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Das Phänomen Land Grabbing in Entwicklungsländern. Landraub oder Entwicklungsmöglichkeit?

Title: Das Phänomen Land Grabbing in Entwicklungsländern. Landraub oder Entwicklungsmöglichkeit?

Bachelor Thesis , 2011 , 45 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Claudio Salvati (Author)

Agrarian Studies
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Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem Phänomen des Land Grabbing in den weniger entwickelten Ländern. Die Studie soll einen ersten Überblick über das Phänomen geben, die Probleme und Chancen analysieren und einige wichtige Fallstudien vorstellen. Die Informationssuche erfolgt über das Internet, vor allem auf den Websites der Vereinten Nationen (insbesondere der FAO) und einiger Nichtregierungsorganisationen (z. B. GRAIN), die sich mit dem Phänomen befassen.

Der erste Teil der Arbeit stellt das Phänomen in einen globalen Kontext und beginnt mit der Einführung des Begriffs "Landgrabbing" und einem Überblick über seine Verbreitung. Auch die Ursachen für die Entstehung des Phänomens und die möglichen Folgen werden erörtert.

Der zweite Teil ist eine Analyse der Probleme, die auf die Landnahme folgen. Dabei geht es vor allem um die ungleiche Verhandlungsmacht zwischen den verschiedenen Akteuren, insbesondere um die Beziehung zwischen dem Gastland, den Investoren und der lokalen Bevölkerung.

Im dritten Teil werden drei Fallstudien vorgestellt, bei denen jeweils eine andere Art von Akteur im Mittelpunkt steht. Madagaskar wurde als Gastland ausgewählt, die Golfstaaten und China repräsentieren die Investorenländer. In diesem Kapitel werden die Ursachen erörtert, die diese Länder zur Suche nach Anbauflächen jenseits ihrer Grenzen und zu laufenden Investitionen im Ausland führen.

Im letzten Kapitel geht es um mögliche Lösungen, um den Landraub einzudämmen und sicherzustellen, dass die Beziehungen zwischen Gastländern und Investoren ausgewogen sind und alle Beteiligten von Investitionen in Ackerland im Ausland profitieren können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ALLGEMEINER ÜBERBLICK

2.1. DEFINITION DES LAND GRABBING

2.2. AUSMAß DES PHÄNOMENS LAND GRABBING

2.3. BEWEGGRÜNDE FÜR LANDGRABBING

2.4. AUSWIRKUNGEN VON LANDGRABBING

3. DIE PROBLEME DES LANDGRABBINGS

3.1. UNGLEICHE MACHTVERHÄLTNISSE

3.2. WIDERSPRÜCHLICHE AUSLEGUNGEN DER LANDNUTZUNG

3.3. KNAPPE NATÜRLICHE RESSOURCEN

3.4. AUSWIRKUNGEN AUF KLEINBAUERN UND FRAUEN

3.5. MANGEL AN TRANSPARENZ

4. EIN BLICK AUF EINIGE FALLSTUDIEN

4.1. MADAGASKAR

4.2. GOLFSTAATEN

4.3. CHINA

4.3.1. Umweltverschmutzung

4.3.2. Land für nicht-landwirtschaftliche Nutzung

4.3.3. Ausländische Investitionen in China

4.3.4. Chinesische Investitionen im Ausland

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das komplexe Phänomen des "Land Grabbing" in Entwicklungsländern, wobei die ungleiche globale Wohlstandsverteilung und die wachsende Ernährungssicherheit als zentrale Treiber untersucht werden. Ziel ist es, die politischen, sozialen und ökologischen Auswirkungen dieses Landerwerbs kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten für einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Boden aufzuzeigen.

  • Globale Ernährungssicherheit und das Phänomen Land Grabbing
  • Sozioökonomische Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, insbesondere Kleinbauern und Frauen
  • Die Rolle der Machtverhältnisse und des Mangels an Transparenz bei Landtransaktionen
  • Fallstudien zu Madagaskar, den Golfstaaten und Chinas Strategien im Ausland
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Wahrung der Menschenrechte bei Investitionen

Auszug aus dem Buch

.. Definition des Land Grabbing

Land Grabbing (was mit Landraub/Landnahme übersetzt werden kann) ist definiert als der Erwerb durch Verkauf/Kauf oder langfristige Verpachtung großer Flächen Ackerland durch ausländische Unternehmen/Institutionen für die landwirtschaftliche Produktion zu kommerziellen oder industriellen Zwecken durch institutionelle Vereinbarungen (GRAIN, 2008).

Die Vereinbarungen folgen keinem festen Muster oder Modell, sondern sind fallspezifisch. In der Regel sind zwei Parteien beteiligt: Auf der einen Seite stehen die Investoren, bei denen es sich in der Regel um Joint Ventures und ausländische Privatunternehmen, manchmal aber auch um ausländische Regierungen handelt; auf der anderen Seite stehen die Landgeber, bei denen es sich in den meisten Fällen um die Regierungen der Gastländer handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die globale Nahrungsmittelproblematik und das Phänomen des Landerwerbs in Entwicklungsländern als Antwort auf Preisvolatilität und Ernährungssicherheit.

2. ALLGEMEINER ÜBERBLICK: Definition des Land Grabbings sowie Untersuchung der Beweggründe, des Ausmaßes und der Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.

3. DIE PROBLEME DES LANDGRABBINGS: Analyse der kritischen Herausforderungen wie Machtungleichgewichte, Ressourcenknappheit, Auswirkungen auf Randgruppen und mangelnde Transparenz bei Vertragsabschlüssen.

4. EIN BLICK AUF EINIGE FALLSTUDIEN: Konkrete Betrachtung der Entwicklungen in Madagaskar sowie der Investitionsstrategien von Saudi-Arabien, den Golfstaaten und China.

5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung des Phänomens und Vorstellung von Lösungsansätzen für eine demokratische und nachhaltige Agrarpolitik.

Schlüsselwörter

Landraub, Land Grabbing, Ernährungssicherheit, Agrarpolitik, Entwicklungsländer, Investitionen, Kleinbauern, Menschenrechte, Ressourcenschutz, Transparenz, Nachhaltigkeit, Bodenbewirtschaftung, Nahrungsmittelkrise, Vertragsrecht, Biokraftstoffe

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Phänomens des "Land Grabbing" (Landraub) in Entwicklungsländern, insbesondere unter dem Aspekt der globalen Ernährungssicherheit und den Auswirkungen ausländischer Investitionen auf lokaler Ebene.

Welche Hauptthemenfelder werden abgedeckt?

Zentral sind die Beweggründe ausländischer Investoren, die politischen Folgen für Gastländer, das Machtungleichgewicht während Vertragsverhandlungen sowie die Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, das Phänomen zu definieren, die komplexen Ursachen und Folgen zu durchleuchten und Ansätze für einen gerechteren Umgang mit Ackerland zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Der Autor nutzt eine Bestandsaufnahme sowie eine Analyse basierend auf empirischen Daten, Medienberichten und Berichten internationaler Organisationen wie der FAO und IIED.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition und Ursachenanalyse, eine tiefgehende Untersuchung der sozialen und ökologischen Probleme sowie die detaillierte Betrachtung von Fallstudien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Land Grabbing, Ernährungssicherheit, ausländische Direktinvestitionen, Menschenrechte und Agrarreformen.

Welche Bedeutung kommt der Transparenz in Verträgen zu?

Der Mangel an Transparenz wird als zentrales Problem angesehen, da er Korruption begünstigt und eine Bewertung der negativen Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft nahezu unmöglich macht.

Warum wird China als ein besonderer Fall in der Analyse betrachtet?

China ist sowohl ein bedeutender Investor im Ausland als auch ein Gastland, was zu widersprüchlichen Interessenlagen innerhalb des Landes führt, insbesondere bei der Nahrungsmittelversorgung der eigenen Bevölkerung.

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Details

Title
Das Phänomen Land Grabbing in Entwicklungsländern. Landraub oder Entwicklungsmöglichkeit?
College
University of Florence  (Facoltà di Agraria)
Course
Landwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung
Grade
1,0
Author
Claudio Salvati (Author)
Publication Year
2011
Pages
45
Catalog Number
V1271015
ISBN (PDF)
9783346718341
ISBN (Book)
9783346718358
Language
German
Tags
land grab land grabbing landraub geopolitik china green revolution joint venture cash crops umweltverschmutzung armut ungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudio Salvati (Author), 2011, Das Phänomen Land Grabbing in Entwicklungsländern. Landraub oder Entwicklungsmöglichkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271015
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