Der Einfluss der Neuen Medien auf die Sozialisation von Jugendlichen. Chancen und Risiken


Hausarbeit, 2022

16 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen
2.1 Medien
2.2 Neue Medien
2.3 Mediatisierung
2.4 Digital Natives – Digital Immigrants
2.5 Sozialisation

3. Einflussfaktoren neuer Medien auf die Jugendkulturen
3.1 Einflussfaktoren neuer Medien auf die Sozialisation von Jugendlichen
3.2 Bedeutung der sozialen Netzwerke für Jugendliche
3.3 Gefahren und Herausforderungen durch das Internet und soziale Netzwerke
3.4 Chancen und Möglichkeiten durch das Internet und Soziale Netzwerke

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Medien sind heutzutage nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie sind in jedem Haushalt in Deutschland vertreten, egal welche Art von Medien. Doch vor allem neue Medien beschäftigen die Gesellschaft, da der Einfluss auf die junge Generation noch nicht geklärt ist. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Jugendkulturen und Mediatisierung und geht damit der folgenden Fragestellung nach:

Inwiefern haben neue Medien Einfluss auf die Sozialisation von Jugendkulturen und welche Chancen und Risiken bringen sie mit?

Die Arbeit gliedert sich in drei Teilbereiche: Im ersten Teil werden die Begrifflichkeiten, die rund um die Hausarbeit von Bedeutung sind, erläutert. Der zweite Teil widmet sich der Frage, wie neue Medien die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. Vor allem wird darauf eingegangen, welchen Stellenwert die sozialen Netzwerke für die Jugendlichen heutzutage haben. Im Zuge dessen werden die Chancen und Möglichkeiten, die durch das Internet und die sozialen Netzwerke entstehen, erläutert. Aber auch die Gefahren und Herausforderungen im Internet und der sozialen Netzwerke werden erwähnt. Daraufhin wird auf die Sicht der Jugendlichen eingegangen, wieso die sozialen Netzwerke für sie so wichtig sind. Schließlich bildet der letzte Teil ein zusammenfassendes Fazit und einen Ausblick wie man in der Zukunft mit dem Thema Mediatisierung am besten umgehen kann.

2. Begriffserklärungen

2.1 Medien

Zuallererst ist es wichtig das Wort „Medien“ genauer zu definieren, sodass man sich im Laufe der Hausarbeit an dem Begriff orientieren kann. Das Wort „Medien“ ist der Plural des Wortes „Medium“. Als Medium wird ein technischer und organisatorischer Apparat für die Vermittlung von Informationen, Kulturgütern und Meinungen verstanden. Medium wird ebenfalls als Hilfsmittel verstanden, das zur Vermittlung von Bildung und Information dient, wie Bücher und Tonbänder. Medien werden auch als Trägersysteme zur Informationsvermittlung verstanden, wie zum Beispiel Fernsehen, Presse, Hörfunk. (vgl. www.DUDEN.de 2022).

Die Erziehungswissenschaftlerin Kerstin Nitsche definierte Medien wie folgt:

„Unter Medien versteht man das Bild und/oder das Foto sowie den Computer, das Fernsehen, das Internet und das Telefon. Gemeint sind hier auch Mobiltelefone (Handys), die häufig einen Zugang zum Internet besitzen. Auch das Buch und das Bilderbuch lassen sich den Medien zuordnen, ebenso die Zeitschrift und die Zeitung und das Radio, Geräte, wie der CD-Player oder der Fotoapparat gehören genauso zur Gruppe der Medien, wie die CD, eine Videokamera oder eine Spielkonsole mit den dazugehörigen Spielen“ (Lepold/Uhlmann 2018, S. 41).

Diese vielen verschiedenen Medien, lassen sich nach mehreren Gesichtspunkten einteilen:

Man unterscheidet zwischen analogen und digitalen Medien, bei der die Art der Interaktion zwischen Nutzer und Medium entscheidend ist. Bei den analogen Medien ist die Kommunikation nur in eine Richtung möglich. Der Nutzer hat die Möglichkeit die Medien zu bedienen, diese interagieren aber nicht mit ihm, z.B. jede Art von Printmedien. Aber auch Medien, wie die Schallplatte oder die Audiokassette gehören zu den analogen Medien. Der Nutzer kann diese an oder ausschalten bzw. diese anhalten, eine weitere Interaktion ist jedoch nicht möglich. So gibt es aber noch die andere Seite mit den digitalen Medien. Diese Medien arbeiten mit digitalen Zahlen-Codes – digitale Medien, sind also immer elektronische Medien – was ihnen neben der Darstellung der Inhalte, auch eine Aufzeichnung und Speicherung sowie eine Berechnung und Verarbeitung ermöglicht. Dies erlaubt die Interaktion zwischen dem Medium und dem Nutzer in Form von Benachrichtigungen, wie z.B. bei einer Fitnessuhr aber auch vielseitige Einsatzmöglichkeiten wie beim Smartphone (vgl. Lepold/Uhlmann 2018, S. 42f.). Eine weitere Einteilung der Medien ist nach den benötigten technischen Geräten möglich. Ausschlaggebend ist, welche technischen Voraussetzungen der Sender und der Empfänger benötigt, um Informationen zu senden bzw. zu empfangen. Dies lässt sich in vier verschiedene Gruppen unterscheiden: Bei den Primärmedien, brauchen weder Sender noch Empfänger technische Mittel, um einen Informationsfluss zu ermöglichen. Hierzu zählen Mimik und Gestik und die Sprache. Deshalb werden die Primärmedien auch als Menschmedien bezeichnet. Anders als bei den Sekundärmedien, braucht hier der Sender technische Mittel, um eine Information an den Empfänger weiterzugeben. Der Empfänger hingegen braucht keine technischen Mittel, um die Information abrufen zu können. Ein Beispiel hierfür sind die Printmedien wie Bücher oder Zeitungen, aber auch Fotografien. Deshalb werden die Sekundärmedien auch als Schreib- und Druckmedien bezeichnet. Bei den Tertiärmedien benötigen Sender und Empfänger technische Hilfsmittel, um die Informationen zu senden bzw. zu empfangen. Dazu zählen Fernsehen und das Radio, aber auch ein MP3-Player sowie eine Schalplatte mit Plattenspieler. Diese Medien werden auch als elektronische Medien bezeichnet, da auf beiden Seiten elektronische Hilfsmittel nötig sind. Bei den Quartärmedien benötigen Sender und Empfänger technische Geräte, um die Informationen zu senden bzw. zu empfangen. Im Gegensatz zu den Tertiärmedien, liegen die Informationen digital vor und Sender und Empfänger brauchen für den Austausch auch eine (Internet)- Verbindung. Dazu zählen Internetchats, Social-Media-Dienste, aber auch digitale Haushaltsgeräte und Streamingdienste (vgl. Lepold/Ullmann 2018, S. 44f.).

In dieser Hausarbeit geht es um die elektronischen Medien. Dazu zählen alle digitalen Medien, wie z.B. das Smartphone, der Computer und das Tablet, aber auch analoge Medien – wie der Fernseher oder das Radio – die elektronisch betrieben werden, fallen in diese Kategorie. Im Fokus der weiteren Analyse steht das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen, welches anhand der JIM-Studie erläutert wird. Diese Medien bringen viele Chancen aber auch Risiken für Jugendliche mit sich, welche in der Öffentlichkeit breit diskutiert werden, wie ebenfalls in Kapitel drei aufgezeigt wird.

2.2 Neue Medien

Nachdem im vorangegangenen Kapitel der Begriff Medien nach verschiedenen Kriterien definiert wurde, erfolgt in diesem Kapitel eine kurze Übersicht über die Neuen Medien und deren Bezeichnung. Neue Medien spielen eine immer größere Rolle in unserem Alltag und Einzelne werden nicht umhinkommen, sich mit diesen neuen Technologien auseinander zu setzen. Der Begriff „Neue Medien“ umfasst eine breite Kategorie fortgeschrittener Kommunikations- und Informationstechnologien. Mit neuen Medien hat man früher die neuen Techniken beschrieben, die neu auf den Markt gekommen sind, wie zum Beispiel das Radio und dann der Fernseher. Heute wird der Begriff „neue Medien“ mit der digitalen Form von Medien in Verbindung gebracht, wie beispielsweise E-Mail und das World Wide Web (vgl. Holly et. al. 2000, S. 96 ff). Aber was ist überhaupt neu an den „Neuen Medien“? Die herkömmlichen Medien haben sich durch zusätzliche Funktionen zu den „Neuen“ Medien weiterentwickelt. Beispielsweise konnte die Speicherkapazität durch die elektronische Datenspeicherung um ein Vielfaches erhöht werden. Auch das Internet als Solches, ermöglicht eine noch größere Überwindung von Zeit und Raum, im Vergleich zum Telefon. Durch die elektronische Datenübertragung via Internet entwickelt das Werkzeug Computer eine stärkere Kommunikationsbezogenheit. Mit den neuen Medien wird eine neue Form von Interaktivität ermöglicht (vgl. Holly et. al. 2000, S. 97 ff). Der Begriff Interaktion ist gekennzeichnet durch die gegenseitige Beeinflussung und Abhängigkeit sowie das Miteinander verschiedener Individuen. Im Zusammenhang mit den neuen Medien bezeichnet es die Möglichkeit des Nutzers selbst einzugreifen und es nach seinen Bedürfnissen zu verändern (vgl. Holly et. al. 2000, S. 163). Die neuen Medien führten und führen heute noch, zu einem enormen Wandel in der Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. So wurden, zum Beispiel durch die Einführung des Computers, Berufe verändert, zum Teil entfielen sie einfach, aber viele wurden dafür auch neu erschaffen. Doch nicht nur die Arbeitswelt wird durch die neuen Informationstechnologien verändert, auch viele andere Lebensbereiche werden beeinflusst. Der richtige Umgang mit neuen Medien ist somit eine wichtige Schlüsselqualifikation für die Zukunft, wodurch vor allem die Jugendlichen in den Vordergrund gerückt werden. Der komplette Alltag wird bei den Jugendlichen durch die Medien bestimmt. Deutlich wird dies zum Beispiel durch die stetig steigenden Nutzerzahlen des Internets. Im Jahre 1997 haben nur 4,11 Millionen Menschen das Internet genutzt (vgl. van Eimeren 2012, S. 383). Innerhalb von vier Jahren hat sich diese Zahl der Nutzer versechsfacht. 2001 nutzten somit 24,77 Mio. Menschen das Internet (vgl. van Eimeren 2012, S. 383). Elektronische Medien sind heute nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Hatten 1999 nur 9 Prozent der deutschen Haushalte einen Internet- Anschluss sind es heute 98 Prozent (vgl. KIM 1999, zitiert nach KIM 2018, S.77), ein Fernsehgerät gibt es in jedem Haushalt und ein Mobiltelefon in 97 Prozent der Haushalte (vgl. KIM 2018, S. 77). Es ist nahezu unmöglich, Kinder und Jugendliche von diesen Geräten dauerhaft fernzuhalten.

2.3 Mediatisierung

Mediatisierung bezeichnet einen Metaprozess sozialen und kulturellen Wandels von heute. Der Begriff „Prozess“ meint in den Sozialwissenschaften eine räumlich und zeitlich umgrenzte Entwicklung mit einem klaren Anfangs- und Endpunkt. Der „Metaprozess“ meint, dass die Mediatisierung weder räumlich noch zeitlich in seinen sozialen und kulturellen Folgen begrenzt ist und dass auch die Konsequenzen dieser Entwicklung nicht als getrennt zu untersuchende Folge verstanden werden können, sondern einen konstitutiven Teil von Mediatisierung ausmachen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass Mediatisierung von einem nicht substitutiven Wandel der Medien ausgeht; dies bedeutet, dass neue Medien nicht dafür sorgen, dass Alte verschwinden, sondern sie sorgen für eine zunehmende Komplexität der Medienumgebungen der Menschen und für eine Ausdifferenzierung medienvermittelter Kommunikationen (vgl. Krotz 2007, S.12 ff). Das von Krotz als „medialer Wandel“ bezeichnete Phänomen entwickelt sich mittlerweile seit drei Jahrzehnten und weist noch längst kein Ende auf. Ganz im Gegenteil: der immer stärker ins Blickfeld rückende Globalisierungsprozess, dessen Beginn schon viele Jahre zurück liegt, findet aktuell und über einen unbestimmt langen Zeitraum hinweg statt (vgl. Krotz 2007, S. 27). Seine erste These zur Beobachtung des Medienwandels ist, dass die Zunahme von digitalen Medien, Medienangeboten und die damit verbundenen Medienfunktionen evident sind. Krotz erklärt den Prozess der Digitalisierung und sagt, dass immer mehr Daten auch oder ausschließlich nur digital verfügbar sind. Folglich seien alle Bereiche des Zusammenlebens, sowohl Kultur, Gesellschaft als auch soziale Beziehungen betroffen.

Die zweite von Krotz angeführte These besagt, dass Nutzung und Beobachtung der Medienangebote ebenso zunehmen, wie die Medienangebote Themen von Gesprächen sind. Es werden immer mehr Arten von Medien für die verschiedensten Zwecke gebraucht. Sei es in der Werbung, beim Konsum oder bei der Ausstattung und Vernetzung von Arbeitsplätzen, sie gewinnen überall an Bedeutung. Krotz sagt, dass das mit dem gestellten Anspruch der Verbraucher und der damit verbundenen erwarteten Leistung zu tun habe, da auch diese expandieren.

Am Beispiel der Hippies, versucht Krotz seine These, dass Medien durch häufige Nutzung auch häufiger Gesprächsthemen sind, zu erläutern. Die Hippies sind nur durch die Medien zu Vorbildern geworden und verkörperten einen Lebensstil. Auch über Talk-Shows, die Alltagsprobleme ansprechen und über prominent bezogene Berichterstattungen wird viel diskutiert. Krotz möchte damit darstellen, dass sich die Gesellschaft an die Medien anpasst und sich ebenso schnell wandelt, wie neue Medien verbreitet werden (vgl. Krotz 2007, S. 35f.).

2.4 Digital Natives – Digital Immigrants

Als „Digital Natives“ bezeichnet man die neue Generation der jungen Menschen, die in das Zeitalter hineingeboren wurden, wohingegen „Digital Immigrants“ den Gebrauch von Computern erst in irgendeiner beliebigen Phase des Erwachsenalters erlernt haben (vgl. Wang et al. 2013, S. 1). In ihrer Kindheit gab es viele Medien noch nicht, wie zum Beispiel das Smartphone oder das Tablet. Auch das Internet war in ihrer Kindheit noch nicht für Privathaushalte zugänglich. Viele der älteren Generation tun sich schwer damit, die neuen Medien zu verstehen und vor allem sie zu akzeptieren (vgl. Otto/Kutscher 2004, S.17).

2.5 Sozialisation

Der Begriff „Sozialisation“ beschreibt einen Prozess, der ein ganzes Leben lang anhält und durch die ständige Interaktion zwischen dem Individuum und der Umwelt stattfindet. Die Umwelt besteht aus verschiedenen Lebensbereichen, die in einzelne Bereiche eingeteilt werden, kann. Jedes Individuum erlebt eine eigene Sozialisation, die mit keiner anderen vergleichbar ist und formt das Individuum bis ins hohe Alter (vgl. Otto/Kutscher 2004, S. 20ff.).

3.Einflussfaktoren neuer Medien auf die Jugendkulturen

3.1 Einflussfaktoren neuer Medien auf die Sozialisation von Jugendlichen

Dass Computer- und Internetnutzung zu Kontrollverlust, sozialem Abstieg und Depressionen führen können und dass Jugendliche heute keine echten Freunde mehr haben und sich in sozialen Netzwerken wie Facebook buchstäblich das Gehirn wegklicken (vgl. Spitzer 2012), sind Aussagen die Manfred Spitzer in seinem Buch „Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen“ anführt, und von denen die öffentliche Debatte um die Gefahren digitaler Medien für heranwachsende Generationen derzeit befeuert wird (vgl. u.a. Handfeld 2012). Die Jugendlichen sehen das anders, aus ihrer Sicht eröffnen sich über den Computer, das Internet und Smartphone neue Türen und neue Möglichkeiten ihre Beziehungsnetze zu erweitern. Genauso wie Facetten ihres Selbst zu erproben und zu präsentieren, Wissen zusammenzutragen, ihre Freizeit zu verbringen sowie ihren ganz normalen Alltag gestalten zu können (vgl. Krotz/Schulz 2014, S. 31). Da die Sozialisation durch die ständige Interaktion zwischen dem Individuum und der Umwelt stattfindet, ist der Einfluss der neuen Medien ein sehr großer Bestandteil der Sozialisation geworden. Die Mediatisierung der Gesellschaft trägt einen enormen Teil dazu bei, da die Medien in privaten Haushalten kaum noch weg zu denken sind. Sie beeinflussen das Familienleben, da sie in der heutigen Zeit fest in den Alltag integriert sind. Medien durchdringen Bereiche der Alltagsbewältigung und -gestaltung und ermöglichen neue Interaktionsmöglichkeiten. Auf Grund dessen ist es nahezu unmöglich sie aus dem Alltag auszuschließen, auch wenn manche Eltern aus der Generation „Digital Immigrants“ stammen und ihnen die neuen technischen Geräte etwas Unbehagen bereiten, müssen sie bis zu einem gewissen Grad akzeptieren, dass die neue Medienwelt ein Bestandteil des heutigen Lebens ist (vgl. Hugger 2015, S.11). Ein eigenes Handy besitzen? Heute nahezu selbstverständlich für jedes Mitglied in der Gesellschaft. Besonders unter Jugendlichen hat der Austausch über das Medium „Handy“ einen großen sozialen Stellenwert. Inwieweit die Jugendlichen mit der Mediatisierung in Berührung kommen, kann man an Zahlen gut sichtbar machen und die Ausbreitung der Medien verdeutlichen. Seit 1998 untersucht die JIM-Studie den Medienalltag Jugendlicher in Deutschland. Die JIM-Studie 2021 zeigt Ergebnisse, die es so noch nie gab. Die Mediennutzung von Jugendlichen unter den Vorzeichen der Corona-Pandemie unterscheiden sich sehr zu den Ergebnissen der letzten Jahre. Wenn auch alle Altersgruppen und Lebensbereiche durch diese Viruserkrankung massiv beeinträchtigt sind, so sind doch Jugendliche und Kinder besonders stark davon betroffen, da bestimmte Lebens- und Entwicklungsphasen eben nur eine kurze Zeitspanne im Leben von Heranwachsenden einnehmen und damit nicht einfach irgendwann nachgeholt werden können (vgl. JIM-Studie 2021). Für die JIM-Studie wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren in ganz Deutschland von Juni bis Juli 2021 telefonisch oder online befragt. 98 Prozent der Jugendlichen, besitzen laut der JIM-Studie, ein Smartphone. Seit über 20 Jahren liefert die JIM-Studie Basisdaten zur Medienbeschäftigung in der Freizeit von Jugendlichen. Auch im Jahr 2021 liegen die Internetnutzung (95 Prozent), die Nutzung eines Smartphones (95 Prozent) und das Musikhören (92 Prozent) erneut auf den ersten Plätzen der regelmäßigen medialen Freizeitbeschäftigungen (ebd.). Anhand dieser Zahlen kann man feststellen, dass die neuen Medien einen hohen Stellenwert im Leben der Jugendlichen ausmachen. Im Gegensatz zu den Eltern wenden Kinder und Jugendliche sich mit großer Offenheit an die Vielfalt der Medien, da sie viele Möglichkeiten eröffnen und die Kinder und Jugendlichen zu der Generation „Digital Natives“ gehören. Im Gegensatz zu ihren Eltern wurden sie in die Medienwelt hineingeboren und kennen es nicht anders. Doch was machen diese „Neuen Medien“ mit den Jugendlichen? Diese Frage stellten sich bisher schon viele Forscher, da die Veränderungen in den letzten Jahren so drastisch sind und diese mediatisierte Welt noch nicht allzu lange vorhanden ist, kann man bisher noch keine eindeutige Stellung dazu nehmen, ob es die Jugendlichen positiv oder negativ beeinflusst. Dies führt zu einem Streitthema, da es für beide Seiten Argumentationen gibt. Aber vielleicht sollte man betrachten, welche Faktoren dazu beitragen, ob Medien einen guten oder eher schlechten Einfluss haben, denn verhindern kann man diese Entwicklung sowieso nicht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Der Einfluss der Neuen Medien auf die Sozialisation von Jugendlichen. Chancen und Risiken
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,0
Jahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1269884
ISBN (Buch)
9783346717160
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss, neuen, medien, sozialisation, jugendlichen, chancen, risiken
Arbeit zitieren
Anonym, 2022, Der Einfluss der Neuen Medien auf die Sozialisation von Jugendlichen. Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1269884

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