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Die Geschichte der Solidarität

Title: Die Geschichte der Solidarität

Term Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Heyer (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Die Arbeit richtet sich grundsätzlich nach dem Aufsatz "Globale Solidarität. Inklusionsprobleme der modernen Gesellschaft" von Hauke Brunkhorst. Thema ist die Herleitung der Entwicklung von Solidarität in der Menschheitsgeschichte, angefangen bei der Bürgersolidarität im antiken Athen über die christliche Nächstenliebe, die französische Revolution bis zur Solidarität in der globalisierten Welt. Komplizierte Zusammenhänge werden auf verständliche Weise erklärt und diskutiert, sowie aktuelle und zukünftige globale Probleme internationaler Solidarität angesprochen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Solidarität

2.1 Konkrete Solidarität

2.1.1 Die Bürgerfreundschaft in der Antike

2.1.1 Die Brüderlichkeit im Christentum

2.2 Abstrakte Solidarität

2.2.1 Egalitär organisierte Solidarität und die französische Revolution

2.2.2 Exkurs: Funktionale Differenzierung und die zwei Inklusionsprobleme der Moderne

2.2.3 Eurozentrisch/nationalstaatlich organisierte Solidarität

2.2.4 Ausblick

3. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Solidaritätsmodellen, ausgehend von konkreten, lokal begrenzten Formen bis hin zu abstrakten, systemischen Solidaritätsstrukturen in der Moderne. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Inklusionsprobleme der funktional differenzierten Gesellschaft im Rahmen des demokratischen Rechtsstaates und des Sozialstaates transformiert haben.

  • Historische Evolution der Solidaritätsbegriffe (von der Bürgerfreundschaft zur globalen Solidarität)
  • Die Rolle von Religion und christlicher Nächstenliebe als Vorläufer sozialer Bindungen
  • Transformation durch die Französische Revolution und die Institutionalisierung sozialer Rechte
  • Herausforderungen durch funktionale Differenzierung und die Inklusionsprobleme der Moderne
  • Globalisierung der Solidarität und das Spannungsfeld zwischen Zentrum und Peripherie

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Bürgerfreundschaft in der Antike

Schon in der Einleitung wurde deutlich, dass Solidarität eine Entwicklung, eine Ausbreitung vom Einfachen, vom Konkreten hin zum Abstrakten genommen hat. Man kann deshalb auch allgemein feststellen, dass der Charakter der Solidarität umso naturwüchsiger ist, je weiter man in der Menschheitsgeschichte zurück geht. So umfasste der „kleine Kreis“ innerhalb dessen solidarisch gehandelt wurde zuerst die Verbindungen durch Blutsverwandtschaft und sexuelle Beziehungen.

In der Exklusivität der Solidarität dieser Beziehungen lagen aber auch Gefahren: denn die Gemeinschaft einer Polis wäre - wenn es nur eine solche Solidarität gäbe - stark zersplittert. Es wurden Konflikte zwischen Familien mit dem Schwert ausgetragen, die Blutrache war eine Privatangelegenheit - bis zur Verrechtlichung zum Beispiel in Griechenland durch Drakon und gefährdete die Eintracht der Polis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Spektrum von konkreter, mechanischer Hilfe bis hin zur abstrakten, organischen Solidarität und skizziert das Ziel der Arbeit, diese Entwicklungslinien historisch nachzuzeichnen.

2. Geschichte der Solidarität: Dieses Kapitel analysiert die historische Genese der Solidarität, beginnend bei antiken Formen der Bürgerfreundschaft über die christliche Nächstenliebe bis hin zur egalitären, säkularisierten Solidarität der Moderne.

2.1 Konkrete Solidarität: Hier wird der Fokus auf die exklusiven Solidaritätsnetzwerke der Antike und des Christentums gelegt, die zwar soziale Bindungen stärkten, aber gesellschaftliche Hierarchien und Ausschlusskriterien beinhalteten.

2.1.1 Die Bürgerfreundschaft in der Antike: Dieser Abschnitt beschreibt die "philia politike" als ein Netzwerk unter freien Bürgern, das dem Gemeinwohl diente und innere Zwietracht in der Polis verhindern sollte.

2.1.1 Die Brüderlichkeit im Christentum: Es wird untersucht, wie das Gebot der Nächstenliebe als transzendente, auf Gott ausgerichtete Solidarität zur Emanzipation vom Paternalismus beitrug, aber in der sozialen Realität weiterhin hierarchisch blieb.

2.2 Abstrakte Solidarität: Dieser Teil widmet sich dem Übergang zu einer politisch organisierten Solidarität, die nach der Französischen Revolution den Rechtsstatus aller Staatsbürger in den Mittelpunkt stellte.

2.2.1 Egalitär organisierte Solidarität und die französische Revolution: Das Kapitel analysiert die Politisierung von Brüderlichkeit als Grundrecht und die Ablösung der christlichen Fürsorge durch staatlich garantierte soziale Rechte.

2.2.2 Exkurs: Funktionale Differenzierung und die zwei Inklusionsprobleme der Moderne: Hier werden die durch die Ausdifferenzierung von Funktionssystemen entstehenden Probleme der Desozialisierung und Proletarisierung sowie deren politische Lösungsansätze erläutert.

2.2.3 Eurozentrisch/nationalstaatlich organisierte Solidarität: Es wird kritisch hinterfragt, warum die universellen Menschenrechte in der Praxis häufig auf den Nationalstaat begrenzt blieben und mit exklusivem Nationalismus verknüpft wurden.

2.2.4 Ausblick: Der Ausblick thematisiert die globale Ausbreitung funktionaler Differenzierung und die Herausforderungen für eine solidarische Weltgesellschaft angesichts der wachsenden Schere zwischen Zentrum und Peripherie.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Transformation von der konkreten zur abstrakten Solidarität zusammen und identifiziert die globale Ungleichheit als zentrale Herausforderung für die Zukunft.

Schlüsselwörter

Solidarität, Bürgerfreundschaft, Nächstenliebe, französische Revolution, funktionale Differenzierung, Inklusionsprobleme, demokratischer Rechtsstaat, Sozialstaat, politische Gleichheit, globale Solidarität, Weltgesellschaft, Desozialisierung, Proletarisierung, Menschenrechte, Gemeinwohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Genese des Solidaritätsbegriffs und dessen Transformation von kleinräumigen, exklusiven Gemeinschaften hin zu einer abstrakten, globalen Solidaritätsstruktur in der Moderne.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die Themenfelder antike Polis-Strukturen, christliche Nächstenliebe, die politische Umgestaltung durch die französische Revolution, die systemtheoretische Analyse der funktionalen Differenzierung sowie die heutige globale Schere zwischen Zentrum und Peripherie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, die Entwicklungsschritte von der konkreten zur abstrakten Solidarität in Gesellschaft und Politik nachzuvollziehen und zu untersuchen, wie moderne Gesellschaften mit Inklusionsproblemen umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor wählt einen historisch-soziologischen Ansatz, der auf der Analyse politikwissenschaftlicher und soziologischer Literatur (insbesondere von Hauke Brunkhorst) basiert, um Solidaritätskonzepte zu kontextualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung konkreter Solidaritätsformen der Antike und des Christentums sowie die Analyse abstrakter, systemisch organisierter Solidarität nach der französischen Revolution und deren Inklusionsprobleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Solidarität, funktionale Differenzierung, Inklusionsprobleme, demokratischer Rechtsstaat, soziale Rechte und globale Weltgesellschaft.

Welche Bedeutung hat das "kleine Kreis"-Modell in der Antike für die heutige Zeit?

Das Modell verdeutlicht, dass ursprüngliche Solidarität oft exklusiv auf Blutsverwandtschaft oder den Status als freier Bürger beruhte, was im Kontrast zum heutigen universalistischen Anspruch der Menschenrechte steht.

Wie trägt der Sozialstaat zur Lösung der "sozialen Frage" bei?

Laut der Arbeit sichert der Sozialstaat durch die Institutionalisierung und gesetzliche Konkretisierung sozialer Rechte die Teilnahme aller Bürger am Wirtschaftssystem und verhindert so den Kollaps der Gesellschaft durch soziale Exklusion.

Warum ist das "Inklusionsproblem der Desozialisierung" für die Moderne so relevant?

Es beschreibt das Phänomen, dass das Individuum durch die Ausdifferenzierung der Funktionssysteme aus traditionellen sozialen Zusammenhängen herausgelöst wird und gezwungen ist, für sich selbst zu sorgen, was die Notwendigkeit für neue Solidaritätsformen begründet.

Kann die Geschichte der französischen Revolution als Parallele für die globale Solidarität dienen?

Die Arbeit deutet an, dass Parallelen existieren, etwa indem reiche Länder eine ähnliche Rolle wie der Adel vor 1789 einnehmen und aufstrebende Regionen der Welt als "dritter Stand" politische Gleichheit einfordern.

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Details

Title
Die Geschichte der Solidarität
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Tobias Heyer (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V127181
ISBN (eBook)
9783640330027
ISBN (Book)
9783640331819
Language
German
Tags
Geschichte Solidarität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Heyer (Author), 2008, Die Geschichte der Solidarität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127181
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