Der Ost-West-Konflikt als Propagandakrieg: Ost- und Westpropaganda im geteilten Deutschland von 1945 bis 1961 mit Schwerpunkt Radiopropaganda


Studienarbeit, 2009
33 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Propagandabegriff
2.1 Theoretische Herleitung
2.2 Propaganda als medienvermittelte Beeinflussung
2.3 Formen von Propaganda

3. Feindbilder, Stereotypen, Mittel und Methoden: Der Kalte Krieg als Propagandakrieg

4. Der Ost-West-Konflikt als Propagandakrieg im geteilten Deutschland von 1945 bis 1961
4.1 Institutionelle Einflussnahme
4.1.1 Propagandaorgane in der DDR
4.1.2 Propagandaorgane in der Bundesrepublik Deutschland
4.2 Der Kalte Krieg als Ätherkrieg
4.3 Rundfunkpropaganda aus dem Westen - RIAS
4.4 Rundfunkpropaganda aus dem Osten
4.4.1 Der Deutschlandsender
4.4.2 Berliner Rundfunk und Berliner Welle
4.4.3 Radiopropaganda durch die Geheimsender Deutscher Freiheitssender 904 und Deutscher Soldatensender 935
4.5 Fallbeispiel: Der Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 im Radio und in anderen Medien

5. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

„Während viele Einwohner der stark zerstörten Stadt Koblenz in erdrückenden Wohnverhältnissen leben müssen, wird in Kürze ein Großbau für das alliierte Sicherheitshauptamt, die Dachorganisation der westlichen Besatzungsmächte für die Industriespionage, in Angriff genommen. Für den Wohnungsbedarf dieses Sicherheitshauptamtes müssen jetzt das Koblenzer Schloß mit seinen Nebentrakten, das Schloßrondell, die Villenkolonie in den Rheinanlagen sowie Wochenendhäuser auf der Rheininsel Oberwerth aufgebaut werden. Ferner werden Golfplätze angelegt. Die Kosten, die allein für das Schloß 17 Millionen DM betragen, müssen aus Steuergeldern aufgebracht werden. (…) Greifen wir uns auch heute aus der Fülle der vorliegenden Meldungen einige Beispiele heraus: In der am meisten zerstörten thüringischen Stadt Nordhausen werden 100 Wohnungen, eine Landesverwaltungsschule, ein Lehrlingswohnheim und ein Jugendheim gebaut. (…) In Potsdam wird der stark zerstörte Bahnhof wieder aufgebaut, ferner 500 Wohnungen und ein Kulturhaus errichtet (…). Das ehemalige Schloß Pomssen im sächsischen Kreis Grimma wurde in ein Kindererholungsheim umgebaut.“ (zitiert aus dem Programm des Deutschlandsenders, Februar 1950; Arnold 2002: 285)

Im Osten des geteilten Deutschlands wird - dem Sozialismus sei Dank - der zivile Wiederaufbau vorangebracht, während sich im bundesrepublikanischen Koblenz die westliche Besatzungsmacht nicht der miserablen Wohnsituation der Bürger, sondern dem Aufbau eigener Spionageanlagen annimmt. Diese noch eher gemäßigte, subtile Art der Agitation ist eines von unzähligen Beispielen für die Propaganda, wie sie zu Beginn des Kalten Krieges, von 1945 bis 1961 üblich war. Gemäßigt deshalb, weil Propaganda auch in Form von übelster Feind-Diffamierung stattfand. Der „antifaschistische Schutzwall“ ist dabei sicherlich als Euphemismus eine der prägnantesten Schöpfungen der SED-Propaganda. Doch auch in der Bundesrepublik griff man auf Propaganda zurück, um die eigene Machtposition abzusichern und die Ostbevölkerung von den eigenen Positionen zu überzeugen. Deutschland war als Frontlinie des Kalten Krieges dabei der ideale Ort insbesondere um Rundfunkpropaganda zu betreiben, konnte man doch, gelegentlich durch Störsender behindert, das Gebiet des jeweiligen Klassenfeindes problemlos erreichen(vgl. u.a Arnold 2004; Lindenberger 2004; Stöver 2004).

Die zentralen Fragen, die im Rahmen dieser Arbeit geklärt werden sollen, sind dabei: Was ist Propaganda, inwiefern wurde Propaganda zu Beginn des Kalten Krieges in Deutschland eingesetzt, welche Rolle spielte dabei das Radio und welche staatlichen Institutionen steckten hinter der Ost- bzw. Westpropaganda?

Um diese Fragen abschließend zu beantworten, wird dabei zunächst das Augenmerk auf den Propagandabegriff, dessen theoretische Herleitung sowie verschiedene Formen der Propaganda gelenkt. Da sich die Arbeit schwerpunktmäßig mit der Radiopropaganda auseinandersetzt, wird Propaganda zudem als medienvermittelte Art der Beeinflussung vorgestellt. Darauf folgend wird kurz skizziert, was den Kalten Krieg als Propagandakrieg auszeichnete, indem die gängigen Feindbilder, Stereotypen und Mittel beziehungsweise Methoden eingeführt werden.

Während im Osten zunächst die Sowjetische Militäradministration (SMAD) bestimmte, entstand nach DDR-Gründung die Abteilung Agitation und Propaganda beim Zentralkomitee der SED. Welchen Einfluss dieser Apparat und als westliches Pendant das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen auf die jeweilige Propaganda hatten, wird in Abschnitt vier der Arbeit geklärt, ehe anschließend die Rundfunkpropaganda des wichtigen Mediums Radio im so genannten „Ätherkrieg“ erörtert wird. Dabei wird der Blick insbesondere auf den „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ (RIAS) auf Seiten des Westens und auf Berliner Rundfunk und Deutschlandsender seitens SED gelenkt. Ehe mit Fazit und Ausblick die Arbeit beschlossen wird, soll das Fallbeispiel des Arbeiteraufstands vom 17. Juni 1953 in Ostberlin und die Rolle der Medien, insbesondere des Rundfunks, vorgestellt werden.

2. Der Propagandabegriff

2.1 Theoretische Herleitung

Der Begriff der Propaganda wurde verschiedenartig definiert und hat dabei selbst eine bewegte Geschichte durchlaufen. Geprägt wurde der Begriff (lat. ausstreuen, ausbreiten fortpflanzen) erstmals durch die katholische Kirche als Terminus für die Missionstätigkeit der Kirche. Eine erste negative Konnotation des Propagandabegriffs erfolgte mit der Aufklärung, als der Congregatio de propaganda, einem adeligen Geheimbund, die Fremdbestimmung anderer Menschen zu Last gelegt wurde. Mit dem 19. Jahrhundert erlebte der Begriff einen Aufschwung. Vor allem die Vorstellungen der Jakobiner, die Werte der französischen Revolution in Nachbarländern publik zu machen, wurden als Propaganda bezeichnet. Auch im Rahmen der deutschen Revolution 1848/49 hielt der Propagandabegriff im Rahmen der öffentlichen Bekanntgabe der Programme bzw. Meinungen der verschiedenen Konfliktparteien Einzug. Eine positive Konnotation erhielt der Propagandabegriff in der Arbeiterbewegung des späten 19. Jahrhunderts. Wie später im real existierenden Sozialismus wurde hier Propaganda vielmehr synonym mit Worten wie Aufklärung oder Schulung verwendet (vgl. Bussemer 2005: 24ff.).

Eine entscheidende Wendung in der Propaganda ging mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges einher. Die Beeinflussung des Feindes durch Diffamierung oder Rechtfertigung der eigenen Ziele, machte Propaganda zu einer militärischen Aufgabe.

Die sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Propagandabegriff begann mit den 1920er Jahren. Der deutsche Soziologe Johann Plenge definierte Propaganda als „Verbreitung geistiger Antriebe, die Handlungen auslösen sollen“ (zit. nach Bussemer 2005:27). Plenge hielt fest, dass Propaganda vielmehr eine Idee sei, die jedoch auf konkrete Veränderungen in der Realität abziele. Ferner stellte sich für ihn Propaganda als Werbung um Zustimmung dar. Einen weiteren Definitionsversuch lieferte der Public Relations-Pionier Edward Bernays, der zwischen historischer und moderner Propaganda unterschied und die moderne Variante als Konzeption darstellte, die der Planung bedürfe und durch wissenschaftliche Erkenntnisse der Sozialwissenschaften gespeist werden müsse. Als Managementaufgabe sah der Pionier der Propagandaforschung, Harold D. Lasswell, die Propaganda an. Sein definitorischer Fokus lag dabei auf der Steuerung von Einstellungen großer sozialer Gruppen sowie auf der semiotischen Betonung von Symbolen, Bildern, Gesten und deren Relevanz für Propaganda mittels Manipulation (vgl. Bussemer 2005: 27f.).

Während sich seit den 1920er Jahren definitorische Abhandlungen des Propagandabegriffs soweit ausdifferenziert hatte, dass er heute noch in der Sozialwissenschaft Gültigkeit besitzt, lieferte Gerhard Maletzke 1972 eine umfassende Definition. Er beschrieb Propaganda als geplante Versuche, mittels Kommunikation Meinungen und Verhaltensweisen von Zielpersonen unter politischer Zielsetzung zu beeinflussen. Somit ist Propaganda nicht als an einen etwaigen Erfolg gekoppelt sondern als reine Absicht definiert. Durch die Betonung der gezielten Beeinflussung setzt sich der Begriff hier eindeutig von bloßer Wissensvermittlung ab. Gleichzeitig ist Propaganda ähnlich wie bei Bernays hier ein Prozess, der der Planung und Organisation bedarf. Zu guter Letzt sagt Maletzkes Definition aus, dass der Terminus eine Veränderung von Einstellungen durch Kommunikation meint, die ohne äußeren Druck von statten geht und diese Einstellungsänderung auch durchaus durch medienvermittelte Kommunikation hervorgerufen werden kann (vgl. ebd.:28). „Die Einbeziehung von Zielgruppen in die Definition streicht heraus, dass nur bestimmte Publika für die jeweiligen Zwecke der Propagandisten interessant sind und dass diese mittels analytischer Verfahren identifizierbar sind.“(ebd.)

2.2 Propaganda als medienvermittelte Beeinflussung

In jüngster Vergangenheit ist der Definitionsdiskurs vor allem durch den Ansatz von Klaus Merten neu begründet worden. Propaganda sei „seine Technik zur Akzeptanz angesonnener Verhaltensprämissen, bei der die kommunizierte Botschaft durch Reflexivisierung generalisierte Wahrheitsansprüche erzeugt, deren Akzeptanz durch Kommunikation latenter Sanktionspotenziale sichergestellt wird.“ (Merten 2000: 161) Merten zufolge ist Propaganda an kein bestimmtes Medium gekoppelt, sondern eine kommunikative Machtausübung, die „nur als mehrstellige Relation (zwischen Kommunikator, Rezipient und Situation) zufriedenstellend zu erklären ist.“(ebd.) Ferner drückt diese Definition aus, dass die Kunst der Propaganda darin besteht, ungewöhnliche Positionen als normal und richtig darzustellen. Merten führt auch an, dass Propaganda als Zwangskommunikation bei Ablehnung sanktioniert werden kann. Die angedrohte Sanktionierung, die mit negativen Konsequenzen verbunden ist, ist dabei Teil der Propaganda und deren Kommunikation (vgl. Bussemer 2005: 29).

Führt man die genannten Definitionen zusammen so lässt sich zum Begriff Propaganda sagen, dass er Kommunikation meint, die nicht reale sondern die kognitiven/subjektiven Realitätsstrukturen von Menschen verändert. Dabei ist Propaganda medial oder symbolisch. Durch die verursachten Realitätsveränderungen existieren auch noch dann die propagandistischen Botschaften, wenn propagandistische Einflüsse bereits nicht mehr wirken. Des Weiteren basiert Propaganda als Technik auf einer Strategie, deren Ziel die Umsetzung von politischen Zielen ist. Um solche Botschaften wirksam zu streuen, ist Propaganda auf Medien angewiesen. Hintergedanke ist dabei, dass die öffentliche Meinung nur durch Medien beeinflusst werden kann und diese wiederum Einfluss auf politische Entscheidungen ausübt. Zusätzlich lässt sich festhalten, dass Propaganda auf Überredung abzielt. Menschen sollen vom Einnehmen einer spezifischen Meinung zu einem Thema und von einem entsprechenden Handeln überzeugt werden. Gleichzeitig ist auch die Bestärkung von Menschen bei bestehenden Meinungen als Propaganda zu bezeichnen. Zentral für Propaganda ist die Nutzung von Bildern und Sprache, welche manipuliert werden, sodass im Laufe der Rezeption neue Verbindungen zwischen vorhandenen positiven und negativen Einstellungen und bestimmten Sachverhalten hergestellt werden. Funktionieren tut dies mittels semiotischer Kopplungen („Schotten sind geizig“) oder mittels der Fakten-Verfälschung. (vgl. Bussemer 2005: 30).

Medien spielen in der Propaganda eine entscheidende Rolle, sie haben eine sehr große Reichweite. Wie bereits angesprochen, macht man sich zunutze, dass Medien mit ihrer Themenagenda die öffentliche und damit individuelle Themenagenda bestimmen. Es handelt sich um sogenannte Agendasetter. Somit nehmen Rezipienten Nachrichten erst aus zweiter Hand auf. Ferner ist es für Propaganda reizvoll, diese Agenda auch durch die mediale Überrepräsentation bestimmter Eliten (Politiker, Militärs) zu beeinflussen. Propaganda geht dabei meist von einem politischen System aus, ist auf den Erhalt und den Gewinn von Macht ausgerichtet und kann dabei durchaus auch durch Zwangsmaßnahmen wie der Gleichschaltung der Medien oder der Zensur erfolgen. Propagandistische Nachrichten sind hierbei größtenteils ideologisiert und transportieren ein bestimmtes Weltbild. Dass man sich auf das Publikum, welches man erreichen will, durch eine Anpassung an deren Meinungen, Rezeptionsgewohnheiten und Erwartungen orientiert ist eine weitere Facette der Propaganda, wobei es festzuhalten gilt, dass Propaganda keinesfalls der echten Wahrheit verpflichtet ist. Vielmehr wird Wahrheit gezielt dort gestreut, wo es eigene Vorhaben untermauert (vgl. ebd.:31f.).

2.3 Formen von Propaganda

Propaganda lässt sich vielschichtig unterscheiden. Wird beispielsweise im Krieg versucht, die Moral in der Heimat zu stärken, die Beziehungen zu Verbündeten propagandistisch heroisiert und die zu Feinden bekämpft, so spricht man von Kriegspropaganda. Auch die reine Diffamierung des Feindes kann als Propaganda bezeichnet werden. Diese Form wird größtenteils militärisch durchgeführt. Dies macht sich nicht zuletzt im Begriff der psychologischen Kriegsführung deutlich. Eine weitere Unterscheidung lässt sich in Form von weißer, durch klar erkennbare Medien kommunzierte, und schwarzer, durch nicht erkennbare Medien wie nicht identifzierbare Radiostationen, Propaganda treffen. Mit dieser Art der Propaganda ließen sich beispielsweise, wie in dieser Arbeit in Form von DDR-Geheimsendern noch vorgestellt wird, Zielgruppen erreichen, die die offene, also weiße Propaganda kategorisch nicht wahrnehmen, während diese nicht klar erkennbare Propaganda eher aufnehmen. Auch der Reiz des Geheimen kann hierbei im Sinne der Propagandisten förderlich sein. (vgl. Bussemer 2005: 31f).

Bussemer (2005) unterscheidet überdies vier verschiedene Verständnisarten der Propaganda. Mit dem polemischen Verständnis ist der relativ oberflächliche Sprachgebrauch des Wortes gemeint, die zumeist eine sehr subjektive Wahrnehmung der Realität als Propaganda meint. Das „kurfristig-taktische“ Verständnis ist insbesondere in militärischen Kreisen verbreitet und sieht Propaganda als Werkzeug an, dass kurzfristig angewandt wird. Mit dem Kampagnenverständnis ist hingegen eine Propagandastrategie gemeint, die den Fokus auf ein festes Ziel wie beispielsweise die Wahlkämpfe der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren richtet. Zu guter letzt führt Bussemer Propaganda als primäre Integrationsagentur der Gesellschaft und Propaganda als Normalmodus gesellschaftlicher Kommunikation an. Ersteres meint, dass Propaganda mittels Kommunikation der Integration von Personen in ein Gesellschaftssystem dient. Diese Art kann entweder institutionell geplant als auch unbewusst durch Gesellschaftsmitgliedern geschehen. Die zweitgenannte Form der Propaganda meint, dass eine medienzentrierte Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Pluralismus Propaganda automatisch hervorbringen, da unterschiedliche Interessensgruppen um Aufmerksamkeit kämpfen. Öffentlichkeit ist durch Propaganda geformt und wird durch sie auch zusammengehalten. Propaganda wird somit als strukturierendes Element der Massenkommunikation gedacht (vgl. ebd.: 33f.).

3. Feindbilder, Stereotypen, Mittel und Methoden: Der Kalte Krieg als Propagandakrieg

Wenngleich der Ost-West-Konflikt militärisch zwischen den beiden damaligen Supermächten USA und UDSSR nicht eskalierte und man daher vom Kalten Krieg spricht, lieferten sich die konkurrierenden Ideologien gerade durch Massenmedien einen erbitterten Schlagabtausch der Propaganda. Massenmedien dienten dabei im Kalten Krieg häufig als Elemente von Propaganda und Gegenpropaganda und somit als ideologische Botschaften der Konfliktparteien. Während man im Westen zu Begriffen wie „Antikommunismus“, „Antibolschewismus“, „Freiheitskampf“ und „christlichem Abendland“ tendierte, kamen aus dem Osten die Schlagworte „Antiimperialismus“, „Antifaschismus“, „Friedenskampf“ und „Sozialismus“. Letztlich beanspruchten beide Seiten der anderen ideologisch überlegen zu sein, wahrhaft humanistische, aufklärerische Werte zu vertreten und den kulturellen Fortschritt anzustreben (vgl. Lindenberger 2004: 28f). Derartiges propagandistisches Agieren war gleichzeitig an ein Reagieren auf den Gegner gekoppelt. Auf beiden Seiten versuchte man daher vor allem in den eigenen Reihen einer Freund-Feind-Logik folgend vorzugehen. In Amerika zeigte sich dies durch den McCarthyismus, der einer antikommunistischen Hexenjagd ähnelte, in der UDSSR war es vor allem die „Zwei-Lager-Theorie“ des sowjetischen Chefideologen Schdanow, wonach es nur Antiimperialismus und Imperialismus beziehungsweise Kommunismus und Antikommunismus gäbe. In der kommunistischen Hemisphäre machte sich diese Haltung vor allem durch die „Schdanowschtschina“ bemerkbar, womit die ideologische-kulturelle Säuberungskampagne Schdanows gemeint ist, in deren Folge alles westlich Anmutende entfernt wurde (vgl. ebd.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Der Ost-West-Konflikt als Propagandakrieg: Ost- und Westpropaganda im geteilten Deutschland von 1945 bis 1961 mit Schwerpunkt Radiopropaganda
Hochschule
Universität Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät - Professur für Internationale Politik)
Veranstaltung
Ost-West-Konflikt
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
33
Katalognummer
V126871
ISBN (eBook)
9783640329625
ISBN (Buch)
9783640331468
Dateigröße
1681 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ost-West-Konflikt, Propagandakrieg, Ost-, Westpropaganda, Deutschland, Schwerpunkt, Radiopropaganda
Arbeit zitieren
Martin Höfelmann (Autor), 2009, Der Ost-West-Konflikt als Propagandakrieg: Ost- und Westpropaganda im geteilten Deutschland von 1945 bis 1961 mit Schwerpunkt Radiopropaganda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126871

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