In der vorliegenden Seminararbeit folgt eine tiefgründige Auseinandersetzung mit der Eucharistiefeier. Hierzu gehört auch der Wortgottesdienst als erster Hauptteil der Messe. Wortgottesdienst und Eucharistie müssen als Einheit gesehen werden. Nur zusammen können sie die Messe bilden.
Damit die Wortbedeutung „Eucharistiefeier“ beziehungsweise „Eucharistiefeier im engeren Sinne“ richtig interpretiert werden kann, folgen zunächst Informationen zur Gesamtstruktur der Messliturgie. Darauf aufbauend wird die Eröffnung der Messfeier thematisiert. Hier wird insbesondere auf die Einzugsprozession, Begrüßung der Gemeinde, Schuldbekenntnis, Kyrie und das Tagesgebet eingegangen.
Daraufhin wird sich dem ersten Hauptteil, also dem Wortgottesdienst, gewidmet, denn er darf nicht als „Nebensache“ betrachtet werden. Dass der Gottesdienst eine wichtige Bedeutung einnimmt, wird durch die Lesungen, den Antwortpsalm, den Ruf vor dem Evangelium sowie durch die Predigt und das Credo deutlich gemacht. Außerdem folgen Informationen zu den Fürbitten, da sie den Abschluss des Wortgottesdienstes bilden.
Der zweite Hauptteil besteht wie schon angesprochen aus der Eucharistiefeier und es wird zunächst eine Begriffserklärung gemacht, bevor auf die Feier der Eucharistie eingegangen werden kann. Sie besteht aus drei Teilen, nämlich der Gabenbereitung, dem Hochgebet sowie der Kommunion. Bei der Gabenbereitung spielt das Zurüsten des Altars, die Gabenprozession sowie das Gabengebet eine bedeutende Rolle. Beim Hochgebet werden zunächst die Grundüberlegungen aufgezeigt und dann die Begriffe Präfation, Sanctusruf sowie Wandlungsepiklese näher erläutert. Außerdem wird erklärt, warum eine Akklamation und die Anamnese und Schlussdoxologie sinnvoll sind. Der letzte Teil der Eucharistiefeier bildet die Kommunion. Diese besteht aus dem "Vater Unser" sowie dem Friedensgruß. Die Brotbrechung mit Agnus Dei sowie die Gebetsstille und Schlussgebet sind ebenfalls bedeutende Elemente der Kommunion. Abschließend folgt ein Resümee, in dem noch einmal die Bedeutung der Eucharistiefeier hervorgehoben wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gesamtstruktur des Messliturgie
3. Eröffnung der Messfeier
3.1 Einzug
3.2 Begrüßung der Gemeinde
3.3 Schuldbekenntnis
3.4 Kyrie
3.5 Tagesgebet
4. Wortgottesdienst
4.1 Lesungen
4.2 Antwortpsalm und Ruf vor dem Evangelium
4.3 Predigt und Credo
4.4 Fürbitten
5. Begriff der Eucharistie
6. Feier der Eucharistie
6.1 Gabenbereitung
6.1.1 Zurüsten des Altars
6.1.2 Gabenprozession
6.1.3 Gabengebet
6.2 Eucharistisches Hochgebet
6.2.1 Grundüberlegungen des Hochgebets
6.2.2 Präfation
6.2.3 Sanctusruf
6.2.4 Wandlungsepiklese
6.2.5 Akklamation
6.2.6 Anamnese und Schlussdoxologie
6.3 Kommunion
6.3.1 Das Gebet des Herrn (Vater unser)
6.3.2 Der Friedensgruß
6.3.3 Die Brotbrechung mit Agnus Dei
6.3.4 Gebetsstille und Schlussgebet
7. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur der Messliturgie und verdeutlicht die enge Einheit zwischen Wortgottesdienst und Eucharistiefeier, wobei das Ziel darin besteht, Gläubigen das tiefe Verständnis für die einzelnen Riten und deren Bedeutung für die Gemeinschaft zu vermitteln.
- Struktur und Bedeutung der Messliturgie
- Der Wortgottesdienst als konstitutives Element
- Die Eucharistiefeier als zentrales Gedächtnismahl
- Liturgische Riten der Eröffnung und des Hochgebets
- Gemeinschaftsaspekt und die Überwindung von Entfremdung
Auszug aus dem Buch
6.2.1 Grundüberlegungen des Hochgebets
Das Hochgebet kann seinem Inhalt nach als umfassendes Dankgebet betrachtet werden. Für alle Hochgebete gelten nach dem Gesang verschiedene Grundüberlegungen. Zunächst wird es als ein durchgehender Lobpreis Gottes des Vaters gesehen. Die Aufforderung „Lasst uns danken dem Herrn, unserm Gott“ dominiert das ganze Gebet bis zum Amen vor dem Vater unser. Es wird immer dem Vater gedankt, der Dank wird für die Großtaten ausgesprochen, die der Vater in Christus für uns vollbracht hat. Der Kern des Gebets bildet den Dank für die österliche Rettungstat Gottes, der seinen Sohn in den Tod hingegeben und zum Leben auferweckt hat. Außerdem wird dafür gedankt, dass Christus uns den Auftrag hinterlassen hat, seine Hingabe im Ostermahl immer neu zu feiern. Aus diesem Grund gelten der Einsetzungsbericht und die darauf folgende Anamnese als Kern- und Höhepunkt des Hochgebets. Sie dürfen aber nicht als Bericht gesehen werden, sondern stellen den Dank an den Vater in den Mittelpunkt. Dieser geschieht dadurch, dass der Vorsteher der Gemeinde die rettenden Großtaten von Gott preisend verkündet. Um beim Gebet einer lobpreisenden Verkündigung gerecht zu werden, singt der Pastor die Präfation in einer einfachen Weise und spricht sie nicht bloß. Dies gilt natürlich auch für den Einsetzungsbericht und die Anamnese.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Messliturgie als Einheit zu verstehen und die wichtigsten Phasen der Messe vorzustellen.
2. Gesamtstruktur der Messliturgie: Das Kapitel betrachtet die historische Entwicklung der Zweiteilung der Messe in Wortgottesdienst und Eucharistie und unterstreicht deren notwendige Verbindung.
3. Eröffnung der Messfeier: Hier werden die vorbereitenden Riten wie Einzug, Begrüßung, Schuldbekenntnis, Kyrie und Tagesgebet in ihrem spirituellen Kontext erörtert.
4. Wortgottesdienst: Dieses Kapitel widmet sich den Elementen des Wortgottesdienstes, von den Lesungen bis hin zur Predigt, dem Credo und den Fürbitten.
5. Begriff der Eucharistie: Es wird die begriffliche Einordnung der Eucharistiefeier vorgenommen und ihre Ausrichtung am letzten Abendmahl Jesu begründet.
6. Feier der Eucharistie: Dieser umfangreiche Teil detailliert die Gabenbereitung, das Hochgebet mit all seinen Unterbegriffen sowie die Kommunion einschließlich Brotbrechung.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, wie ein bewusstes liturgisches Verständnis einer Entfremdung von der Kirche entgegenwirken kann.
Schlüsselwörter
Messliturgie, Eucharistiefeier, Wortgottesdienst, Gabenbereitung, Hochgebet, Kommunion, Glaubensbekenntnis, Gebetstheologie, Liturgie, christliche Gemeinschaft, Gottesdienst, Brotbrechung, Anamnese, Epiklese, Vater Unser
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit bietet eine tiefgründige Analyse der Struktur der Messliturgie, indem sie die Messe in ihre Bestandteile zerlegt und theologisch interpretiert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen den Wortgottesdienst und die Eucharistiefeier als inhaltliche und rituelle Einheit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine strukturierte Darstellung der Messabläufe das Verständnis der Gläubigen für die Bedeutung des gottesdienstlichen Geschehens zu vertiefen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Seminararbeit stützt sich auf eine strukturierte Analyse theologischer und liturgischer Grundlagen sowie der Offenbarungskonstitution Dei Verbum.
Welche Abschnitte bilden den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Eröffnung, den Wortgottesdienst, die Eucharistiefeier – inklusive Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion – sowie das abschließende Resümee.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Liturgie, Eucharistie, Wortgottesdienst, Gebetshaltung und die Gemeinschaft der Gläubigen.
Warum wird der Wortgottesdienst nicht als Nebensache betrachtet?
Der Wortgottesdienst steht gleichberechtigt mit der Eucharistie im Zentrum, da das Wort Gottes als Tisch des Wortes und als Nahrung für die Gläubigen verstanden wird.
Welche Bedeutung hat das Hochgebet innerhalb der Eucharistie?
Das Hochgebet bildet den innersten Bereich der Messfeier, in dem die Gemeinde dankend die Erlösungstat Christi verkündet und lobpreist.
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- Berthold Römann (Author), 2011, Gesamtstruktur der Messliturgie. Die Bedeutung von Eucharistiefeier und Wortgottesdienst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268823