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Die Krisendarstellung in Gudrun Pausewangs "Die Wolke"

Titel: Die Krisendarstellung in Gudrun Pausewangs "Die Wolke"

Bachelorarbeit , 2020 , 32 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Caroline Brandt (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit untersucht am Werk "Die Wolke" die Thesen, dass Angst das Handeln beeinflusst, Medien eine Krise erst zur Krise machen und nach einer Krise wieder die Normalität einkehrt. Außerdem wird ein Vergleich zwischen dem Inhalt des Werks und dem Reaktorunglück Fukushima gezogen.

Wie sich genau diese Krise äußert, wird im Folgenden untersucht. Im Detail bedeutet das, dass ich herausfinden
möchte, ob es sich nur um eine Krise, die alle Menschen gleichermaßen beeinflusst, handelt oder ob die Figuren jeweils eine eigene beziehungsweise eine andere Krise erleben. Hinzukommt, dass ich auch erörtere, welche Figuren überhaupt von einer Krise sprechen und wer von ihnen auf Normalität beharrt. Um dies zu verdeutlichen, erfolgt eine
analytische und interpretatorische Arbeit unter Berücksichtigung relevanter Textstellen. Zum Schluss werden ein Fazit und ein Vergleich zu dem Reaktorunfall in Fukushima gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krisendiskurs

3. Analyse und Interpretation

3.1. These 1: Angst verändert das normale Handeln

3.2. These 2: Die Medien machen eine Krise erst zur Krise

3.3. These 3: Nach einer Krise kehrt wieder Normalität ein

4. Vergleich zum Reaktorunglück in Fukushima

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die literarische Darstellung einer atomaren Krise in Gudrun Pausewangs Jugendbuch "Die Wolke" und analysiert, wie sich Krisensituationen auf das Handeln und die psychische Verfassung der Protagonisten auswirken. Dabei wird ein direkter Bezug zur wissenschaftlichen Definition einer Krise hergestellt und die Arbeit mit der realen Katastrophe von Fukushima verglichen.

  • Literarische Krisenanalyse anhand von "Die Wolke"
  • Einfluss von Angst auf menschliches Handeln und soziale Strukturen
  • Die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung und Konstruktion von Krisen
  • Vergleich zwischen den Romaninhalten und dem Reaktorunfall in Fukushima
  • Psychologische Entwicklung der Figuren im Kontext von Traumata und Normalität

Auszug aus dem Buch

3.1. These 1: Angst verändert das normale Handeln

Angst hat viele Facetten und kann sich unterschiedlich stark in den Handlungen widerspiegeln. Vor allem die Angst vor dem Ungewissen scheint besonders stark in Krisensituationen ausgeprägt zu sein. Das zeigt sich aktuell in der Corona-Krise dadurch, dass die Menschen Verschwörungstheorien entwickeln, Lebensmittel und Toilettenpapier kaufen sowie horten und sich vor einer Ansteckung fürchten, weil die Krankheit noch nicht ausreichend erforscht ist. Die Vielfältigkeit von Angst und was sie mit den Menschen macht, zeigt sich auch in Die Wolke.

Zu Beginn, als noch gar nicht klar ist, was genau im Kernkraftwerk Grafenrheinfeld passiert ist und die Schüler sowie Schülerinnen nach Hause geschickt werden, kommt es zu den ersten Spekulationen und Diskussionen. Schon bald geraten Janna-Berta und die Jungs, die sie im Auto mitnehmen, in den ersten Stau. In dem Zusammenhang wird erstmalig von ‚Panik‘ gesprochen. Mit Panik lässt sich eine hysterische, oft nicht rational begründete Angst beschreiben. Die Reaktionen auf die Ungewissheit zeigt sich bei den Figuren auf unterschiedliche Art und Weise: die ersten Leute bereiten sich schon auf eine Flucht vor, während es auch Personen gibt, die das Ausmaß der Katastrophe noch nicht erfasst haben beziehungsweise es gar nicht können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Jugendbuch in den Kontext von Krisenerfahrungen ein, verweist auf historische Reaktorunfälle wie Tschernobyl und Fukushima und legt die Fragestellung der Arbeit dar.

2. Krisendiskurs: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Krise" aus einer etymologischen, psychologischen und gesellschaftlichen Perspektive und erläutert dessen Verwendung als Metapher für schwierige Lebenssituationen.

3. Analyse und Interpretation: Hier wird der Roman anhand dreier Thesen untersucht, wobei der Fokus auf Ängsten, der medialen Berichterstattung und dem Streben nach Normalität liegt.

3.1. These 1: Angst verändert das normale Handeln: Dieses Kapitel beleuchtet, wie existenzielle Angst die sozialen Handlungsmuster der Figuren auflöst und zu egoistischem Verhalten führt.

3.2. These 2: Die Medien machen eine Krise erst zur Krise: Es wird analysiert, wie widersprüchliche Medienberichte das Misstrauen der Menschen verstärken und die Wahrnehmung der Katastrophe steuern.

3.3. These 3: Nach einer Krise kehrt wieder Normalität ein: Hier wird untersucht, wie unterschiedlich die Protagonisten versuchen, in eine neue Normalität zurückzukehren oder diese krampfhaft festzuhalten.

4. Vergleich zum Reaktorunglück in Fukushima: Das Kapitel stellt die fiktive Katastrophe im Buch den realen Ereignissen in Fukushima gegenüber und bewertet die Recherchequalität und Aktualität des Werkes.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die persuasive Funktion des Romans und diskutiert dessen Bedeutung für das Verständnis politischer und gesellschaftlicher Krisenbewältigung.

Schlüsselwörter

Krise, Die Wolke, Gudrun Pausewang, Atomkraft, Katastrophe, Strahlenkrankheit, Angstbewältigung, Normalität, Fukushima, Tschernobyl, Persuasion, Jugendliteratur, soziale Folgen, Janna-Berta, Reaktorkatastrophe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Jugendbuch "Die Wolke" von Gudrun Pausewang hinsichtlich der Darstellung und psychologischen Bewältigung einer atomaren Krisensituation in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Angst auf menschliches Handeln, die mediale Konstruktion von Krisen sowie der gesellschaftliche Wunsch nach der Rückkehr zur Normalität nach einer Katastrophe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit möchte herausfinden, wie sich eine Krise auf das Verhalten einzelner Figuren auswirkt, wer von ihnen an der Normalität festhält und ob das Werk als rhetorisches Mittel zur Handlungsänderung fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Autorin nutzt eine analytische und interpretatorische Arbeitsweise, die relevante Textstellen des Romans heranzieht und diese mit psychologischen sowie disziplinspezifischen Definitionen des Krisenbegriffs verknüpft.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Thesen: Die Veränderung des Handels durch Angst, die mediale Beeinflussung der Krisenwahrnehmung und die unterschiedlichen Versuche der Figuren, nach der Katastrophe in einen Normalzustand zurückzufinden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Untersuchung charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Krisendarstellung, atomare Bedrohung, Angst, Traumata, mediale Berichterstattung, Normalitätskonzepte und der Vergleich zwischen fiktionaler Darstellung und realen Ereignissen wie Fukushima.

Wie unterscheidet sich die Reaktion der Protagonistin Janna-Berta von der Tante Helga im Umgang mit der Krise?

Während Janna-Berta durch den Verlust ihres Bruders eine tiefgreifende psychische Entwicklung durchläuft und schließlich an ihrer Krise wächst, klammert sich Tante Helga krampfhaft an äußere Normalitätsmerkmale, um die Katastrophe zu verdrängen.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der Rolle der Medien im Kontext der Krisenbewältigung bei?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Medien durch widersprüchliche Informationen Misstrauen säen und automatisch Autoritätsfunktionen übernehmen, die die Wahrnehmung der Bevölkerung in der Krise maßgeblich beeinflussen.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Krisendarstellung in Gudrun Pausewangs "Die Wolke"
Hochschule
Universität Potsdam
Note
2,7
Autor
Caroline Brandt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
32
Katalognummer
V1268946
ISBN (PDF)
9783346711991
ISBN (Buch)
9783346712004
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gudrun pausewang Die Wolke Krise Krisendarstellung Literaturanalyse Interpretation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Brandt (Autor:in), 2020, Die Krisendarstellung in Gudrun Pausewangs "Die Wolke", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268946
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Leseprobe aus  32  Seiten
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