Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Bindungsarbeit in der Heimerziehung. Bindungsarbeit mit Jugendlichen in einer Regelwohngruppe mit wechselnder Betreuungsperson

Titel: Bindungsarbeit in der Heimerziehung. Bindungsarbeit mit Jugendlichen in einer Regelwohngruppe mit wechselnder Betreuungsperson

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Paul Friedrich (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine Fragestellung lautet: Wie gelingt in einer Regelwohngruppe mit täglich wechselnder Betreuungsperson gute Bindungsarbeit mit Jugendlichen? Die Beantwortung beginnt mit der grundsätzlichen Frage, was eine emotionale Bindung überhaupt ist und wo der Unterschied zu einer Beziehung liegt. Anschließend wird aufgeklärt, welche Bedeutung die Worte Bindungsunsicherheit und Bindungsstörung haben, um dann zu erläutern, was mit korrigierenden Bindungserfahrungen gemeint ist. Nachdem die Grundlagen in diesen Themenbereichen gelegt sind, wird der praktische Bereich beleuchtet, indem der professionelle Aufbau einer emotionalen Bindung im stationären Setting sowie Einflussfaktoren auf drei verschiedenen Ebenen beschrieben werden. Abschließend werde ich in meinem Fazit die theoretischen Grundlagen zusammenführen und Empfehlungen für die Arbeit des Einzelnen in der stationären Erziehungshilfe geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Einführung – Worum geht es?

2. Was ist eine emotionale Bindung? Wo liegt der Unterschied zu einer Beziehung?

3. Was bedeutet Bindungsunsicherheit und Bindungsstörung?

4. Was sind korrigierende Bindungserfahrungen?

5. Wie baue ich eine positive Bindung zu einem Jugendlichen auf bzw. wie baut ein Jugendlicher eine positive Bindung zu mir auf?

5.1 Wie läuft der Aufbau einer positiven Bindung ab und welche Kompetenzen benötigt die Bindungsperson?

5.2 Welche Faktoren können die Bindungsarbeit beeinflussen und wie können sie positiv genutzt werden?

5.2.1 Faktoren in der Person des Sozialpädagogen

5.2.2 Faktoren der Hilfegestaltung, des Trägers, des Heimes und des Teams

5.2.3 Faktoren im primären Bindungsbezug

6. Welches Fazit kann ich ziehen?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit fokussiert sich auf die Herausforderungen der Bindungsarbeit in stationären Jugendhilfeeinrichtungen, speziell in Regelwohngruppen mit wechselnden Betreuungspersonen, und sucht nach Wegen, trotz dieser Bedingungen eine tragfähige, positive Bindung zu den Jugendlichen aufzubauen.

  • Grundlagen der Bindungstheorie und emotionale Bindung vs. Beziehung.
  • Differenzierung von Bindungsstörungen und korrigierenden Erfahrungen.
  • Phasenmodell zum Aufbau sicherer Bindungen im stationären Setting.
  • Einflussfaktoren der Bindungsarbeit auf Ebene der Fachkraft, Organisation und Familie.
  • Bedeutung der professionellen Haltung und elterlichen Zusammenarbeit.

Auszug aus dem Buch

3. Was bedeutet Bindungsunsicherheit und Bindungsstörung?

Kann das Kind keine sichere Bindung aufbauen, entsteht eine unsichere Bindung. Dabei können drei Repräsentanzen unterschieden werden.

Bei unsicher-vermeidend gebundenen Kindern reagiert die Bindungsperson häufig mit Zurückweisung. Das Kind kann sein Bindungssystem nicht deaktivieren. Es passt sich an die Bereitschaft der Bindungsperson an und zeigt äußerlich keine Reaktion, jedoch besteht eine hohe emotionale Belastung.

Ein unsicher-ambivalent gebundenes Kind kann das Verhalten der Bindungsperson in keiner Weise voraussehen. Ab und zu reagiert sie feinfühlig und zuverlässig und in anderen ähnlichen Momenten ablehnend und zurückweisend. Entsprechend ist auch das Kindsverhalten ambivalent. Zum Einen kommt es zum übermäßigen Klammern, zum Anderen jedoch zu aggressiven Verhaltensweisen.

Unsicher-desorganisiert bzw. unsicher-desorientiert gebundene Kinder können keiner der Kategorien zugewiesen werden. Die Bindungsperson zeigt ein überaus unfeinfühliges und angstbereitendes Verhalten. Kommt es nicht zu einer anderen Bindungsstrategie und somit zu einem inneren Arbeitsmodell, erlebt das Kind ein Bindungstrauma, es folgt eine Bindungsstörung. „Dass das Erleben, misshandelt zu werden, zu widersprüchlich sein muss, um in eine kohärente Erwartungsstruktur organisiert werden zu können lässt sich leicht nachvollziehen.“ „Da sie keine Gelegenheit hatten, regelhafte Zusammenhänge zwischen der Äußerung eigener Bindungswünsche und den Reaktionen ihrer erwachsenen Bezugspersonen zu erkennen, mangelt es ihnen an orientierenden Erwartungsstrukturen bezüglich deren Verhaltens. Somit verbleibt ihr Bindungsverhalten für die Menschen in ihrer Umgebung ebenso wenig vorhersehbar wie für sie selbst.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Einführung – Worum geht es?: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Bindungsarbeit in der stationären Jugendhilfe und definiert die Fragestellung zur Bindungsarbeit in Regelwohngruppen mit wechselndem Personal.

2. Was ist eine emotionale Bindung? Wo liegt der Unterschied zu einer Beziehung?: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth und grenzt die spezifische Bindungsbeziehung von allgemeinen sozialen Beziehungen ab.

3. Was bedeutet Bindungsunsicherheit und Bindungsstörung?: Es werden verschiedene Formen der unsicheren Bindung sowie das Phänomen des Bindungstraumas und die resultierenden Bindungsstörungen (reaktiv und enthemmt) beschrieben.

4. Was sind korrigierende Bindungserfahrungen?: Hier wird definiert, dass korrigierende Erfahrungen als Veränderung von Bindungsmustern in Richtung mehr Sicherheit zu verstehen sind, was einen langwierigen Prozess darstellt.

5. Wie baue ich eine positive Bindung zu einem Jugendlichen auf bzw. wie baut ein Jugendlicher eine positive Bindung zu mir auf?: Dieses zentrale Kapitel analysiert die notwendigen Kompetenzen der Fachkraft und betrachtet in Unterkapiteln die Einflussfaktoren der professionellen Bindungsgestaltung bis hin zur Bedeutung der Herkunftsfamilie.

6. Welches Fazit kann ich ziehen?: Das Fazit reflektiert das angewandte Phasenmodell kritisch und plädiert für eine prozessorientierte statt starr phasenhafte Betrachtung der Bindungsentwicklung.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, stationäre Jugendhilfe, Bindungsstörung, pädagogische Fachkraft, emotionale Sicherheit, Regelwohngruppe, Bindungsmuster, Elternarbeit, Beziehungsgestaltung, Bindungsaufbau, Resilienz, Exploration, Prozessorientierung, professionelle Haltung, Jugendamt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in stationären Wohngruppen der Jugendhilfe, trotz täglich wechselnder Betreuungspersonen, eine tragfähige und positive Bindungsarbeit zu den Jugendlichen erfolgreich gestaltet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Facharbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Bindungstheorie, die Differenzierung zwischen sicheren, unsicheren und gestörten Bindungen sowie die praktischen Voraussetzungen und Einflussfaktoren für den Aufbau einer professionellen Bindung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Bindungsprozesse im Heimkontext gelingen können und welche Rolle dabei professionelle pädagogische Kompetenzen sowie die Gestaltung des Umfeldes spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die methodische Aufarbeitung von Bindungsmodellen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis der stationären Erziehungshilfe abzuleiten.

Welcher Inhalt wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen, die Analyse von Bindungsstörungen, das Phasenmodell nach Johnson zum Bindungsaufbau und eine detaillierte Betrachtung der Einflussfaktoren auf Bindungsarbeit, inklusive der Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Bindungstheorie, stationäre Jugendhilfe, Bindungsstörung, pädagogische Fachkraft und Beziehungsgestaltung kennzeichnen.

Welche Rolle spielt die Trennung zwischen Fachkraft und Eltern?

Die Arbeit betont, dass Eltern unersetzbar sind und die pädagogische Arbeit darauf abzielen muss, durch ein wertschätzendes Vorgehen Loyalitätskonflikte beim Jugendlichen zu vermeiden und die Rolle der Eltern in Bezug auf die Identitätsbildung zu respektieren.

Warum ist das Phasenmodell nach Johnson laut der Arbeit kritisch zu betrachten?

Das Fazit zeigt auf, dass eine zu starre, phasenhafte Einteilung der Bindungsentwicklung der komplexen und dynamischen Realität in einer Wohngruppe nicht gerecht wird, weshalb ein flexiblerer, prozessorientierter Ansatz empfohlen wird.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bindungsarbeit in der Heimerziehung. Bindungsarbeit mit Jugendlichen in einer Regelwohngruppe mit wechselnder Betreuungsperson
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,0
Autor
Paul Friedrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V1268107
ISBN (PDF)
9783346710147
ISBN (Buch)
9783346710154
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bindungsarbeit heimerziehung jugendlichen regelwohngruppe betreuungsperson
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paul Friedrich (Autor:in), 2018, Bindungsarbeit in der Heimerziehung. Bindungsarbeit mit Jugendlichen in einer Regelwohngruppe mit wechselnder Betreuungsperson, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268107
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  21  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum