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Anonymisierte Bewerbungsverfahren und ihre Chancen. Können sie dazu beitragen, den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst zu erhöhen?

Title: Anonymisierte Bewerbungsverfahren und ihre Chancen. Können sie dazu beitragen, den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst zu erhöhen?

Term Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lukas M. Neumann (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Hausarbeit aus dem Jahr 2015 versucht die Frage zu beantworten, ob anonymisierte Bewerbungsverfahren dazu beitragen können, den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst zu erhöhen. Dazu soll näher darauf eingegangen werden, wie Stereotype, Vorurteile, Rassismus und soziale Diskriminierung entstehen und inwieweit anonyme Bewerbungen als Intervention dienen und damit einen Beitrag zur Chancengleichheit leisten können. Um diese Frage zu klären, wird mithilfe von Studien zu Pilotprojekten mit anonymisierten Bewerbungsverfahren die Umsetzung dieser Verfahren näher erläutert und auf die empirischen Ergebnisse und Erfahrungen der Teilnehmer der Studien eingegangen.

Wie kann man besser einen Teil zur Gesellschaft beitragen, eine neue Sprache erlernen, neue Bekanntschaften knüpfen und Ressentiments entgegenwirken als durch gemeinsame Arbeit mit jenen, die seit ihrer Geburt in Deutschland leben? Doch was geschieht, wenn das Arbeiten nicht möglich ist? Was geschieht, wenn aufgrund von bestehenden Stereotypen und Vorurteilen innerhalb der Gesellschaft das Einstellungsverfahren zur unüberwindlichen Hürde wird? Natürlich ist das nicht der Regelfall, aber Studien belegen, dass schon ein ausländisch klingender Name die Chancen beim Einstellungsverfahren erheblich vermindern kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stereotype

2.1 Soziale Kategorisierung und Stereotypisierung

2.2 Funktion von Kategorien

2.3 Informationsverarbeitung von Stereotypen

2.3.1 Automatische und kontrollierte Informationsverarbeitung

2.3.2 Verhaltensbeeinflussung durch automatische Aktivierung von Stereotypen

3 Vorurteile und Rassismus

3.1 Was ist ein Vorurteil?

3.2 Definition und Formen von Rassismus

3.3 Funktionen von Rassismus

4 Soziale Diskriminierung

5 Anonymisierte Bewerbungsverfahren

5.1 Ausgangslage und Zielsetzung

5.2 Konzeption

5.3 Umfang und Durchführung der Anonymisierung

5.4 Beantwortung der Problemfrage

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit anonymisierter Bewerbungsverfahren als Instrument zur Reduzierung von Diskriminierung gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund. Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob durch die Anonymisierung in der ersten Auswahlphase der Anteil von Migranten im öffentlichen Dienst erhöht werden kann.

  • Psychologische Grundlagen: Stereotype, Vorurteile und deren Einfluss auf die Informationsverarbeitung.
  • Soziologische Dimensionen: Definition von Rassismus und Formen sozialer Diskriminierung.
  • Konzeption anonymisierter Bewerbungsverfahren in deutschen Pilotprojekten.
  • Empirische Analyse der Auswirkungen von Anonymisierung auf Einstellungschancen.

Auszug aus dem Buch

2.3 Informationsverarbeitung von Stereotypen

Laut Patricia G. Devine lässt sich die Informationsverarbeitung in einen automatischen und einen kontrollierten Prozess aufteilen. Bei der automatischen Verarbeitung sind wir uns des Prozessablaufes nicht bewusst und haben keine Kontrolle über die Assoziierungen, die daraus folgen. Das bedeutet, dass die Aktivierung eines Stereotyps (z. B. Asylbewerber sind kriminell) automatisch und unbewusst stattfindet. Ist ein Vertreter der betroffenen Kategorie anwesend, reicht also die bloße physische Wahrnehmung des Menschen um ein kulturelles Vorwissen über Stereotype freiwerden zu lassen. Gegen diesen Prozess kann man sich nicht verschließen.

Aktivierte Stereotype müssen aber nicht automatisch zu einer Diskriminierung führen. Durch einen kontrollierten Verarbeitungsprozess können die aktivierten Informationen verdrängt oder verändert werden. Dazu bedarf es jedoch kognitivem Aufwand; ein solcher Prozess findet also immer bewusst statt und muss aktiv vollzogen werden. Außerdem ist der kontrollierte Verarbeitungsprozess dem automatischen Prozess, laut Devine, immer nachgeschaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Integration durch Arbeit und stellt die Problemfrage hinsichtlich anonymisierter Bewerbungsverfahren im öffentlichen Dienst.

2 Stereotype: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Mechanismen der sozialen Kategorisierung und zeigt auf, wie Stereotype durch automatische Prozesse unser Verhalten beeinflussen können.

3 Vorurteile und Rassismus: Hier werden Definitionen und Funktionen von Vorurteilen sowie verschiedene Formen und Auswirkungen von Rassismus in der Gesellschaft analysiert.

4 Soziale Diskriminierung: Das Kapitel definiert den Begriff der sozialen Diskriminierung detailliert und unterscheidet zwischen verschiedenen Erscheinungsformen wie gruppenbezogener oder institutioneller Diskriminierung.

5 Anonymisierte Bewerbungsverfahren: Dieser Abschnitt beschreibt die Konzeption, den Umfang und die Durchführung von Pilotprojekten zur anonymen Bewerbung und diskutiert die Ergebnisse hinsichtlich der gesteckten Ziele.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die gesamte Argumentationslinie der Arbeit und kommt zu dem Schluss, dass Anonymisierung zwar kein Allheilmittel, aber ein Beitrag zur Chancengleichheit ist.

Schlüsselwörter

Anonymisierte Bewerbungsverfahren, Migrationshintergrund, Öffentlicher Dienst, Diskriminierung, Stereotype, Vorurteile, Rassismus, Soziale Kategorisierung, Informationsverarbeitung, Chancengleichheit, Arbeitsmarkt, Pilotprojekte, Bewerbungsprozess, Personalentscheidung, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit anonymisierter Bewerbungsverfahren als Instrument zur Förderung der Chancengleichheit für Menschen mit Migrationshintergrund bei der Stellensuche im öffentlichen Dienst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themenfelder sind die psychologischen Grundlagen von Stereotypen und Vorurteilen, soziologische Konzepte von Rassismus und Diskriminierung sowie die praktische Umsetzung anonymer Bewerbungsverfahren.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob anonymisierte Bewerbungsverfahren dazu beitragen können, den Anteil von Migranten im öffentlichen Dienst zu erhöhen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Problematik, die aktuelle sozialwissenschaftliche Studien zu Stereotypen sowie empirische Auswertungen von Pilotprojekten zur Anonymisierung von Bewerbungen analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung (Stereotype, Vorurteile, Rassismus, Diskriminierung) und die praktische Untersuchung von Konzepten und Erfolgen anonymisierter Bewerbungsverfahren in Pilotprojekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Diskriminierung, Anonymisierte Bewerbungsverfahren, Stereotype und Chancengleichheit charakterisiert.

Wie unterscheiden sich automatische und kontrollierte Informationsverarbeitung?

Während die automatische Verarbeitung unbewusst und unkontrollierbar Stereotype aktiviert, erfordert die kontrollierte Verarbeitung kognitiven Aufwand, um aktiv auf diese Informationen einzuwirken.

Warum wird im öffentlichen Dienst über Anonymisierung nachgedacht?

Da statistisch gesehen der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst unter dem Anteil in der Gesamtbevölkerung liegt, sollen durch Anonymisierung Vorurteile in der ersten Auswahlphase abgebaut werden.

Zu welchem Fazit kommt der Verfasser bezüglich der Effektivität?

Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass anonymisierte Bewerbungsverfahren zwar die Chancen in der ersten Phase verbessern, aber keine alleinige Garantie für eine signifikante Erhöhung der Einstellungen darstellen, jedoch einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit leisten.

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Details

Title
Anonymisierte Bewerbungsverfahren und ihre Chancen. Können sie dazu beitragen, den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst zu erhöhen?
College
University of Applied Administrative Sciences Wiesbaden
Grade
1,0
Author
Lukas M. Neumann (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V1271020
ISBN (PDF)
9783346718389
ISBN (Book)
9783346718396
Language
German
Tags
Anonymisierte Bewerbungsverfahren öffentlicher Dienst Einstellungen Rassismus Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas M. Neumann (Author), 2015, Anonymisierte Bewerbungsverfahren und ihre Chancen. Können sie dazu beitragen, den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst zu erhöhen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271020
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