Umso größer die Entscheidungsspielräume werden, desto sehnlicher wird der Wunsch nach Orientierung.
Orientierung als Ausrichtung auf soziokulturelle Kontexte in der modernen Welt. Lässt sich diese Neu- oder Wiederausrichtung als bloßes Gerecht werden bestehender Entscheidungszwänge begreifen, als idealisiertes Symbol der Selbstoptimierung alltäglicher Prozesse oder liegen in der Unsicherheit Potenziale zur Persönlichkeitsentwicklung und Steigerung der seelischen Lebensqualität verborgen?
Die vorliegende Arbeit greift diese divergierenden Ausgangspunkte für Veränderungsprozesse auf und konzeptualisiert ebenjenen Wunsch nach Orientierung. Ziel dieser Arbeit ist es festzustellen, worin sich diese beiden Stile der Gesprächsführung überschneiden, welche Divergenzen die Gesprächstechniken aufweisen und welche Rahmenbedingungen dem Erkenntnisgewinn sowie der Beratung zuträglich sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Abgrenzung der Beratungsdimension
- 3. Personenzentrierte Gesprächsführung
- 3.1 Die hinreichenden Bedingungen nach Rogers
- 4. Gesprächstechniken der personenzentrierten Gesprächsführung
- 5. Motivierende Gesprächsführung
- 5.1 Der Spirit
- 5.2 Gesprächstechniken der motivierenden Gesprächsführung
- 6. Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Ziel dieser Arbeit ist es, die beiden Gesprächsstile der personenzentrierten und motivierenden Gesprächsführung im Hinblick auf ihre Schnittmengen und Unterschiede zu untersuchen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den jeweiligen Gesprächstechniken und Rahmenbedingungen, die den Erkenntnisgewinn und die Beratung positiv beeinflussen können.
- Abgrenzung der Beratungsdimension aus psychosozialer Perspektive
- Grundlagen der personenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers
- Die Bedeutung der Selbstverwirklichungstendenz und der hinreichenden Bedingungen für den Beratungsprozess
- Einführung in die motivierende Gesprächsführung nach William Miller und Stephen Rollnick
- Untersuchung der jeweiligen Gesprächstechniken und deren Einfluss auf den Beratungsprozess
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung
Der einleitende Abschnitt beleuchtet die Bedeutung von Handlungen bei der Erreichung persönlicher Ziele und stellt den Wunsch nach Orientierung in komplexen Entscheidungssituationen in den Vordergrund. Dieser Wunsch nach Orientierung dient als Ausgangspunkt für die Arbeit.
2. Abgrenzung der Beratungsdimension
Dieses Kapitel grenzt den Beratungsbegriff aus psychosozialer Perspektive ein und definiert die Beratung als einen interaktiven Prozess, der die Problemlösungskompetenzen des Ratsuchenden erweitern soll.
3. Personenzentrierte Gesprächsführung
Kapitel 3 widmet sich dem Konzept der personenzentrierten Gesprächsführung nach Carl R. Rogers. Hierbei wird die zentrale Bedeutung von Vertrauen im Beratungsprozess hervorgehoben, welches die Freilegung und Erfahrung des "Sich-selbst-Sein" bei den Klient*innen fördern soll.
4. Gesprächstechniken der personenzentrierten Gesprächsführung
In diesem Kapitel werden die Grundtechniken der personenzentrierten Gesprächsführung skizziert.
5. Motivierende Gesprächsführung
Dieses Kapitel stellt die motivierende Gesprächsführung nach William Miller und Stephen Rollnick vor, wobei der Fokus auf den "Spirit" dieses Ansatzes und die entsprechenden Gesprächstechniken liegt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Beratung, Gesprächsführung, personenzentrierte Gesprächsführung, motivierende Gesprächsführung, Selbstverwirklichung, Orientierung, Vertrauen, Empathie, bedingungslose Wertschätzung, Gesprächstechniken und Rahmenbedingungen. Die Arbeit fokussiert auf die psychologische Perspektive der Beratung und untersucht die Anwendung dieser Konzepte in der Praxis.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen personenzentrierter und motivierender Gesprächsführung?
Personenzentrierte Führung setzt auf Vertrauen und Selbstverwirklichung, während motivierende Gesprächsführung gezielt Veränderungsprozesse anstößt.
Was sind die „hinreichenden Bedingungen“ nach Carl Rogers?
Dazu gehören Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Kongruenz (Echtheit) des Beraters.
Was bedeutet „Spirit“ in der motivierenden Gesprächsführung?
Es beschreibt die innere Haltung des Beraters, die von Partnerschaftlichkeit, Akzeptanz, Mitgefühl und Hervorlocken geprägt ist.
Wie hilft Beratung bei der Orientierung?
Beratung erweitert die Problemlösungskompetenzen und hilft Ratsuchenden, in komplexen Entscheidungssituationen eine Richtung zu finden.
Was ist die Selbstverwirklichungstendenz?
Die angeborene Kraft des Menschen, seine eigenen Potenziale zu entwickeln und psychisch zu wachsen.
- Arbeit zitieren
- Martin Wolff (Autor:in), 2022, Arten der Gesprächsführung. Personenzentrierte und Motivierende Gesprächsführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268919