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Der Zusammenhang von Intelligenz und gelesenen Büchern unter Berücksichtigung des Schulabschlusses

Titel: Der Zusammenhang von Intelligenz und gelesenen Büchern unter Berücksichtigung des Schulabschlusses

Bachelorarbeit , 2022 , 91 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Cathrin Rötzel (Autor:in)

Psychologie - Intelligenz und Lernpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Intelligenz und gelesenen Büchern (Lesefrequenz und Bücherqualität) unter Berücksichtigung des Schulabschlusses.

Gegenstand und Ziel der vorliegenden Studie ist es zu untersuchen, inwieweit die Qualität sowie Häufigkeit gelesener Bücher eine Korrelation beziehungsweise Vorhersagekraft auf das allgemeine Intelligenzniveau darstellt. Beide Prädiktoren sollen durch die Variable Schulabschluss kontrolliert werden. Zwar verdeutlichen umfangreiche Studien den signifikanten Zusammenhang zwischen Lesefrequenz und dem allgemeinen Intelligenzniveau, doch konnten bislang einzig Jahn eine ausreichende Vorhersagegüte der Bücherqualität für den Gesamt-IQ1 nachweisen.

Durch diese Arbeit erfolgt demnach eine Validierung der bisherigen empirischen Befunde. Es wurde eine nach Alter, Geschlecht und Schulbildung bevölkerungsrepräsentative quotierte Querschnittuntersuchung an 305 gesunden Probanden*innen durchgeführt. Neben einem Interviewleitfaden zur Erhebung soziodemografischer Merkmale nach Jahn wurde die allgemeine Intelligenz durch die Intelligenz-Struktur-Batterie-2 untersucht.

Mittels einfaktorieller Varianzanalysen konnten keine der drei potenziell signifikanten Prädiktorvariablen der Lesehäufigkeit für das Regressionsmodell identifiziert werden. Folglich ergab sich weder eine signifikante Varianzaufklärung noch ein stochastischer Zusammenhang durch die multiple lineare Regressionsanalyse auf das Zielkriterium des Gesamt-IQs. Ähnliche Ergebnisse lieferten die Analysen zur Auswirkung der Bücherqualität auf die allgemeine Intelligenz.

Anfänglich zeichnete sich zwar ein signifikant positiver Zusammenhang nach Spearman-Rho und eine bedeutsame ANOVA-Effektstärke der hohen Bücherqualität auf die abhängige Variable ab. Allerdings konnte keine signifikante Einflussnahme der Prädiktoren auf den Gesamt-IQ erzielt werden. Auch unter Kontrolle des Schulabschlusses erreichten weder die Lesefrequenz noch die Bücherqualität eine ausreichende Vorhersagegüte für den Gesamt-IQ. Weiterhin erwies sich die Moderatorhypothese, die einen Interaktionseffekt zwischen der Bücherqualität und der Lesefrequenz auf die allgemeine Intelligenz postulierte, als nicht haltbar.

Bedingt durch mögliche methodische Differenzen, die digital-gesellschaftliche Entwicklung oder unberücksichtigte soziodemografische Einflussfaktoren scheint die gegenwärtige Empirie mit der vorliegenden Studie nicht kohärent.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Intelligenz

2.1.1 Definition Intelligenz

2.1.2 Traditionelle Intelligenzmodelle

2.1.3 Psychometrische Intelligenzdiagnostik

2.2 Zusammenhänge zwischen Intelligenz und Literaturrezeption

2.2.1 Lesekompetenz / -verständnis in Korrelation zur Intelligenz

2.2.2 Lesefrequenz in Korrelation zur Intelligenz

2.2.3 Der Zusammenhang zwischen Intelligenz und gelesenen Büchern

2.3 Einteilung und Abgrenzung der Bücherqualität

2.4 Lesefrequenz und -qualität unter Berücksichtigung des Schulabschlusses

2.5 Forschungfrage und Hypothesen

3 Methoden

3.1 Stichprobe

3.2 Untersuchungsdesign und Material

3.3 Untersuchungsablauf

3.4 Vorgehen bei der Auswertung

4 Ergebnisse

4.1 Deskriptive Datenanalyse

4.2 Testung der Hypothesen

5 Diskussion

5.1 Diskussion und Interpretation der Stichprobenzusammensetzung sowie der deskriptiven Ergebnisse

5.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse der Hypothesentestung

5.3 Diskussion der eigenen methodischen Vorgehensweise

6 Schlussfolgerung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Leseaktivität (Häufigkeit und Qualität der gelesenen Bücher) und dem allgemeinen Intelligenzniveau unter Berücksichtigung des Schulabschlusses als Kovariable.

  • Forschungskontext: Untersuchung bisheriger wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Beziehung zwischen Lesen und Kognition.
  • Methodik: Einsatz der Intelligenz-Struktur-Batterie-2 (INSBAT-2) an einer Stichprobe von 305 Personen.
  • Variablen-Analyse: Quantifizierung von Schulabschluss, Lesefrequenz und literarischer Qualität.
  • Hypothesenprüfung: Überprüfung, ob Lesegewohnheiten das Intelligenzniveau vorhersagen oder moderieren.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Definition Intelligenz

Intelligenz (vom lateinischen intellegere, intellegentia, intellectus „erkennen“, „Einsicht“, „Verstand“) ist einerseits das am besten erforschte Merkmal der Psychologie, andererseits gibt es keine einheitliche und von allen Seiten anerkannte Definition. Bereits Pawlik konstatierte 1968: „Es gäbe noch keine allgemeine Definition, welche die ungeteilte Zustimmung einer größeren Zahl an der Intelligenzforschung beteiligten Psychologen fände“ (Pawlik, 1986, S.334). Eine Definition, die eine breite Zustimmung findet, ist die Postulierung, dass Intelligenz als „the mental abilities necassary for adaptation to, as well as selection and shaping of, any environmental context“ (Sternberg, 1997, S. 1030) zu verstehen ist.

Intelligenz äußert sich demnach in Fähigkeiten wie Problemlösen, dem effektiven Nutzen von Erfahrungen oder Übungen, abstraktem und logischem Denken sowie der generellen Lernfähigkeit. Gemäß Rost (2009) ist Intelligenz durch die Faktoren „Anlage“ und „Umwelt“ sowie deren gegenseitige Wechselwirkung (Gene x Umwelt) gekennzeichnet und bedingt die kognitive Leistungsfähigkeit und Ausdifferenzierung von Lebewesen. Die Annahme einer angeborenen Persönlichkeitseigenschaft wird auch von Spearman in seiner Theorie eines Generalfaktors (g-Faktor) der Intelligenz vertreten (Spearman, 1927). Andere Ansätze sehen Intelligenz als ein aus mehreren Teilaspekten bestehendes Konstrukt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstands und der wissenschaftlichen Relevanz des Zusammenhangs zwischen Lesen und Intelligenz.

2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung relevanter Intelligenzmodelle, psychometrischer Verfahren und der theoretischen Einordnung von Lesekompetenz und Lektürequalität.

3 Methoden: Detaillierte Erläuterung des Studiendesigns, der Stichprobenauswahl, der verwendeten Erhebungsinstrumente (insb. INSBAT-2) und der statistischen Auswertungsverfahren.

4 Ergebnisse: Präsentation der Deskriptivstatistik der Stichprobe sowie der Resultate der Hypothesenprüfung mittels Regressions- und Varianzanalysen.

5 Diskussion: Interpretation der Befunde im Kontext aktueller Forschung sowie kritische Reflexion des methodischen Vorgehens und möglicher Verzerrungsfaktoren.

6 Schlussfolgerung / Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Studienergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Intelligenz, Lesefrequenz, Bücherqualität, Schulabschluss, INSBAT-2, Kognition, Lesekompetenz, Literaturrezeption, Regressionsanalyse, Intelligenzdiagnostik, Bildungsniveau, Stichprobe, Quantifizierung, Validierung, Generalfaktor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob es eine statistisch nachweisbare Verbindung zwischen dem Leseverhalten (Häufigkeit und literarische Qualität der Bücher) und der allgemeinen Intelligenz gibt.

Welche Aspekte der Lektüre werden zentral thematisiert?

Im Zentrum stehen die Lesefrequenz (Häufigkeit des Lesens) sowie die qualitative Einordnung der Lektüre, unterteilt in Kategorien von Trivialliteratur bis hin zu anspruchsvollen Fach- oder Klassikerwerken.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu validieren, ob Leseaktivitäten als Prädiktoren für das allgemeine Intelligenzniveau dienen können, wobei der Schulabschluss als kontrollierende Kovariable miteinbezogen wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie durchgeführt, bei der soziodemographische Daten erhoben und die Intelligenz mittels der Intelligenz-Struktur-Batterie-2 (INSBAT-2) gemessen wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Intelligenzmodelle, die methodische Darlegung der Datenerhebung und die anschließende empirische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Intelligenz, Lesefrequenz, Bücherqualität, INSBAT-2, Regressionsanalyse und Bildungsniveau.

Warum konnte die Moderatorhypothese nicht bestätigt werden?

Die Moderationsanalyse ergab keine signifikante Interaktion, da die Lesefrequenz selbst keinen signifikanten Einfluss auf die Intelligenz ausübte und somit auch die Qualität der Lektüre diesen Effekt nicht moderieren konnte.

Welchen Einfluss hat der Schulabschluss auf das Ergebnis?

Der Schulabschluss erwies sich als der stärkste Prädiktor im Modell; sobald dieser kontrolliert wurde, verloren die Variablen zur Leseaktivität ihre signifikante Vorhersagekraft für das allgemeine Intelligenzniveau.

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Details

Titel
Der Zusammenhang von Intelligenz und gelesenen Büchern unter Berücksichtigung des Schulabschlusses
Hochschule
Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport (vormals H:G Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst)
Note
1,3
Autor
Cathrin Rötzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
91
Katalognummer
V1270428
ISBN (PDF)
9783346716187
ISBN (Buch)
9783346716194
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenhang intelligenz büchern berücksichtigung schulabschlusses
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cathrin Rötzel (Autor:in), 2022, Der Zusammenhang von Intelligenz und gelesenen Büchern unter Berücksichtigung des Schulabschlusses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270428
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  91  Seiten
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