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Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes

Titel: Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes

Bachelorarbeit , 2022 , 50 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes für die Teilhabe an Bildung von Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Demnach wird anhand dieser Literaturarbeit die folgende Forschungsfrage bearbeitet: Welche Möglichkeiten und Hemmnisse bestehen in der Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum unter Einsatz des TEACCH-Ansatzes?

Für die Bearbeitung der Forschungsfrage wird zunächst in Kürze grundlegend auf das Autismus-Spektrum eingegangen, indem die Behinderung nach dem ICD-11 und DSM-5 klassifiziert sowie die Symptomatik, Epidemiologie, Komorbiditäten und Ätiologie herausgearbeitet werden. Weiterführend wird im folgenden Kapitel der Begriff Teilhabe vom Inklusionsbegriff abgegrenzt und die rechtlichen Grundlagen nach dem SGB IX, SGB VIII und der UN-BRK verdeutlicht, welche für Schüler*innen im Autismus-Spektrum Gültigkeit besitzen können. Im vierten Kapitel wird der schulische Alltag von Schüler*innen im Autismus-Spektrum beleuchtet. Dazu werden schulische Stärken und Schwierigkeiten, nötige Rahmenbedingungen und Unterstützungsangebote für eine Teilhabe an Bildung von Schüler*innen im Autismus-Spektrum herausgearbeitet. Der TEACCH-Ansatz als eine evidenzbasierte Fördermethode wird im Folgenden Kapitel zunächst theoretisch verortet. Zu diesem Zweck wird der TEACCH-Ansatz begrifflich eingeordnet, die TEACCH-Philosophie und die Methode des Structured TEACCHing vorgestellt sowie die Evidenzbasierung des Ansatzes verdeutlicht. Im Weiteren folgt die Untersuchung des TEACCH-Ansatzes in der Schule, wobei ein Schwerpunkt auf der Methode des Structured TEACCHing in der Schule liegt. Dazu erfolgt auf Grundlage der vorherigen Auseinandersetzungen eine Diskussion hinsichtlich der Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes für eine Teilhabe an Bildung von Schüler*innen im Autismus-Spektrum. In einem abschließenden Fazit werden wichtige Aspekte hinsichtlich der Bearbeitung der Forschungsfrage zusammengetragen und ein Ausblick auf weitere Auseinandersetzung mit der Thematik aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Autismus-Spektrum

2.1 Klassifikation und Symptomatik

2.2 Epidemiologie

2.3 Komorbidität

2.4 Ätiologie

3 Teilhabe an Bildung

3.1 Rechtliche Grundlagen

3.2 Begriffsabgrenzung

4 Schüler*innen im Autismus-Spektrum

4.1 Stärken und Schwierigkeiten im schulischen Alltag

4.2 Rahmenbedingungen für die Teilhabe an Bildung

4.2.1 Entwicklung einer adäquaten pädagogischen Haltung

4.2.2 Kooperation aller am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten

4.2.3 Bildungs-, Erziehungs- und Förderangebote

4.2.4 Strukturell-organisatorische Erfordernisse

4.2.5 Vorbereitung auf Beruf und nachschulisches Leben

4.2.6 Bildungs- und sozialpolitische Perspektive

4.3 Unterstützungsmöglichkeiten

4.3.1 Schulassistenz

4.3.2 Schulsozialarbeit

4.3.3 Evidenzbasierte Fördermethoden

5 Der TEACCH-Ansatz

5.1 Begriffsabgrenzung

5.2 TEACCH-Philosophie

5.3 Structured TEACCHing

5.3.1 Raum

5.3.2 Zeit

5.3.3 Arbeitssystem

5.3.4 Aufgaben und Tätigkeiten

5.4 Evidenzbasierung

5.5 Der TEACCH-Ansatz in der Schule

5.5.1 Möglichkeiten

5.5.2 Hemmnisse

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes zur Förderung der Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Methode des Structured TEACCHing im schulischen Kontext sowie auf den notwendigen pädagogischen Rahmenbedingungen.

  • Grundlagen des Autismus-Spektrums und diagnostische Aspekte.
  • Rechtliche Grundlagen und Inklusionsverständnis im Bildungssystem.
  • Schulische Stärken, Schwierigkeiten und notwendige Rahmenbedingungen.
  • Unterstützungsmöglichkeiten durch Schulassistenz und Schulsozialarbeit.
  • Theoretische Verortung und praktische Anwendung des TEACCH-Ansatzes.

Auszug aus dem Buch

4.1 Stärken und Schwierigkeiten im schulischen Alltag

Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Schule. Diese stellt für viele Schüler*innen im Autismus-Spektrum eine spezielle Herausforderung dar (vgl. Girsberger 2021: 144). Durch die „Besonderheiten in der Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitung“ (Schmidt; Fischle & Kron 2018: 11) haben Schüler*innen aus dem Autismus-Spektrum einerseits Stärken in der Schule, welche jedoch durch den vorherrschenden defizitorientierten Blick auf das Autismus-Spektrum wenig Beachtung geschenkt wird. Dahingehend werden schulische Schwierigkeiten von Menschen im Autismus-Spektrum breit in der Literatur diskutiert. Dabei ist darauf zu verweisen, dass schulische Schwierigkeiten in Wechselwirkung zwischen Umweltfaktoren und persönlichen Faktoren entstehen (vgl. Theunissen 2021: 21). Stärken und Schwierigkeiten zeigen sich in verschiedenen schulischen Situationen (z. B. beim Lernen oder in der sozialen Interaktion) und sind individuell abhängig von der Person im autistischen Spektrum und den gegebenen schulischen Rahmenbedingungen.

Stärken

Georg Theunissen (vgl. 2013) verweist auf die Stärken, die Menschen im Autismus-Spektrum sich selbst zuschreiben. Diese liegen in den Bereichen „Zuverlässigkeit, Loyalität, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Durchhaltevermögen, Genauigkeit, logisches Denken, Spezialwissen, Kreativität oder außergewöhnliche Wahrnehmungsleistungen“ (ebd.). Im sozialen Bereich wird der oft direkte und gradlinige Umgang mit Gleichaltrigen positiv hervorgehoben. Außerdem werden verstandene Regeln von Lernenden aus dem Autismus-Spektrum oft akzeptiert und gut eingehalten. Wenn die Lernumgebung auf die Person im Autismus-Spektrum angepasst ist, können sie sehr ausdauernd und sorgfältig arbeiten. Schüler*innen aus dem autistischen Spektrum weisen häufig spezielle Kenntnisse und Talente auf (z. B. ein sehr gutes visuelles Gedächtnis, Merkfähigkeit oder Detailwahrnehmung), welche in speziellen Bereichen zu schnellen Resultaten führen. Die starke Beschäftigung mit spezifischen Interessen führt dazu, dass sie in diesen Gebieten ein großes Wissen erwerben und sehr kompetent sind (Schmidt; Fischle & Kron 2018: 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen autistischer Schüler im Schulalltag anhand konkreter Beispiele und definiert das Ziel der Arbeit, den TEACCH-Ansatz als Methode zur Bildungs-Teilhabe zu untersuchen.

2 Autismus-Spektrum: Dieses Kapitel erläutert die klinische Klassifikation, Epidemiologie und Ätiologie des Autismus-Spektrums unter Berücksichtigung moderner Klassifikationssysteme wie DSM-5 und ICD-11.

3 Teilhabe an Bildung: Hier werden die rechtlichen Verankerungen der Teilhabe an Bildung und der Inklusionsbegriff im Kontext der UN-BRK und des SGB IX und VIII dargelegt.

4 Schüler*innen im Autismus-Spektrum: Das Kapitel analysiert die spezifischen Stärken und Schwierigkeiten im Schulalltag und diskutiert notwendige Rahmenbedingungen sowie Unterstützungsformen wie Schulassistenz und Schulsozialarbeit.

5 Der TEACCH-Ansatz: Der Abschnitt bietet einen tiefen Einblick in die Philosophie und die Methode des Structured TEACCHing sowie eine Diskussion zu Evidenz, Möglichkeiten und Hemmnissen bei der schulischen Umsetzung.

6 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und bewertet den TEACCH-Ansatz als vielversprechende, wenn auch an Rahmenbedingungen geknüpfte Möglichkeit zur Förderung autistischer Schüler.

7 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum, TEACCH-Ansatz, Structured TEACCHing, inklusive Bildung, Teilhabe, Schulassistenz, Schulsozialarbeit, sonderpädagogische Förderung, Wahrnehmungsbesonderheiten, soziale Integration, evidenzbasierte Methoden, Schulerfolg, Autismus-Spektrum-Störung, pädagogische Haltung, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit setzt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen des TEACCH-Ansatzes auseinander, um autistischen Schülern eine diskriminierungsfreie Teilhabe an Bildung in Schulen zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Symptomatik des Autismus-Spektrums, rechtliche Rahmenbedingungen zur Teilhabe, schulische Anforderungen sowie die praktische Bedeutung des TEACCH-Ansatzes (insb. Structured TEACCHing).

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche Chancen und Hindernisse sich bei der Anwendung des TEACCH-Ansatzes für die Bildungs-Teilhabe von Schülern im Autismus-Spektrum ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Erkenntnisse aus Fachpublikationen, Forschungsprojekten und Leitlinien systematisch zusammenführt und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Autismus-Spektrum, eine Klärung der Rechtslage, eine Betrachtung der schulischen Alltagsprobleme und eine detaillierte Erläuterung der TEACCH-Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Autismus-Spektrum, TEACCH, schulische Inklusion, Teilhabe, Structured TEACCHing sowie Unterstützungsmöglichkeiten durch Schulassistenz und Schulsozialarbeit.

Wie wirkt sich die „Kultur des Autismus“ auf die pädagogische Arbeit aus?

Das TEACCH-Programm nutzt den Begriff „Kultur des Autismus“, um zu verdeutlichen, dass autistische Menschen die Welt anders erleben, was Lehrkräfte dazu anregen soll, Orientierungshilfen statt nur defizitorientierte Korrekturen anzubieten.

Warum ist die „individuelle Förderdiagnostik“ laut der Autorin so wichtig?

Da der Unterstützungsbedarf im Autismus-Spektrum extrem variiert, ist eine passgenaue, individuelle Feststellung der Fähigkeiten und Entwicklungsansätze als Basis für jede erfolgreiche Förderplanung unabdingbar.

Was unterscheidet den TEACCH-Ansatz von anderen verhaltenstherapeutischen Programmen?

Obwohl er verhaltenstherapeutische Wurzeln hat, unterscheidet sich der TEACCH-Ansatz durch seinen ganzheitlichen, entwicklungsorientierten Ansatz, der stark auf Strukturierung und die Anpassung der Umwelt an das Kind setzt.

Gibt es auch Nachteile bei der Umsetzung des TEACCH-Ansatzes?

Herausforderungen ergeben sich oft aus fehlendem Wissen des Lehrpersonals, einer mangelnden Schulkultur, die nicht geschlossen hinter dem Konzept steht, sowie der Notwendigkeit hoher zeitlicher und räumlicher Ressourcen.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
50
Katalognummer
V1270482
ISBN (eBook)
9783346713698
ISBN (Buch)
9783346713704
Sprache
Deutsch
Schlagworte
teilhabe bildung schüler*innen autismus-spektrum möglichkeiten hemmnisse teacch-ansatzes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Teilhabe an Bildung für Schüler*innen im Autismus-Spektrum. Möglichkeiten und Hemmnisse des TEACCH-Ansatzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270482
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  50  Seiten
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