Meditationen über die Grundlagen der Philosophie
Übersicht über die dritte und fünfte Meditation
von Judith Hansen
a. Übersicht über die dritte Meditation
Im folgenden werde ich einen Überblick über die dritte Meditation in meinen eigenen Worten
wiedergeben.
1. Descartes will seine Sinne und sein Bewusstsein nicht mehr beachten, damit er sich mit sich selbst besser vertraut machen kann.
2. Er schreibt, dass er ein "denkendes Ding" ist, Gefühle hat und Entscheidungen treffen kann. Descartes sagt von sich, dass er sich über verschiedene Sachen Gedanken macht. Sein Bewusstsein sagt, wie er handeln soll, kann es sich aber nicht erklären, wie es
geschieht.
3. Von dieser in Punkt 2 genannten Sache, ist er sich nun sicher, dass er es weiß. Er hofft jedoch, noch weiteres zu entdecken, dass er bis jetzt nicht berücksichtigt hat.
[...]
Inhaltsverzeichnis
a. Übersicht über die dritte Meditation
Im weiteren Verlauf gebe ich die fünfte Meditation in meinen eigenen Worten wieder.
Einwand gegen die dritte und fünfte Meditation
a. Einwand gegen die dritte Meditation
b. Einwand gegen die fünfte Meditation
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die zentralen Argumentationen von René Descartes in der dritten und fünften Meditation kritisch darzulegen und im Anschluss die einwandkritische Perspektive des Philosophen Thomas Hobbes zu beleuchten. Die Arbeit fokussiert sich dabei auf die erkenntnistheoretischen Grundlagen von Gottesbeweisen sowie die ontologische Unterscheidung zwischen Dasein und Wesenheit.
- Analyse der dritten Meditation: Bewusstsein, Ideentypen und Gottesbeweis.
- Analyse der fünften Meditation: Materielle Dinge, Geometrie und Existenz Gottes.
- Kritische Auseinandersetzung mit den Einwänden von Thomas Hobbes.
- Untersuchung der Differenz zwischen "existentia" (Dasein) und "essentia" (Wesenheit).
Auszug aus dem Buch
Einwand gegen die dritte Meditation
Hobbes gibt folgendes Zitat wieder auf das er näher eingehen möchte: "Einige von diesen (nämlich von den Beweusstseinsarten) sind gleichsam Bilder der Dinge und nur diesen kommt eigentlich der `Idee´ zu; so wenn ich mir einen Menschen, eine Chimäre, einen Engel oder auch Gott denke." (S.162)
Hobbes beschreibt, wenn er sich einen Menschen vorstellt, so stellt er sich eine Idee oder ein Bild vor, welches aus Farben und Figuren zusammengesetzt ist und man könnte gewiss daran zweifeln, ob es einem Menschen ähneln würde. Ähnlich sieht er das beim Himmel. Wenn er sich eine Chimäre vorstelle könnte man die Ähnlichkeit eines existierenden Tieres oder nicht existierenden Tieres anzweifeln welches vielleicht einmal zu einer Zeit existiert hat oder nicht.
Betrachtet er aber das Bild eines Engels, so denkt er an ein Kind mit Flügeln, wobei er sich sicher ist, dass dieses Bild keine Ähnlichkeit mit einem Engel hat und somit auch nicht die Idee des Engels ist.
Zusammenfassung der Kapitel
a. Übersicht über die dritte Meditation: Dieses Kapitel expliziert Descartes' methodischen Zweifel an den Sinnen sowie seine Klassifizierung von Ideen und führt den ersten Beweis für die Existenz Gottes ein.
Im weiteren Verlauf gebe ich die fünfte Meditation in meinen eigenen Worten wieder.: Hier wird Descartes' Untersuchung materieller Dinge, insbesondere am Beispiel geometrischer Figuren wie dem Dreieck, und die daraus abgeleitete Notwendigkeit Gottes behandelt.
Einwand gegen die dritte und fünfte Meditation: Dieser Abschnitt analysiert die Briefe von Thomas Hobbes, der Descartes' Bestimmung von Ideen und das Verhältnis von Wesenheit und Existenz in Frage stellt.
a. Einwand gegen die dritte Meditation: Hobbes kritisiert hierbei insbesondere den Begriff der "Idee" bei Descartes und die Möglichkeit, Gott als Bild oder Vorstellung zu erfassen.
b. Einwand gegen die fünfte Meditation: Hobbes setzt sich kritisch mit der Annahme auseinander, dass mathematische Wesenheiten unabhängig vom menschlichen Geist existieren und ewig seien.
Schlüsselwörter
Descartes, Meditationen, Gottesbeweis, Erkenntnistheorie, Hobbes, Dasein, Wesenheit, Ideentheorie, Philosophie, Metaphysik, Existenz, Vernunft, Materielle Dinge, Geometrie, Zweifel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine zusammenfassende Exegese der dritten und fünften Meditation von René Descartes sowie eine Darstellung der kritischen Einwände von Thomas Hobbes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der ontologische und kausale Gottesbeweis, die Unterscheidung zwischen dem denkenden Ich und der materiellen Welt sowie die Frage nach der Natur von Ideen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Descartes' Argumentationsgang transparent zu machen und aufzuzeigen, an welchen Stellen zeitgenössische Kritiker wie Hobbes konzeptionelle Probleme orteten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der textualen Paraphrasierung und der komparativen Analyse philosophischer Standpunkte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Abschnitte der Meditationen Descartes' nummeriert dargestellt und anschließend durch Hobbes' Gegenargumente in Bezug auf Bildhaftigkeit und Wesensdefinitionen gespiegelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Descartes, Gottesbeweis, Dasein, Wesenheit und Ideentheorie geprägt.
Wie argumentiert Hobbes gegen Descartes' Gottesbeweis in der dritten Meditation?
Hobbes wendet ein, dass wir keine echte "Idee" oder ein "Bild" von Gott haben können und vergleicht das Gotteskonzept mit einem Blindgeborenen, der die Wirkung (Wärme) spürt, ohne das Feuer als Ursache zu begreifen.
Welche Rolle spielen geometrische Figuren in der Kritik der fünften Meditation?
Hobbes kritisiert Descartes' Ansicht, dass mathematische Figuren eine ewige Natur besitzen; er argumentiert, dass diese "Naturen" lediglich sprachliche Verknüpfungen von Namen sind und keine unabhängige Realität besitzen.
- Quote paper
- Judith Hansen (Author), 1999, Descartes - Übersicht über die dritte und fünfte Meditation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270