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Flora und Vegetation der Flüsse und Seen Deutschlands. Charakterisierung und regionale Beispiele

Título: Flora und Vegetation der Flüsse und Seen Deutschlands. Charakterisierung und regionale Beispiele

Trabajo de Seminario , 2019 , 36 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Maurice Maaß (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía regional
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Die Arbeit befasst sich mit den Eigenschaften sowie der Entwicklung der Vegetation limnischer Lebensräume. Dabei werden schwerpunktmäßig Süßwasserseen und Fließgewässer im Raum der Bundesrepublik Deutschland analysiert. Flüsse und Seen bieten Lebensräume für verschiedene, spezifisch angepasste Pflanzen- und Tierarten. Die natürliche Ausbildung und Ausprägung von in Gewässern lebenden Pflanzengesellschaften wurde jedoch in der Vergangenheit stark durch anthropogene Einflüsse überprägt. Diese Überprägung kann durch Renaturierungsmaßnahmen wieder naturnahe Zustände annehmen.

Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit der Beschreibung und Analyse limnischer Biome in Deutschland. Dabei werden zunächst die abiotischen Standorteigenschaften, die für die Ausprägung der Flora relevant sind, beschrieben. Dies wird durch die Einordnung von klimatischen, geologischen, chemischen und hydrologischen Merkmalen verdeutlicht. Im darauffolgenden Gliederungspunkt werden die Mechanismen aufgezeigt, durch die Pflanzen sich an limnisch geprägte Lebensräume anpassen.

In den Kapiteln 3 und 4 liegt der regionale Schwerpunkt der Betrachtung auf dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Dabei werden sowohl ausgewählte Flüsse als auch Seen hinsichtlich ihrer raumabhängigen Charakteristiken untersucht. Die aktuelle Situation von Süßwassergewässern in Deutschland wird kurz im Kapitel der anthropogenen Beeinflussung erläutert; verschiedene Maßnahmen zur Erneuerung und Erhaltung von limnischen Biomen werden im Bereich Naturschutz vorgestellt.

Vegetationsgeographische Forschungen werden meist im Kontext spezifischer Biome durchgeführt. Als Biome werden Ökosysteme bezeichnet, deren biotische und abiotische Eigenschaften ähnliche Ausprägungen haben und somit grob zu einem Lebensraum zusammengefasst werden können. Im Allgemeinen erfolgt die Unterteilung in marine, limnische, semi-terrestrische und terrestrische Megabiome.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Lebensraum Wasser

2.1 Grundlegende Definitionen

2.2 Abiotische Standortfaktoren in und um Gewässer

2.3 Anpassungen an limnische Lebensräume

3. Vegetation der Fließgewässer in Deutschland

3.1. Charakterisierung und Entstehung

3.2 Verteilung

4. Vegetation der Seen in Deutschland

4.1 Eutrophe und oligotrophe Seen

4.2 Verteilung in Deutschland

4.3 Regionales Beispiel: Das Steinhuder Meer

4.4 Regionales Beispiel: Der Bodensee

5. Anthropogene Beeinflussung von limnischen Biomen

6. Naturschutz

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Eigenschaften sowie die Entwicklung der Vegetation in limnischen Lebensräumen, wobei der Fokus auf Süßwasserseen und Fließgewässern im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland liegt.

  • Limnische Biome und deren Standorteigenschaften
  • Vegetationsformen in Fließgewässern und deren regionale Besonderheiten
  • Stoffhaushalt und Zonierung von Seen
  • Anthropogene Einflüsse auf die Gewässerqualität und Flora
  • Renaturierungsmaßnahmen und Naturschutzaspekte

Auszug aus dem Buch

2.3 Anpassungen an limnische Lebensräume

Anpassungen von Pflanzenarten an bestimme Standorte sind meist evolutionär und genetisch bedingt (POTT und REMY 2000). Im Falle von Gewässerpflanzen ist es jedoch oft der Prozess der sog. Ökomorphose, der ein Überleben in Gewässern ermöglicht. Die Ökomorphose beschreibt eine Anpassung phänotypischer, morphologischer Ausprägungen der Pflanze an ihren Standort unter gegebenen genetischen Grenzen (POTT und REMY 2000). Einige dieser Anpassungen wurden bereits im Kapitel 2.2 kurz angesprochen; nun sollen sie im Detail beschrieben werden.

Phänotypisch weisen Gewässerpflanzen einige spezifische Veränderungen gegenüber Landpflanzen auf (POTT und REMY 2000). Hier soll nun auf ausgewählte organische und phänotypische Strategien der Lebensraumerschließung eingegangen werden.

Die Wachstumsrichtung eines Individuums beschreibt in den meisten Fällen eine Bewegung hin zur Lichtquelle (POTT und REMY 2000). Während dies in stillen Gewässern oftmals stattfindet, richten sich Fließgewässerpflanzen bevorzugt nach der Strömung. Neben der vertikalen Wuchsrichtung zur Lichtquelle findet in diesem Fall also eine Anpassung an die horizontal verlaufende Strömung statt. Während Landpflanzen Festigungsgewebe besitzen, die für den vorwiegend aufrechten Stand der Individuen sorgt, übernimmt dies bei Gewässerpflanzen der Auftrieb im Wasser. Dieser entsteht aufgrund eines in den meisten Hydrophyten stark ausgeprägten Durchlüftungsgewebes (Aerenchym) (KRAUSCH 1996). Aufgrund des in diesem Organ gespeicherten Sauerstoffes bewegen sich Wasserpflanzen hin zur Gewässeroberfläche. Die von Wasserpflanzen ausgebildeten Wurzeln und Rhizome haben eine hohe Toleranz gegenüber sauerstoffarmen Umgebungen (POTT und REMY 2000). Besonders in Fließgewässern mit einer hohen Strömungskraft ist es wichtig, dass Pflanzen eine elastische und reißfeste Beschaffenheit aufweisen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die vegetationsgeographische Forschung limnischer Biome und Festlegung des Untersuchungsraums Deutschland.

2. Lebensraum Wasser: Erläuterung grundlegender Definitionen von Fließ- und Stillgewässern sowie die Analyse der abiotischen Standortfaktoren und pflanzlichen Anpassungsprozesse.

3. Vegetation der Fließgewässer in Deutschland: Detaillierte Charakterisierung der Entstehung und Verteilung von Fließgewässern sowie deren Vegetationsformen in verschiedenen Landschaftstypen.

4. Vegetation der Seen in Deutschland: Untersuchung der verschiedenen Seetypen nach Trophiegraden, deren Verteilung in Deutschland und Analyse regionaler Beispiele wie dem Steinhuder Meer und dem Bodensee.

5. Anthropogene Beeinflussung von limnischen Biomen: Diskussion über die menschlichen Auswirkungen auf Gewässer durch Verschmutzung, Klimawandel und bauliche Eingriffe.

6. Naturschutz: Bewertung der wasserrechtlichen Rahmenbedingungen und der Wirksamkeit von Renaturierungsmaßnahmen zur Erhaltung natürlicher Strukturen.

Schlüsselwörter

Limnische Biome, Wasserpflanzen, Hydrophyten, Fließgewässer, Stillgewässer, Eutrophierung, Oligotrophie, Ökomorphose, Makrophyten, Vegetation, Biodiversität, Naturschutz, Wasserqualität, Renaturierung, Stoffhaushalt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Flora und die vegetationsgeographischen Strukturen in innerdeutschen Süßgewässern, wie Flüssen und Seen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Der Fokus liegt auf den ökologischen Lebensraumbedingungen, den Anpassungsmechanismen von Pflanzen an wässrige Milieus sowie den Einflüssen menschlicher Aktivitäten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Charakteristik der limnischen Vegetation in Deutschland zu beschreiben und die Reaktionen dieser Biome auf natürliche sowie anthropogene Stressfaktoren aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten literaturgestützten Analyse vegetationsgeographischer und ökologischer Ansätze sowie der Untersuchung spezifischer regionaler Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Fließgewässern, die Klassifizierung von Seen nach ihrem Trophiegrad und die Bewertung der menschlichen Beeinflussung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hydrophyten, limnische Biome, Eutrophierung, oligotrophe Seen und Fließgewässervegetation.

Wie unterscheidet sich die Vegetation im Bodensee im Vergleich zum Steinhuder Meer?

Der Bodensee veränderte sich als ehemals oligotropher See durch massive Eutrophierung stark, während das Steinhuder Meer als flacher, natürlicherweise eutropher Flachsee eine andere Vegetationsdynamik und Verlandungssituation aufweist.

Welche Rolle spielt die Ökomorphose für das Überleben von Wasserpflanzen?

Die Ökomorphose ermöglicht Pflanzen eine phänotypische und morphologische Anpassung an ihre spezifische Standortumgebung innerhalb ihrer genetisch vorgegebenen Grenzen.

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Detalles

Título
Flora und Vegetation der Flüsse und Seen Deutschlands. Charakterisierung und regionale Beispiele
Universidad
University of Augsburg
Calificación
1,3
Autor
Maurice Maaß (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
36
No. de catálogo
V1270219
ISBN (PDF)
9783346746900
Idioma
Alemán
Etiqueta
Flora Fließgewässer Vegetation Seen Abiotik abiotische Standortfaktoren limnische Lebensräume Entstehung Fliesgewässer eutroph oligotroph Steinhuder Meer Bodensee Biome limnische Biome Naturschutz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maurice Maaß (Autor), 2019, Flora und Vegetation der Flüsse und Seen Deutschlands. Charakterisierung und regionale Beispiele, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270219
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