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Wozu Sportunterricht? Ein Versuch der Legitimation

Title: Wozu Sportunterricht? Ein Versuch der Legitimation

Examination Thesis , 2007 , 68 Pages , Grade: 2

Autor:in: Juliane Schäfer (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Das „Wozu“ des Titels dient dazu, den Blick auf allgemein
proklamierte Zielsetzungen des Faches zu lenken, denn diese
zeigen als Richtschnur, wozu das Unterrichten im optimalen Fall
führen soll. Welche Ziele die Geschichte des Sportunterrichts prägten und wie es dazu kam, dass sich das Fach überhaupt im schulischen Fächerkanon etablierte, wird im historischen Diskurs (Kapitel 2) dargestellt. Wozu Sportunterricht? Ein Versuch der Legitimation. Anschließend sollen „aktuelle Zielsetzungen anhand der DSBSPRINT-Studie“ einen Überblick über Ziele geben, die dem
heutigen Sportunterricht übergeordnet sind. Herangezogen werden dazu aktuelle Lehrpläne und die Sicht beteiligter Akteure. Mit Hilfe der Ergebnisse dieses 3. Kapitels wird der geschichtliche Rückblick vervollständigt. Allerdings reichen Ziele allein als Legitimationsgrundlage für ein Fach nicht aus. Daher soll im vierten Schritt dargestellt werden, welche Wege verschiedene Autoren gehen und aufzeigen, um das Fach zu legitimieren. Nicht berücksichtigt wird die oft aufgeführte Kritik von LENZEN
(1999) und GIESECKE (1998), weil die kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik einen eigenen Arbeitsschwerpunkt darstellt. Ebenso verhält es sich mit der damit zusammenhängenden Legitimationsdebatte. In der Regel werden die einzelnen Kapitel der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit jeweils mit einer kurzen Einführung in den Aufbau eingeleitet und mit einem Zwischenfazit abgeschlossen. Zum Teil selbst hergestellte Abbildungen, welche keinen Literaturverweis enthalten, sollen der Veranschaulichung und einem besseren Überblick dienen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Historischer Diskurs

2.1 „Wegbereiter“ des Sportunterrichts

2.2 Schulturnen nach Adolf SPIESS

2.3 Leibeserziehung der Reformpädagogik

2.4 Politische Leibeserziehung im Dritten Reich

2.5 Geteiltes Deutschland

2.5.1 Körpererziehung im Osten

2.5.2 Leibeserziehung im Westen

2.6 Sportunterricht seit den 70er Jahren

2.7 Zwischenfazit

3 Aktuelle Zielsetzungen anhand der DSB SPRINT-Studie

3.1 Zielebene der Lehrpläne

3.1.1 Stellenwert und Potenzial des Fachs

3.1.2 Ziele der Bewegungsbildung

3.1.3 Ziele der Allgemeinbildung

3.1.4 Leistung, Gesundheit und soziales Lernen

3.2 Zielsetzung aus Sicht der Schulleiter und Lehrer

3.3 Bedeutung der Ergebnisse

4 Legitimationsversuche

4.1 Pfeiler der Legitimation nach PÜHSE

4.1.1 Anthropologische Grundlegung

4.1.2 Sache

4.1.3 Kind und Jugendlicher

4.2 Vorteilsargumentation nach SCHERLER

4.2.1 Innerschulische Begründungen

4.2.2 Außerschulische Begründungen

4.2.2.1 Innersportliche Begründungen

4.2.2.1 Übersportliche Begründungen

4.3 Argumente nach BALZ

4.3.1 Erziehung zum Sport: Sportartenkompetenz

4.3.2 Erziehung im Sport: Handlungsfähigkeit

4.3.3 Erziehung durch Sport: Lebenskunst

4.4 Begründungsfaktoren nach GRÖSSING

4.4.1 Begründungsfaktor Anthropologie

4.4.1.1 Körperlichkeit

4.4.1.2 Bewegung

4.4.1.3 Sinn

4.4.1.4 Kultur

4.4.2 Begründungsfaktor Lebenswelt

4.4.2.1 Familie

4.4.2.2 Wohnbereich

4.4.2.3 Kindergarten und Grundschule

4.5 Zusammenfassung und Ergänzung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Legitimationsgrundlagen des Schulsports, um zu begründen, wozu dieses Fach im schulischen Fächerkanon existiert. Ziel ist es, den Legitimationsdruck zu reflektieren und anhand historischer Entwicklungen sowie aktueller Zielsetzungen, insbesondere der SPRINT-Studie, ein fundiertes Verständnis für die Bedeutung des Sportunterrichts zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung der Leibeserziehung und des Schulsports.
  • Analyse aktueller Lehrpläne und deren Zielsetzungen basierend auf der SPRINT-Studie.
  • Vergleich verschiedener Legitimationsansätze renommierter Sportpädagogen wie Pühse, Scherler, Balz und Grössing.
  • Reflexion über den Stellenwert des Sportunterrichts im Kontext der Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Erziehung.
  • Diskussion über die Notwendigkeit von Sportunterricht angesichts veränderter lebensweltlicher Bedingungen von Kindern und Jugendlichen.

Auszug aus dem Buch

2.1 „Wegbereiter“ des Sportunterrichts

Die Integration der körperlichen Erziehung und des Trainings in das Bildungswesen ist keine neuzeitliche Erscheinung, sondern war schon in der griechischen und römischen Antike wichtiger Bestandteil einer harmonischen Gesamtausbildung. Das sogenannte Bildungsideal „Kalokagathia“ beschrieb das Streben nach körperlicher und geistlich-sittlicher Vollkommenheit.

Im europäischen Mittelalter (500-1500 n. Chr.), schreibt PROHL, seien die Leibesübungen von christlichen Idealen an den Rand gedrängt worden. Daher könne erst in der Neuzeit, die mit der Epoche der Aufklärung begann, vom Anfang einer - aus heutiger Sicht - sportpädagogischen Entwicklung gesprochen werden (vgl. PROHL 1999, S. 25). KRÜGER dagegen erläutert, dass „die Ausbildung körperlich-motorischer Fähigkeiten und Fertigkeiten und bestimmter Bewegungsformen und Bewegungstechniken […] seit Menschengedenken […] in allen Ländern eine - wenn auch unterschiedliche - Rolle [spielte]“ (KRÜGER 2001, S. 48). Als Beispiel nennt er u.a. die körperliche Ausbildung für Ritter und Knappen im europäischen Mittelalter (vgl. ebd., S. 29).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Legitimationsdruck des Sportunterrichts angesichts von Bildungsreformen und hinterfragt die Daseinsberechtigung des Faches.

2 Historischer Diskurs: Das Kapitel zeichnet die geschichtliche Entwicklung von den Anfängen der Leibesübungen über das Schulturnen nach Spiess und die Reformpädagogik bis hin zum heutigen Sportverständnis nach.

3 Aktuelle Zielsetzungen anhand der DSB SPRINT-Studie: Auf Basis empirischer Daten und Lehrplananalysen werden die aktuellen Ziele und der Stellenwert des Schulsports in Deutschland untersucht.

4 Legitimationsversuche: Es werden verschiedene wissenschaftliche Konzepte und Begründungsmodelle vorgestellt, die den Sportunterricht als unverzichtbaren Bestandteil schulischer Bildung legitimieren.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Sportunterricht aufgrund seiner einzigartigen Möglichkeit, körperliche, soziale und persönlichkeitsbildende Aspekte zu vereinen, gerade unter heutigen Bedingungen unabdingbar ist.

Schlüsselwörter

Sportunterricht, Legitimation, Schulsport, SPRINT-Studie, Leibeserziehung, Bildungsauftrag, Handlungsfähigkeit, Bewegungskultur, Sportpädagogik, Erziehung, Schulleiter, Lehrpläne, Gesundheit, soziale Verantwortung, Körperlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Frage, wie die Existenz und Notwendigkeit des Sportunterrichts im schulischen Fächerkanon begründet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Schulsports, die aktuellen Zielsetzungen aus Lehrplänen und die theoretischen Konzepte zur Legitimation des Faches.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Fach Sport trotz wechselnder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und Legitimationsdruck legitimiert und als unverzichtbar ausgewiesen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Ergebnissen der DSB SPRINT-Studie, um eine fundierte, wissenschaftliche Begründung zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick, eine Analyse aktueller Lehrplanziele anhand der SPRINT-Studie und eine detaillierte Gegenüberstellung verschiedener legitimatorischer Konzepte von Sportpädagogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sportunterricht, Legitimation, SPRINT-Studie, Handlungsfähigkeit, Schulsport, Bewegungskultur, Bildung, Erziehung und Körperlichkeit.

Wie unterscheidet sich die Argumentation nach Pühse von der nach Grössing?

Während Pühse mit einem dreigliedrigen Modell (Anthropologie, Sache, Kind/Jugendlicher) arbeitet, fokussiert Grössing stärker auf einen bewegungskulturellen Ansatz und grenzt diesen explizit vom klassischen Sportunterricht ab.

Was ist die Bedeutung des „Doppelauftrags“ für den heutigen Sportunterricht?

Der Doppelauftrag umfasst die „Erziehung zum Sport“ (Qualifikation für außerschulischen Sport) und die „Erziehung durch Sport“ (Förderung der Entwicklung und sozialer Werte), welche gemeinsam die Legitimation des Faches stützen.

Excerpt out of 68 pages  - scroll top

Details

Title
Wozu Sportunterricht? Ein Versuch der Legitimation
College
University of Education Heidelberg
Grade
2
Author
Juliane Schäfer (Author)
Publication Year
2007
Pages
68
Catalog Number
V126897
ISBN (eBook)
9783640327669
ISBN (Book)
9783640327935
Language
German
Tags
Wozu Sportunterricht Versuch Legitimation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Schäfer (Author), 2007, Wozu Sportunterricht? Ein Versuch der Legitimation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126897
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