Das Thema dieser Hausarbeit ist der erste moderne Präsident der USA, Theodore Roosevelt. Er war der Präsident während der "Progressiven Era" und hat sein Land im Laufe seiner Amtszeit in vielen Aspekten nach vorne gebracht und geprägt. Auch heute noch wird er als einer der besten amerikanischen Präsidenten der Geschichte gefeiert.
TR war eine polarisierende Persönlichkeit und entsprechend viele Heldengeschichten kursieren um ihn. Dies warf bei mir die Frage nach der Schattenseite seiner Person auf. Gegenstand dieser Hausarbeit wird demnach auch der Disput um seinen Hang zum Militarismus und zum Imperialismus sein.
Ich empfinde eine solche Debatte als sehr wichtig, um einen neutralen, reflektierten Blick auf die Vergangenheit zu bekommen. Die USA ist die unangefochtene Großmacht der westlichen Welt und das Land mit den größten Militärausgaben. Roosevelt ist bekannt dafür, einen großen Einfluss auf diese Entwicklung der USA gehabt zu haben.
Allerdings gehört es auch zur amerikanischen Kultur, vermeintliche Nationalhelden zu glorifizieren und mögliche negative Aspekte einer Person dabei gegebenenfalls auszublenden. Deshalb möchte ich mich mit sämtlichen 2 Charaktereigenschaften und Facetten der Person Theodore Roosevelt auseinandersetzen, um beide Seiten der Medaille zu betrachten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theodore Roosevelt - Abriss seiner Biographie
3. Theodore Roosevelt - Der Volksheld
4. Panamakanal
5. The Roosevelt Corollary
6. Der Russland-Japan Krieg
7. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken von Theodore Roosevelt als Präsident während der „Progressiven Era“ und analysiert kritisch, ob er zu Recht als einer der wenig kritisierten US-Präsidenten gilt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf seinem Hang zum Imperialismus und Militärismus sowie seinem Einfluss auf die internationale Stellung der USA liegt.
- Die Biographie Theodore Roosevelts und sein Aufstieg zum Präsidenten
- Die Wahrnehmung Roosevelts als „Volksheld“ und seine Wirkung auf die Öffentlichkeit
- Die strategische Bedeutung und der Bau des Panamakanals für die USA
- Die Implementierung der Roosevelt Corollary als Instrument der Interventionspolitik
- Die Rolle der USA als Vermittler im Russland-Japan Krieg
Auszug aus dem Buch
Der Panamakanal
Der Panamakanal verbindet den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean und ist auch heute noch einer der meistgenutzten Kanäle der Welt. Die ersten Pläne zum Projekt Panamakanal stammen vom französischen Ingenieur De Lesseps, der zuvor für den ebenso berühmten Suezkanal die Verantwortung übernahm.
Am Anfang des Kanals bestanden die Pläne von De Lessep darin, einen schleusenlosen Kanal an den Isthmus von Panama zu bauen. Um den Bau finanzieren zu können, konnten verzinste Anleihen gekauft werden. Allerdings kam es bei der Umsetzung der Pläne zu erheblichen Schwierigkeiten. Zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean herrscht ein erheblicher Meeresspiegelunterschied von 20 Metern. Für einen schleusenlosen Kanal muss das Kanalbett entsprechend tief sein, um beide Seiten auf gleicher Höhe verbinden zu können. Das führte zu neuen Problemen und bedeutete einen enormen finanziellen und körperlichen Aufwand mit dem nicht gerechnet wurde. Beim Ausheben des Kanals kam es durch die mit der Regenzeit einhergehenden hohen Wassermassen zu einigen folgenschweren Problemen. Die Franzosen kippten die Erde in die angrenzenden Täler und blockierten dadurch den natürlichen Wasserfluss, was einige Erdrutsche zur Folge hatte. Wesentlich schlimmer war es, dass sich aus den beiseite geschafften Lehmmassen Brutgebiete von krankheitsübertragenden Insekten entwickelten, die zu einer enorm hohen Sterberate der dort arbeitenden Menschen führte. Diese schwerwiegenden Probleme zerrten an den Geldreserven der Franzosen, machten eine Anschlussfinanzierung unmöglich und brachten das Vorhaben bezüglich des Panamakanals für Frankreich zum Scheitern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Schattenseiten von Roosevelts imperialistischer Politik und seinem Einfluss auf Amerikas internationale Rolle vor.
2. Theodore Roosevelt - Abriss seiner Biographie: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Roosevelts von seiner Kindheit über seine Zeit im „wilden Westen“ bis hin zum überraschenden Aufstieg zum 26. US-Präsidenten nach.
3. Theodore Roosevelt - Der Volksheld: Es wird analysiert, wie Roosevelt durch seine Kriegserlebnisse bei den „Rough Riders“ und sein Image als mutiger, sportlicher Mann zum beliebten nationalen Vorbild wurde.
4. Panamakanal: Das Kapitel beleuchtet das Scheitern des französischen Kanalprojekts und wie Roosevelt durch gezielte politische und militärische Unterstützung der panamaischen Unabhängigkeit den Kanalbau unter US-Kontrolle sicherte.
5. The Roosevelt Corollary: Die Erweiterung der Monroe-Doktrin wird hier als Instrument diskutiert, das den USA die Rolle einer „interationalen Polizei“ in Lateinamerika verlieh.
6. Der Russland-Japan Krieg: Beschrieben wird Roosevelts diplomatische Vermittlerrolle, die ihm neben der erfolgreichen Friedensstiftung auch den Friedensnobelpreis einbrachte.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer abwägenden Betrachtung über Roosevelts erfolgreiches Streben nach internationaler Macht versus die negativen Auswirkungen seiner Interventionspolitik auf benachbarte Staaten.
Schlüsselwörter
Theodore Roosevelt, USA, Progressive Era, Imperialismus, Panamakanal, Roosevelt Corollary, Monroe-Doktrin, Außenpolitik, Weltmacht, Militärismus, Russland-Japan Krieg, Diplomatie, Intervention, USA-Geschichte, US-Marine
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Präsidentschaft von Theodore Roosevelt mit einem Fokus auf seinem imperativen Führungsstil und seiner außenpolitischen Strategie.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die Biographie Roosevelts, seine Heldenverehrung, den Bau des Panamakanals, die Roosevelt-Corollary sowie seine Vermittlungstätigkeit im Russland-Japan Krieg.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Es wird der Frage nachgegangen, ob Theodore Roosevelt zu Recht als einer der am wenigsten kritisierten US-Präsidenten angesehen wird, insbesondere im Hinblick auf seinen Hang zum Militärismus.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Fachliteratur zu den Themen Außenpolitik und Biographie basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Fallstudien zu Roosevelts politischem Wirken, von der nationalen Innenpolitik bis hin zu wegweisenden internationalen Interventionen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Begriffe wie Imperialismus, Weltpolizei, internationale Machtprojektion und der „Big Stick“-Diplomatieansatz sind maßgebend.
Warum war der Bau des Panamakanals für Roosevelt so entscheidend?
Der Kanal war für Roosevelt ein essenzielles Mittel, um die USA als aufstrebende Weltmacht zu etablieren und eine wirtschaftliche sowie militärische Verbindung zwischen den Ozeanen zu schaffen.
Wie bewertet der Autor Roosevelts Rolle als Vermittler im Russland-Japan Krieg?
Der Autor ordnet dies als strategischen Erfolg ein, der Roosevelts Ziel der internationalen Anerkennung unterstützte, auch wenn dies zu kritischen Blicken anderer Mächte führte.
- Citation du texte
- Christoph Rosteck (Auteur), 2022, Theodore Roosevelt. Zu Recht ein weniger kritisierter U.S.-Präsident?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1271867