Die Ausarbeitung wird sich zuerst mit RFID-Systemen in Hinblick auf den geschichtlichen sowie technischen Hintergrund auseinandersetzen. Darüber hinaus werden die Einsatzmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette beleuchtet. Folgend wird sich genauer mit der Problemstellung der Wirtschaftlichkeit auseinandergesetzt. Dadurch ist es im nächsten Schritt der Ausarbeitung möglich, eine mögliche Vorgehensweise beziehungsweise die Phasen der Einführung auszuarbeiten und zusätzlich die Chancen und Risiken der RFID-Technologie darzustellen. Ein Ausblick in die Zukunft folgt, bevor ein Fazit die Arbeit abrundet.
Durch die zunehmende Globalisierung, den Wandel von Kundenanforderungen und Märkten, einem höheren Umweltbewusstsein und insbesondere durch den technischen Fortschritt sowie der Digitalisierung haben sich die Kernfunktionen der Logistik verändert. Die vermehrte Auslagerung von Wertschöpfungsprozessen an externe Partner führt zu weltweit vernetzten Lieferketten, was mit einem unübersichtlichen Geflecht an Beschaffungs-, Lager-, Liefer- und Produktionsabläufen einhergeht. Heute stellt dessen Koordination eine zentrale Rolle für Unternehmen dar. Die transparente Lieferkette gehört in erster Linie durch die Globalisierung zu den komplexesten Themen, die Unternehmen bewegen. Mittels der globalen Wertschöpfungskette ist zu erkennen, dass viele Stakeholder beteiligt sind, die physisch und digital für einen funktionierenden Betriebsablauf sorgen müssen. Komplex ist dies aus dem Grund, da es viele Schnittstellen zu überbrücken gibt und Systeme oft nicht zusammenpassen und kooperieren, aber auch die Beteiligten nicht immer alle Informationen miteinander austauschen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Motivation
2. Heranführung an RFID
2.1 Geschichtlicher Hintergrund
2.2 Technischer Hintergrund
2.3 Einsatzmöglichkeiten in der Supply Chain
3. Wirtschaftlichkeit
3.1 Elemente Wirtschaftlichkeitsanalyse
3.1.1 Monetäre Elemente
3.1.2 Nicht-monetäre Elemente
3.2 Phasen bei der Einführung von RFID-Technologien
4. Chancen und Risiken der RFID-Technologie
4.1 Chancen
4.2 Risiken
5. Zukunft von RFID
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Rentabilität und die operativen Auswirkungen des Einsatzes von RFID-Technologie in globalen Lieferketten, um Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Implementierungen zu bieten. Dabei werden insbesondere die monetären Kostenfaktoren sowie die qualitativen Potenziale analysiert.
- Technische Grundlagen und Funktionsweise verschiedener Transponder-Typen
- Methodische Ansätze zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit von RFID
- Analyse der Kostenstrukturen bei der Implementierung (Investition vs. Betrieb)
- Gegenüberstellung von Chancen und Risiken (u.a. Datenschutz, Standardisierung)
- Zukünftige Entwicklungspotenziale und Synergien mit modernen Technologien
Auszug aus dem Buch
2.2 TECHNISCHER HINTERGRUND
Für ein RFID-System werden im Wesentlichen zwei Geräte benötigt. Ein Transponder und ein Lesegerät, wobei der Transponder direkt an dem zu identifizierenden Objekt angebracht ist und als Kennzeichnung charakterisiert ist, während das Lesegerät Informationen an die verschiedenen Transponder sendet und deren Informationen empfängt. Lesegeräte können hierbei an verschiedenen Orten lokalisiert sein. Außerdem muss das Lesegerät mit einem Rechner verbunden sein. Es gibt verschiedene Ausführungen von Transpondern, welche bereits ab einer Größe von 0,3 mm erhältlich sind (vgl. Franke et al., 2006, S. 8, 9).
Zum einen gibt es passive RFID-Systeme, dessen Aufbau und Funktion in Abbildung 2 dargestellt ist. Hierbei verfügt der verwendete Transponder über keine Batterie bzw. keine interne Stromquelle und ist wartungsfrei. Die benötigte Energie wird vom RFID-Lesegerät übertragen. Zuerst sendet das Lesegerät Funksignale an die Antenne. Als nächstes wandelt das Lesegerät diese Energie in eine Hochfrequenzwelle um, und sobald dies geschehen ist, interpretiert das RFID-System die gesendeten Daten. Das bedeutet, sie können Daten nur empfangen und lesen. Ein passives RFID ist damit auf das Signal des Lesegerätes angewiesen, während ein aktives RFID dies nicht ist. Aktive RFID-Systeme verwenden RFID-Transponder mit einer integrierten Stromversorgung, in der Regel einer Batterie. Diese können, anders als passive RFID, Daten schreiben und senden. Zusätzlich senden sie kontinuierlich Signale und haben zwei Hauptfrequenzen in 433 MHz und 2.45 GHz (vgl. Piontek, 2021, S. 249).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Motivation: Umreißt die durch Globalisierung und Digitalisierung gestiegene Komplexität in der Logistik und führt die RFID-Technologie als innovativen Lösungsansatz ein.
2. Heranführung an RFID: Erläutert die technischen Grundlagen von Cyber-physischen Systemen und RFID-Komponenten sowie deren vielseitige Anwendungsmöglichkeiten entlang der Supply Chain.
3. Wirtschaftlichkeit: Definiert die Grundlagen der Wirtschaftlichkeitsrechnung und analysiert detailliert monetäre Kostenfaktoren sowie nicht-monetäre Aspekte bei der RFID-Einführung.
4. Chancen und Risiken der RFID-Technologie: Wägt die Vorteile wie Prozessoptimierung gegen Herausforderungen wie Datenschutzbedenken und Standardisierungsrisiken ab.
5. Zukunft von RFID: Diskutiert zukunftsträchtige Anwendungsszenarien, etwa in Verbindung mit Augmented Reality oder im Einzelhandel.
6. Fazit: Führt die Analyseergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Wirtschaftlichkeitsprüfung vor der Einführung.
Schlüsselwörter
RFID, Supply Chain Management, Logistikcontrolling, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Transponder, Wertschöpfungskette, Prozessoptimierung, Identifikationstechnologie, Investitionsrechnung, Datenschutz, Industrie 4.0, Automatisierung, Kostenstrukturen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Bewertung und den Einsatz von Radio-Frequency-Identification (RFID) im Kontext des Logistikcontrollings.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die technischen Grundlagen der RFID-Systeme, die Methodik zur Ermittlung ihrer Wirtschaftlichkeit sowie eine Chancen-Risiken-Analyse in der Supply Chain.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, die aufzeigt, welche monetären und nicht-monetären Faktoren bei der Einführung von RFID berücksichtigt werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretisch strukturierte Herangehensweise genutzt, wobei Literaturanalysen und betriebswirtschaftliche Bewertungsmodelle kombiniert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die technischen Hintergründe, die Phasen der Einführung sowie die Einflüsse auf die Wirtschaftlichkeit und die Risiken wie Datenschutz oder Standardisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
RFID, Supply Chain, Wirtschaftlichkeit, Logistikcontrolling, Prozessoptimierung und Transparenz.
Wie unterscheiden sich aktive und passive Transponder?
Passive Transponder beziehen ihre Energie vom Lesegerät und sind wartungsfrei, während aktive Transponder eine eigene Energiequelle wie eine Batterie nutzen und somit leistungsfähiger, aber auch kostenintensiver sind.
Warum zögern Unternehmen oft bei der RFID-Einführung?
Die Hauptbarrieren sind laut der zitierten Umfragen die hohen Anschaffungskosten sowie Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre.
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- Verena Celine Trube (Author), 2022, Wirtschaftliche Bewertung von RFID-Einsätzen in der Supply Chain, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270421