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Die berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland

Das Übergangssystem zwischen Schule und Berufsausbildung

Title: Die berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland

Diploma Thesis , 2008 , 153 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Silke Singer (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Arbeitslosenquote der Bundesrepublik Deutschland von derzeit 8,1% (Stand: April 2008) erregt in der Öffentlichkeit immer wieder großes Aufsehen. Dies wird sich wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht ändern, denn in der Öffentlichkeit tauchen immer wieder neue Schreckensmeldungen auf, dass Betriebe geschlossen oder ins Ausland verlagert werden. Dies bedeutet zwangsläufig einen vermehrten Verlust an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Unter den Leittragenden sind vor allem Individuen, die bestimmten Problemgruppen zugeordnet werden können. Darunter befinden sich vor allem Frauen, Jugendliche und Migranten bzw. Ausländer.

Vor allem ist die Jugendarbeitslosigkeit mit 9,9% (Stand: April 2008) in der Bundesrepublik recht hoch, worunter sich auch ein großer Anteil an Migrantenjugendlichen befindet. Daher soll sich diese Arbeit speziell auf die berufliche Integration von Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund beziehen. Gerade diese Bevölkerungsgruppe hat enorme Schwierigkeiten nach der Schulausbildung einen Ausbildungsplatz zu finden. Häufig werden die Probleme bei den Jugendlichen selbst gesucht, da sie angeblich nicht über ausreichende Sprachkenntnisse sowie über fehlende bzw. schlechte Bildungsabschlüsse verfügen. Doch die Gesellschaft sollte Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht als homogene Gruppe betrachten, denn es gibt auch Jugendliche unter ihnen, die die notwendigen Voraussetzungen, wie gute Bildungsabschlüsse, durchaus vorweisen können um eine Berufsausbildung erfolgreich abschließen zu können. Doch selbst dieser Personenkreis hat enorme Probleme in die Berufswelt integriert zu werden. Daher soll nun in der vorliegenden Arbeit einer-seits darauf eingegangen werden, welche Faktoren für die Benachteiligung der Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungsmarkt verantwortlich sind. Andererseits stellt sich natürlich die Frage, inwieweit berufsvorbereitende Maßnahmen dazu beitragen, dass die Migrantenjugendlichen schnellstmöglich in die Berufswelt integriert werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretische Grundlagen zur Erklärung der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt

1. Humankapitaltheoretischer Ansatz

2. Theorie der Arbeitsmarktdiskriminierung

2.1. Theorie der statistischen Diskriminierung

2.2. Theorie der ethnischen Diskriminierung

2.3. Theorie der institutionellen Diskriminierung

3. Theorie der Arbeitsmarktsegmentation

3.1. Der berufsfachliche Arbeitsmarkt

3.2. Der betriebsinterne Arbeitsmarkt

3.3. Der unstrukturierte Arbeitsmarkt

3.4. Arbeitsmarktsegmentation und Migration

III. Schul- und Ausbildungsmarktbilanz in der Bundesrepublik Deutschland

1. Bildungsabschlüsse der Schulabsolventen bzw.Schulabgänger

2. Ausbildungsplätze - Mangelware in Deutschland?

2.1. Allgemeine Ausbildungsmarktlage

2.2. Jugendliche mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungsmarkt

3. Jugendarbeitslosigkeit

IV. Einflussfaktoren zur Erklärung der Ausbildungsdefizite von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

1. Das Bewerbungs- und Berufswahlverhalten von Migrantenjugendlichen

1.1. Definition der „Berufswahl“ bzw. der „Berufswahl- prozesse“

1.2. Migrantenjugendliche auf dem Weg in den deutschen Ausbildungsmarkt

1.3. Berufswahl nach Nationalitäten

1.3.1. Berufswahl von Jugendlichen griechischer Herkunft

1.3.2. Berufswahl von Jugendlichen italienischer Herkunft

1.3.3. Berufswahl von Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien

1.3.4. Berufswahl von Jugendlichen portugiesischer Herkunft

1.3.5. Berufswahl von Jugendlichen spanischer Herkunft

1.3.6. Berufswahl von Jugendlichen türkischer Herkunft

2. Rekrutierungs- und Selektionsmechanismen der Unternehmen

2.1. Gründe für eine Berufsausbildung

2.2. Selektionskriterien und -verfahren der Unternehmen

2.2.1. Erste Selektionsstufe: Die Bewerbungsunterlagen

2.2.1.1. Der Schulabschluss

2.2.1.2. Die Zeugnisse

2.2.2. Zweite Selektionsstufe: Der Einstellungstest

2.2.3. Dritte Selektionsstufe: Das Vorstellungsgespräch

2.3. Rekrutierungsstrategien

2.3.1. Offene Rekrutierungskanäle

2.3.1.1. Die Bundesagentur für Arbeit

2.3.1.2. Stellenanzeigen

2.3.1.3. Schulen

2.3.2. Geschlossene Rekrutierungskanäle

2.3.2.1. Interne Netzwerkrekrutierung

2.3.2.2. Externe Netzwerkrekrutierung

2.3.3. Auswirkungen der Rekrutierungskanäle auf die Jugendlichen ausländischer Herkunft

3. Bildungsdefizite der Jugendlichen mit Migrationshintergrund

V. Berufsvorbereitende Maßnahmen als Qualifikations- und Sozialisationsinstanz

1. Aufgaben der berufvorbereitenden Maßnahmen

2. Die Sozialisationsfunktionen der berufsvorbereitenden Maßnahmen

2.1. Bewältigungsfunktion

2.2. Kompetenzerweiterungsfunktion

2.3. Entlastungsfunktion

2.4. Kompensationsfunktion

2.5. Entwicklungsfunktion

2.6. Prophylaxefunktion

3. Ziele und Inhalte der berufsvorbereitenden Maßnahmen

3.1. Formelle und übergeordnete Ziele

4. Verbleib der Jugendlichen nach der Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Maßnahme

5. Migrantenjugendliche in berufsvorbereitenden Maßnahmen

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Ursachen der beruflichen Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Ausbildungsmarkt. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, welche Faktoren – von schulischen Vorbildungen und Bewerbungsverhalten bis hin zu betrieblichen Rekrutierungs- und Selektionsmechanismen – den Erfolg oder Misserfolg dieser Jugendlichen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz maßgeblich beeinflussen und inwieweit berufsvorbereitende Maßnahmen zur erfolgreichen Integration beitragen können.

  • Theoretische Erklärungsmodelle zur Arbeitsmarktsegmentation und Diskriminierung.
  • Analyse der schulischen Bildungsabschlüsse und des Einflusses des Migrationshintergrunds.
  • Untersuchung von Bewerbungsstrategien und dem Einfluss elterlicher Unterstützung.
  • Einfluss der betrieblichen Selektionsverfahren und Rekrutierungskanäle.
  • Evaluation von berufsvorbereitenden Maßnahmen als Instanz der Sozialisation.

Auszug aus dem Buch

1. Humankapitaltheoretischer Ansatz

Die neoklassischen Modelle, die in der Volkswirtschaft vertreten sind, stellen die Arbeitnehmer als homogene Gruppe dar, wobei es keine Unterscheidung zwischen den Arbeitnehmern hinsichtlich ihrer Produktivität auf einen bestimmten Arbeitsplatz gibt. Somit stellt sich allerdings die Frage, warum dennoch so viele Diskriminierungen und Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt zu finden sind. Eine Antwort darauf bietet die Humankapitaltheorie, die vor allem durch den US-amerikanischen Ökonomen GARY S. BECKER auf der Grundlage des neoklassischen Modells weiterentwickelt worden ist.

Bei der Humankapitaltheorie geht es schließlich um die Erklärung der Produktivität eines Arbeitnehmers auf dem Arbeitsmarkt, die durch dessen Humankapital bestimmt wird. Dadurch kann auch der Wert eines Arbeitnehmers für den Arbeitsmarkt ermittelt werden. Eine Steigerung der Produktivität lässt sich somit durch die unterschiedlichen Investitionen in das Humankapital erklären. Je höher das Humankapital eines Individuums ist, desto höher ist auch dessen jeweilige Produktivität, wodurch schließlich auch Einkommensdifferenzen erklärbar werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Problematik der Jugendarbeitslosigkeit und die spezifische Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Weg in eine betriebliche Ausbildung.

II. Theoretische Grundlagen zur Erklärung der Benachteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel erläutert ökonomische Theorien wie den Humankapitalansatz und die Arbeitsmarktsegmentation, um strukturelle Benachteiligungen zu erklären.

III. Schul- und Ausbildungsmarktbilanz in der Bundesrepublik Deutschland: Hier wird die aktuelle Situation der Ausbildungsmarktlage unter Berücksichtigung von Bildungsabschlüssen und der Jugendarbeitslosigkeit analysiert.

IV. Einflussfaktoren zur Erklärung der Ausbildungsdefizite von Jugendlichen mit Migrationshintergrund: Das Kapitel untersucht detailliert, wie Bewerbungsverhalten, elterliche Unterstützung und betriebliche Selektionsmechanismen den Zugang zum Ausbildungsmarkt beeinflussen.

V. Berufsvorbereitende Maßnahmen als Qualifikations- und Sozialisationsinstanz: Hier werden Funktion und Wirkung von Maßnahmen beleuchtet, die Jugendlichen beim Übergang in das Berufsleben unterstützen sollen.

VI. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die notwendige Verknüpfung von Förderung und Unterstützung, um eine dauerhafte berufliche Integration zu erreichen.

Schlüsselwörter

Berufliche Integration, Migrationshintergrund, Ausbildungsmarkt, Humankapitaltheorie, Arbeitsmarktdiskriminierung, Arbeitsmarktsegmentation, Bewerbungsverhalten, Selektionsmechanismen, Jugendarbeitslosigkeit, Berufsvorbereitende Maßnahmen, Sozialisation, Bildungsabschlüsse, Handwerk, Industrie, Schulabgänger.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Hürden, auf die Jugendliche mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule in eine betriebliche Berufsausbildung in Deutschland stoßen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die theoretische Erklärungsbasis der Benachteiligung, die aktuelle Bilanz am Ausbildungsmarkt, das Bewerbungsverhalten sowie die Bedeutung von Rekrutierungsmechanismen und berufsvorbereitenden Programmen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Identifikation der Faktoren, die für die Benachteiligung dieser Jugendlichen verantwortlich sind, um Wege für eine erfolgreichere berufliche Integration aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich primär um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken (z.B. PISA-Studie, Daten der Bundesagentur für Arbeit) basiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den individuellen Einflussfaktoren, dem Einfluss der Familie bei der Berufswahl und der Rolle der Unternehmen bei der Auswahl von Auszubildenden.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?

Berufliche Integration, Migration, Ausbildungsmarkt, Arbeitsmarktdiskriminierung und berufsvorbereitende Maßnahmen sind die zentralen Kernkonzepte.

Welche Rolle spielen die Eltern in den Modellen der Berufswahl?

Die Eltern dienen als wichtige Orientierungs- und Informationsinstanz, wobei die Art der Unterstützung stark von der nationalen Herkunft und dem familiären Migrationshintergrund abhängt.

Warum wird die Institution der „berufsvorbereitenden Maßnahme“ als wichtig erachtet?

Sie agiert als intermediäre Sozialisationsinstanz, die neben fachlichen Qualifikationen auch persönliche und soziale Kompetenzen vermitteln soll, um den Übergang in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.

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Details

Title
Die berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland
Subtitle
Das Übergangssystem zwischen Schule und Berufsausbildung
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
Silke Singer (Author)
Publication Year
2008
Pages
153
Catalog Number
V127013
ISBN (eBook)
9783640329939
Language
German
Tags
Integration Jugendlichen Migrationshintergrund Bundesrepublik Deutschland Schule Berufsausbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Singer (Author), 2008, Die berufliche Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127013
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