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Fachdidaktische Analyse des Ukraine-Konflikts. Planung und Gestaltung von Sozialkundeunterricht

Titel: Fachdidaktische Analyse des Ukraine-Konflikts. Planung und Gestaltung von Sozialkundeunterricht

Unterrichtsentwurf , 2022 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nick Thoben (Autor:in)

Didaktik - Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser fachdidaktischen Analyse wird ein Unterrichtskonzept einer Doppelstunde zum Ukraine-Konflikt mittels des fachdidaktischen Prinzips der Konfliktanalyse erstellt. Der Ukraine-Konflikt wird dabei unter dem großen Hauptthemenblock der Europäischen Union betrachtet, welcher sich im Rahmenplan M-V für die Klassenstufe 10 an gymnasialen Schulen wiederfindet. Das Stundenthema lautet: Soll die Europäische Union weitere Sanktionen gegen Russland verhängen?

Für viele Schüler und Schülerinnen ist die Invasion der Ukraine der erste Krieg, den sie auch als solchen wahrnehmen. Der Gedanke, in einem Klassenzimmer zu sitzen, während sich 1500 Kilometer weiter auf europäischen Boden ein souveräner, demokratischer Staat, welcher seit neuestem auch als EU-Beitrittskandidat gilt, in einem Verteidigungskrieg befindet, bringt für Schüler und Schülerinnen eine enorme mentale Belastung mit sich. Der Krieg löst gleichzeitig Mitleid als auch Angst aus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Beutelsbacher Konsens

2.2 Der Ukrainekonflikt als Konfliktanalyse

2.3 Fachdidaktische Analyse des Konflikts

2.4 Kompetenzvermittlung der Konfliktanalyse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein fachdidaktisches Unterrichtskonzept für eine Doppelstunde zum Ukraine-Konflikt zu entwickeln, das auf den Prinzipien der politischen Bildung basiert und Lernenden hilft, komplexe internationale Konflikte strukturiert zu analysieren.

  • Anwendung des fachdidaktischen Prinzips der Konfliktanalyse im Politikunterricht.
  • Integration des Beutelsbacher Konsens zur Wahrung der Kontroversität bei politisch hochsensiblen Themen.
  • Förderung der politischen Urteils- und Handlungskompetenz durch simulationbasierte Methoden (Konferenzspiel).
  • Umgang mit emotionaler Betroffenheit und der Vermittlung differenzierter Argumentationsstrategien.

Auszug aus dem Buch

II. HAUPTTEIL

Für viele Schüler und Schülerinnen ist die Invasion der Ukraine, der erste Krieg, den sie auch als solchen wahrnehmen. Der Gedanke, in einem Klassenzimmer zu sitzen, während sich 1500 Kilometer weiter auf europäischen Boden ein souveräner, demokratischer Staat, welcher seit neuestem auch als EU-Beitrittskandidat gilt, in einem Verteidigungskrieg befindet, bringt für Schüler und Schülerinnen eine enorme mentale Belastung mit sich. Der Krieg löst gleichzeitig Mitleid als auch Angst aus (Fischer, 2022, S. 2).

Einerseits werden Lernende mit Bildern, Videos sowie Berichten von zerstörten Städten, Massakern wie in Butscha und Millionen Menschen, die sich nun auf der Flucht befinden, tagtäglich in den Medien konfrontiert, andererseits verspüren sie oftmals Angst vor einer möglichen Ausweitung des Konfliktes auf das eigene Land. Angeheizt durch die Wehrpflichtdebatte, Diskussionen über Waffenlieferungen sowie starke wirtschaftliche Folgen wie der steigenden Inflationsrate sind Lernende durch den Krieg in der Ukraine so stark betroffen wie in den aller wenigsten Krisen davor. Schüler und Schülerinnen sind emotional äußerst ergriffen vom Konflikt in der Ukraine, da es sowohl direkte Folgen für sie selbst z.B. wenn sie Verwandte in den betroffenen Regionen haben oder sich selbst aus ihrer Empathie heraus Flüchtlingshilfe unterstützen. Auch Folgen für ihre eigene Lebenswelt sind der Form der Zusammenarbeit in der Europäischen Union und der mitunter schwersten Entflammung des Ost-West-Konfliktes seit den Hochzeiten des Kalten Krieges entstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung verortet den Ukraine-Konflikt als historische Zeitenwende und beschreibt die Zielsetzung, ein fachdidaktisches Unterrichtskonzept zum Thema Sanktionsmöglichkeiten der EU zu erarbeiten.

Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Relevanz des Konflikts für die Lebenswelt der Schüler und beleuchtet didaktische Herausforderungen und Methoden.

Beutelsbacher Konsens: Dieses Kapitel erörtert die Anwendung des Konsensprinzips auf das hochaktuelle und kontroverse Thema des Ukraine-Konflikts, insbesondere im Hinblick auf das Kontroversitäts- und Überwältigungsverbot.

Der Ukrainekonflikt als Konfliktanalyse: Das Kapitel begründet, warum der Ukraine-Konflikt ein ideales Beispiel für die Anwendung des Prinzips der Konfliktanalyse bietet, da er historisch gewachsene Interessenkonflikte widerspiegelt.

Fachdidaktische Analyse des Konflikts: Hier wird das konkrete methodische Vorgehen für eine Unterrichtsreihe beschrieben, inklusive der Nutzung von Makromethoden wie dem Konferenzspiel.

Kompetenzvermittlung der Konfliktanalyse: Das abschließende inhaltliche Kapitel erläutert, wie durch das Unterrichtsdesign politische Urteils-, Handlungs- und methodische Fähigkeiten bei Lernenden geschult werden.

Schlüsselwörter

Ukraine-Konflikt, politische Bildung, Konfliktanalyse, Beutelsbacher Konsens, Kontroversitätsgebot, Urteilsfähigkeit, Pro-Contra-Debatte, Didaktik, Politikunterricht, Europäische Union, Sanktionen, Simulation, Schülerbeteiligung, Demokratiepädagogik, Medienkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der fachdidaktischen Aufbereitung des Ukraine-Konflikts für den Politikunterricht an Gymnasien, um Schülern eine strukturierte Auseinandersetzung mit dem aktuellen Weltgeschehen zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die europäische Sicherheitspolitik, die Wirksamkeit von Sanktionen, die Rolle des demokratischen Diskurses und die Förderung der Urteilsfähigkeit der Lernenden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines Unterrichtskonzepts, das auf dem fachdidaktischen Prinzip der Konfliktanalyse basiert und Lernende befähigt, Interessen und Argumente im Ukraine-Konflikt abzuwägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der fachdidaktischen Analyse angewandt, kombiniert mit Konzepten der Politikdidaktik, wie sie unter anderem von Sibylle Reinhardt und Hermann Giesecke beschrieben werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Anwendung des Beutelsbacher Konsens, die methodische Strukturierung einer Unterrichtsreihe mittels Konferenzspiel und die theoretische Fundierung der Kompetenzvermittlung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie politische Urteilsfähigkeit, Kontroversität, Konfliktorientierung und didaktische Reduktion geprägt.

Wie soll im Unterricht mit pro-russischen Äußerungen umgegangen werden?

Gemäß dem Beutelsbacher Konsens dürfen solche Äußerungen nicht durch Herabwürdigung unterdrückt werden, sondern sollen im demokratischen Diskurs kritisch hinterfragt und bearbeitet werden.

Warum wird das Konferenzspiel als Methode gewählt?

Das Konferenzspiel dient als Makromethode, um Schülern durch den Rollentausch (Diplomaten der EU, Ukraine, Russland) ein tieferes Verständnis für unterschiedliche Interessenslagen und die Notwendigkeit von Kompromissen zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fachdidaktische Analyse des Ukraine-Konflikts. Planung und Gestaltung von Sozialkundeunterricht
Hochschule
Universität Rostock  (Wirtschafts,- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Planung von Sozialkundeunterricht
Note
1,7
Autor
Nick Thoben (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
13
Katalognummer
V1268778
ISBN (PDF)
9783346714589
ISBN (Buch)
9783346714596
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Didaktik Sozialkunde Politik Ukraine
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nick Thoben (Autor:in), 2022, Fachdidaktische Analyse des Ukraine-Konflikts. Planung und Gestaltung von Sozialkundeunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268778
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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