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Das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter in der Musik vom 18. Jahrhundert bis heute

Am Beispiel von W.A. Mozarts Non so piu cosa son cosa faccio und Klaus Nomis Simple Man

Titel: Das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter in der Musik vom 18. Jahrhundert bis heute

Hausarbeit , 2021 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Judy Fraaß (Autor:in)

Musik - Musik der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die Frage, inwiefern sich das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter vom 18. Jahrhundert bis heute in der Musik und insbesondere in ihrer stimmlichen Interpretation widerspiegelt. Dafür werden Mozarts Arie des Cherubino "Non so piu cosa son cosa faccio" und Klaus Nomis Song "Simple Man" analysiert.

Das Geschlecht als soziale Kategorie spielt eine bedeutsame Rolle in der Menschheitsgeschichte. Noch immer legen gesellschaftliche Ordnungen fest, wie viele Geschlechter es gibt und in welcher Form sie voneinander abzugrenzen sind. Aktuelle Musikanalyseansätze legen nahe, dass das Hören von Musik in Verbindung mit dem Geschlecht gebracht werden kann und die Stimme geschlechtlich kodiert ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Geschlecht und Geschlechterrolle

2.1 Definition Geschlecht

2.2 Definition Geschlechterrolle

3. Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert

4. Kleidung und Verkleidung in ihrer geschlechterspezifischen Bedeutung

4.1 Verkleidung und Maskerade – eine Möglichkeit der Inszenierung von Geschlecht

4.2 Die Hosenrolle in der Oper – Rollentausch auf der Opernbühne

5. Geschlechterrollenverständnis in der Musikanalyse

5.1 Die Beziehung von Körper und Musik in der Musikanalyse

5.2 Stimmzentrierte Musikanalysen – Reproduktion von Geschlecht im Stimmklang

6. Musikanalyse einer Opernarie des 18. Jahrhunderts am Beispiel von W.A. Mozart

6.1 Analyse der Arie des Cherubino: „Non so più cosa son, cosa faccio “

6.2 Cherubino und das Rollenbild im 18. Jahrhundert

7. Geschlechterrollenverständnis heute und ihre Bedeutung in der Popmusik

7.1 Geschlechterrollen und Geschlechterrollenerwartungen der Gegenwart

7.2 Image und Persona in der Popmusik

7.3 Gendercrossing -Die Wandlung eines Künstlers in der Gegenwart

7.4 Die Bedeutsamkeit von Medien zur Darstellung von Stimme und Körper

7.5 Die Beziehung von Körper und Stimme in der Popmusikanalyse

8. Musikanalyse eines Popsongs der Gegenwart am Beispiel von Klaus Nomi

8.1 Klaus Nomi – Meister der Travestie

8.2 Musikanalyse des Songs „Simple man“ von Klaus Nomi

8.3 Einfluss der Stimme auf die Selbstinszenierung am Beispiel von Klaus Nomi

9. Vergleich des musikalischen Rollenverständnisses von Mozart und Nomi

10. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhand der stimmlichen Interpretation in der Musik, wobei exemplarisch die Opernfigur Cherubino (W.A. Mozart) und der Popkünstler Klaus Nomi gegenübergestellt werden.

  • Historische Betrachtung von Geschlechterrollen und Opernkonventionen
  • Die Funktion von Kleidung, Maskerade und der Hosenrolle als Ausdrucksmittel
  • Analyse der Beziehung von Körper, Stimme und Geschlecht
  • Vergleichende Untersuchung der Selbstinszenierung in Klassik und Popmusik

Auszug aus dem Buch

6.1 Analyse der Arie des Cherubino: „Non so più cosa son, cosa faccio “

Im Folgenden betrachte ich die Arie des Cherubino „Non so più cosa son, cosa faccio“aus W.A. Mozarts Oper „Le Nozze di Figaro“. Bei der Oper handelt sich um die erste der drei Da-Ponte-Opern Mozarts, welche alle von großer Spielfreude und Lust an Verstellung zeugen (Vgl. Schwan 2021, 53). Sie wurde 1786 in Wien uraufgeführt, weist vier Akte auf und wird im Original auf Italienisch gesungen (Vgl. Fath 1994, 103).

Die Geschichte spielt auf dem Schloss des Grafen Almaviva in Sevilla innerhalb der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Kammerdiener Figaro und Susanna, die Kammerzofe der Gräfin, planen ihre Hochzeit. Der Graf ist zu allem bereit, um die Braut zu verführen und setzt List und Verführungskünste ein. Er versucht mit seinen Unterstützern die Hochzeit zu verhindern. Die Gräfin weiß, dass ihr Gatte untreu ist und schmiedet mit Susanna und Figaro einen Plan. Zum einen wird dem Grafen vorgetäuscht, seine Frau hätte einen Liebhaber, zum anderen wird eine Verabredung mit Susanna in Aussicht gestellt. Statt Susanna handelt es sich jedoch um den jungen Pagen Cherubino, der in Frauenkleidern in Erscheinung tritt. Der Plan geht nicht in vollem Umfang auf. Nach weiteren Kleidertauschen fallen schließlich alle Masken und die wahren Träger kommen zum Vorschein (Vgl. Fath 1994, 103ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der geschlechtlichen Identität und Codierung der Stimme ein und leitet die Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit her.

2. Definition Geschlecht und Geschlechterrolle: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Geschlecht und Geschlechterrolle unter Einbezug psychologischer und gesellschaftlicher Perspektiven.

3. Geschlechterrollen im 18. Jahrhundert: Es wird das historische Rollenverständnis des 18. Jahrhunderts beleuchtet, insbesondere die Trennung gesellschaftlicher Räume und das Modell der gelehrten Frau versus der Ehefrau und Mutter.

4. Kleidung und Verkleidung in ihrer geschlechterspezifischen Bedeutung: Das Kapitel behandelt die Rolle von Kleidung und Maskerade als Mittel zur Geschlechterinszenierung sowie die Tradition der Hosenrolle in der Oper.

5. Geschlechterrollenverständnis in der Musikanalyse: Hier werden fachwissenschaftliche Ansätze zur Analyse der Beziehung von Körper, Stimme und Musik diskutiert.

6. Musikanalyse einer Opernarie des 18. Jahrhunderts am Beispiel von W.A. Mozart: Fokus auf eine musikalische Analyse der Arie des Cherubino und die Einordnung der Figur in den historischen Kontext.

7. Geschlechterrollenverständnis heute und ihre Bedeutung in der Popmusik: Analyse von aktuellen Geschlechterrollenerwartungen und der Bedeutung von Image und Gendercrossing in der Popkultur.

8. Musikanalyse eines Popsongs der Gegenwart am Beispiel von Klaus Nomi: Eine detaillierte Analyse des Songs „Simple Man“ und der speziellen künstlerischen Selbstinszenierung von Klaus Nomi.

9. Vergleich des musikalischen Rollenverständnisses von Mozart und Nomi: Der direkte Vergleich beider Fallbeispiele hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung von Identität und Verkleidung.

10. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten, Geschlecht als Performanz zu verstehen.

Schlüsselwörter

Geschlechterrolle, Musikanalyse, Cherubino, Klaus Nomi, Stimme, Stimmklang, Gender-Crossing, Hosenrolle, Maskerade, Identität, Popmusik, Klassik, Performanz, Körperlichkeit, Authentizität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich gesellschaftliche Rollenbilder der Geschlechter seit dem 18. Jahrhundert in der Musik und durch die stimmliche Interpretation widerspiegeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft Musikwissenschaft, Genderforschung und kulturelle Analysen, um die Verbindung von Körper, Stimme und Identität in musikalischen Darbietungen zu erforschen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Leitfrage lautet: „Inwiefern spiegelt sich das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter vom 18. Jhr. bis heute in der Musik und insbesondere ihrer stimmlichen Interpretation wieder?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine musikanalytische Methode angewandt, die den klassischen Kontext der Oper sowie neuere popmusikalische Ansätze kombiniert und dabei besonders den Fokus auf den Stimmklang und dessen geschlechtliche Codierung legt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der theoretischen Fundierung zum Rollenverständnis und zur Bedeutung von Kleidung/Maskerade erfolgt eine detaillierte musikalische Analyse der Arie aus Mozarts „Le Nozze di Figaro“ und des Songs „Simple Man“ von Klaus Nomi.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Geschlechterrolle, Gender-Crossing, Hosenrolle, Stimmklang, Musikvideo-Analyse und künstlerische Performanz.

Inwiefern unterscheidet sich die Rolle von Cherubino von der Person Klaus Nomi?

Cherubino ist eine spezifische Opernrolle im 18. Jahrhundert, deren Geschlechterspiel im Kontext der damaligen Zeit zu sehen ist, während Klaus Nomi seine androgyn gestaltete Kunstfigur auch im Privatleben konsequent verkörperte.

Welche Rolle spielt die Stimme bei der Identitätsdarstellung beider Künstler?

Bei beiden dient der Einsatz der Stimme – sei es Kopfstimme bei Cherubino oder der Wechsel zwischen Tenor- und Countertenorstimme bei Nomi – als Werkzeug, um Geschlechtergrenzen zu überschreiten und Identitäten musikalisch neu zu modellieren.

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Details

Titel
Das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter in der Musik vom 18. Jahrhundert bis heute
Untertitel
Am Beispiel von W.A. Mozarts Non so piu cosa son cosa faccio und Klaus Nomis Simple Man
Note
1,7
Autor
Judy Fraaß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
26
Katalognummer
V1270179
ISBN (PDF)
9783346716460
ISBN (Buch)
9783346716477
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rollenverständnis geschlechter musik jahrhundert beispiel mozarts klaus nomis simple
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Judy Fraaß (Autor:in), 2021, Das wandelnde Rollenverständnis der Geschlechter in der Musik vom 18. Jahrhundert bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270179
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Leseprobe aus  26  Seiten
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