Obgleich die erste Brussilow-Offensive ab Juni 1916 anfängliche Geländegewinne brachte, scheiterte die zweite (September – Oktober) und dritte (Oktober – November) und führte zum Einbruch der Moral im russischen Heer. Das deutsche Reich hätte Ende 1916 wahrscheinlich sogar mit Gebietsgewinnen im Osten einen Kompromissfrieden finden können.

Bethmann Hollweg, der sich jedoch auch bewusst war, dass ein Frieden erst innenpolitisch legitimiert werden musste, um sich nicht von der politischen Rechten den Dolchstoß des kurz vorm Sieg stehenden deutsche Heeres vorwerfen lassen zu können, erkannte diese günstige Lage und versuchte durch Einbeziehen der Obersten Heeresleitung den nationalistischen Kreisen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Daher bat er Hindenburg Ende Oktober 1916 um eine „Wunschliste“ für die Ziele, welche die deutsche Seite bei Friedensverhandlungen anstreben sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur diktaturähnlichen Stellung der OHL und ihrer Mitverantwortung an der Niederlage 1918.

2. Das Gespann Hindenburg und Ludendorff: Biografischer Abriss und Analyse der Zusammenarbeit zwischen Hindenburg und Ludendorff.

3. Der Anfang vom Ende – Der Sturz Falkenhayns und die Ernennung Hindenburgs zum Generalstabschef der Obersten Heeresleitung: Darstellung der politischen Umstände, die zum Wechsel an der Heeresleitung führten.

4. Die Oberste Heeresleitung macht Politik: Analyse der zunehmenden Einmischung der OHL in die Regierungspolitik und deren Folgen.

5. Militärisches Vorgehen, Fehler und Folgen: Untersuchung militärischer Strategien, insbesondere des U-Bootkriegs und der Frühjahrsoffensiven, sowie deren Scheitern.

6. Schlussbetrachtung: Fazit zur Rolle der OHL als „Meister der Illusionen“ und zur Bedeutung des Thomas-Theorems für das Scheitern des Reiches.

Schlüsselwörter

Dritte Oberste Heeresleitung, Hindenburg, Ludendorff, Erster Weltkrieg, Bethmann Hollweg, Militärdiktatur, U-Bootkrieg, Dolchstoßlegende, Friedensverhandlungen, Siegfrieden, Wirtschaftspolitik, Frühjahrsoffensiven, Realitätsverlust, Thomas-Theorem, deutsche Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Dritten Obersten Heeresleitung (OHL) unter der Führung von Hindenburg und Ludendorff während des Ersten Weltkriegs und ihrem Einfluss auf die deutsche Politik und das Kriegsgeschehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Machtverschiebung zugunsten der OHL, das politische Zweckbündnis mit Bethmann Hollweg, die militärische Strategie (insbesondere der U-Bootkrieg) und die Auswirkungen auf den Zusammenbruch des Kaiserreiches 1918.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, wie Hindenburg und Ludendorff eine beinahe diktatorische Stellung erreichten und inwieweit sie durch ihre Entscheidungen und ihre Rolle bei der Entstehung der Dolchstoßlegende für die Niederlage 1918 verantwortlich waren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei wichtige historische Standardwerke und Biografien kritisch ausgewertet und miteinander abgeglichen werden, um ein fundiertes Bild der Ereignisse zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die politischen Aktivitäten der OHL, der Sturz des Reichskanzlers Bethmann Hollweg, die Einflussnahme auf die Kriegswirtschaft sowie militärische Fehlentscheidungen und deren Konsequenzen detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dritte Oberste Heeresleitung, Hindenburg, Ludendorff, Militärdiktatur, uneingeschränkter U-Bootkrieg und Dolchstoßlegende charakterisiert.

Welche Bedeutung hatte das Hindenburgprogramm für die deutsche Wirtschaft?

Das Programm zielte auf eine totale Mobilmachung der Wirtschaft ab, führte jedoch durch die Überlastung der Infrastruktur und Ressourcenmangel zu einer Verschlechterung der Versorgungslage, die im "Steckrübenwinter" gipfelte.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der OHL bei der Dolchstoßlegende?

Die Arbeit sieht in der Entziehung der OHL aus der Verantwortung für die militärische Niederlage und der Übertragung dieser Last auf das Parlament den direkten Ursprung der Dolchstoßlegende.

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Details

Title
Die Dritte Oberste Heeresleitung unter Hindenburg und Ludendorff
Subtitle
Die Meister der Illusionen
College
Dresden Technical University  (Geschichte)
Course
Einführungsseminar: Das Ende des Kaiserreiches 1918
Grade
1,0
Author
David Jugel (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V126808
ISBN (eBook)
9783640339303
ISBN (Book)
9783640338467
Language
German
Tags
Dritte Oberste Heeresleitung Hindenburg Ludendorff Meister Illusionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Jugel (Author), 2009, Die Dritte Oberste Heeresleitung unter Hindenburg und Ludendorff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126808
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