Die Arbeit stellt Beispiele für urbane Energiekonzepte vor. Die Energiewende ist ein allgegenwärtiges Thema. Insbesondere durch die immer weiter voranschreitende Globalisierung ist auch dieses sensible Thema in den Entwicklungs- und Schwellenländern nicht mehr weg zu denken. Die negativen Umweltauswirkungen von fossilen Brennstoffen sind kein unbekanntes Problem. Vor allem die Belastung für die Natur durch freiwerdende Schadstoffe und teilweise radioaktiven Stoffen ist verheerend. Durch dieses weit verbreitete Thema ist das Interesse an erneuerbaren Energien in den letzten Jahren stark gestiegen und erfährt einen stetig steigenden Anteil am Weltmarkt.
Doch wie wird noch effizienter gearbeitet? Neuere Überlegungen versuchen, urbane Räume nicht sich nur an erneuerbaren Energien zu bedienen, sondern darüber hinaus auch maximale Effizienz zu erreichen. Wie soll sowas aussehen? Es wird versucht auch interne städtische Strukturen zu optimieren und energieschonend zu bauen, darunter zählen zum einen die Architektur und die Gebäudestrukturen und zum anderen die Verkehrsinfrastruktur, die ohne Emissionen und geringen Energiebedarf auskommt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Hintergründe für die Entwicklung von Energiekonzepten in urbanen Räumen
3 Energiekonzept UrbanReNet am Beispiel Darmstadt
3.1 Aufgabestellung und Projektablauf
3.2 Konzepterstellung auf Grundlage der Datenermittlung
3.3 Vernetzung des Bedarfs und der Potenziale
4 Masdar City als futuristische Vorzeigestadt
4.1 Gebäudearchitektur zur Erzielung maximaler Energieeffizienz
4.2 Verkehrsstrukturen einer nachhaltigen Stadt
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle städtischer Räume im Kontext der Energiewende und analysiert, wie durch innovative Konzepte wie UrbanReNet und das Projekt Masdar City eine effiziente, nachhaltige und klimaneutrale Energieversorgung urbaner Gebiete realisiert werden kann.
- Bedeutung und Herausforderungen des urbanen Raums für die Energiewende
- Methodik der netzoptimierten Energieversorgung (UrbanReNet Projekt)
- Architektonische Innovationen und Energieeffizienz in Neubauprojekten
- Dezentralisierung von Energieerzeugung und Vernetzungsstrategien
- Verkehrsinfrastrukturen als Bestandteil nachhaltiger Stadtkonzepte
Auszug aus dem Buch
3.2 Konzepterstellung auf Grundlage der Datenermittlung
Jedes Modell ist eine abstrahierte Abbildung der Realität und weist alle Kennzeichen und Funktionen auf, die dem Zweck der Abbildung gerecht werden. In diesem Modell werden zwei wesentliche Ziele verfolgt. Zum Einem der energetische Bedarf des Stadtausschnitt, einerseits bestehend aus dem Strombedarf und andererseits dem Heizwärmbedarf und dem Wasserwarmbedarf. Zum anderen die energetischen Potenziale des Stadtquartiers, bestehend aus dem Produktpotenzial, Einsparpotenzial und dem Speicherpotenzial. Anhand dieser Einteilung ergibt sich ein detaillierteres Stadtbild (Hegger, M. 2012, S. 67f.).
In Abbildung 2 sind verschiedene Gebäude dargestellt, die jeweils ein anderes Potenzial und einen anderen Bedarf besitzen. Im Wesentlichen beschränkt sich dieses Modell auf zwei Punkte. Zum einen durch die Primärenergieversorgung durch erneuerbarer Energien. Wie in diesem Modell mit einbezogen die Nutzung von solarem Potenzial in Form von Sonnenstrahlen. Dieses Potenzial kann durch Solarzellen auf den hohen Dächern der Gebäude genutzt werden. Hinzu kommen noch die zahlreichen Grünflächen und Wälder, die Biomasse abwerfen, woraus ebenfalls Bioenergie gewonnen werden kann. Andererseits sind die Potenziale der Stadtraumtypen abgebildet, welche durch ein unterirdisches Vernetzungssystem zu Gebäuden gelangen können, bei denen Wärme benötigt wird und somit die Nutzung von Potenzialen durch Synergieeffekte erzielt wird. (Hegger, M. 2012, S. 67f.).
Die Vernetzung ist ein komplexer Vorgang, der durch eine Vielzahl von Strukturen geprägt ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Energiewende für urbane Räume ein und erläutert die Notwendigkeit, städtische Strukturen effizienter zu gestalten.
2 Hintergründe für die Entwicklung von Energiekonzepten in urbanen Räumen: Das Kapitel beleuchtet die Herausforderungen beim steigenden Energiebedarf in Städten und thematisiert das Spannungsfeld zwischen Energieerzeugung im ländlichen Raum und dem Verbrauch in Städten.
3 Energiekonzept UrbanReNet am Beispiel Darmstadt: Hier wird das Forschungsprojekt UrbanReNet vorgestellt, das darauf abzielt, vorhandene städtische Bestandsgebäude durch mathematische Modellierung und Vernetzung energieeffizienter zu machen.
4 Masdar City als futuristische Vorzeigestadt: Dieses Kapitel analysiert das Pilotprojekt Masdar City in den VAE, welches als Null-Emissionen-Stadt durch architektonische Innovationen und neue Verkehrskonzepte besticht.
5 Fazit: Das Resümee fasst zusammen, dass die urbane Energiewende komplex bleibt und unterschiedliche Ansätze wie Gebäudenetzwerke oder komplette Stadt-Neugründungen erfordert.
Schlüsselwörter
Energiewende, UrbanReNet, Masdar City, städtische Energiekonzepte, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Vernetzung, Gebäudeinfrastruktur, Null-Emissionen-Stadt, dezentrale Energieversorgung, Stadtplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie urbane Räume trotz steigenden Energiebedarfs aktiv und effizient zur Energiewende beitragen können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der energetischen Optimierung von Gebäude-Bestandsstrukturen und dem Konzept der Null-Emissions-Stadt am Beispiel von globalen Pilotprojekten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, verschiedene Ansätze zur Erhöhung der Energieeffizienz in Städten vorzustellen, um eine zukunftssichere und stabile Energieversorgung zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine systemische Analyse, bei der existierende Forschungsprojekte (UrbanReNet) und Modellstudien (Masdar City) als Fallbeispiele für nachhaltige Stadtentwicklung gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die technischen Voraussetzungen für eine intrastädtische Energievernetzung in Darmstadt sowie die architektonischen und verkehrstechnischen Besonderheiten von Masdar City analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Energiewende, Energieeffizienz, städtische Vernetzung, Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Stadtplanung.
Wie unterscheidet sich der Ansatz des UrbanReNet-Konzepts von herkömmlichen Sanierungen?
Im Gegensatz zu isolierten Gebäudesanierungen setzt UrbanReNet auf ein geschlossenes System, bei dem Energiepotenziale durch Vernetzung verschiedener Gebäude und Freiflächen innerhalb eines Stadtquartiers synergetisch genutzt werden.
Welches Ziel verfolgt Masdar City hinsichtlich des Verkehrs?
Masdar City strebt eine vollständige CO2-Emissionsfreiheit durch eine Infrastruktur an, die primär auf Fußgänger, Fahrräder und innovative selbstfahrende Elektro-Verkehrsmittel (PRT) setzt.
Warum spielt der ländliche Raum bei der städtischen Energiewende eine Rolle?
Da urbane Räume oft nur begrenzte Flächen für eigene Erzeugungsanlagen haben, hängt ihre Autonomie indirekt von Energieimporten aus dem ländlichen Raum ab, was das Problem der Netzlast und Energieübertragung verdeutlicht.
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- Maurice Maaß (Author), 2017, Urbane Energiekonzepte. Ein Überblick über Hintergründe und Praxisbeispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268621