Die Weg-Ziel-Theorie von Robert J. House (1971)

Eine empirische Analyse und Bewertung


Hausarbeit, 2008
12 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Überblick

2. Die Weg-Ziel-Theorie von House im Kurzüberblick

3. Die metaanalytische Betrachtung der Weg-Ziel-Theorie
3.1. Die Metaanalyse von Indvik aus dem Jahr 1985
3.2. Die Metaanalyse von Wofford und Liska aus dem Jahr 1993
3.3. Methodische Probleme der Metaanalyse

4. Die Bewertung der Weg-Ziel-Theorie

5. Bedeutung der Weg-Ziel-Theorie für die Praxis und eine Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung und Überblick

„ A good theory is one that holds together long enough to get you to a better theory.“ (Hebb, 1969, S. 21)

Es ist mehr als 35 Jahre her, als Robert J. House im Jahr 1971 den Artikel „A Path-Goal Theory of Leader Effectivness“ veröffentlicht hat. Die Ursprungstheorie aus dem Jahr 1971 hatte einen starken Einfluss auf die Wissenschaft. So sind bis 1993 mehr als 120 Studien über die Weg-Ziel-Theorie verfasst worden (Wofford & Liska, 1993). Die Besonderheit der Theorie liegt in der Verknüpfung der Erwartungstheorie mit der Führungstheorie, mit dem Ziel die Motivationsfunktion des Vorgesetzten als Hauptaufgabe herauszuarbeiten.

In dieser Hausarbeit sollen zwei Metaanalysen näher vorgestellt werden, die eine von Indvik aus dem Jahr 1985 und die andere von Wofford und Liska aus dem Jahr 1993, welche sich mit der Weg-Ziel-Theorie aus dem Jahr 1971 befassten. Beide Metaanalysen sind bezüglich ihrer Größe und ihrer Daten sehr relevant und hilfreich für die empirische Betrachtung der Weg-Ziel-Theorie. Des Weiteren soll die Theorie allgemein bewertet und ihre Bedeutung für die Praxis herausgearbeitet werden. Einführend soll die Weg-Ziel-Theorie kurz dargestellt werden, um den groben Theorierahmen aufzudecken und zu erläutern.

2. Die Weg-Ziel-Theorie von House im Kurzüberblick

Die Weg-Ziel-Theorie, welche 1971 von Robert J. House formuliert wurde, zählt zu den kontingenztheoretischen Ansätzen der Führung. Die Hauptaufgabe eines Vorgesetzten soll demnach darin bestehen, die Leistung, die Zufriedenheit und die Motivation seiner Mitarbeiter zu steigern (House, 1971; Wofford & Liska, 1993). Der Vorgesetze stellt damit die „couching, guidance, support and rewards necessary for effective and satisfying performance that would otherwise be lacking the environment“ (House & Dessler, 1974 ) zur Verfügung. Dabei unterscheidet er vier Typen des Führungsverhaltens: den Direktiven, den Partizipativen, den Unterstützenden und den Leistungsorientierten.

Die Weg-Ziel-Theorie geht davon aus, dass die Effekte des Vorgesetzten auf die Untergebenen durch situationsabhängige Variablen beeinflusst werden. Diese zwei Situationsvariablen sind entweder die persönlichen Charakteristika der Gruppenmitglieder oder der Grad der Strukturiertheit der Aufgaben bzw. der Umwelt. Diese Variablen lassen den einen von den vier Führungsstilen jeweils ermessen erscheinen. Die persönlichen Charakteristika der Gruppenmitglieder können: die Erfahrung oder auch die Leistungsmotivation sein. Während die Strukturiertheit der Umwelt durch z.B. die Aufgabenstruktur oder auch durch die Rollenvielfalt zum Ausdruck gebracht werden (Wofford & Liska, 1993). Eine Führungskraft kann mehr als nur einen Führungsstil anwenden. Dabei geht es nicht nur darum welcher Führungsstil in einer bestimmten Situation erfolgreich angewendet wurde, sondern auch warum ein bestimmter Stil unter einer bestimmten Konstellation erfolgreich sein wird. Damit geht die Theorie über den Kontingenz-Ansatz von Fiedler hinaus (Weinert, 2004).

3. Die metaanalytische Betrachtung der Weg-Ziel-Theorie

Die Metaanalyse bietet ein ideales Instrument, um verschiedene Studien zu einem Thema vergleichen zu können. Damit können systematisch und quantitativ die Ergebnisse von verschiedenen Studien zusammengetragen und verglichen werden. Im folgenden Abschnitt sollen nun zwei Metaanalysen zur Weg-Ziel-Theorie von House (1971) näher betrachtet werden. Die erste Metaanalyse von Judie Indvik aus dem Jahr 1985 umfasst 48 Studien, demgegenüber weißt die Metaanalyse von Wofford und Liska beachtliche 120 Studien auf. Die Ergebnisse beider sollen im nächsten Abschnitt näher erläutert werden.

3.1. Die Metaanalyse von Indvik aus dem Jahr 1985

Judie Indvik unersuchte 48 Studien (insgesamt 11.862 Probanden), um die Weg-Ziel-Theorie von House zu widerlegen oder zu stützen. Des Weiteren stellte sie sich die Frage, ob die bisherigen Forschungsresultate weitere Hypothesenprüfungen sinnvoll erscheinen lassen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Die Weg-Ziel-Theorie von Robert J. House (1971)
Untertitel
Eine empirische Analyse und Bewertung
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt  (Lehrstuhl für Sozial- und Organisationspsychologie)
Veranstaltung
Personale Führung und Führungsinstrumente
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V126882
ISBN (eBook)
9783640334568
ISBN (Buch)
9783640334230
Dateigröße
544 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weg-Ziel-Theorie, Robert, House, Eine, Analyse, Bewertung
Arbeit zitieren
Ellen Ziegler (Autor), 2008, Die Weg-Ziel-Theorie von Robert J. House (1971), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126882

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