Wie können Grundschulkinder ohne Vorkenntnisse mit digitalen Medien aus finanziell benachteiligten Haushalten in Bezug auf die Medienpädagogik gefördert werden?
In der heutigen Zeit wird immer mehr digitalisiert, unter anderem auch der Unterricht. Dies beginnt mittlerweile schon in Grundschulen und erstreckt sich über alle weiteren Bildungswege. Gerade seit Anbeginn der Corona-Pandemie geht die Digitalisierung im Bereich Schule – gezwungenermaßen – deutlich schneller voran. Die Schüler müssen sich in dieser ohnehin schon schweren Lage in kürzester Zeit umstellen und an die neuen Lern- und Lehrmethoden anpassen.
Doch wie ergeht es Grundschulkindern, die bisher noch gar keine Erfahrung mit digitalen Medien haben? Dies kann aus mehreren Gründen der Fall sein. Denn auch wenn heutzutage nahezu jedes Kind immer früher ein Handy, Tablett oder einen Fernseher besitzt, so gibt es auch Eltern die in dieser Digitalisierung nicht "mit schwimmen". Beispielsweise sehen es manche Erziehungsstile oder -methoden vor, auf die Nutzung von Smartphones oder Fernsehern zu verzichten.
Ein anderer möglicher Grund ist finanzieller Natur. Viele finanziell benachteiligte Familien können es sich schlicht weg nicht leisten ein solches Gerät gar erst anzuschaffen. Daher lernen die Kinder nicht - wie viele andere - automatisch damit umzugehen. Wie können diese Kinder im Unterricht bestmöglich gefördert werden?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundschulpädagogik
2.1 Lernverhalten von Grundschulkindern
2.2 Anpassung im Lernverhalten der Kinder bei Änderungen der Lernmittel- und methoden
3 Vorkenntnisse mit digitalen Medien
3.1 Definition Medienpädagogik
3.2 Lernvermittlung mit Hilfe digitaler Medien
3.3 Vor- und Nachteile Medienpädagogik
4 Fördermöglichkeiten von Grundschulkindern in der Medienpädagogik
4.1 finanzielle Fördermöglichkeiten
4.2 schulische Fördermöglichkeiten
4.3 Integration in die Gruppe
4.4 Unterstützung für die Familienmitglieder
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Grundschulkinder aus finanziell benachteiligten Haushalten, die bisher keine oder nur geringe Vorkenntnisse im Umgang mit digitalen Medien besitzen, im schulischen Kontext medienpädagogisch gefördert werden können, um Chancengleichheit zu gewährleisten.
- Digitalisierung des Unterrichts in der Grundschule
- Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf Medienkompetenz
- Didaktische Konzepte der Medienpädagogik
- Finanzielle und schulische Unterstützungsangebote
- Integration benachteiligter Kinder in digitale Lernprozesse
Auszug aus dem Buch
3.3 Vor- und Nachteile Medienpädagogik
Die Diskussion darüber, ob und in welchem Umfang die digitalen Unterrichtsformen gut oder fördernd für die Schulkinder sind, ist weiterhin präsent.
„Wenn es um weiterführende Schulen geht, herrscht noch weitgehend Konsens darüber, dass der Einsatz digitaler Medien im Unterricht sinnvoll und wichtig ist. Je jünger die Schüler sind, umso kontroverser wird darüber diskutiert.“ (Knoblauch, 2020, S.8)
So gibt es viele Kritikpunkte, die gegen digitale Unterrichtsmethoden sprechen. Laut Knoblauch sind daher einige Personen der Meinung, analoge und digitale Erfahrungen würden sich gegenseitig ausschließen, Kinder würden durch analogen Unterricht viel mehr lernen und der Umgang mit digitalen Medien verhindert reale Erfahrungen. Zugleich besteht oft die Forderung, Kinder sollen beschützt werden vor den Gefahren digitaler Medien. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Gehirne der Kinder noch nicht ausreichend entwickelt sind, um sinnvoll mit digitalen Medien umzugehen (Knoblauch, 2020, S.9).
Wie in jedem Bereich gibt es wo Nachteile sind, meist auch Vorteile.
So hat Verena Knoblauch in ihrem Buch vier wesentliche Argumente für den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht genannt, welche ich kurz zusammenfassen möchte: 1. Pragmatisches Argument: Abläufe im Unterricht können durch Einsatz digitaler Medien erleichtert werden (z.B. das Bereitstellen von Material). 2. Rechtliches Argument: „Kompetenzen in der digitalen Welt“ heißt das Strategiepapier der Kultusministerkonferenz (KMK), worin verbindliche Anforderungen zu Kenntnissen, Kompetenzen und Fähigkeiten formuliert werden. Schüler müssen am Ende ihrer Pflichtschulzeit über diese verfügen. 3. Lebenswelt-Argument: Die Digitalität wird in unserer Gesellschaft immer unumgänglicher. Kinder leben und wachsen damit auf. Somit ist die Aufgabe des Elternhauses und der Schule, Kinder auf die digitale Welt vorzubereiten und ihnen Kompetenzen an die Hand zu geben, wodurch sie Risiken vermeiden und Gefahren umgehen können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Digitalisierung des Schulunterrichts und thematisiert die Herausforderungen für Kinder aus benachteiligten Haushalten, die beim Erwerb digitaler Medienkompetenzen benachteiligt sind.
2 Grundschulpädagogik: Dieses Kapitel definiert das pädagogische Profil der Grundschule und untersucht das natürliche Lernverhalten von Kindern als sozialen und spielerischen Prozess.
3 Vorkenntnisse mit digitalen Medien: Das Kapitel analysiert die Bedeutung von Vorkenntnissen, definiert den Begriff der Medienpädagogik und diskutiert sowohl Vor- als auch Nachteile des Einsatzes digitaler Medien im Unterricht.
4 Fördermöglichkeiten von Grundschulkindern in der Medienpädagogik: Hier werden konkrete finanzielle und schulische Unterstützungsmaßnahmen sowie Strategien zur sozialen Integration und Hilfestellungen für Familienmitglieder vorgestellt.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit aktiver Lehrerunterstützung für benachteiligte Kinder zusammen, um Gleichbehandlung und Chancengleichheit in der digitalisierten Bildungswelt zu sichern.
Schlüsselwörter
Medienpädagogik, Grundschule, Digitalisierung, Chancengleichheit, Lernverhalten, digitale Medien, Förderbedarf, benachteiligte Haushalte, Medienkompetenz, Inklusion, soziale Integration, Mediendidaktik, Lehr- und Lernmethoden, Familiensupport.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die medienpädagogische Förderung von Grundschulkindern, die aufgrund ihrer sozioökonomischen Situation keinen frühen Zugang zu digitalen Medien haben.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Es werden das Lernverhalten von Kindern, die Definition der Medienpädagogik sowie verschiedene Fördermöglichkeiten im schulischen und familiären Bereich thematisiert.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie diese Kinder trotz fehlender Vorkenntnisse bestmöglich im Unterricht gefördert und in die Klassengemeinschaft integriert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu pädagogischen Fachbeiträgen und aktuellen Strategiepapern zum Thema Medienkompetenz.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Grundschulpädagogik, eine Einordnung der digitalen Kompetenzentwicklung sowie eine detaillierte Analyse möglicher Fördermaßnahmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medienpädagogik, digitale Bildung, soziale Ungleichheit, Fördermöglichkeiten und Chancengleichheit.
Warum ist das "Lebenswelt-Argument" für die Autorin wichtig?
Es unterstreicht, dass digitale Kompetenzen heute zur notwendigen Lebensbewältigung gehören und Schule somit die Pflicht hat, Kinder zur sicheren Teilhabe zu befähigen.
Welche Rolle spielen Lehrer bei der Identifikation von Förderbedarfen?
Die Arbeit postuliert, dass Lehrer eine zentrale Rolle einnehmen, da sie aktiv auf Eltern zugehen müssen, wenn sie Defizite bemerken, anstatt auf eine Kontaktaufnahme der Familien zu warten.
- Citar trabajo
- Laura Schraml (Autor), 2021, Medienpädagogik in der Grundschule. Wie können Schüler ohne Vorkenntnisse mit digitalen Medien gefördert werden?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271775