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Machtstrukturen in der Institution Schule. Einfluss auf schuldistanziertes Verhalten bei Jugendlichen

Titel: Machtstrukturen in der Institution Schule. Einfluss auf schuldistanziertes Verhalten bei Jugendlichen

Hausarbeit , 2022 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cornelia Türpe (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit bezieht sich vor allem auf Macht und Kontrolle in der Institution Schule bzw. zwischen den Lehrkräften und den Schülern. Macht stützt sich auf Kontrollmechanismen und Kontrolle finden wir in der Institution Schule in vielfältiger Form. Die Recherchen orientieren sich zum großen Teil an der Machttheorie von Foucault. Einleiten wird die Hausarbeit die Betrachtung der Definition von Macht. Anschließend werden die verschiedenen Kontroll- und Machtinstrumente im Schulsystem untersucht. Zum Schluss werden die Ergebnisse zusammenführend betrachten und geprüft, ob sich ein Zusammenhang zwischen Schulabsentismus und Machtstrukturen herstellen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Macht

3.1 Kontrollinstrumente des Schulsystems

3.1.1 Kontrolle und Raumgestaltung

3.1.2 Kontrolle und Zeit

3.1.3 Kontrolle und Benotung

3.2. Machtinstrumente des Schulsystems

3.2.1 Anerkennung

3.2.2 Selektion

3.2.3 Lehrkräfte

4 Schulabsentismus

4.2 Schulabsentismus als Machtkampf

4.3 Kontrollentzug durch Schulverweigerung

4.4 Schulabsentismus und Alter

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht, inwiefern Machtausübung und verschiedene Kontrollmechanismen innerhalb der Schule Versagensängste schüren und zu schuldistanziertem Verhalten bei Jugendlichen beitragen können.

  • Analyse der Machttheorie nach Foucault im schulischen Kontext
  • Untersuchung von Kontrollinstrumenten wie Raumgestaltung, Zeitmanagement und Benotung
  • Bedeutung von Anerkennung und Selektion als Machtwerkzeuge
  • Zusammenhang zwischen institutionellen Machtstrukturen und dem Phänomen Schulabsentismus

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Kontrolle und Raumgestaltung

Foucault beschreibt in „Überwachen und Strafen“ die Raumgestaltung in Gefängnissen. Er nennt dies „panoptische Anlagen“. Die Form panoptischer Anlagen findet sich auch in der Raumgestaltung von Schulen wieder. Durch den Umbau des Schulraums zu einer Lernmaschine erfolgte gleichzeitig ein Umbau zu einer „Überwachungs-, Hierarchisierungs- und Belohnungsmaschine (vgl. Foucault 2015, S. 189). Für Foucault ist der Raum der Disziplinen zellenförmig. Vergleichen lässt sich das mit den langen Schulfluren und der Anordnung der Klassenzimmer. Auch hinter den Türen wird der Raum der Disziplinen sichtbar. Räume, die der Gestaltung nach, der Kontrolle dienen.

Er beschreibt die Schulräume im 18. Jahrhundert: „Jedem Individuum seinen Platz und auf jeden Platz ein Individuum, Gruppenverteilungen sollen vermieden [...]werden. [...] Es geht darum, die Anwesenheiten und Abwesenheiten festzusetzen und festzustellen; zu wissen, wo und wie man die Individuen finden kann; [...]; jeden Augenblick das Verhalten eines jeden zu überwachen, abschätzen und sanktionieren zu können; die Qualitäten und die Verdienste zu messen.“ (Foucault, 2015, S. 183–184). Dies kann auf einen Großteil unserer heutigen Klassenräume übertragen werden. In diesen hat jeder seinen vorgeschriebenen Platz, dieser wird durch Sitzpläne, festgehalten. Diese Sitzpläne wiederum werden vom jeweiligen Klassenlehrer erstellt. Anwesenheiten werden stündlich im Klassenbuch vermerkt. (vgl. Revosax, 2021, VwV Schulformulare, II). Der Tisch des Lehrers ist so platziert, dass dieser alles und jeden im Blick hat. „Autorität wird von einem Nähe-Distanz-Verhältnis im Klassenzimmer bestimmt. Störende Schüler in die erste Reihe zu setzten gibt das Gefühl, mehr Macht über die Lage zu haben.“ (Foucault, 2015, S. 103).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des schuldistanzierten Verhaltens ein und begründet die methodische Ausrichtung anhand der Machttheorie von Foucault.

2 Definition Macht: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Macht als soziales Konstrukt und diskutiert dessen Präsenz in hierarchisch strukturierten Organisationen wie dem Schulsystem.

3.1 Kontrollinstrumente des Schulsystems: Hier wird untersucht, wie spezifische schulische Strukturen, etwa die Raumordnung, Zeiteinteilung und das Benotungssystem, als subtile Machtmittel fungieren.

3.2. Machtinstrumente des Schulsystems: Dieses Kapitel beleuchtet ergänzende Instrumente der Macht, insbesondere die Aspekte Anerkennung, Selektion und die individuelle Rolle der Lehrkräfte.

4 Schulabsentismus: Das Kapitel analysiert Erscheinungsformen der Schulverweigerung und setzt diese in Bezug zu Machtkämpfen, Kontrollentzug und dem Alter der betroffenen Jugendlichen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schließt mit der Erkenntnis, dass Schulabsentismus ein multifaktorielles Phänomen ist, bei dem Machtstrukturen eine zentrale Rolle spielen.

Schlüsselwörter

Machtstrukturen, Schule, Schulabsentismus, Kontrolle, Disziplinierung, Foucault, Pädagogik, Anerkennung, Selektion, Schulverweigerung, Leistungsprinzip, Schüler-Lehrer-Verhältnis, Machtinstrumente, Schulpflicht, Sozialisation

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Hausarbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Macht- und Kontrollstrukturen in der Institution Schule und deren Auswirkungen auf das schuldistanzierte Verhalten von Jugendlichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind Machttheorien im schulischen Kontext, Kontrollmechanismen, Lehrer-Schüler-Beziehung, Prozesse der Selektion und die Ursachen für Schulabsentismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, ob und wie die Machtausübung durch die Institution Schule bestehende Versagensängste verstärkt und zur Verweigerung des Schulbesuchs führt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse und stützt sich stark auf die Machttheorien von Michel Foucault sowie auf pädagogische und soziologische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung konkreter Kontrollinstrumente (Raum, Zeit, Note) und Machtwerkzeuge (Anerkennung, Selektion) sowie eine Analyse des Phänomens Schulabsentismus.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die wichtigsten Begriffe sind Machtstrukturen, Schule, Schulabsentismus, Disziplinierung, Anerkennung und Selektion.

Welche Rolle spielt die Raumgestaltung für die Machtausübung in der Schule?

Die Raumgestaltung wirkt laut Arbeit wie eine „Lern- und Überwachungsmaschine“, die durch zellenförmige Anordnungen und festgelegte Sitzpläne die stetige Kontrolle und Hierarchisierung der Schüler ermöglicht.

Warum wird Schulschwänzen im Kontext der Arbeit als „Machtkampf“ interpretiert?

Das Schwänzen wird als Versuch der Jugendlichen verstanden, sich aus asymmetrischen Abhängigkeitsverhältnissen zu befreien und durch den Entzug der Anerkennung der Lehrkraft die eigene Machtposition zurückzugewinnen.

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Details

Titel
Machtstrukturen in der Institution Schule. Einfluss auf schuldistanziertes Verhalten bei Jugendlichen
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Zentrale
Note
1,0
Autor
Cornelia Türpe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
21
Katalognummer
V1270407
ISBN (PDF)
9783346714404
ISBN (Buch)
9783346714411
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulverweigerung Schulabsentismus Macht Machtstrukturen Schule Schulphobie Jugendliche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelia Türpe (Autor:in), 2022, Machtstrukturen in der Institution Schule. Einfluss auf schuldistanziertes Verhalten bei Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270407
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