In dieser Arbeit soll ein Fallbeispiel einer jungen Frau behandelt werden, die an einer Angstneurose erkrankt ist. Hierbei stehen die horizontale und vertikale Verhaltensanalyse im Vordergrund. Dabei wird im folgenden (Kapitel 2) zuerst das Thema "Angst" theoretisch beleuchtet, bei dem zu den verschiedenen Formen der Angsterkrankungen vor allem auf die generalisierte Angststörung, die Prävalenz in der Bevölkerung und die Ätiologie eingegangen wird.
Im Anschluss werden in Kapitel 3 die Verhaltensanalysen näher beleuchtet, wobei nach der vertikalen Verhaltensanalyse die horizontale Verhaltensanalyse mittels des SORC-Modells erfasst wird. Kapitel 3 endet mit einer Fallkonzeptualisierung und einer Therapieplanung. Im 4. Kapitel wird diese Arbeit durch einen Diskussionsteil mit einer kritischen Reflexion, geeigneten Präventionsmaßnahmen und einem Ausblick in die Zukunft abgerundet.
Angststörungen werden als die häufigsten psychischen Erkrankungen erfasst. Es leiden rund zwölf Millionen Menschen in Deutschland daran, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass in Europa um die 60 Millionen Menschen unter Angststörungen leiden. Dabei stellt Angst eine natürliche Anpassungsleistung des Menschen dar, die zum Überleben dient.
Angst betrifft alle Ebenen des Erlebens und Verhaltens. Im kognitiven und emotionalen Bereich (Denken, Aufmerksamkeit, Gedächtnis), im Verhalten (Flucht, Vermeidung) und auf der körperlichen Ebene (Alarmreaktionen im sympathischen Nervensystem, z. B. Herzrasen, Schwitzen). Jedoch liegt bei Personen mit einer Angsterkrankung eine unangemessene Angstreaktion vor, die die Personen erheblich beeinträchtigen. Hierzu werden verschiedene Krankheitsbilder gezählt, bei denen eine Störung des Angst-Stress-Reaktionssystems zugrunde liegt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Angst
2.1 Angst in der Gegenwart
2.2 Erklärungsmodelle der Angststörungen
2.2.1 Biologie der Angst
2.2.2 Entstehung der Angst durch Lernen
2.2.3 Psychoanalytische Erklärung
2.2.4 Biopsychologisches Erklärungsmodell
2.2.5 Störungsbilder der Angst
2.3 Generalisierte Angststörung (GAS)
2.3.1 Symptome
2.3.2 Prävalenzraten in der Bevölkerung
2.3.3 Ätiologie der GAS
2.3.4 Behandlung
2.3.5 Statista
3 Verhaltensanalyse
3.1 Vertikale Verhaltensanalyse (Makroanalyse)
3.2 Horizontale Verhaltensanalyse (Mikroanalyse)
3.3 Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung
4 Diskussion
4.1 Kritische Reflexion
4.2 Präventionsmaßnahmen
4.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, das Störungsbild der Generalisierten Angststörung (GAS) anhand eines konkreten Fallbeispiels einer jungen Frau zu analysieren, wobei der Fokus auf der Anwendung und Verknüpfung von wissenschaftlichen Theorien mit psychologischen Verhaltensanalysen liegt.
- Theoretische Grundlagen von Angst und psychologischen Erklärungsmodellen
- Detaillierte Analyse der Symptomatik und Ätiologie der Generalisierten Angststörung
- Durchführung einer vertikalen Verhaltensanalyse (Makroanalyse) zur Identifikation von Risikofaktoren
- Anwendung einer horizontalen Verhaltensanalyse (Mikroanalyse) mittels des SORC-Modells
- Entwicklung einer Fallkonzeptualisierung und Therapieplanung
Auszug aus dem Buch
3.2 Horizontale Verhaltensanalyse (Mikroanalyse)
Bei der Mikroanalyse wird ein bestimmtes Verhalten in einer konkreten Situation betrachtet. Die Mikro-Verhaltensanalyse geht auf lerntheoretische Annahmen der operanten Konditionierung zurück und wird anhand des SORC-Modells erklärt. Dieses Modell wurde von Skinner 1958 erarbeitet und ist darauf aufgebaut, das auf einen bestimmten Stimulus (S) bei einer Person mit individuellen Erfahrungen (O) eine Reaktion (R) auslöst, dessen Auftrittswahrscheinlichkeit durch die daraus resultierenden Konsequenzen (C) beeinflusst wird (Jaguschewski & Zimmer, 2020, S. 31).
Wie aus den Anlagen entnommen werden kann, leidet das 20-jährige Mädchen an einer Angstneurose, die sich in Panikattacken äußert.
Stimulus (S)
Als Stimulus wird ein Reiz beschrieben, der einem Verhalten vorausgeht (Borg-Laufs, 2020, S. 3–4). Dieses Verhalten wird in diesem Beispiel die Angstzustände darstellen. Es werden in den Unterlagen von verschiedenen auslösenden (determinierenden) Reizen gesprochen. Die ersten beiden Panikartigen wurden von zwei Kreislaufkollapse ausgelöst, die wenige Monate auseinanderlagen. Seitdem achte die Patientin genau auf innere Vorgänge. Ihre Angst entsteht vorwiegend durch interne Stimuli wie nach physischen Problemen wie z. B. Herzrasen, Schwindel, Beklemmungsgefühle, Atemnot, Schwächegefühle, Taubheit oder Kribbeln in Körperteilen. Zusätzlich treten auch Angstzustände nach externen Stimuli auf, wenn sie allein Zuhause ist, in engen oder in belebten Räumen, aber auch während entspannter Situationen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Angststörungen ein und umreißt die methodische Herangehensweise der Arbeit anhand eines Fallbeispiels.
2 Angst: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Entstehung von Emotionen und Angst, die verschiedenen Erklärungsmodelle sowie die Spezifika der Generalisierten Angststörung (GAS).
3 Verhaltensanalyse: Hier werden die Makroanalyse sowie die horizontale Verhaltensanalyse (Mikroanalyse) nach dem SORC-Modell auf das vorliegende Fallbeispiel angewendet und in eine Therapieplanung überführt.
4 Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die therapeutischen Ansätze kritisch und diskutiert notwendige Präventionsmaßnahmen sowie zukünftige Entwicklungen im Forschungsfeld.
Schlüsselwörter
Generalisierte Angststörung, GAS, Verhaltensanalyse, SORC-Modell, Makroanalyse, Psychotherapie, Angstneurose, Panikattacken, Verhaltenstherapie, Biofeedback, Ätiologie, Prävalenz, Angstbewältigung, diagnostische Erhebung, Fallkonzeptualisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung von Angststörungen, insbesondere der Generalisierten Angststörung (GAS), am Praxisbeispiel einer 20-jährigen Patientin.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Wichtige Bereiche sind die theoretische Fundierung der Angstentstehung, die klinische Symptomatik der GAS sowie die systematische verhaltenstherapeutische Analyse und Planung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel liegt in der methodischen Verknüpfung von klinischer Theorie und Praxis, um durch eine vertikale und horizontale Verhaltensanalyse eine zielgerichtete Therapie für die Patientin zu konzipieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt das SORC-Modell für die Mikroanalyse sowie bio-psycho-soziale Makroanalysen zur Aufarbeitung der Entwicklungsgeschichte und Verfestigungsfaktoren der Störung.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Beleuchtung von Angsterkrankungen und eine tiefgehende Verhaltensanalyse, die das Problemverhalten, auslösende Bedingungen und aufrechterhaltende Konsequenzen identifiziert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit fokussiert primär auf Begriffe wie Generalisierte Angststörung, Verhaltenstherapie, SORC-Modell, Fallkonzeptualisierung und Bewältigungsstrategien.
Warum spielt die vertikale Verhaltensanalyse in dieser Arbeit eine Rolle?
Die vertikale Analyse (Makroanalyse) ist essenziell, um die Entstehungsgeschichte der psychischen Störung zu verstehen und prädisponierende von aufrechterhaltenden Faktoren sauber voneinander zu trennen.
Weshalb wird das Biofeedback als besonderes Instrument hervorgehoben?
Biofeedback wird als ergänzende Methode gewählt, da es dem Patienten ermöglicht, körperliche Funktionen, die bei Angsterkrankungen pathologisch verändert sind, durch kontinuierliche Rückmeldung (Feedback) bewusst zu beeinflussen.
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- Anonym (Author), 2021, Generalisierte Angststörung bei jungen Frauen zwischen 18-25 Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271778