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Wachstumschancen einer mexikanischen Grenzstadt im Kontext der Globalisierung

Nachhaltige Entwicklung des Maquiladora-Clusters in "Ciudad Juárez"?

Title: Wachstumschancen einer mexikanischen Grenzstadt im Kontext der Globalisierung

Diploma Thesis , 2006 , 76 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Dipl.-Kult. Carolin Hagebölling (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Die zentrale Fragestellung der Arbeit lautet, ob in der Maquiladora-Industrie von Ciudad Juárez heute Modernisierungstendenzen erkennbar sind, die zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung der Region beitragen können. Im Ergebnis der Studie wird herausgestellt, dass der Großteil der Maquiladora-Fabriken der regionalen Wirtschaft keine nachhaltigen Entwicklungsimpulse geben kann.

Abstract:
Este trabajo trata del desarrollo económico de “Ciudad Juárez”, una región del norte de México que limita con los Estados Unidos. Esta tesis de grado analysa el efecto de la industria maquiladora sobre el desarrollo regional. Las maquiladoras en Ciudad Juárez ya tienen una larga historia: Fueron establecidas durante la década de las sesentas, cuando el gobierno mexicano aprobó el “Programa de Industrialización Fronteriza” para combatir el desempleo. La función principal de las maquiladoras es ensamblar, manufacturar o reparar materiales temporalmente importados por el país receptor (en este caso México) para su reexportación a su país de origen.
El punto esencial de esta investigación es la evaluación de los efectos permanentes de la industria maquiladora en Ciudad Juárez. La cuestión es si las fábricas tienen un efecto positivo sobre el desarrollo económico de la región a largo plazo. Los resultados de este trabajo muestran que no es así. Las maquiladoras en Ciudad Juárez no se han modernizado de una manera significante durante las décadas pasadas y su función principal es todavía la explotación de la mano de obra barata mexicana. La amenaza que tienen las maquiladoras de un país en vías de desarrollo como México al competir contra los bajos costos de la mano de obra de países como China va a generar un traslado de las empresas estadounidenses en regiones mexicanas de orientación exportadora como la Ciudad Juárez a países con costos de producción más bajos.
El problema grave es que una dispersión de la industria maquiladora significaría la decadencia de Ciudad Juárez porque no se han establecidos estructuras innovativas en la región desde que existen las maquiladoras. Aplicando el modelo de “geografía relacional” se demuestra en este trabajo que la interrelación de las maquiladoras con la región es muy baja y que no hay una transferencia de tecnología u otros mecanismos que podrían fortalecer las estructuras económicas regionales y ofrecer un modelo de desarrollo regional a largo plazo.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorieteil

2.1 Klassische Theorien der Wirtschaftsgeografie

2.2 Ansatz einer Relationalen Wirtschaftsgeografie

2.2.1 Gegenüberstellung der Raumwirtschaftslehre und der Relationalen Wirtschaftsgeografie

2.2.2 Vier „Ionen“ der Relationalen Wirtschaftsgeografie

3 Empirieteil

3.1 „Evolution“ der Maquiladora-Industrie in Ciudad Juárez

3.1.1 Lokalisationsphase

3.1.2 Clusterungsphase

3.1.3 Dispersionsphase

3.1.4 Fazit

3.2 „Organisation“ der Maquiladora-Industrie in Ciudad Juárez

3.2.1 Fallbeispiele

3.2.2 Veränderungen der Beschäftigungsstrukturen in der Maquiladora-Industrie

3.2.3 Fazit

3.3 „Interaktion“ der Maquiladora-Industrie in Ciudad Juárez

3.3.1 Netzwerkstrukturen der Maquiladora-Industrie

3.3.2 Zulieferunternehmen der Maquiladora-Industrie in Chihuahua

3.3.3 Fazit

3.4 „Innovation“ der Maquiladora-Industrie in Ciudad Juárez

3.4.1 Theorieansätze zum Entwicklungsprozess der Maquiladora-Industrie in Mexiko

3.4.2 Innovative Veränderungen der Maquiladoras in Ciudad Juárez

3.4.3 Fazit

4 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss der Maquiladora-Industrie auf die langfristige regionale wirtschaftliche Entwicklung von Ciudad Juárez im Norden Mexikos. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob sich in der Evolution dieser Industrie Modernisierungstendenzen abzeichnen, die eine nachhaltige ökonomische Entwicklung der Grenzregion ermöglichen könnten.

  • Analyse des industriellen Evolutionspfads von Ciudad Juárez.
  • Untersuchung der organisatorischen Strukturen und ihrer Veränderungsprozesse.
  • Bewertung der Interaktionsnetzwerke zwischen Maquiladoras und lokalen Akteuren.
  • Kritische Überprüfung der Innovationskapazitäten der lokalen Maquiladora-Industrie.
  • Anwendung des Modells der Relationalen Wirtschaftsgeografie.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Outsourcing“ ist das Schlagwort, das zur Grundvokabel jedes besorgten Politikers und Arbeitgebers geworden ist, der um die Arbeitsplätze im eigenen Land fürchtet und nicht müde wird, die viel zu hohen Arbeitskosten im selbigen immer wieder aufs Neue anzuprangern. Das Schreckgespenst der Globalisierung, das Großunternehmen dazu zwingt, Teile ihrer Produktion in „Niedriglohnländer“ auszulagern, um auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben.

Ob die zugespitzte Debatte nun gerechtfertigt ist oder nicht, von Interesse sollte auch sein, inwiefern die sogenannten „Billiglohnstandorte“ von solchen Entwicklungen eigentlich wirklich profitieren. Dass sich ein 14-jähriger chinesischer Industriearbeiter, der für drei Dollar am Tag ohne jegliche Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen in einem „Sweat Shop“ eines multinationalen Unternehmens schuftet, nicht wirklich glücklich schätzen kann, steht wohl außer Frage. Aber es könnte ja sein, dass die Unternehmen nicht nur Landenteignungen, Umweltverschmutzung und Hungerlöhne mit sich bringen, sondern in gewisser Weise auch „Entwicklungsarbeit“ leisten. „Technologietransfer“, „Wissensspillover“ und „nachhaltige Entwicklung“ sind Stichworte, die in diese Richtung weisen könnten. Inwiefern diese Entwicklungen wirklich nachhaltig für die jeweiligen Regionen sind und zu einem Wohlstandswachstum führen, von dem unter Umständen alle Bevölkerungsschichten profitieren, lässt sich wohl nur im Einzelfall feststellen. Solch ein Einzelfall soll an dieser Stelle erörtert werden.

Da sie als ein klassischer Niedriglohnstandort gilt, wurde in dieser Diplomarbeit die mexikanische Stadtregion „Ciudad Juárez“ an der Grenze zu den USA als Untersuchungsfeld gewählt. Seit Mitte der 1960-er Jahre investieren vor allem US-amerikanische Unternehmen in diese Region, indem sie überwiegend einfache, standardisierte Produktionsabläufe in die sogenannten „Maquiladora-Fabriken“ auslagern. Grund dafür ist neben Steuervorteilen, niedrigen Umwelt- und Sicherheitsauflagen sowie einer Zollbefreiung innerhalb der mexikanischen Sonderwirtschaftszone (SWZ) für Exportgüter in erster Linie der „Lohnveredelungsaspekt“, also das Ausnutzen billiger Arbeitskraft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Outsourcings ein und begründet die Wahl von Ciudad Juárez als Fallbeispiel für die Analyse der Auswirkungen der Maquiladora-Industrie.

2 Theorieteil: In diesem Kapitel wird das Modell der Relationalen Wirtschaftsgeografie nach Bathelt und Glückler als theoretischer Rahmen vorgestellt und von klassischen raumwirtschaftlichen Ansätzen abgegrenzt.

3 Empirieteil: Der empirische Hauptteil analysiert die Maquiladora-Industrie in Ciudad Juárez anhand der vier Dimensionen Evolution, Organisation, Interaktion und Innovation.

4 Schlussbemerkungen: Das Fazit bestätigt die These der Arbeit, dass in Ciudad Juárez keine weitreichenden Modernisierungstendenzen feststellbar sind und die Region stark von der US-Konjunktur abhängig bleibt.

Schlüsselwörter

Ciudad Juárez, Maquiladora-Industrie, Lohnveredelung, Wirtschaftsgeografie, Globalisierung, Outsourcing, Industrielle Entwicklung, Cluster, Standortvorteile, Technologietransfer, Netzwerkstrukturen, Mexiko, Arbeit, Regionalentwicklung, Innovation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Ansiedlung von Maquiladora-Fabriken in Ciudad Juárez einen Beitrag zur langfristigen und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung dieser mexikanischen Grenzregion leistet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die industrielle Entwicklung in Sonderwirtschaftszonen, die Auswirkung globaler Produktionsverlagerungen auf lokale Regionen und die Verflechtung multinationaler Unternehmen mit ihrem Standort.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob in der Evolution der Maquiladora-Industrie in Ciudad Juárez Modernisierungsprozesse stattgefunden haben, die über reine Lohnveredelung hinausgehen und zu einer nachhaltigen ökonomischen Stärkung der Region beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den konzeptionellen Rahmen der Relationalen Wirtschaftsgeografie. Anstelle des Raums als statisches Objekt stehen die ökonomischen Akteure (Unternehmen) und ihre Handlungsbeziehungen in der Region im Fokus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert anhand der Dimensionen Evolution, Organisation, Interaktion und Innovation empirische Fallstudien und Daten, um den tatsächlichen Grad der wirtschaftlichen Modernisierung und regionalen Einbindung zu bewerten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Maquiladora, Ciudad Juárez, Wirtschaftsgeografie, Lohnveredelung, industrielle Evolution, Cluster-Entwicklung und Standort-Modernisierung.

Warum schneiden Maquiladoras in der Analyse oft schlecht ab?

Die Analyse zeigt, dass die meisten Betriebe lediglich einfache Montageaufgaben ausführen, kaum mit lokalen Zulieferern vernetzt sind und primär auf niedrigsten Lohnkosten basieren, was sie anfällig für Abwanderung macht.

Was bedeutet der Begriff "Schwalbenfabriken" in diesem Kontext?

Der Begriff "empresas golondrinas" beschreibt Unternehmen, die ihren Standort schnell wechseln (wie Schwalben ziehen), sobald sich in einer anderen Region günstigere Produktionsbedingungen ergeben, anstatt dauerhaft in den lokalen Standort zu investieren.

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Details

Title
Wachstumschancen einer mexikanischen Grenzstadt im Kontext der Globalisierung
Subtitle
Nachhaltige Entwicklung des Maquiladora-Clusters in "Ciudad Juárez"?
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie, Fakultät für Kulturwissenschaften)
Grade
1,5
Author
Dipl.-Kult. Carolin Hagebölling (Author)
Publication Year
2006
Pages
76
Catalog Number
V127182
ISBN (eBook)
9783640332564
ISBN (Book)
9783640332571
Language
German
Tags
Wachstumschancen Grenzstadt Kontext Globalisierung Nachhaltige Entwicklung Maquiladora-Clusters Ciudad Juárez
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kult. Carolin Hagebölling (Author), 2006, Wachstumschancen einer mexikanischen Grenzstadt im Kontext der Globalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127182
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